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Full text: Wegwerfware Retouren / Wohlgemuth, Viola (Rights reserved)

Wegwerfware Retouren Greenpeace-Umfrage zum Kauf – und Retouren-Verhalten bei Online-Bestellungen www.greenpeace.de 02 | Pakete bis zum Mond Pakete bis zum Mond Greenpeace-Umfrage zum Kauf – und Retouren-Verhalten bei Online-Bestellungen Die Deutschen bestellen immer mehr im Netz – und schicken immer häufiger Pakete zurück. Kaum jemand weiß allerdings, dass ein großer Teil der Retouren nicht wieder verkauft wird, sondern im Müll landet. Onlinekäufe gehören zum Alltag: Vier von fünf Befragten gaben an, in den letz­ ten zwölf Monaten Kleidung oder Schuhe online erworben zu haben. 1 Dabei be­ stellten die Online-Shopper*innen im Durchschnitt 16 Mode-Artikel in diesem Zeitraum. 2 Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungs­­ forschungs-Institutes Nuggets zu OnlineBestellungen und deren Weiterverwen­ dung. 3 Greenpeace ließ diese Umfrage anlässlich der bevor­stehenden OnlineRabattschlachten am „Black Friday“ durchführen. 4 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) Zum 23. November, dem „Black Friday“, werden dieses Jahr rund 20 Millionen deutsche Shopper*innen erwartet. Knapp die Hälfte der Bevölkerung unter 30 Jahre hat bereits konkret geplant, an diesem Tag einzukaufen. 5 Die meisten Ver­brau­cher*innen gehen davon aus, dass auf Shopping Plattformen bessere Angebote zu finden sind, als bei Einzel­ aktionen Im Handel. Im Internet ein­ zukaufen, ist auch jenseits solcher Rabatt-Tage für eine große Mehrheit der Deutschen längst eine Alternative zum Gang in die Geschäfte. Der Online­ handel prognostiziert für 2018 einen 77% (Nuggets S.14) Exakt 15,8 (Nuggets S.15) Nuggets Market Research & Consulting: Ergebnisbericht Folgeabschätzung Retouren 10/2018 Die Daten wurden vom 12 – 19. Oktober 2018 unter deutschlandweit 1000 Frauen und Männer zwischen 18 – 65 Jahren erhoben. https://www.presseportal.de/pm/122942/4100748 https://www.einzelhandel.de/images/presse/Pressekonferenz/2018/Pressemeldung_Fruehjahrs_PK_2018.pdf 62% bzw. 26% (Nuggets S.14) Umsatz von 53,4 Milliarden Euro – bereits vier Mal so viel wie 2008. 6 Zwei Drittel der von Greenpeace Befrag­ ten kaufte in den vergangenen zwölf Monaten Elektronik im Netz ein, immer­ hin jeder Vierte hatte Möbel geordert. 7 Wie zu erwarten, lag der Anteil der Einkäufe im Netz bei jungen Menschen höher als unter den Senior*innen. Pakete bis zum Mond | 03 Onlinekäufe (letzte 12 Monate) – Total Bekleidung und Elektronik hat die Mehrheit bereits online bestellt. Bekleidung wird deutlich mehr bestellt als Elektronik oder Möbel: Durchschnittlich 16 Kleidungsstücke bestellten die Befragten pro Jahr! Bekleidung (inkl. Schuhe) Elektronik Möbel / Kleinmöbel n = 1000 n = 1000 n = 1000 77 62 26 23 38 74 n = 771 - A - n = 620 - B - n = 258 - C - 15,8 BC 15,8 C 2,7 Alle Befragten: Online bestellt Befragte, die online in der Kategorie bestellt haben: Anzahl bestellter Artikel Ø Anzahl Artikel (letzte 12 Monate) 1 bis 2 Artikel 16 49 3 bis 5 Artikel 28 6 bis 10 Artikel 21 + Artikel 35 24 11 bis 20 Artikel 60 32 10 7 17 3 0 15 2 1 Basis: Alle Befragten; Angaben in % F9. In welchen der folgenden Warengruppen haben Sie in den letzten 12 Monaten etwas in einem Online-Shop bestellt? Basis: Alle Befragten, die online in der Kategorie bestellt haben; Angaben in %; Signif. 5% (A B C); nur ausgewiesen für „Ø Anzahl Artikel“ F12. Wie viele Artikel aus der Kategorie ... haben Sie in den letzten 12 Monaten in einem Online-Shop bestellt? Onlinekäufe (letzte 12 Monate) – Bekleidung Personen der mittleren Altersklasse der 30- bis 49-Jährigen sowie Frauen sind im Bereich Bekleidung besonders shopping-affin. Bekleidung (inkl. Schuhe) Total Alle Befragten: Alter 18 – 29 Jahre 30 –  39 Jahre 40 – 49 Jahre 50 – 65 Jahre n = 1000 n = 224 n = 190 n = 213 n = 373 77 83 80 78 71 23 17 20 22 29 n = 771 n = 187 - A - n = 152 - B - n = 166 - C - n = 266 - D - 15,8 12,3 24,7 AD 20,5 D 10,3 Online bestellt Befragte, die online in der Kategorie bestellt haben: Anzahl bestellter Artikel Ø Anzahl Artikel (letzte 12 Monate) 1 bis 2 Artikel 16 3 bis 5 Artikel 6 bis 10 Artikel 13 28 24 14 32 25 23 20 11 bis 20 Artikel 17 15 22 21 + Artikel 15 15 20 Basis: Alle Befragten; Angaben in % F9. In welchen der folgenden Warengruppen haben Sie in den letzten 12 Monaten etwas in einem Online-Shop bestellt? Basis: Alle Befragten, die online in der Kategorie bestellt haben; Angaben in %; Signif. 5% (A B C); nur ausgewiesen für „Ø Anzahl Artikel“ F12. Wie viele Artikel aus der Kategorie ... haben Sie in den letzten 12 Monaten in einem Online-Shop bestellt? 17 19 25 31 23 16 19 25 15 9 04 | Pakete bis zum Mond werden könnten. 13 Auch als die Befrag­ ten explizit auf diese Möglichkeit hin­ gewiesen wurden, mochte mehr als die Hälfte nicht an eine solche Verschwen­ dung glauben. 14 Vielmehr gehen die weitaus meisten davon aus, dass Retou­ ren wieder in den Verkauf gelangen: eine Minderheit vermutet, die Waren würden verschenkt oder gespendet. 15 Retouren als Lebenseinstellung Wer viel bestellt, schickt auch viel zurück: Hielten sich die Retouren bei Elektronik und Möbeln noch im Rah­ men, so ging bei Mode fast jeder fünfte Artikel zurück. 8 Dabei zeigt sich ein Gewöhnungseffekt: Befragte, die über­ durchschnittlich viel online ordern, haben weniger Hemmungen als Gele­gen­­ heitskäufer*innen, Kleidung oder Schuhe bei Nichtgefallen einfach wieder einzu­ packen. Immerhin jeder siebte „Heavy Shopper“ 9 gab an, mehr als die Hälfte seiner Bestellungen zu retournieren. 10 Die Rücksendung von Retouren geschieht gerade im Bereich Bekleidung und Schuhe bei den Vielkäufer*innen nicht selten vorsätzlich: Jede*r zweite Befrag­ te gibt an, Waren manchmal oder sogar häufig mit der Absicht zu bestellen, sie später wieder zurückzuschicken. 11 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) Nachdenklich stimmt, dass jüngere Menschen nicht nur häufiger im Internet einkaufen, sondern auch das Zurück­ schicken besonders locker handhaben: 61 Prozent der Befragten unter 30 Jahren bestellen Bekleidung und Schuhe oft schon mit der Absicht, diese zurück­ zugeben. 12 Es steht also zu befürchten, dass die Flut der Retouren in Zukunft weiter anschwellen wird. Was niemand ahnt – ein großer Teil der Retouren landen im Schredder Fraglich ist allerdings, ob die Kund*innen ihre Pakete ebenso unbekümmert zu­ rücksenden würden, wenn sie wüssten, was mit den Retouren geschieht. Neun von zehn Online-Shopper*innen kommen gar nicht auf die Idee, dass ihre zurück­gesendeten Waren vernichtet Produziert für den Müll: Wegwerfware Retouren Die Realität sieht freilich anders aus. So deckte das TV-Magazin „Frontal 21“ im Juni 2018 auf, dass im deutschen Onlinehandel im großen Stil neuwertige Produkte vernichtet werden. Nach Re­ cherchen des ZDF und der Wirtschafts­ woche gehen beispielsweise bei Amazon an deutschen Standorten rund 30 Pro­ zent der Retouren nicht mehr in den direkten Handel, eine Mitarbeiterin be­ ziffert die nur von ihr zerstörten Waren­ werte auf bis zu 23.000 Euro täglich. 16 In einer Studie der Marktforschungs­ firma EHI Retail Institute gaben die be­ fragten Onlinehändler an, im Durch­ schnitt 70 Prozent der Retouren wieder in den regulären Verkauf zu geben. 17 Der Rest wird teils verramscht, gelegent­ lich gespendet – und häufig vernichtet. Mehr als die Hälfte der Firmen gab zu, einen Teil ihrer Retouren direkt zu ent­ sorgen. 18 Als Hauptgrund dafür geben die Befragten an, dass das Sichten und Neuverpacken der Waren zu arbeitsin­ tensiv sei und sich daher oft nicht lohne. Fast ein Drittel der befragten Firmen bittet in bestimmten Fällen sogar die Kund*innen, Artikel trotz RetourenAnmeldung und -gutschrift nicht zurück­ zusenden. 19 Für den Handel rechnet sich nur, was günstig und in großen Margen gefertigt werden kann. Werden die Waren nicht zügig verkauft, landen sie in der Entsorgung, um Lagerkosten zu sparen. Auch das Spenden des Warenbestands wird aus Steuergründen oft nicht in Erwägung gezogen. 1,8 von 10 (Nuggets S.20) „Heavy Shopper” wird definiert als Käufer-Gruppe, die mindestens zehn Artikel im Segment Bekleidung und Schuhe in den letzten zwölf Monaten bestellt hat, sowie zusammengefasst im Segment Elektronik/Möbel/Kleinmöbel mindestens drei Artikel. (Nuggets, S.8) 14% (Nuggets S.20) 46% (Nuggets S.25) „fast immer“, „häufig“, „hin und wieder“, (Nuggets S.32) 89% (Nuggets S.26) 54% (Nuggets S.26) Nuggets S.28 https://www.zdf.de/politik/frontal-21/amazon-vernichtet-tonnenweise-ware-100.html Onlinebefragung unter 105 namenhaften Onlinehändlern im deutschsprachigen Raum mit Gesamtumsatz von 10,6 Milliarden Euro. Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2018 – Trends und Strategien der Onlinehändler. EHI Retail Institute e. V., Köln 2018, S.106 EHI, S.111 EHI, S.108 Pakete bis zum Mond | 05 Retouren bei Onlinekäufen – Total Kleidungsstücke werden am häufigsten retourniert: Fast jedes fünfte Stück wird zurückgeschickt! Elektronik und Möbelstücke werden deutlich seltener retourniert. Bekleidung (inkl. Schuhe) Elektronik Möbel / Kleinmöbel n = 1000 n = 1000 n = 1000 77 62 26 23 38 74 n = 771 - A - n = 620 - B - n = 258 - C - 1,8 BC 0,3 C 0,2 Alle Befragten: Online bestellt Befragte, die online in der Kategorie bestellt haben: Anzahl retournierterr Artikel Ø Anzahl Artikel (von 10) 0 Artikel (von 10) 43 1 bis 2 Artikel (von 10) 29 3 bis 5 Artikel (von 10) 6 bis 10 Artikel (von 10) 82 89 16 21 7 10 2 1 0 0 Basis: Alle Befragten; Angaben in % F9. In welchen der folgenden Warengruppen haben Sie in den letzten 12 Monaten etwas in einem Online-Shop bestellt? Basis: Alle Befragten, die online in der Kategorie bestellt haben; Angaben in %; Signif. 5% (A B C); nur ausgewiesen für „Ø Anzahl Artikel“ F13. Wie viele der letzten 10 Artikel aus dem Bereich … haben Sie an den Online-Händler zurückgeschickt? Retouren bei Onlinekäufen – Bekleidung Vor allem Jüngere und Frauen neigen dazu, bestellte Kleidung zurückzuschicken: Etwa ein Viertel der Ware wird von ihnen retourniert. Bekleidung (inkl. Schuhe) Total Alle Befragten: Alter Shopper 30 –  39 Jahre 18 – 29 Jahre 40 – 49 Jahre n = 1000 n = 224 n = 190 n = 213 50 – 65 Jahre Heavy Shopper n = 373 n = 344 77 83 80 78 71 100 23 17 20 22 29 n = 771 n = 187 - A - n = 152 - B - n = 166 - C - n = 266 - D - n = 344 - A - 1,8 2,4 CD 2,5 CD 1,8 D 1,1 3,0 B 37 36 Online bestellt Befragte, die online in der Kategorie bestellt haben: Anzahl retournierterr Artikel Ø Anzahl Artikel (von 10) 0 Artikel (von 10) 43 1 bis 2 Artikel (von 10) 29 3 bis 5 Artikel (von 10) 6 bis 10 Artikel (von 10) 21 7 25 26 24 29 14 9 Basis: Alle Befragten; Angaben in % F9. In welchen der folgenden Warengruppen haben Sie in den letzten 12 Monaten etwas in einem Online-Shop bestellt? Basis: Alle Befragten, die online in der Kategorie bestellt haben; Angaben in %; Signif. 5% (A B C); nur ausgewiesen für „Ø Anzahl Artikel“ F13. Wie viele der letzten 10 Artikel aus dem Bereich … haben Sie an den Online-Händler zurückgeschickt? 42 53 30 32 23 5 24 26 14 1 35 14 06 | Pakete bis zum Mond Bestellungen mit Rücksendungsabsicht – Bekleidung Vor allem Jüngere und Frauen neigen dazu, Kleidung in dem Wissen zu bestellen, dass zumindest Teile davon retourniert werden! Bekleidung (inkl. Schuhe) Total Befragte, die online in der Kategorie bestellt haben: n = 771 10 Bestellungen mit Rücksendeabsicht Alter 18 – 29 Jahre 30 – 39 Jahre 40 – 49 Jahre 50 – 65 Jahre n = 187 - A - n = 152 - B - 7 CD 4D 17 CD 14 D n = 166 - C - n = 266 - D - 8 4 Männlich Weiblich n = 356 - A - n = 415 - B - 8 5A 12 26 28 35 D 32 (fast) immer Geschlecht 36 A 36 D 37 D häufig hin und wieder 70 ABC (fast) nie 54 39 46 63 B 55 A 47 Basis: Alle Befragten, die online in der Kategorie bestellt haben; Angaben in %; Signif. 5% (A B C D / A B) F18. Wie häufig bestellen Sie Waren, von denen Sie bereits bei der Bestellung wissen, dass Sie sie komplett oder einen Teil davon zurückschicken werden? Bewusstsein „Vernichtung retournierter Artikel“ – Total Nur Wenige erwägen spontan, dass retournierte Ware entsorgt wird. Auch nach Vorlage der Antwortmöglichkeiten glaubt mehr als die Hälfte, dass keine Retouren vernichtet werden. Bekleidung (inkl. Schuhe) Elektronik Möbel / Kleinmöbel n = 265 - A - n = 212 - B - n = 92 - C - Spontan offene Frage Befragte, die online bestellt haben (nur Erstvorlage): „vernichtet / entsorgt“ spontan nicht genannt von ... 89 B n = 771 - A - Gestützt Befragte, die online bestellt haben: mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten 82 85 n = 620 - B - n = 258 - C - „Keine Artikel“ werden vernichtet“ sagen ... 54 54 54 „Max. 5 % der Artikel werden vernichtet“ sagen ... 69 69 71 „Max. 10 % der Artikel werden vernichtet“ sagen ... 78 78 78 Basis: Alle Befragten, die online bestellt haben (nur Erstvorlage); Angaben in %; Signif. 5% (A B C) F14. Was glauben Sie, was machen die Online-Händler mit der von Ihnen oder anderen Personen zurückgeschickten Ware in der Kategorie ...? Basis: Alle Befragten, die online in der Kategorie bestellt haben; Angaben in %; Signif. 5% (A B C) F15. Im Folgenden sehen Sie verschiedene Möglichkeiten, was Online-Händler mit der zurückgeschickten Ware machen könnten. Pakete bis zum Mond | 07 Die Online-Versandhäuser bekommen mittlerweile die von ihnen geschürte Retouren-Mentalität selber zu spüren: So macht die Firma Zalando die „ineffi­ ziente Aufbereitung retournierter Artikel“ für seine roten Zahlen im dritten Quar­ tal 2018 mitverantwortlich. 20 Doch viel größer als der ökonomische Schaden einzelner Versandhäuser sind die gesamt­ gesellschaftlichen ökologischen Verluste: Gebrauchsgegenstände, zumeist in Fernost mit hohem Ressourcen­einsatz gefertigt, werden um den halben Globus transportiert, verpackt, verschickt und anschließend zum Teil ungenutzt weg­ geworfen. Allein der Warenversand be­ nötigt riesige Mengen an Verpackungs­ material wie Papier, Pappe, Karton und Plastik. Diese Materialien machten 2016 mit knapp 45 Prozent und 8,1 Millionen Tonnen den Löwenanteil des Verpa­ ckungsmülls in Deutschland aus. 21 Auch Zahlen des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik belegen, wie der boomende Online-Handel die Paket­ zahlen bei den Kurier-, Express,- und Paketdiensten (KEP) nach oben treibt: 2017 wurden rund 3,4 Milliarden Sendungen verarbeitet, 6,1 Prozent mehr als noch 2016 – das entspricht elf Millionen Sendungen pro Zustelltag. Dabei entfällt der weitaus größte Teil mit rund 84 Prozent auf Pakete. 22 Pakete bis zum Mond Ein Größenvergleich: Im deutschen Handel wurden 2017 rund 3,4 Milliar­ den Pakete verschickt. Legt man eine mittlere Pakethöhe von nur 20 cm an, reichen die übereinandergestapelten Pakete bis zum Mond und knapp wieder zurück. 23 Die elf Millionen täglichen Zustellungen allein im deutschen On­ linehandel kämen gestapelt (ebenfalls bei einer angenommen Pakethöhe von 20 cm) auf 22.000 Meter. Dies entspricht zweieinhalb Mal dem Mount Everest. 24 20) 21) 22) 23) 24) 25) „Der Black Friday ist ein schwarzer Tag für die Umwelt“, sagt Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin von Greenpeace. „Unser Konsum vernichtet immer mehr Ressourcen und heizt die Klimakrise an. Verbraucher*innen sollten sich bewusst sein, dass jedes einzelne Paket Folgen für die Umwelt hat.“ Wie die Deutschen ihren Modekonsum, generell einschätzen, zeigte bereits eine Umfrage des MeinungsforschungsInstitutes Nuggets für Greenpeace im September 2015 unter 1000 deutschen Verbraucher*innen. 25 Obwohl die Klei­ derschränke überquellen, wird immer weiter geshoppt: Frauen besitzen durch­ schnittlich 118 Kleidungsstücke, Männer 73 Teile, ohne Strümpfe und Unter­ wäsche. Immerhin ein Drittel der Deut­ schen hat aber mindestens doppelt so viele Teile im Schrank. Die Deutschen kaufen etwa 60 neue Kleidungsstücke im Jahr. Jedes fünfte Kleidungsstück wird https://www.textilwirtschaft.de/business/e-commerce/online-modehandel-zalando-fast-39-mio.-euro-verlust-im-dritten-quartal-212913?crefresh=1 http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/altpapier-und-pappe-online-handel-sorgt-fuer-immer-mehr-papiermuell-a-1234506.html https://de.statista.com/infografik/9992/in-deutschland-von-den-paket-und-kurierdiensten-befoerderten-sendungen/ Die Pakete erreichen gestapelt eine Höhe von 680.000 km. Distanz Erde-Mond: 384.000 km Höhe Mount Everest: 8.848 Meter https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/textilindustrie/mode-bewusst jedoch so gut wie nie getragen. Die Hälf­ te der Befragten gab zudem an, noch nie Kleidung zur Schneiderei gebracht zu haben, über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen war noch nie zur Schusterei. Greenpeace fordert: Von den Unternehmen: Transparenz über die Mengen ihrer vernichteten Waren Von der Politik: Eine gesetzliche Regulierung, die die Zerstörung von neuwertigen und gebrauchsfähigen Waren verhindert Impressum Veröffentlicht von Greenpeace e. V. Hongkongstraße 10 20457 Hamburg Tel. (040) 3 06 18 - 0 Pressestelle Tel. (040) 3 06 18 - 340 Fax (040) 3 06 18 - 340 pressestelle@greenpeace.de Politische Vertretung Berlin Marienstraße 19 – 20 Tel. (030) 30 88 99 - 0 pressestelle@greenpeace.de V.i.S.d.P. Viola Wohlgemuth Redaktion Simone Miller Produktion Ute Zimmermann Fotos Shutterstock.com Illustration Carsten Raffel (S. 7) Gestaltung Stefan Klein | klasse3b.com www.greenpeace.de X 0036 1 Stand: 11/2018
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