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Full text: Chicago und Berlin / Reusche, Friedrich

P l a h frag c. 
An Den Plan einer Weltausstellung sind vor allen Dingen 
drei Anforderungen zu stellen: Erstens muß derselbe Die nöthige 
Größe besitzen, damit die darauf zu errichtenden Gebäude nicht 
in drangvoller Enge zusammenstehen, wodurch Die volle Wirkung 
derselben verloren und ebenso Der freie Verkehr zwischen Den 
selben beeinträchtigt werden könnte. Zweitens muß derselbe Dem 
Mittelpunkte Der Stadt und Hauptsächlich des Fremdenverkehrs 
möglichst nahe liegen, denn eine zu große Entfernung würde 
auf Den finaneiellen Erfolg einer solchen Ausstellung einen un 
günstigen Einflun ausüben und Drittens muß er günstig und 
schön gelegen sein. Günstig muß er liegen in Bezug aus seine 
Umgebung und in Rücksicht auf den Fremdenverkehr. Ein 
solcher Platz darf nur in Den besseren, mit breiten Straßen ver 
sehenen, eleganteren Stadttheilen angelegt werden, schon wegen 
des moralischen Eindrucks auf Die Fremden, welche Durchschnitt-- 
lich 7u, aller Besucher ausmachen. Nichts wäre jeDock ver 
kehrter und mehr zu beDauern, als den Ausstellungspark in 
eine Gegend zu verlegen, zu welcher man nur Durch Das Passiren 
von uneleganten, übervölkerten Arbeiter- oDer Fabrikvierteln ge 
langen könnte. 
Eine Weltausstellung au neb ist kein in sich abgeschlossenes 
Bild, sondern die Stadt, in der sie abgehalten wird, Die Me 
tropole des Landes ick zugleich ein Ansstellungsstück mit und 
übt sehr häufig einen beinahe ebenso mächtigen Einfluß auf 
die Fremden aus wie Die Ausstellung felbck.
        
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