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Full text: Datenreport ... Issue 2017

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Datenreport 2017 Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen Creative Industries Datenreport 2017 Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen Creative Industries Dr. Alexander Werner Susanne Stöck HA-Report Nr. 945 Wiesbaden 2017 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2016 Datenreport 2017 – Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen Inhalt Seite Vorwort 1 1 Die Branche Kultur- und Kreativwirtschaft 1 2 Unternehmen und Umsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft 2 3 Erwerbstätige in der Kultur- und Kreativwirtschaft 5 4 Ausbildung und Studium in der Kultur- und Kreativwirtschaft 10 5 Die elf Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft 13 SOFTWARE- UND GAMES-INDUSTRIE 14 WERBEMARKT 16 PRESSEMARKT 18 DESIGNWIRTSCHAFT 20 ARCHITEKTURMARKT 22 FILMWIRTSCHAFT 24 BUCHMARKT 26 MUSIKWIRTSCHAFT 28 MARKT FÜR DARSTELLENDE KÜNSTE 30 RUNDFUNKWIRTSCHAFT 32 KUNSTMARKT 34 Anhang: Statistische Grundlagen 36 Literatur- und Quellenverzeichnis 39 I Vorwort Die Wörter „Kultur“, „Kreativität“ und „Wirtschaft“ in einem Begriff zu verbinden, mag manchen noch immer etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen. Aber dass die Kultur- und Kreativbranche ein bedeutender Wirtschaftszweig ist, wird mittlerweile allseits anerkannt. Und ebenso herrscht Einigkeit, dass das Produzieren und Verwerten kreativer Leistungen auch zukünftig ökonomisch attraktiv sein wird. Das gilt gerade angesichts der Digitalisierung, die für jedes Unternehmen Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich bringt und die manche Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz fürchten lässt. Die Kreativbranchen sind oftmals „Early Adopter“, die neue Chancen ergreifen und nutzen – auch wenn dies nicht immer einfach und reibungslos verläuft. Die Musikbranche kann ein Lied davon singen. Aber man kann auch viel von ihr lernen. Der aktuelle Datenreport zeigt: Umsätze und Beschäftigung in der hessischen Kreativwirtschaft wachsen konstant, die Einbrüche aus der Zeit der Finanzkrise sind kompensiert, und die Perspektiven sind gut. Besonders freut mich, dass auch die Wertschätzung kreativer Leistung – von Architektur über Computerspiele bis zur Werbung – gewachsen ist und sich in allen Branchen die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass gute Gestaltung ein Wettbewerbsvorteil ist. Statt der talentierten Cousine der Nachbarin werden heute professionelle Agenturen beauftragt, wenn Unternehmenslogos oder Anzeigen zu entwerfen sind. Mit dem Image der Kreativwirtschaft blüht auch das Image des Kreativstandorts Hessen auf. Dass man hier besonders gut Geschäfte machen kann, ist schon länger bekannt. Dass es hier neben einer anspruchsvollen Hochkultur auch spannende, inspirierende und vielfältige Kreativszenen gibt, spricht sich auch endlich herum. Es geht voran. Die Daten in diesem Report belegen es. Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, und Landesentwicklung HA Hessen Agentur GmbH 1 Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die Branche Kultur- und Kreativwirtschaft Über 120.000 Erwerbstätige, über 12 Milliarden Euro Jahresumsatz, elf Teilmärkte, eine Branche: Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung in Hessen und fördert Innovations- und Zukunftsfähigkeit der Gesamtwirtschaft. Im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie Verkehr und Landesentwicklung erstellt die Geschäftsstelle Kreativwirtschaft der Hessen Agentur jährlich den Branchen-Datenreport. Erfasst werden Daten der Kultur- und Kreativunternehmen, die sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung bzw. der medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern befassen und die überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind. Diese Branche setzt sich aus elf Teilmärkten zusammen:1 Musikwirtschaft Buchmarkt Kunstmarkt Filmwirtschaft Rundfunkwirtschaft Markt für darstellende Künste Designwirtschaft Architekturmarkt Pressemarkt Werbemarkt Software- und Games-Industrie Sonstiges 1 Mehr Informationen unter „Statistische Grundlage“ auf S. 36. Die Berechnungen der Wirtschaftszahlen in diesem Datenreport wurden gemäß der Empfehlung der Wirtschaftsministerkonferenz nach dem Modell Söndermann (2012) durchgeführt. 1 HA Hessen Agentur GmbH 2 Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Unternehmen und Umsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft Im Jahr 2015 erwirtschafteten über 20.300 Unternehmen der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft einen Umsatz von rund 12,2 Milliarden Euro.2 Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Unternehmen um 300 (1,3 %), der Umsatz um 622 Mio. Euro (5,4 %). Seit 2010 ist die Zahl der Unternehmen um 2,1 % leicht zurückgegangen. Der Branchenumsatz stieg gegenüber 2015 deutlich um 5,4 %, womit auch im langfristigen Vergleich gegenüber dem Jahr 2010 wieder ein leichtes Plus von 0,9 % erreicht wird. ENTWICKLUNG DES UMSATZES UND DER ZAHL DER UNTERNEHMEN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT IN HESSEN (2010=100) 120 115 110 105 100 95 90 85 80 75 70 2010 2011 2012 2013 UMSATZ 2014 2015 ZAHL DER UNTERNEHMEN Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Berechnung und Darstellung der Hessen Agentur Die Software- und Games-Industrie konnte den Umsatz im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 300 Mio. Euro auf 3,5 Mrd. Euro ausbauen und blieb damit vor dem Werbemarkt der umsatzstärkste hessische Teilmarkt. Im Werbemarkt stiegen die Umsätze von 2,8 auf 2 Datengrundlage ist die jährlich durch das Hessische Statistische Landesamt veröffentlichte Umsatzsteuerstatistik, die aktuellsten derzeit verfügbaren Daten beziehen sich auf das Jahr 2015. Dabei ist zu beachten, dass die Summe der Teilmärkte nicht der Gesamtsumme der Indikatoren wie Umsatz, Anzahl der Unternehmen oder Beschäftigung der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft entspricht, da zur Ermittlung der Gesamtsumme Doppelzählungen in den Teilmärkten bereinigt werden müssen. 2 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 2,9 Mrd. Euro. Der Pressemarkt stand wie im Vorjahr mit rund 2 Milliarden Euro Umsatz an dritter Stelle, ebenfalls unverändert liegt die Designwirtschaft mit 1,8 Milliarden Euro auf dem vierten Rang. UMSATZ IN DEN TEILMÄRKTEN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT 2015 (IN MRD. EURO) Insgesamt zeichnet sich die Kultur- und Kreativwirtschaft durch einen hohen Anteil an EinPersonen-Unternehmen bzw. Mikro- oder Kleinstunternehmen aus. Große Unternehmen finden sich vor allem bei Verlagen, Hörfunk- oder Fernsehanstalten und Werbeagenturen. Mit rund 4.800 verzeichnet die Designwirtschaft die meisten Unternehmen der hessischen Kreativbranche. Knapp 3.600 Unternehmen sind der Software- und Games-Industrie zuzuordnen, knapp 3.500 dem Teilmarkt Architektur. In den Teilmärkten Design und Architektur sind bei verhältnismäßig geringen Umsatzzahlen viele kleine Unternehmen, d.h. mit relativ geringem mittleren Umsatz, tätig. In den Teilmärkten Werbung und Software- und GamesIndustrie wird hingegen pro Unternehmen im Durchschnitt deutlich mehr Umsatz erzielt. Gleiches gilt für Filmwirtschaft- und Pressemarkt, wo relativ wenige Unternehmen einen verhältnismäßig hohen Umsatz erzielen. 3 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 ANZAHL DER UNTERNEHMEN IN DEN TEILMÄRKTEN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT 2015 4 HA Hessen Agentur GmbH 3 Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Erwerbstätige in der Kultur- und Kreativwirtschaft In der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft sind mindestens3 121.900 Menschen erwerbstätig. Hierzu zählen rund 70.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 19.300 geringfügig Beschäftigte, etwa 20.300 Unternehmensinhaber sowie knapp 11.900 freiberufliche Künstler und Publizisten. ERWERBSTÄTIGE IN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT IN HESSEN 58% 70.400 16% 19.300 17% 20.300 10% 11.900 SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTIG BESCHÄFTIGTE AUSSCHLIESLICH GERINGFÜGIG AUSSCHLIESSLICH GERINGFÜGIGBESCHÄFTIGTE BESCHÄFTIGTE UNTERNEHMENSINHABER FREIBERUFLICHE KÜNSTLER UND PUBLIZISTEN Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Bundesagentur für Arbeit, Künstlersozialkasse Berechnung und Darstellung der Hessen Agentur Im Jahr 2016 zählte die Branche 70.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, was einem Zuwachs um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gegenüber 2010 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um über 6.600 Personen bzw. 10,4 % angestiegen. In der langfristigen Zeitreihe ist allerdings zu beachten, dass das Wachstum durch einen methodischen Effekt der Statistik deutlich gemindert wurde. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ging seit 2010 im Buchmarkt scheinbar um 39 %, d.h. um knapp 2.800 Personen, zurück. Grund hierfür ist jedoch kein faktischer Rückgang der Beschäftigungszahlen, sondern eine Umgruppierung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten des „Einzelhandels mit Büchern“ zum „Sonstigen Versand- und Internethandel“.4 Wird die Beschäftigtenstatistik um diesen Effekt bereinigt – d.h. wird der Buchmarkt ausgeklammert – , ist die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in der übrigen Kreativwirtschaft mit einem Zuwachs von knapp 9.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bzw. 3 4 Aus mehreren Gründen ist die Zahl der Erwerbstätigen höher. Auf Hessenebene können keine Aussagen zur Zahl der Selbstständigen und geringfügig Tätigen mit unter 17.500 Euro Jahresumsatz getroffen werden. Auf Bundesebene lag der Anteil dieser Beschäftigtengruppe zwischen 2010 und 2015 bei etwa 13-14 %, was umgerechnet auf Hessen eine Erwerbstätigenzahl von etwa 140.000 bis 142.000 nach sich zieht. Erwerbstätige, die einer Tätigkeit in der Kultur- und Kreativbranche ausschließlich im Nebenerwerb nachgehen, werden ebenfalls nicht gezählt, da bei diesen der Lebensunterhalt in anderen Branchen gesichert wird. Rund 3.300 Beschäftigte wurden im Jahr 2015 allem Anschein nach vom Einzelhandel mit Büchern zum Sonstigen Versand- und Internethandel umgruppiert und tauchen daher in der Statistik der Beschäftigten der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht mehr auf. 5 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 16,5 % gegenüber dem Zuwachs der Zahl aller Beschäftigten in Hessen von 11,7 % überproportional. Getrieben wird der Zuwachs insbesondere durch die Software- und GamesIndustrie, in der 2016 rund 8.500 Personen (+59,9 %) mehr als 2010 sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Hohe Zuwächse verzeichnet auch der Architekturmarkt mit einem Plus von 1.500 Beschäftigten (+30,0 %) gegenüber 2010. Dabei hat sich insbesondere in den beiden letzten Jahren die Zahl der Beschäftigten stark erhöht. Zusätzlich zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren im Jahr 2016 rund 28.000 Personen in der Branche geringfügig beschäftigt, davon rund 19.300 Personen ausschließlich.5 Der Großteil (ca. 90 %) der geringfügig Beschäftigten ist zwar langfristig beschäftigt, zählt aber dennoch zu den geringfügig entlohnten Beschäftigten. Daneben zählen zu den geringfügig Beschäftigten auch die kurzfristig Beschäftigten, deren Beschäftigungsverhältnisse auf weniger als 2 Monate bzw. maximal 50 Arbeitstage angelegt sind.6 Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen seit dem Jahr 2010 gewachsen ist (insgesamt ein Plus von 10,4 %), ging die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten um knapp 8 % zurück. Trotzdem liegt die Quote der geringfügig Beschäftigten in der Branche weiterhin deutlich über dem Durchschnitt aller Branchen. Zusätzlich zu den abhängig Beschäftigten sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft rund 20.300 Unternehmensinhaber7 und eine unbekannte Zahl an Unternehmensmitinhabern sowie knapp 11.900 freiberufliche Künstler und Publizisten tätig. Die Zahl der Unternehmensinhaber bzw. Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr um 300 angestiegen. Im langfristigen Vergleich ist die Zahl seit 2010 jedoch um 2,1 % gesunken. Die Zahl der freiberuflichen Künstler und Publizisten ist in 2016 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 5 6 7 Gemäß Statistik der Bundesagentur für Arbeit errechnet sich die Zahl der Beschäftigten aus der Summe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der ausschließlich geringfügig Beschäftigten. Die Zahl der im Nebenjob geringfügig Beschäftigten wird nicht dazugezählt, weil sie bereits in der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten enthalten ist. Es kann nicht identifiziert werden, wie viele der im Nebenjob geringfügig in der Kultur- und Kreativwirtschaft Beschäftigten auch ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in dieser oder in einer anderen Branche haben. Im ersten Fall kommt es zu Doppelzählungen, im zweiten Fall steigt die Zahl der in der Kreativwirtschaft Tätigen an. Aufgrund des kurzen Zeitraums ist die Angabe der kurzfristig Beschäftigten eine Momentaufnahme. Eine Person nimmt häufig mehrere kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse im Jahr wahr. In der Umsatzsteuerstatistik sind nur Selbstständige mit einem Jahresumsatz von über 17.500 Euro enthalten. Näherungsweise wird für jedes Unternehmen ein Unternehmensinhaber als Selbstständiger gezählt, obwohl es unterschiedliche Konstellationen geben kann. Beispielsweise tritt eine Untererfassung bei mehreren im Unternehmen tätigen Inhabern auf, wohingegen eine Übererfassung im Falle einer gleichzeitigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung eines Unternehmers auftreten kann. 6 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 110 Personen bzw. 1 % gestiegen und weist seit 2010 einen Zuwachs um knapp 700 Personen bzw. 6,0 % auf. ENTWICKLUNG DER ZAHL DER SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTIG BESCHÄFTIGTEN UND DER AUSSCHLIESSLICH GERINGFÜGIG BESCHÄFTIGTEN IN DER HESSISCHEN KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT (2010=100) 120 115 110 105 100 95 90 85 80 75 70 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTIG BESCHÄFTIGTE AUSSCHLIESSLICHGERINGF GERINGFÜGIG BESCHÄFTIGTE AUSSCHLIESLICH ÜGIG BESCHÄFTIGTE ZAHL DER UNTERNEHMEN FREIBERUFLICHE KÜNSTLER UND PUBLIZISTEN Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Bundesagentur für Arbeit, Künstlersozialkasse Berechnung und Darstellung der Hessen Agentur Durch die Zahlen der sozialversicherungspflichtig und der geringfügig Beschäftigten lassen sich regionale Strukturen in der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft erkennen. In der Metropolregion FrankfurtRheinMain8 waren im Jahr 2016 in der Kultur- und Kreativwirtschaft 63.100 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, was einem Anstieg von 1.000 Personen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Seit 2010 ist die Beschäftigtenzahl um 8.800 bzw. 16,1 % gestiegen. Die meisten Mitarbeiter beschäftigt die Kultur- und Kreativbranche in Frankfurt am Main (26.400 Personen) und den kreisfreien Städten Darmstadt 8 Zur Metropolregion FrankfurtRheinMain zählen in Hessen die kreisfreien Städte Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach am Main und Wiesbaden sowie die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunuskreis, Main-Kinzig-Kreis, MainTaunus-Kreis, Odenwaldkreis, Offenbach, Rheingau-Taunus-Kreis, Wetteraukreis, Gießen, Limburg-Weilburg, Vogelsbergkreis und Fulda. Daten zu den zur Metropolregion FrankfurtRheinMain zugehörigen Kreise außerhalb Hessens liegen nicht vor. 7 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 (7.900) und Wiesbaden (5.500). Unter den Landkreisen liegt der Main-Taunus-Kreis mit 3.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vor dem Hochtaunuskreis (2.800) und dem Kreis Offenbach (3.000). Unter den weiteren Gebietseinheiten in Hessen sind mit 3.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt Kassel die meisten Personen in der Kultur- und Kreativbranche tätig. In den kreisfreien Städten ist der Anteil der in der Kultur- und Kreativwirtschaft Beschäftigten an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt höher als in den meisten Landkreisen. Insbesondere Darmstadt hat einen Anteil von mehr als 8 %, aber auch in Frankfurt und Wiesbaden liegt der Anteil zwischen 4 % und 5 %. Offenbach und Kassel erreichen Anteile von 3 % bis 4 %. Auf einem ähnlichen Niveau wie die Städte Offenbach und Kassel liegen die Landkreise Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis. Von allen geringfügig Beschäftigten in Hessen sind rund 19.300 (4,9 %) in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. In der Metropolregion FrankfurtRheinMain sind 14.300 (4,8 %) geringfügig Beschäftigte tätig, wobei deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Landkreisen zu finden sind: Während 18 % der geringfügig Beschäftigten in Offenbach am Main in der Kreativbranche tätig sind und auch in den weiteren kreisfreien Städten die Anteile in Frankfurt am Main (5,8 %), Wiesbaden (5,2 %) und auch in Darmstadt (4,4 %) relativ hoch sind, werden außerhalb des städtisch geprägten Ballungsgebietes etwa im Odenwaldkreis, im Vogelsbergkreis oder auch Fulda die geringfügig Beschäftigten eher in anderen Branchen eingesetzt. Außerhalb der Metropolregion sticht die Stadt Kassel hervor, wo im Jahr 2016 mehr als 2.500 geringfügig Beschäftigte arbeiteten. Dies stellt einen massiven Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar und es bleibt abzuwarten, inwieweit es sich hierbei um Sondereffekte – beispielsweise im Rahmen der Vorbereitung und Vermarktung der documenta – handelt, oder ob sich diese Beschäftigungsentwicklung verstetigt. 8 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTIG UND GERINGFÜGIG BESCHÄFTIGTE IN HESSISCHEN LANDKREISEN UND KREISFREIEN STÄDTEN 9 HA Hessen Agentur GmbH 4 Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Ausbildung und Studium in der Kultur- und Kreativwirtschaft Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Branche unabdingbar. Die Branche entwickelt die Fachkräfte über die duale Berufsausbildung zum Teil selbst. Viele Nachwuchskräfte kommen zudem von den Hochschulen und staatlich anerkannten Berufsakademien in Hessen. In der Kultur- und Kreativwirtschaft befanden sich in 2016 von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rund 2.200 Personen in einem Ausbildungsverhältnis. Damit haben Auszubildende einen Anteil von 3,1 % an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Zahl der Auszubildenden ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Im langfristigen Vergleich sind gegenüber 2010 rund 5,7 % mehr Auszubildende in der Kultur- und Kreativwirtschaft zu verzeichnen. AUSZUBILDENDE IN DEN TEILMÄRKTEN DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT 2016 Die meisten Auszubildenden sind in der Software- und Games-Industrie und im Werbemarkt zu finden (jeweils knapp 600 Personen), wobei die Ausbildungsquote – d.h. der Anteil der Auszubildenden an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – im Werbemarkt mit 4,7 % deutlich höher ist als in der Software- und Games-Industrie, wo sie bei 2,1 % liegt. 10 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die höchsten Ausbildungsquoten in der Kultur- und Kreativwirtschaft haben der Markt für darstellende Kunst mit 6,5%, sowie die Design- und die Musikwirtschaft mit je 5,5%. Nachwuchskräfte für die Kultur- und Kreativwirtschaft kommen auch aus den Hochschulen und staatlich anerkannten Berufsakademien. In Hessen finden Studierende an Hochschulen und verschiedenen staatlich anerkannten Berufsakademien ein umfangreiches Angebot an Studiengängen, die für eine Tätigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft qualifizieren. Da sich weder die Studierenden noch die Studiengänge einzelnen Wirtschaftszweigen zuordnen lassen, kann keine Darstellung nach Teilmärkten erfolgen. Als typische Studiengänge mit Bezug zur Kultur- und Kreativwirtschaft können die Studienbereiche Kulturwissenschaften i.e.S. aus den Geisteswissenschaften sowie Architektur und Innenarchitektur aus den Ingenieurwissenschaften betrachtet werden. Darüber hinaus finden die Studienbereiche aus der Fächergruppe Kunst, Kunstwissenschaft (Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Film und Fernsehen, Theaterwissenschaft, Gestaltung, Kunst, Kunstwissenschaft allgemein sowie Musik, Musikwissenschaft) Berücksichtigung.9 An hessischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Fachhochschulen waren demnach im Wintersemester 2016/17 knapp 16.000 Studierende in kultur- und kreativwirtschaftlich ausgerichteten Studiengängen eingeschrieben. Darunter befanden sich knapp 2.600 Studienanfänger. Bedeutend ist vor allem der Bereich Architektur, Innenarchitektur, auf den mehr als ein Drittel aller Studierenden entfiel. STUDIERENDE UND STUDIENANFÄNGER AN HESSISCHEN HOCHSCHULEN, KUNSTHOCHSCHULEN UND FACHHOCHSCHULEN NACH STUDIENBEREICHEN DER KULTURUND KREATIVWIRTSCHAFT (STAND: WINTERSEMESTER 2016/17 UND 2015/16) 9 Der Fokus verengt sich damit auf typische kultur- und kreativwirtschaftliche Studienangebote, während etwa Studiengänge wie Germanistik, Informatik oder Wirtschaftswissenschaften (Marketing) nicht berücksichtigt werden. 11 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Insgesamt stieg die Zahl der Studierenden gegenüber dem Vorjahr um 500 Personen. Allein im Studienbereich Architektur, Innenarchitektur erhöhte sich die Zahl der Studierenden um 300 Personen. In der langfristigen Entwicklung zeigt sich eine deutliche Zunahme: Im Wintersemester 2016/17 waren rund 4.000 Personen bzw. 34 % mehr Studierende in kulturund kreativwirtschaftlich ausgerichteten Studiengängen an hessischen Hochschulen eingeschrieben als im Wintersemester 2010/11. An staatlich anerkannten Berufsakademien10 waren 2016 rund 500 Studierende in einem Studiengang eingeschrieben, der der Kultur- und Kreativwirtschaft zugerechnet werden kann. Unter den staatlich anerkannten Berufsakademien ist insbesondere die BrüderGrimm-Berufsakademie Hanau hervorzuheben, deren rund 100 Studierende sich etwa hälftig auf die Studiengänge Designmanagement und Produktgestaltung verteilen. Darüber hinaus gibt es in Darmstadt, Frankfurt, Kassel und Wiesbaden Musikakademien, an denen im Jahr 2016 rund 420 Studierende ein instrumental- oder gesangspädagogisches bzw. künstlerisches Studium absolvierten. Etwa 80 Absolventen schlossen in 2016 ihr Studium an diesen Einrichtungen erfolgreich ab. Zusätzlich zu den staatlich anerkannten Berufsakademien sind private Einrichtungen zu nennen, über die allerdings keine vergleichbare Statistik zur Zahl der Studierenden und Absolventen vorliegt.11 STUDIERENDE UND ABSOLVENTEN AN STAATLICH ANERKANNTEN BERUFSAKADEMIEN IN HESSEN IM BEREICH DER KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT 10 Der Aufbau von staatlich anerkannte Berufsakademien wird durch das Land Hessen unterstützt. Sie stellen eine Alternative zum Hochschulstudium dar und ermöglichen den Erwerb eines Bachelorabschlusses, der dem entsprechenden Abschluss an einer Hochschule gleichgestellt ist. Die einzelnen Semester oder Trimester der Ausbildung finden aufeinander abgestimmt sowohl in der Akademie als auch im Betrieb statt. Die Anmeldung der Studierenden erfolgt über ein teilnehmendes Unternehmen, in dem Studierende einen Ausbildungsvertrag haben. 11 Hierzu zählen staatlich anerkannte private Hochschulen wie accadis Hochschule (Bad Homburg), DIPLOMA Hochschule – Private Fachhochschule Nordhessen (Bad Sooden-Allendorf), European School of Design (Frankfurt), Hochschule Fresenius (Idstein), Staatliche Hochschule für Bildende Künste - Städelschule (Frankfurt/Main), Wilhelm Büchner Hochschule - Private Fernhochschule Darmstadt. Weitere Einrichtungen, deren Ziel die Ausbildung von Kreativnachwuchs ist, sind AMD Akademie Mode und Design (Idstein), die Games Academy (Frankfurt). 12 HA Hessen Agentur GmbH 5 Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft Im Folgenden werden die Entwicklungen in den elf einzelnen Teilmärkten der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft dargestellt. WICHTIGE INDIKATOREN DER KULTUR- UND KREATIVWIRSTCHAFT IN HESSEN NACH TEILMÄRKTEN IM VORJAHRESVERGLEICH Ausführliche Informationen zu den einzelnen Teilmärkten in Hessen bietet der 2016 erschienene 5. Hessische Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht. Aktuelle Informationen sind zudem auf der Webseite der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen (http://www.kreativwirtschaft-hessen.de) abrufbar. 13 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 d SOFTWARE- UND GAMES-INDUSTRIE Die Software- und Games-Industrie umfasst vor allem Softwareentwicklung, das Verlegen von Computerspielen und Webportale. Mit einem dichten Cluster an Software- und IT-Service-Unternehmen zählt die Metropolregion Frankfurt RheinMain zu den bedeutendsten deutschen Computerspiel- und Softwarestandorten.12 Insbesondere in Frankfurt und Darmstadt haben zahlreiche Firmen, Netzwerke und Innovationszentren dieser dynamisch wachsenden Branche ihren Sitz. Der Internetknoten DE-CIX (Deutscher Commercial Internet Exchange) in Frankfurt ist der größte Datenaustauschpunkt der Welt und bietet beispielsweise für Cloud-Dienste eine hervorragende Infrastruktur. 12 Forschungs- und Kompetenzzentrum Audiovisuelle Produktion der Hamburg Media School (2017). 14 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die hessische Software- und Games-Industrie hat: gut 3,5 Milliarden Euro Umsatz (2015) knapp 3.600 Unternehmen (2015) rund 27.300 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und gut 1.200 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Unternehmen in der hessischen Software- und Games-Industrie in 2015 um 3 %. Der Umsatz legte um knapp 10 % zu. Damit wird der langfristige Trend fortgesetzt: Zwischen 2010 und 2015 nahm die Zahl der Unternehmen um 25 % und der Umsatz um 41 % zu. Damit ist dieser Teilmarkt – gemessen am Umsatz – der größte Teilmarkt der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Auch im Hinblick auf die Beschäftigung ist mit einem Zuwachs von knapp 800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bzw. +3 % ein deutlicher Anstieg von 2015 auf 2016 zu beobachten. Seit 2010 nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 46 % zu. Die Quote der ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist aktuell mit rund 1.200 bezogen auf die rund 27.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (4,5 %) unter den Teilmärkten der Kulturund Kreativwirtschaft am niedrigsten. Ihre Zahl ging gegenüber dem Vorjahr um 3% zurück. Für die Games-Industrie als Teilbereich der Software- und Games-Industrie zeigt sich bundesweit, dass der Markt für Computer- und Videospiele 2016 mit einem Umsatz von 2,9 Mrd. Euro gegenüber 2015 insgesamt konstant geblieben ist. Es gibt aber deutliche Unterschiede der Entwicklung in einzelnen Marktsegmenten. Deutliche Umsatzsteigerungen erzielten Anbieter durch Gebühren für Online-Netzwerke (+48 %), mit Abonnements (19 %) sowie bei Mikrotransaktionen (17 %), d.h. virtuelle Güter und Zusatzinhalte für Spiele. Dagegen sind Umsatzerlöse für den Kauf von Spielen (-2 %) und Hardware (-15 %), d.h. insbesondere Spielekonsolen, tragbare Gamepads und Zubehör, gegenüber 2015 zurückgegangen.13 13 BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (2017). 15 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 WERBEMARKT Der Werbemarkt setzt sich aus den Bereichen Gestaltung von Werbung durch Werbeagenturen sowie Vermarktung von Werbezeiten und Werbeflächen zusammen. Hessen zählt zu den bedeutendsten Werbestandorten Deutschlands. Die Wachstumsbereiche Online- und digitale Werbung sowie die Werbefilmindustrie bilden hierbei einen Schwerpunkt. 16 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Der hessische Werbemarkt hat: rund 2,9 Milliarden Euro Umsatz (2015) mehr als 2.700 Unternehmen (2015) knapp 12.300 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und knapp 8.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) – hinzu kommen freiberufliche Publizisten, die in der Künstlersozialkasse in der Kategorie „Wort“ erfasst werden (über alle Teilmärkte hinweg – insb. Werbung, Pressemarkt und Buchmarkt – gut 2.500 Personen im Jahr 2016) Gegenüber dem Jahr 2014 stieg der Umsatz des hessischen Werbemarktes in 2015 um knapp 70 Mio. Euro bzw. 2,4 % an. Die Zahl der Unternehmen sank im Vorjahresvergleich um 1,4 %. Langfristig war die Umsatzentwicklung seit dem Jahr 2010 um -25 % rückläufig, was aber vor allem auf einem starken Rückgang im Jahr 2011 beruht, während seitdem der Umsatz auf einem konstanten Niveau blieb. Die Anzahl der Unternehmen ist zwischen 2010 und 2015 um knapp 16 % zurückgegangen. Dagegen hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 2016 um rund 11 % bzw. 1.200 Personen gegenüber 2010 erhöht, während gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang von 1,4 % zu verzeichnen ist. Mit 8.000 Personen arbeiten in 2016 knapp 40 % aller ausschließlich geringfügig Beschäftigten in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Teilmarkt Werbung. Deutschlandweit stiegen die Werbeausgaben von Unternehmen auch aufgrund der in 2016 günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit 25,96 Mrd. Euro um 2 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei stiegen auch die Netto-Werbeeinnahmen der Medien um rund 1 % auf 15,36 Mrd. Euro, was nach leichten Rückgängen in den vorangegangenen Jahren ein positives Signal darstellt. Unter den Werbeträgern waren in 2016 mit 6,5 % die größten Zuwächse der Netto-Werbeeinnahmen im Bereich Online und Mobile zu beobachten. Es folgen Anzeigenblätter (+5,9 %), Hörfunk (+3,3 %), Fernsehen (+3,1 %) und Außenwerbung (+2,7 %). Zwar verzeichneten die meisten Werbeträger im Printbereich (Tagezeitungen, Publikumszeitschriften, Wochenzeitungen/Sonntagszeitungen) auch in 2016 Rückgänge ihrer Netto-Werbeeinnahmen, allerdings fielen diese geringer aus als im Vorjahr. Über die medienbasierten Daten hinaus lassen sich weitere kommerzielle Kommunikationsformen der Werbung zurechnen. Hierin enthalten sind unter anderem Sponsoring, Werbeartikel und Online-Suchwortvermarktung, die zusätzlich rund 19 Mrd. Euro in 2016 erzielten.14 14 Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V. (2017a, b). 17 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 PRESSEMARKT Selbstständige Journalisten und Fotografen, Verlage, Einzelhandel mit Zeitschriften, Zeitungen und Papierwaren bilden den Pressemarkt. Der hessische Pressemarkt sticht bundesweit durch eine vergleichsweise große Vielfalt hervor – von zahlreichen kleineren Zeitungsverlagen bis hin zu großen überregionalen Zeitungen im Rhein-Main-Gebiet. 18 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Der hessische Pressemarkt hat: knapp 2 Milliarden Euro Umsatz (2015) knapp 2.500 Unternehmen (2015) rund 11.000 sozialversicherungspflichtige und gut 5.200 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) – hinzu kommen freiberufliche Publizisten, die in der Künstlersozialkasse in der Kategorie „Wort“ erfasst werden (über alle Teilmärkte hinweg – insb. Werbung, Pressemarkt und Buchmarkt – gut 2.500 Personen im Jahr 2016) Trotz des Umsatzanstieges in 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % ist der Umsatz des hessischen Pressemarktes seit 2010 um rund 10 % zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Unternehmen um 6 %. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verminderte sich zwischen 2010 und 2016 um knapp 1.100 Personen bzw. 9 %. Obwohl die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten im Pressemarkt im selben Zeitraum um 23 % deutlich stärker zurückgegangen ist, erreicht dieser Teilmarkt mit 5.200 ausschließlich geringfügig Beschäftigten sowohl absolut als auch in Relation zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiterhin eine hohe Quote. Deutschlandweit wird für 2017 eine Stabilität der Umsatzzahlen der Zeitschriftenverlage erwartet – allerdings verschiebt sich die Struktur weiter hin zum Bereich Digital (2016: 20 % des Umsatzes, Wachstumserwartung in 2017 bei 11,2 % gegenüber Vorjahr) und zu weiteren Angeboten wie Konferenzen, Corporate Publishing, Datenbank-Services (2016: 23 % des Umsatzes, Wachstumserwartung in 2017 bei 7,2 % gegenüber dem Vorjahr), während die Umsatzerwartung für 2017 im Kernbereich Print – d.h. Vertrieb und Anzeigen – bei einem Rückgang von -1 bis -2 % liegen.15 15 VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (2017). 19 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 DESIGNWIRTSCHAFT Zur Designwirtschaft zählen vielfältige Teildisziplinen: Industrie- und Produktdesign, ModeDesign und Herstellung von Schmuck, Grafik- und Kommunikationsdesign, Fotografen und Werbegestaltung. Hessen, insbesondere das Rhein-Main-Gebiet, hat traditionell bei Gestaltung und künstlerischem Handwerk national und international eine bedeutende Position inne. Hessen verfügt im Bereich Design über ein breites Spektrum an Ausbildungsstätten, Kompetenzzentren, Institutionen und Verbänden und ist Standort vieler für Design bedeutender Messen. Zahlreiche renommierte Unternehmen für Kommunikations- und Produktdesign sind insbesondere in der Rhein-Main-Region mit Frankfurt am Main, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt, aber auch in Kassel ansässig. Eine Reihe international bekannter Produktklassiker wurde von hessischen Designern entwickelt. 20 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die hessische Designwirtschaft hat: knapp 1,8 Milliarden Euro Umsatz (2015) gut 4.800 Unternehmen (2015) rund 7.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und knapp 4.500 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) Obwohl der Umsatz in der hessischen Designwirtschaft im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % zulegen konnte, ist seit 2010 ein Rückgang von 22 % zu verzeichnen. Dagegen wuchs die Unternehmenszahl in diesem Zeitraum um 10 %. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im hessischen Designmarkt blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant, hat sich im Zeitraum 2010 bis 2016 aber um rund 13 % bzw. 1.100 Personen verringert. Mit knapp 4.500 Personen ist sowohl die absolute Anzahl als auch der Anteil der ausschließlich geringfügig Beschäftigten im Teilmarkt verhältnismäßig hoch. 21 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 ARCHITEKTURMARKT Architekturbüros für Hochbau und für Orts-, Regional- und Landesplanung sowie Büros für Innenarchitektur bilden die Architekturbranche, die sich in Hessen durch eine hohe Dichte an international agierenden Unternehmen und eine vielfältige Ausbildungslandschaft auszeichnet. Mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt verfügt Hessen über ein bekanntes Zentrum der Architekturszene. 22 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Der hessische Architekturmarkt hat: mehr als 920 Millionen Euro Umsatz (2015) knapp 3.500 Unternehmen (2015) knapp 6.600 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und knapp 1.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) Der Umsatz im Architekturmarkt ist 2015 gegenüber 2014 um 3,2 % gestiegen, die Zahl der Unternehmen ist um 1,7 % zurückgegangen. Langfristig ist zwischen 2010 und 2015 der Umsatz der hessischen Architekturbranche um gut 6 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum sind rund 7 % weniger Unternehmen zu verzeichnen. Eine sehr positive Entwicklung ist auf dem Arbeitsmarkt zu verzeichnen: Insbesondere in den beiden letzten Jahren legte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr jeweils deutlich um 7,2 % (2015) bzw. 8,5 % (2016) zu. Zwischen 2010 und 2016 erreichte der hessische Architekturmarkt einen Zuwachs von 30 % an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten im Architekturmarkt ist seit 2010 zurückgegangen und mit knapp 1.000 bezogen auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (14,7 %) relativ gering. Die Ergebnisse einer quartalsweisen Architektenbefragung in Deutschland zeigt aktuell ein erfreuliches Bild. Der Auftragsbestand ist mit einem Wert von 7,3 Monaten im zweiten Quartal auf einem Rekordhoch seit Beginn der Befragung in den 1990er Jahren. Zwar haben sich einige Kennziffern zur Lage im Architekturmarkt gegenüber dem ersten Quartal verringert, dies wird aber keinesfalls als Trendwende, sondern eher als zu erwartende Reaktion auf vorhergehende Auftragsspitzen eingeschätzt.16 16 ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (Hrsg.) (2017). 23 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 FILMWIRTSCHAFT Zur Filmbranche zählen Film-/TV-Produktionen sowie Filmtechnik und Nachbearbeitung, Filmverleih und -vertrieb, Kinos und selbstständige Bühnen-, Film-, Hörfunk- und Fernsehkünstler. In Hessen ist die Filmwirtschaft überwiegend in der Rhein-Main-Region und in Kassel angesiedelt. Postproduktion, digitale Bildbearbeitung (Visual Effects) und eine beachtliche Anzahl an Filmfestivals bilden hierbei Schwerpunkte. Die HessenFilm und Medien GmbH bündelt alle Aktivitäten der Filmförderung in Hessen. 24 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die hessische Filmwirtschaft hat: rund 890 Millionen Euro Umsatz (2015) knapp 1.000 Unternehmen (2015) 2.100 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und knapp 1.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) Der Umsatz der hessischen Filmwirtschaft hat durch einen Zuwachs von 10 % im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2011 übertroffen. Bezogen auf das Jahr 2010 ist ein Zuwachs um knapp 38 % zu beobachten. Die Zahl der Unternehmen ging allerdings im gleichen Zeitraum um 19 % zurück. Während sich in den beiden letzten Jahren die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Filmmarkt deutlich um 5,4 % (2015) bzw. 6,9 % (2016) erhöht hat, steht gegenüber 2010 noch immer ein Rückgang um 8 % zu Buche. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten hat sich zwischen 2010 und 2016 um über 39 % verringert, ist aber mit knapp 1.000 Personen bezogen auf die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (47 %) weiterhin relativ hoch. Nachdem in 2015 bundesweit eine deutliche Steigerung nahezu aller bedeutender Kennzahlen des Kinosegmentes erzielt wurde, war 2016 von einer Konsolidierung geprägt. Die Zahl der Kinos und der Kinostandorte blieb nahezu identisch, während die Besucherzahlen und die Bruttoeinnahmen der Filmtheater um rund 12-13 % auf rund 12 Mio. Besuche und 1 Mrd. Euro zurückgingen. Im Video-Verleihbereich hat im sechsten Jahr in Folge eine Umsatzsteigerung auf 584 Mio. Euro in 2016 stattgefunden, wobei erhebliche Zuwächse bei Abonnements (+43 %) auf 326 Mio. Euro und bei Einzeltransaktionen (+17 %) auf 101 Mio. Euro im Video on Demand-Bereich Rückgänge beim Verleih von DVD und Blu-ray mehr als ausgleichen. Der Verkauf von Videos war insgesamt leicht rückläufig, wobei auch hier im Segment der elektronischen Vertriebsformen Zuwächse erzielt wurden.17 17 Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (2017a, b) 25 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 BUCHMARKT Zum Buchmarkt zählen u.a. Verlage, selbstständige Schriftsteller und der Einzelhandel mit Büchern. Über 220 Buchverlage sitzen in Hessen, wobei Frankfurt am Main ein besonders bedeutender Verlagsstandort ist. Die jährlich stattfindende Frankfurter Buchmesse, bei der insbesondere internationaler Rechte- und Lizenzhandel stattfindet, ist mit zuletzt mehr als 170.000 Fachbesuchern aus 125 Ländern die weltweit bedeutendste Messe im Bereich Publishing und Medien.18 Die im Rahmen der Buchmesse stattfindende THE ARTS+ ist Messe, Konferenz und Treffpunkt der Kultur- und Kreativindustrie. 18 Facts & Figures - Die Frankfurter Buchmesse 2016 in Zahlen. 26 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Der hessische Buchmarkt hat: rund 660 Millionen Euro Umsatz (2015) knapp 1.300 Unternehmen (2015) rund 4.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und etwa 1.100 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) – hinzu kommen freiberufliche Publizisten, die in der Künstlersozialkasse in der Kategorie „Wort“ erfasst werden (über alle Teilmärkte hinweg – insb. Werbung, Pressemarkt und Buchmarkt – gut 2.500 Personen im Jahr 2016) Im Vorjahresvergleich stieg der Umsatz im Buchmarkt in 2015 um rund 8 % und die Unternehmenszahl um 1 %. Langfristig ist zwischen 2010 und 2015 der Umsatz im hessischen Buchmarkt um knapp 16 % gesunken. Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Zahl der Unternehmen um knapp 10 %. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ging in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 5 % zurück. Im langfristigen Vergleich ist zu beachten, dass es eine erkennbare methodische Änderung in der Erfassung der Beschäftigung gab. In 2015 wurde in der amtlichen Statistik eine Vielzahl der Beschäftigten aus dem Buchmarkt (Einzelhandel mit Büchern) herausgenommen und seitdem dem sogenannten Sonstigen Versand- und Internethandel zugeordnet, wodurch sich die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr scheinbar fast halbierte. Entsprechend ist auch im langfristigen Vergleich die Beschäftigtenzahl im Buchmarkt zwischen 2010 und 2016 um 39 % zurückgegangen. Auch die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten ging mit einem Minus von knapp 22 % gegenüber 2010 deutlich zurück. Mit einem Verhältnis von rund 1.100 geringfügig Beschäftigten zu 4.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (25,7 %) liegt der Buchmarkt ungefähr im Durchschnitt der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr ist laut Angaben des Börsenvereins des deutschen Buchhandels (2017) der Umsatz im Buchmarkt bundesweit um 1 % auf 9,28 Mrd. Euro gestiegen. Die Branche zeigt sich innovativ und begegnet der großen Veränderung der Medienlandschaft durch die Digitalisierung – so verkaufen mehr als zwei Drittel aller Buchhandlungen auch online Bücher und digitale Angebote gehören zum Standardrepertoire der Verlage. Größter Vertriebsweg bleibt mit 47 % Umsatzanteil der stationäre Buchhandel. Auf den OnlineBuchhandel entfallen 18 % und auf das Direktgeschäft der Verlage 21 % Umsatz. Weitere 14 % des Umsatzes entfallen schließlich auf sonstige Vertriebswege wie der kataloggebundene Versandhandel, Buchabteilungen in Warenhäuser und weitere Verkaufsstellen.19 19 Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. (2017). 27 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 MUSIKWIRTSCHAFT Musikwirtschaft, das sind Musiker und Musikensembles, Musikproduzenten, Tonstudios, Konzertveranstalter, Herstellung und Einzelhandel mit Musikinstrumenten und selbstständige Komponisten. In Hessens Musikszene finden sich alle Stufen der Musikproduktion und -verwertung, renommierte Musiklabels und Musikverlage. Zahlreiche erfolgreiche Komponisten und Musiker stammen aus Hessen. Hessen verfügt über eine große und lebendige Festivallandschaft in vielfältigen Musikgenres. Die jährlich in Frankfurt stattfindende Musikmesse und die Messe Prolight + Sound bilden eine wichtige internationale Plattform für die Wirtschaftsbranche. 28 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die hessische Musikwirtschaft hat: mehr als 510 Millionen Euro Umsatz (2015) knapp 1.000 Unternehmen (2015) 3.300 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und mehr als 700 ausschließlich geringfügig Beschäftigte, knapp 3.900 freiberufliche Künstler (2016) Der Umsatz der hessischen Musikwirtschaft stieg in 2015 um 7 % gegenüber dem Vorjahr, sodass auch im langfristigen Vergleich gegenüber 2010 ein leichter Zuwachs von knapp 5 % erzielt wurde. Die Unternehmenszahl stieg zwar gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 4 % an, ging aber insgesamt zwischen 2010 und 2015 um rund 4 % zurück. Ganz anders stellt sich die Arbeitsmarktsituation in der hessischen Musikwirtschaft dar: Zwischen 2010 und 2016 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um knapp 900 Personen bzw. rund 35 %, zuletzt wurde gegenüber dem Vorjahr ein weiterer Zuwachs von rund 2 % erreicht. Mit rund 700 ausschließlich geringfügig Beschäftigten und einem Verhältnis zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 22 % liegt die Musikwirtschaft leicht unterhalb der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft insgesamt. Bundesweit konnte die Musikindustrie im ersten Halbjahr des laufenden Jahres laut Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie (2017) eine Umsatzsteigerung von 2,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreichen, womit sich der Trend der letzten Jahre fortsetzt. Auch der Strukturwandel in Richtung des digitalen Geschäfts hat sich weiter intensiviert: 52,5 % der Umsätze wurden mit physischen Tonträgern wie CD, Bluray und Vinyl erzielt, 47,5 % der Umsätze digital erwirtschaftet. Auch innerhalb des Digitalmarktes bestehen Verschiebungsprozesse. Das Audiostreaming hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen deutlich höheren Marktanteil mit 35 % des Gesamtumsatzes und baut so seinen zweiten Platz vor den Download-Angeboten mit einem Anteil von 11 % aus. Auf die CD entfällt mit 45 % des Umsatzes weiterhin der größte Marktanteil.20 20 Bundesverband Musikindustrie (2017) 29 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 MARKT FÜR DARSTELLENDE KÜNSTE Zum Markt für darstellende Künste zählen u.a. selbstständige Bühnen-, Film- und TVSchauspieler, Artisten und Theaterensembles, private Musical- und Theaterhäuser sowie Theater- und Konzertveranstalter. Die drei Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden sind bedeutende Arbeitgeber im Markt für darstellende Künste. Sie bieten gemeinsam mit einer Vielzahl freier und privater Theater von Oper, klassischem Drama und modernem Schauspiel bis hin zu Musicals und klassischem Ballett ein breites Spektrum unterschiedlichster Veranstaltungen. Die mehrfach als Oper des Jahres ausgezeichnete Frankfurter Oper genießt internationales Renommee. 30 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Der Markt für darstellende Künste in Hessen hat: knapp 430 Millionen Euro Umsatz (2015) über 1.000 Unternehmen (2015) knapp 2.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und mehr als 900 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016). Hinzu kommen rund 1.400 freiberufliche Künstler (2016). Im Jahr 2015 ist im – gemessen am Umsatzvolumen – drittkleinsten Teilmarkt der hessischen Kreativ- und Kulturwirtschaft mit 11 % die höchste Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr unter den Teilmärkten zu verzeichnen. Auch langfristig weist der Markt für darstellende Künste mit einem Zuwachs von 40 % zwischen 2010 und 2015 eine besonders dynamische Entwicklung auf. Zwar ist auch die Zahl der Unternehmen in 2015 gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 % gestiegen, sie liegt in 2015 gegenüber 2010 aber trotzdem um rund 2 % niedriger. Hinsichtlich der Beschäftigung erreichte der Markt für darstellenden Künste zwischen 2010 und 2016 einen Zuwachs um 60 % bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und um 34 % bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten. Der Teilmarkt liegt mit einer Quote von 35 % beim Verhältnis ausschließlich geringfügig Beschäftigter bezogen auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte über dem Durchschnitt der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Umsatztreiber dieses Teilmarkts sind Theater- und Konzertveranstalter. 31 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 RUNDFUNKWIRTSCHAFT Die Rundfunkwirtschaft umfasst selbstständige Journalist/innen, Hörfunk- und Fernsehveranstalter. Der hessische Fernseh- und Hörfunkmarkt ist vielseitig und weist neben dem Hessischen Rundfunk als öffentlich-rechtlichem Sender mit zahlreichen Beschäftigten aus dem Teilmarkt Rundfunkwirtschaft eine große Zahl privater Anbieter auf, darunter auch weltweit operierende Unternehmen. 32 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Die hessische Rundfunkwirtschaft hat: rund 180 Millionen Euro Umsatz (2015) rund 1.100 Unternehmen (2015) knapp 1.200 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und unter 100 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016) Die hessische Rundfunkwirtschaft hat ihren Umsatz gegenüber 2014 im Jahr 2015 um rund 3 % gesteigert, womit sich ein langfristiger Trend fortsetzt: Seit 2010 konnte nahezu durchgängig ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erreicht werden, sodass der Umsatz im Jahr 2015 rund 5 % über dem Niveau des Jahres 2010 liegt. Auch die Zahl der Unternehmen stieg in 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3 % an, ist aber langfristig zwischen 2010 und 2015 um knapp 5 % gesunken. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 6% gestiegen und so um knapp 2 % höher als in 2010. Mit deutlich unter 100 ausschließlich geringfügig Beschäftigten spielt diese Beschäftigungsform im Teilmarkt Rundfunkwirtschaft – mit einer auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezogenen Quote von knapp 5 % – eine äußerst untergeordnete Rolle. In 2016 hatten die audiovisuellen Medien in Deutschland nach Angaben des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. einen Umsatz von mehr als 11 Milliarden Euro insbesondere durch Werbung und bezahlte Inhalte erzielt. Ein bedeutender und wachstumsstarker Bereich sind Paid-Content-Umsätze innerhalb der audiovisuellen Medien. Pay-TV Abonnementmodelle sowie Pay-TV on Demand steigerten in 2016 ihre Umsätze von 2,1 auf 2,2 Mrd. Euro. Auch für 2017 wird von einer weiteren Steigerung auf 2,3 Mrd. Euro ausgegangen. Insgesamt wird für Pay-TV- und Paid-Video-Umsätze in 2017 eine Steigerung um 10 bis 12 % auf 3,0 Mrd. Euro erwartet.21 21 Verband Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) (2016, 2017). 33 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 KUNSTMARKT Unter dem Kunstmarkt werden selbstständige bildende Künstler und der Einzelhandel mit Kunstgegenständen, Antiquitäten und Bildern sowie Museumsshops zusammengefasst. Die großen Museumsstandorte Frankfurt am Main mit dem Museumsufer und Kassel mit der Museumslandschaft Hessen sowie der im fünfjährigen Turnus stattfindenden documenta als der weltweit größten Ausstellung für Gegenwartskunst genießen international einen exzellenten Ruf. Auktionshäuser und Galerien sind vor allen in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Darmstadt konzentriert. 34 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Der hessische Kunstmarkt hat: rund 120 Millionen Euro Umsatz (2015) gut 700 Unternehmen (2015) knapp 300 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und rund 200 ausschließlich geringfügig Beschäftigte (2016). Zudem sind knapp 4.100 freiberufliche Künstler in Hessen tätig (2016). Im Jahr 2015 hat sich der Umsatz im hessischen Kunstmarkt gegenüber dem Vorjahr mit einem Rückgang um 1 % geringfügig verringert. Dagegen stieg die Zahl der Unternehmen um fast 6 %. Langfristig ist der Umsatz im Zeitraum 2010 bis 2015 um rund 17 % zurückgegangen. Die Zahl der Unternehmen hat sich ebenfalls deutlich um 32 % verringert, wofür insbesondere ein starker Rückgang in 2014 verantwortlich ist. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank im Vorjahresvergleich 2016 um mehr als 8 %. Langfristig ist ihre Zahl dagegen zwischen 2010 und 2016 mit einem Minus von 4 % nur leicht rückläufig. Auch die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist in diesem Zeitraum um rund 7 % zurückgegangen. Das Verhältnis zwischen ausschließlich geringfügig Beschäftigten und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Kunstmarkt mit rund 74 % unter den elf Teilmärkten der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft am höchsten. Laut Brancheninformationen befindet sich der Kunstmarkt in einer Konsolidierungsphase. Allerdings ist der Kunstmarkt nur schwer zu bewerten, da eine vergleichsweise hohe Intransparenz der Preise herrsche, die teils von Künstlern, Galeristen und Sammlern erwünscht sei. Nachdem in 2014 Rekordumsätze erzielt wurden, gingen die Umsätze weltweit bis 2016 um etwa 17 % auf 50 Mrd. Euro zurück. Bei den großen internationalen Auktionshäusern zeigen sich in 2017 wieder Anzeichen für ein Wachstum. Es deutet viel auf eine Konsolidierung und einen „gesunden Realismus“ hin, nachdem der Kunstmarkt zeitweise Anzeichen einer Spekulationsblase aufwies.22 22 Monopol Magazin (2017), mm-Kunstindex (2016) 35 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Anhang: Statistische Grundlagen Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft gemäß der Wirtschaftsministerkonferenz (2009): „Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.“ Das wesentliche Kriterium der Definition ist der erwerbswirtschaftliche Charakter der Unternehmen. Modell Söndermann (2012): Teilmarkt-Gliederung nach WZ 2008 gemäß Wirtschaftsministerkonferenz Statistische Zuordnung der Kultur- und Kreativwirtschaft nach Teilmärkten und Wirtschaftszweigen bis zur 5-stelligen Tiefengliederung (WZ 2008) 1. Musikwirtschaft 90.03.1 Selbstständige Komponisten/innen, Musikbearbeiter 90.01.2 Musikensembles 59.20.1 Tonstudios etc. 59.20.2 Tonträgerverlage 59.20.3 Musikverlage 90.04.1 Theater- und Konzertveranstalter 90.04.2 Private Musical-/Theaterhäuser, Konzerthallen u.ä. 90.02 Erbringung von Dienstleistungen f. d. darstellende Kunst 47.59.3 Einzelhandel mit Musikinstrumenten etc. 47.63. Einzelhandel mit bespielten Ton-/Bildträgern 32.2 Herstellung von Musikinstrumenten 2. Buchmarkt 90.03.2 Selbstständige Schriftsteller/innen 74.30.1 Selbstständige Übersetzer 58.11 Buchverlage 47.61 Einzelhandel mit Büchern 47.79.2 Antiquariate 18.14 Buchbinderei, Druckweiterverarbeitung 36 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 3. Kunstmarkt 90.03.3 Selbstständige bildende Künstler/innen 47.78.3 Einzelhandel mit Kunstgegenständen etc. (Anteil 20 %) 91.02 Museumsshops, etc. 47.79.1 Einzelhandel mit Antiquitäten etc. 4. Filmwirtschaft 90.01.4 Selbstständige Bühnen-, Film-, TV-Künstler/innen 59.11 Film-/TV-Produktion 59.12 Nachbearbeitung/sonstige Filmtechnik 59.13 Filmverleih u.-vertrieb 59.14 Kinos 47.63 Einzelhandel mit bespielten Ton-/Bildträgern 77.22 Videotheken 5. Rundfunkwirtschaft 90.03.5 Selbstständige Journalisten/innen u. Pressefotografen 60.10 Hörfunkveranstalter 60.20 Fernsehveranstalter 6. Markt für darstellende Künste 90.01.4 Selbstständige Bühnen-, Film-, TV-Künstler/innen 90.01.3 Selbstständige Artisten/innen, Zirkusbetriebe 90.01.1 Theaterensembles 90.04.1 Theater- und Konzertveranstalter 90.04.2 Private Musical-/Theaterhäuser, Konzerthallen u. ä. 90.04.3 Varietés und Kleinkunstbühnen 90.02 Erbringung von Dienstleistungen f. d. darstellende Kunst 85.52 Kulturunterricht/Tanzschulen 7. Designwirtschaft 74.10.1 Industrie-, Produkt- und Mode-Design 74.10.2 Grafik- und Kommunikationsdesign 74.10.3 Interior Design und Raumgestaltung 71.11.2 Büros für Innenarchitektur 73.11 Werbegestaltung 32.12 Herstellung von Schmuck, Gold, Silberschmiedewaren 74.20.1 Selbstständige Fotografen 37 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 8. Architekturmarkt 71.11.1 Architekturbüros für Hochbau 71.11.2 Büros für Innenarchitektur 71.11.3 Architekturbüros f. Orts-, Regional- u. Landesplanung 71.11.4 Architekturbüros f. Garten- u. Landschaftsgestaltung 90.03.4 Selbstständige Restauratorinnen u. Restauratoren 9. Pressemarkt 90.03.5 Selbstständige Journalisten/innen u. Pressefotografen 63.91 Korrespondenz- und Nachrichtenbüros 58.12 Verlegen v. Adressbüchern und Verzeichnissen 58.13 Verlegen von Zeitungen 58.14 Verlegen von Zeitschriften 58.19 Sonstiges Verlagswesen (ohne Software) 47.62 Einzelhandel m. Zeitschrift. u. Zeitungen 10. Werbemarkt 73.11 Werbeagenturen/Werbegestaltung 73.12 Vermarkt. u. Vermittlung von Werbezeiten u. Werbeflächen 11. Software-/Games-Industrie 58.21 Verlegen von Computerspielen 63.12 Webportale 62.01.1 Entwicklung u. Programmierung v. Internetpräsentationen 62.01.9 Sonstige Softwareentwicklung 58.29 Verlegen von sonstiger Software (12. Sonstiges) 91.01 Bibliotheken und Archive 91.03 Betrieb v. historischen Stätten u. Gebäuden u. ähnliche Attraktionen 91.04 Botanische u. zoologische Gärten sowie Naturparks 74.30.2 Selbstständige Dolmetscher 74.20.2 Fotolabors 32.11 Herstellung von Münzen etc. 32.13 Herstellung von Fantasieschmuck Im vorliegenden Datenreport werden die jeweils aktuellsten Daten der Umsatzsteuerstatistik (2015) und der Beschäftigtenstatistik (2016) präsentiert. 38 HA Hessen Agentur GmbH Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen 2017 Literatur- und Quellenverzeichnis Bundesagentur für Arbeit: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Tabellen, Beschäftigte am Arbeitsort (AO) nach WZ 2008 -gewichtet-, Frankfurt, Juli 2017. Wirtschaftsministerkonferenz (2009): Leitfaden zur Erfassung von statistischen Daten für die Kultur- und Kreativwirtschaft (Fassung 2016) - Kurzanleitung -, http://www.wirtschaftsministerkonferenz.de/WMK/DE/termine/Sitzungen/16-06-08-09-WMK/16-06-08-09bericht-leitfaden-ak-kultur-kreativwirtschaft-10.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (Abruf: 27.07.2017). BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (Hrsg.) (2017): Starke Nachfrage nach Computer- und Videospielen: Umsatz wächst um 7 Prozent, https://www.biuonline.de/blog/2017/04/04/starke-nachfrage-nach-computer-und-videospielen-umsatzwaechst-um-7-prozent/ (Abruf: 08.08.2017) Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. (Hrsg.) (2017): Buchmarkt 2016: Verlage und Buchhandlungen stabile Größen im Medienwandel, https://www.boersenverein.de/de/portal/Presse/158382?presse_id=1321703 (Abruf: 08.08.2017). Facts & Figures - Die Frankfurter Buchmesse 2016 in Zahlen, https://www.buchmesse.de/pdf/buchmesse/fbm_2017_facts_figures_de.pdf (Abruf: 21.08.2017) Bundesverband Musikindustrie (2017): Bundesverband Musikindustrie e. V. (Hrsg.): Plus 2,9 Prozent: Musikindustrie in Deutschland wächst weiter; Audio-Streaming baut Marktanteil deutlich aus Halbjahresreport 2017, http://www.musikindustrie.de/startseite/news-detail/controller/News/action/detail/news/plus-29-prozent-musikindustrie-in-deutschlandwaechst-weiter-audio-streaming-baut-marktanteil-deu/ (Abruf: 08.08.2017). Forschungs- und Kompetenzzentrum Audiovisuelle Produktion der Hamburg Media School (Hrsg.) (2017): Studie zur Computer- und Videospielindustrie in Deutschland, http://www.hamburgmediaschool.com/fileadmin/user_upload/Dateien/Forschung/FoKo/GAMES-Studie_Executive-Summary_11-08-2017_final.pdf (Abruf: 21.08.2017). HMWEVL (2016): Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Hrsg.): 5. 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Sie darf weder von Parteien noch von Wahlbewerbern oder Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für Landtags-, Bundestags- und Kommunalwahlen. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlkampfveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die Druckschrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Die genannten Beschränkungen gelten unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl die Druckschrift dem Empfänger zugegangen ist. Den Parteien ist es jedoch gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder zu verwenden. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung von Funktionsbzw. personenbezogenen Bezeichnungen, wie zum Beispiel Teilnehmer / Innen, verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter. Nachdruck – auch auszugsweise – ist nur mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplar erbeten. BESTELLUNG Download unter www.hessen-agentur.de/mediathek 41
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