Publication:
Berlin: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2018
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365615
Path:
Projekte zur Prävention von Rassismus
und rassistischer Diskriminierung
im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Inhalt

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Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend Dr. Franziska Giffey

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Einleitung

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Pädagogische Ansätze in der Prävention von Rassismus und
­rassistischer Diskriminierung

Projekte zur Prävention von Rassismus und rassistischer
­Diskriminierung
Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger
14 Rassismusprävention sowie Empowerment Schwarzer Menschen
Each One Teach One (EOTO) e. V.
16 Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung
RAA Berlin: Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und
Demokratie (RAA) Berlin e. V.
Modellprojekte
18 „Erfurter Medienlabor“ – Rassismuskritische Medienarbeit
im Sozialraum
KOMED e.V. / Radio F.R.E.I.
20 ACT – Bewusstsein schaffen, Chancen sichern
DeutschPlus e. V. – Initiative für eine plurale Republik
22 ju:an: Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische
­Jugendarbeit
Amadeu Antonio Stiftung

24 STOP! Antimuslimischer Rassismus
RAHMA – Muslimisches Zentrum für Mädchen, Frauen und Familie
26 Reframe the Debate! Neue Migrationsnarrative für einen
­konstruktiven Dialog
International Centre for Policy Advocacy (ICPA) gGmbH
28 Kinder gegen Rassismus – Kinder für Toleranz
Centrum für angewandte Politikforschung CAP der Ludwig-Maximilians-Universität München
Weiterführende Informationen
32 Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Weitere von „Demokratie leben!“ geförderte Projekte zur Prävention
von Rassismus und rassistischer Diskriminierung
34 Strukturförderung zum bundeszentralen Träger
36 Modellprojekte zu ausgewählten Phänomenen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) und zur Demokratiestärkung
im ländlichen Raum
41 Modellprojekte zur Radikalisierungsprävention
42 Modellprojekte für Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und
Unternehmenswelt
44 Modellprojekte zur Demokratieförderung im Bildungsbereich
44 Modellprojekte zum Zusammenleben in der Einwanderungs­
gesellschaft
46 Modellprojekte zur Stärkung des Engagements im Netz –
gegen Hass im Netz
49 Vielfalt-Mediathek
50 Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“

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Grußwort der Bundesministerin
für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend Dr. Franziska Giffey

Eine Spruchweisheit der Mandinka aus Afrika
sagt: „Viele kleine Leute in vielen kleinen
Orten, die viele kleine Dinge tun, können das
Gesicht der Welt verändern.“ Ein gutes und
solidarisches Zusammenleben von Menschen
unterschiedlicher Herkunft, Kultur und
­Überzeugung braucht viele Menschen, die im
Alltag rücksichtsvoll handeln – und dabei
auf der gemeinsamen Wertegrundlage eines
guten Zusammenlebens bestehen: Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Diese gemeinsamen Werte werden
immer wieder angegriffen. Menschen- und Demokratiefeindlichkeit
trägt verschiedene Gesichter: Rechtsextremismus, Rassismus, islamistischer Extremismus, Antisemitismus, Homo- und Transfeindlichkeit,
Anti­ziganismus oder auch linke Militanz.
Die Basis für ein friedliches Zusammenleben bildet das Deutsche Grund­
gesetz. Die Menschen in Deutschland, die sich für unsere wehrhafte
Demokratie, für gelebte Vielfalt und den Zusammenhalt in unserer
Gesellschaft einsetzen, brauchen Rückhalt und Unterstützung. Das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt das zivilgesellschaftliche Engagement für die Demokratie
und gegen jede Form von Extremismus mit dem Bundesprogramm
„Demokratie leben!“. Damit fördern wir Projekte, mit denen Orga­
nisationen, Initiativen, Vereine, Bürgerinnen und Bürger selbst
aktiv werden. Besonders wichtig ist es mir, Kinder und Jugendliche
anzusprechen und ihnen Möglichkeiten der Mitgestaltung zu geben.

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Zum Programm „Demokratie leben!“ gehören Projekte auf kommunaler, regionaler und überregionaler Ebene, für eine lebendige Demokratie und damit präventiv gegen Extremismus.
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist die gemeinsame Auf­
gabe von Staat und Zivilgesellschaft, jeder Demokratie- und Menschen­
feindlichkeit entschieden und geschlossen entgegenzutreten. Überall
in Deutschland, in konkreten Projekten vor Ort. Demokratie bleibt
lebendig und wird lebendiger, wenn jede und jeder Einzelne sie aktiv
mitgestaltet. Deswegen rufe ich alle auf: Leben Sie Demokratie im Alltag! Mischen Sie sich ein, bekennen Sie Farbe, beginnen sie mit kleinen
Schritten und machen Sie sich für eine vielfältige und respektvolle
Gesellschaft stark!
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Franziska Giffey
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

6

Einleitung

Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges,
gewaltfreies und respektvolles Miteinander ein. Bei dieser wichtigen
Arbeit unterstützt sie seit 2015 das Bundesprogramm „Demokratie
leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend. Ziel ist es, vor allem junge Menschen gegen menschen- und
demokratiefeindliche Einstellungen stark zu machen.
Das Programm setzt dabei auf verschiedenen Ebenen an: Es werden
deutschlandweit mehr als 600 Projekte sowohl mit kommunaler als
auch mit regionaler und überregionaler Wirkung gefördert.
Auf kommunaler Ebene entwickeln die lokalen „Partnerschaften für
Demokratie“ Handlungskonzepte zur Stärkung von Demokratie und
Vielfalt und führen vor Ort entsprechende Maßnahmen durch. Für
viele dieser Partnerschaften stellt die Auseinandersetzung mit Rassismus einen der zentralen Arbeitsschwerpunkte dar.
Die auf Ebene der Länder angesiedelten Demokratiezentren haben
unter anderem die Aufgabe, die im jeweiligen Bundesland durchgeführten Maßnahmen der Antirassismusarbeit zu planen, zu unterstützen und zu koordinieren.
Des Weiteren beschäftigt sich eine Vielzahl der im Bundesprogramm
geförderten Projekte mit der Prävention von Rassismus oder rassistischer Diskriminierung. Zahlreiche Modellprojekte entwickeln päda­
gogische Angebote im Bereich der Antirassismusarbeit. Sie erproben
Maßnahmen, die die Handlungskompetenz von Institutionen
und Bildungseinrichtungen stärken, Betroffene unterstützen oder zur

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Nachhaltige Strukturen

Demokratie leben!
Kommunen

Länder

Bund

Partnerschaften
für Demokratie

LandesDemokratiezentren

Strukturentwicklung
zum bundeszentralen
Träger

Modellprojekte in den Themenfeldern

Ausgewählte Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
und Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Radikalisierungsprävention
Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und Unternehmenswelt
Demokratieförderung im Bildungsbereich
Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft
Stärkung des Engagements im Netz – gegen Hass im Netz
Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug
und Bewährungshilfe

Forschung, Öffentlichkeitsarbeit, Begleitprojekte, Bundesamt für
Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Programmvernetzung
und wissenschaftliche Begleitung

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Bewusstseinsbildung für Rassismus als gesellschaftliches Problem
beitragen.
Darüber hinaus werden wichtige nichtstaatliche Organisationen, die
im Bereich der Antirassismusarbeit deutschlandweit tätig sind,
durch das Bundesprogramm bei der Professionalisierung und Verste­
tigung ihrer Arbeit unterstützt.
Diese Broschüre gibt einen Einblick in die Arbeit einiger Projekte, die
ihren Tätigkeitsschwerpunkt auf die Prävention von Rassismus
und rassistischer Diskriminierung legen. Dabei bildet sie nur einen
Zwischenstand der bisherigen Arbeit ab, denn die Projekte befinden
sich mitten in der Erprobung ihrer neuen Ansätze.
Über die in dieser Broschüre aufgeführten Projekte hinaus gibt es eine
Vielzahl weiterer Projekte, die sich im Sinne eines phänomenüber­
greifenden Ansatzes auch mit der Prävention von Rassismus auseinandersetzen und Wechselwirkungen unterschiedlicher demokratie- und
menschenfeindlicher Phänomene in den Blick nehmen.

9

Pädagogische Ansätze in der
Prävention von Rassismus und
rassistischer Diskriminierung

Elisa Walter und Tobias Roscher, Deutsches Jugendinstitut
Was bedeutet „Rassismusprävention“, wenn mit Prävention gemeint
ist, bestimmte Entwicklungen im Vorhinein zu verhindern, Rassis­
mus aber bereits seit sehr langer Zeit Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit in Deutschland ist? Prävention kann dann heißen, Auswirkungen
rassistischen Denkens und rassistischer Strukturen zu verhindern
und es kann heißen, dieses Denken und diese Strukturen abzubauen.
Rassistische Strukturen können zum Beispiel Abläufe in Unternehmen
sein, die dazu führen, dass es von Rassismus Betroffene schwerer
haben, dort einen Arbeitsplatz zu bekommen, oder dass zum Beispiel
Schwarze und/oder muslimische Kinder routinemäßig in der Schule
unterschätzt werden. Solche Formen von Rassismus sind nicht immer
gleich offensichtlich. Sie „widerfahren“ scheinbar Einzelnen und müssen erst als systematische Diskriminierung sichtbar gemacht werden.
Die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Themenfeld
„Rassismus und rassistische Diskriminierung“ geförderten Modell­
projekte haben vor diesem Hintergrund einen sehr anspruchsvollen
Auftrag. Sie sollen innovative Ansätze und Methoden entwickeln und
erproben, um
ll die Handlungskompetenz von Institutionen und Bildungseinrichtungen zu stärken,
ll die Handlungskompetenz individuell von Rassismus Betroffener
zu stärken (Empowerment),
ll zur Bewusstseinsbildung für Rassismus als gesellschaftliches
Problem beizutragen.

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Institutionen können staatliche Behörden wie die Polizei oder kommu­
nale Verwaltungen, aber auch große gesellschaftliche Vereinigungen
wie Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände sein. Betriebe und Schulen fallen ebenso darunter.
Dem Auftrag entsprechend arbeiten Modellprojekte mit verschiedenen
Zielgruppen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind dabei
direkt oder indirekt die Hauptadressierten und in allen Zielgruppen
vertreten. Arbeiten Projekte auch mit Erwachsenen, dann zu dem
Zweck, deren Handlungskompetenzen für eine rassismussensible
Arbeit mit jungen Menschen zu erweitern oder um diskriminierende
Strukturen, in denen sich junge Menschen bewegen, zu verändern.
Schauen wir genauer hin: Modellprojekte gestalten einerseits Angebote,
mit denen sie ganz bewusst junge Menschen mit vielen verschiedenen
Lebensrealitäten ansprechen wollen. Sie wollen also Kinder, Jugendliche
und junge Erwachsene mit unterschiedlichen sozialen, politischen und
weltanschaulichen Hintergründen erreichen. Dazu bieten viele Modell­
projekte Workshops oder Projekttage für Schulklassen und in Betrieben an oder führen zum Beispiel medien- und kulturpädagogische
Angebote in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Jugendzentren durch.
Daneben arbeiten Modellprojekte andererseits mit spezifischen Zielgruppen. Dazu gehören von Rassismus Betroffene, gegen Rassismus
Engagierte (Fachkräfte, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen,
demokratisch engagierte Jugendliche) und Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen.
Denjenigen Projekten, die explizit mit Betroffenen arbeiten, geht es
primär um die Entwicklung und Erprobung von Formen des Em­power­­
ments. Empowermentprozesse sind Prozesse der Selbststärkung diskriminierter Gruppen. Es sind selbstbestimmte, eigenmächtige Prozesse
zur Erweiterung der eigenen Handlungsfähigkeit. Dazu gehören oft

11

auch Schritte der Stabilisierung oder Entlastung. Das heißt für die
Betroffenen zum einen, die eigenen Erfahrungen als rassistisch benennen zu können und zum anderen, einordnen zu können, dass sie an
diesen Erfahrungen nicht schuld sind. Empowermentprozesse finden
zum Beispiel in Form von Angeboten der offenen Jugendarbeit statt
oder werden durch Beratungsangebote begleitet. Die Projekte bieten
dafür geschützte Räume an, die garantieren sollen, dass Betroffene
keine erneuten Rassismuserfahrungen befürchten müssen. Dort können Erfahrungen ausgetauscht und Wissen geteilt werden, ohne dass
die je eigene Bewertung und Betroffenheit von Nicht-Betroffenen in
Frage gestellt wird. Diese Angebote sind auf die besonderen Bedarfe
von Rassismusbetroffenen zugeschnitten und werden häufig von
Betroffenen gestaltet. Gleichwohl sind aber auch in allen anderen Zielgruppen Betroffene vertreten und in den Angeboten zu berücksichtigen.
In der Arbeit mit Fachkräften (zum Beispiel aus Einrichtungen der
Kinder- und Jugendhilfe, Lehrende, Fachkräfte der Schulsozialar­
beit) sowie mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stehen vor
allem eine Sensibilisierung für Rassismen und die Erarbeitung
von Handlungskonzepten im Mittelpunkt. Ausgangspunkt dafür sind
die konkreten Problemlagen und Bedarfe aus dem Arbeitsalltag be­­
ziehungsweise der Menschen vor Ort. Dazu bieten die Projekte dieses
Arbeitsfeldes meist Beratung und Begleitung sowie Aus- und Weiterbildungen an.
Ähnlich gestaltet sich die Arbeit mit Institutionen. Hier werden möglichst verschiedene Mitarbeitende einer Institution in den Prozess
eingebunden, zum Beispiel aus Führungspositionen, der Verwaltung,
einfache Angestellte, technisches Personal, sodass möglichst alle
­Angestelltengruppen vertreten sind. Die Arbeit fußt dann oft auf einer
gemeinsamen Analyse der vorhandenen Betriebsstrukturen und auf
den daraus abgeleiteten Veränderungsbedarfen.

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Einige Projekte haben außerdem eine breite (Fach-)Öffentlichkeit als
Zielgruppe. Sie recherchieren und dokumentieren rassistische Ereignisse und machen so Rassismus als Alltäglichkeit über scheinbar nur
ganz persönliche Erfahrungsberichte hinaus sichtbar. Zudem wirken
Projekte in Fachdebatten hinein, indem sie Fachkonferenzen oder
Netzwerktreffen organisieren und an der kritischen Verständigung zur
Qualität der eigenen Arbeit mitwirken.
Fast flächendeckend sind die Projekte im Themenfeld mit der Herausforderung konfrontiert, dass Rassismus in Unternehmen, Betrie­
ben oder Bildungseinrichtungen nicht als eine Problematik, die die
eigene Einrichtung betrifft, angesehen wird. Rassismus zum Thema zu
machen, wird als Imageschädigung betrachtet und kann dazu führen,
dass diejenigen, die sich gegen rassistische Diskriminierung und für
eine Thematisierung von Rassismus im eigenen Betrieb engagieren,
Anfeindungen ausgesetzt sind. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass die Vorstellungen davon, was Rassismus ist, stark mit der
nationalsozialistischen Vergangenheit verbunden sind. Viele reagieren
daher irritiert und abwehrend, wenn auch Teile der gegenwärtigen
sozialen Realität als rassistisch beschrieben werden. Einige Projekte ver­
meiden deshalb den Begriff Rassismus und manchmal auch eine
direkte Thematisierung. Eine zentrale Aufgabe des Handlungsfeldes
wird mithin weiterhin sein, Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit
Rassismus herzustellen.

Projekte zur Prävention von
Rassismus und rassistischer
Diskriminierung

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Strukturentwicklung zum
bundeszentralen Träger

Rassismusprävention sowie
Empowerment Schwarzer Menschen

Each One Teach One (EOTO) e. V.
www.eoto-archiv.de
E-Mail: info@eoto-archiv.de
Tel.: 030/51304163
Wirkungsort: Berlin / bundesweites Angebot

Schwarze Menschen sind in besonderer Weise von rassistischer Diskriminierung betroffen. Der Verein Each One Teach One (EOTO) e. V.
fungiert als Anlaufstelle für afrikanische, afrikanisch-stämmige und
Schwarze Menschen und setzt sich für deren Empowerment ein. Seit
2017 erhält er eine Förderung zur Strukturentwicklung zum bundes­
zentralen Träger im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.
EOTO unterstützt die Vernetzung der unterschiedlichen Communities
Schwarzer Menschen in ganz Deutschland, initiiert einen akademischen Wissensaustausch, ist Gastgeber kultureller Veranstaltungen und
setzt sich für die gesellschaftliche Teilhabe und Sichtbarkeit Schwarzer
Menschen ein.
Unter anderem bietet EOTO Schulungen für Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren an, um deren Sprechfähigkeit zu den Themen rassistische Diskriminierung und Empowerment zu erhöhen. Auf deutschlandweit stattfindenden Vernetzungstreffen und Workshops ermittelt

15

der Verein die Bedarfe und Problemlagen der unterschiedlichen Ge­­
meinschaften Schwarzer Communities, damit diese wirkungsvoller
in staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen sichtbar
gemacht werden können.
Im Rahmen des separat geförderten Projekts „Building Time – Jugendarbeit, Empowerment & Community Building“ etabliert EOTO darüber
hinaus in Berlin modellhaft einen Anlaufpunkt für Schwarze Kinder
und Jugendliche. Zu dessen Angeboten gehören Jugendsprechstunden,
Nachhilfe und jugendkulturelle Veranstaltungen. Die Besucherinnen
und Besucher werden mit Schwarzen Vorbildern bekannt gemacht.
Ihnen soll eine positive Identifikation und konkrete, lebenspraktische
Unterstützung und Begleitung angeboten werden. Das Modellprojekt
trägt so dazu bei, das Ungleichgewicht in Bezug auf die Repräsentation
Schwarzer Menschen abzubauen, indem diese als Gestalterinnen und
Gestalter der Gesellschaft sichtbarer werden.
Darüber hinaus sollen Schwarze Jugendliche zu Multiplikatorinnen
und Multiplikatoren ausgebildet werden, die ihrerseits dann die
Schwarze Community stärken sollen.

Bildnachweis: Each One Teach One (EOTO) e. V.

16

Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung

RAA Berlin: Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und
Demokratie (RAA) Berlin e. V.
www.raa-berlin.de
E-Mail: info@raa-berlin.de
Tel.: 030/24045100
Wirkungsort: bundesweites Angebot

Ziel des Vorhabens ist es, mit Verbänden, Vereinen, kommunalen Verwaltungen, Jugendfreizeiteinrichtungen sowie weiteren staatlichen und
zivilgesellschaftlichen Institutionen in ganz Deutschland Herangehensweisen zu erarbeiten, die ihre Diversitätsorientierung stärken und dabei
gleichzeitig zur Fortbildung in diesem Themenfeld beitragen. Hierzu
erhält die RAA Berlin seit 2015 eine Förderung zur Strukturentwicklung
zum bundeszentralen Träger im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.
Die RAA Berlin hat den Ansatz der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der
RAA und AKOMA Bildung und Kultur erarbeitet.
„Diversitätsorientiert“ heißt in diesem Zusammenhang, die Haltung
einzunehmen, dass unsere Gesellschaft vielfältig ist und vielfältig sein
soll. Dies stellt für viele Einrichtungen eine Herausforderung dar und
ist für manche sogar ein Hindernis oder eine Belastung. Die RAA Berlin
hat unterschiedliche Formen der prozessorientierten Beratung sowie
Konzepte der Weiterbildung entwickelt. Teilnehmende Organisationen
haben die Möglichkeit, ihre Handlungen und Haltungen gezielt zu
untersuchen und werden bei der Weiterentwicklung der eigenen Praxis begleitet. Der Prozess dient der Professionalisierung im Hinblick
sowohl auf verbesserte Effektivität bei der Erreichung von Zielgruppen
als auch auf erhöhte Chancengerechtigkeit.

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Bildnachweis: RAA Berlin: Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Berlin e. V.

Im Jahr 2017 hat die RAA Berlin eine Publikation zu Grundsätzen und
Qualitätskriterien der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung veröffentlicht. Sie arbeitet mit einem Pool von sachverständigen
Externen zusammen und schult weitere Interessierte, um die Nachfrage nach Schulungen und Beratungen zu decken.

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Modellprojekte
„Erfurter Medienlabor“ – Rassismuskritische
Medienarbeit im Sozialraum

KOMED e.V. / Radio F.R.E.I.
www.medienlabor.radio-frei.de
E-Mail: medienlabor@radio-frei.de
Tel.: 0361/7467421
Wirkungsort: Erfurt

Das Modellprojekt beschäftigt sich mit rassistischen Ressentiments in
lokalen Medien (Schüler- und Lokalzeitungen, Stadtteilmedien,
Lokalradio) sowie sozialen Medien. Diese Medien stellen nicht nur eine
wichtige Quelle der Meinungsbildung dar, sondern können gewollt
oder ungewollt auch Vorurteile und Hetze (re)produzieren. In der Projektarbeit werden rassismuskritische Standards für Lokalmedien entwickelt, die nach erfolgreicher Erprobung an den Modellstandorten in
Erfurt auch auf andere Orte und Zielgruppen übertragbar sein sollen.
An zwei Projektstandorten in Erfurt erarbeiten die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Projekts hierzu gemeinsam mit jungen Menschen
Handlungskonzepte für rassismuskritische Medienarbeit. Darüber
hinaus sind Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen geplant: Bildungsmodule, die beispielsweise an Schulen durchgeführt werden,
sollen eine Bewusstseinsbildung für die Thematik „Rassismus in den
Lokalmedien“ anstoßen. An beiden Standorten wird sich in der Projektlaufzeit jeweils eine Mediengruppe aus Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren sowie Jugendlichen gründen, die für selbstständige
rassismuskritische Medienarbeit fit gemacht werden, gemeinsame

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Bildnachweis: KOMED e. V. / Radio F.R.E.I.

Kriterien erarbeiten und sich langfristig in ihren Stadtteilen gegen
Rassismus in Lokalmedien einsetzen sollen.
Lokale Medienschaffende, die den erarbeiteten Kriterien entsprechen,
erhalten ein öffentlichkeitswirksames Gütesiegel für ihr Engagement.
Begleitend werden in den Sommermonaten partizipative Medienangebote an einem „Medienlabor“, einem umgebauten Schiffscontainer
mit Radio- und Sendetechnik, Laptops und anderer Technik, umgesetzt.
Diese zentrale Anlaufstelle dient als Radiostudio, als Kontaktbüro
und Treffpunkt. Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer
können hier Medienbeiträge selbst produzieren, Veranstaltungsformate
ausprobieren, sich untereinander austauschen und mit Ideen anregen.
Der Projektträger führt eine begleitende Veranstaltungsreihe durch,
um die Öffentlichkeit auf die Thematik Rassismuskritik aufmerksam
zu machen.

20

ACT – Bewusstsein schaffen, Chancen sichern

DeutschPlus e. V. – Initiative für eine plurale Republik
www.deutsch-plus.de/beratungsprojekte/act
E-Mail: info@deutsch-plus.de
Wirkungsort: Berlin

Die Arbeit des Modellprojekts richtet sich an staatliche Institutionen
und Organisationen in zentralen gesellschaftlichen Bereichen, wie
zum Beispiel Wohlfahrtsverbände. Als zentrale Akteure in unserer
Demokratie sollen sie – gerade in Zeiten zunehmender gesellschaft­
licher Polarisierung – in ihrer Pluralität und Diversitätsorientierung
gestärkt werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für Rassismus und rassistische Diskriminierung zu stärken, Repräsentationslücken zu schließen
sowie individuelle und institutionelle Formen von Diskriminierung
abzubauen.
Gemeinsam mit den teilnehmenden Institutionen wird im Modell­
projekt ein Konzept zur Organisationsentwicklung erstellt und
erprobt, das Maßnahmen der diversitätsorientierten Organisations­
entwicklung und der interkulturellen Öffnung umfasst. Hauptzielgruppe sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Personal- und
Ausbildungsabteilungen sowie Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV).
In den teilnehmenden Einrichtungen finden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen statt. Workshops zur Sensibilisierung für Rassismus
und interkulturelle Öffnung richten sich vorrangig an Mitarbeitende
aus den Personalabteilungen. Workshops zur Sensibilisierung für
strukturellen Rassismus in Bildung und Ausbildung richten sich an
JAV-Mitglieder.

21

Bildnachweis: Rawpixel.com/shutterstock.com

Parallel dazu informiert die Heftreihe „Impulse zu Vielfalt“ über aktuelle Fragestellungen diversitätsorientierter Organisationsentwick­
lung und gibt Verantwortlichen konkrete Handlungsempfehlungen
an die Hand. Zum Ende des Projekts wird außerdem ein Leitfaden entstehen, der die erfolgreich erprobten Maßnahmen dokumentiert,
bewertet und nachvollziehbar macht. Dieser soll weitere Institutionen
in ganz Deutschland dabei unterstützen, selbstständig Maßnahmen
zur Stärkung ihrer Pluralität und Diversitätsorientierung zu ergreifen.

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ju:an: Praxisstelle antisemitismus- und
rassismuskritische Jugendarbeit

Amadeu Antonio Stiftung
www.projekt-ju-an.de
E-Mail: praxisstelle@amadeu-antonio-stiftung.de
Tel.: 030/24088615
Wirkungsort: Berlin und Hannover

Die Wechselwirkungen und Verknüpfungen von Rassismus und Antisemitismus werden in der pädagogischen Arbeit bislang kaum beachtet. An dieser Leerstelle setzt das Modellprojekt an und entwickelt
Instrumente für eine antisemitismus- und rassismuskritische Jugend­
arbeit. Eine große Herausforderung ist hierbei, dass beide Phänomene
in all ihren Erscheinungsformen und Querverbindungen im pädago­
gischen Praxisalltag oft nicht erkannt werden. Die Praxisstelle berät
Einrichtungen der Jugendarbeit sowie Akteurinnen und Akteure aus
Bildungspolitik und -verwaltung.
Im Modellprojekt werden fachliche Standards für eine antisemitismusund rassismuskritische Bildungsarbeit erarbeitet und erprobt. Ziel ist
die Verankerung des Themenfelds als Querschnittsaufgabe in der
Jugendarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Praxisstelle
bieten den teilnehmenden Einrichtungen Beratung und Coachings an.
Im Rahmen von Fortbildungen werden Fachkräfte der Jugendarbeit
zur pädagogischen Bearbeitung von Antisemitismus und Rassismus
befähigt und in ihrer Handlungssicherheit gestärkt. Hierbei werden sie
auch zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit Ideologien der Un­­
gleichwertigkeit angeregt. Eigene Denkmuster, sowohl der Teilnehmen­
den als auch der Projektverantwortlichen, werden dabei reflektiert.

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Bildnachweis: Amadeu Antonio Stiftung

Die Praxisstelle baut, insbesondere an den beiden Modellstandorten in
Berlin und Hannover Netzwerke aus Wissenschaft und pädagogischer
Praxis auf, um die fachliche Auseinandersetzung zu aktuellen Entwicklungen im Kontext von Antisemitismus und Rassismus voranzutreiben.
In regelmäßigen Praxiswerkstätten zu dem Thema werden darüber
hinaus die im Projekt entwickelten Arbeitsmethoden und Handlungsstrategien Fachkräften sowie Expertinnen und Experten aus ganz
Deutschland vorgestellt. In Handreichungen, Arbeitshilfen und Fachartikeln werden die Ergebnisse des Projekts dokumentiert und der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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STOP! Antimuslimischer Rassismus

RAHMA – Muslimisches Zentrum für Mädchen, Frauen und Familie
www.rahmazentrum.de
E-Mail: projekte@rahmazentrum.de
Tel.: 069/27290117
Wirkungsort: Frankfurt am Main

Im Modellprojekt werden Angebote zum Empowerment von jungen
Musliminnen entwickelt und erprobt. Am Projektstandort in Frankfurt
am Main wird hierzu eine Beratungsstelle für Mädchen und Frauen
mit muslimischem Hintergrund aufgebaut, die Diskriminierung oder
Benach­teiligungen in Schule, Beruf und Alltag erleben. Hier erhalten
sie Unterstützung, Beratung und Begleitung, um gegen Rassismus und
Dis­kri­minierung handlungsfähig zu werden beziehungsweise zu bleiben.
Für das Empowerment der Mädchen und Frauen werden Workshops
und weitere pädagogische Formate entwickelt. In diesen geht es vor
allem darum, die Selbstbestimmung der Betroffenen zu stärken und
Handlungsstrategien zu entwickeln, die ihnen helfen sollen, mit als
ausgrenzend erlebten Alltagssituationen umzugehen.
Ein weiterer Bestandteil des Modellprojektes ist die Ausbildung von
jungen Musliminnen zu Teamerinnen der (politischen) Bildungsarbeit
gegen antimuslimischen Rassismus. Hierbei werden sie in die Lage
versetzt, selbst Empowerment-Workshops, insbesondere in Schulen,
Moscheen und weiteren muslimischen und nichtmuslimischen Bildungseinrichtungen, durchzuführen. Die Ausbildung zielt aber auch
insgesamt darauf ab, ein Grundverständnis von kritischer politischer
Bildungsarbeit im Kontext von Rassismus zu vermitteln. Dabei geht
es um Selbstreflexion, Haltung und Wissen.

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Bildnachweis: Myvisuals/shutterstock.com

Die Arbeitsergebnisse des Modellprojektes werden auf Tagungen und
in fachspezifischen Arbeitskreisen präsentiert, Artikel werden in
muslimischen Zeitschriften und auf Onlineplattformen veröffentlicht.
Darüber hinaus ist geplant, die Ergebnisse in Fachkreisen zu verbreiten.

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Reframe the Debate! Neue Migrationsnarrative für einen
konstruktiven Dialog

International Centre for Policy Advocacy (ICPA) gGmbH
www.narrativechange.org
E-Mail: info@icpolicyadvocacy.org
Tel.: 030/21958979
Wirkungsort: Berlin

Das Modellprojekt hat zum Ziel, Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft dabei zu unterstützen, effektiver an gesellschaftlichen
Debatten zur Migration teilzuhaben und dabei das Augenmerk auf die
positiven Aspekte von Vielfalt und Inklusion zu legen. Populistischen
Rhetoriken, die in der Einwanderungsdebatte auf gefühlte Bedro­
hungen und latente Ängste setzen sowie oftmals unterschwellig
­rassistische Vorurteile bedienen, werden hierbei umgedeutete Erzählungen und positive Narrative von Migration und Diversität entgegengesetzt. Zur Zielgruppe des Projekts zählen insbesondere Mitwirkende aus Nichtregierungs- sowie aus Migrantinnen- und
Migranten­organisationen.
Die der Projektarbeit zugrunde liegende Methodik basiert auf dem
An­satz des „Reframing“. Hiermit wird das Um- bzw. Neudeuten, das
Einnehmen einer neuen Perspektive oder die neue Interpretation
einer Sache bezeichnet. Da ausschließlich faktenbasierte Argumente in
der Migrationsdebatte oft wenig Gehör finden, sollen mit Hilfe dieses
Ansatzes emotional wirksame Zugänge eröffnet und rechtspopulistischen Positionen effektiver entgegengetreten werden. Insbesondere
die sogenannte „bewegliche Mitte“ der Gesellschaft soll auf diese Weise
erreicht werden.

27

Bildnachweis: wavebreakmedia/shutterstock.com

Basierend auf der internationalen Praxis wird dafür ein Online-Toolkit
entwickelt. Das Herzstück des Projekts bildet dabei das „Narrative
Change Lab“, bei dem teilnehmende Organisationen mit den notwendigen Werkzeugen und Fähigkeiten ausstattet werden, um die gesellschaftliche Migrationsdebatte mit positiven und lösungsorientierten
Erzählungen zu bereichern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
darunter auch Mitwirkende aus von „Demokratie leben!“ geförderten
Projekten, sollen später als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
ihre hier erlangten Fähigkeiten weitertragen und die „Reframing“­
Praxis in Deutschland etablieren und ausbauen.

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Kinder gegen Rassismus – Kinder für Toleranz

Centrum für angewandte Politikforschung CAP der
Ludwig-Maximilians-Universität München
www.cap-lmu.de/fgje/projekte-angebote/toleranz.php
E-Mail: sekretariat@fgje.de
Tel.: 089/21801345
Wirkungsort: München und weitere Orte in Bayern

Ziel des Projekts ist es, Kinder in der Grundschule gegen Gewalt, Hass,
Rassismus und Radikalisierung zu stärken und ihnen die Grundzüge
eines respektvollen Miteinanders zu vermitteln. Die Kinder werden
in Workshops, die außerhalb des regulären Schulunterrichts durchgeführt werden, dazu angeregt, sich über das Zusammenleben in unserer
vielfältigen Gesellschaft Gedanken zu machen und diese eigenstän­
dig miteinander zu diskutieren. Zielgruppe sind Grundschülerinnen
und -schüler der 4. Klasse aus Schulen mit hohem Migrantinnen- und
Migrantenanteil. Am Beispiel konkreter Probleme und Bedürfnisse
in den jeweiligen Klassen lernen sie mittels kreativer, spielerischer
und künstlerischer Methoden, eigene Standpunkte einzunehmen, sich
konstruktiv werteorientiert auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Zum Abschluss erarbeiten sie jeweils in Form
eines Raps eine eigene Toleranzvereinbarung, die sie in ihrer Schule zur
Aufführung bringen.
Gemeinsam mit den Kooperationspartnerinnen und -partnern des
Projekts, dem Grundschulverband e. V., MORGEN e. V., Netzwerk
Münchner Migrantenorganisationen, sowie dem Münchner Forum
für Islam e. V. wurde in der ersten Projektphase ein gemeinsames
Mission-Statement abgestimmt, das pädagogische Konzept entwickelt
und anschließend mit Münchener Grundschulen erprobt.

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Bildnachweis: Centrum für angewandte Politikforschung CAP der Ludwig-Maximilians-Universität München

Anhand der hierbei gemachten Erfahrungen wurde das Workshop­
Modell anschließend überarbeitet und konkretisiert. Im Schuljahr
2018/2019 folgt die Schulung eines interkulturellen Teams von
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, welches die Workshops
in ganz Bayern an Grundschulen durchführt.
Neben einer ausführlichen Projektdokumentation soll auf Grundlage
der im Modellprojekt gemachten Erfahrungen ein Strategiepapier
zum Empowerment von Kindern gegen Rassismus und für Toleranz
erarbeitet werden. Fachveranstaltungen, Artikel in wissenschaftlichen
Publikationen sowie ein geplanter Runder Tisch mit Vertreterinnen
und Vertretern aus Schulbehörden und Jugendämtern tragen ebenfalls zur Verbreitung der Projektergebnisse bei.

Weiterführende
Informationen

32

Bundesprogramm
„Demokratie leben!“

Neben den im vorangegangenen Kapitel vorgestellten Projekten aus
dem Bereich der Prävention von Rassismus und rassistischer Diskriminierung fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend mit „Demokratie leben!“ auch viele Projekte, die
sich mit anderen demokratiefeindlichen Phänomen befassen.
Darunter gehören zum Beispiel Rechtsextremismus, Antisemitismus,
Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, islamistischer Extremismus, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit oder linke Militanz. Die Internetseite www.demokratie-leben.de gibt einen Überblick zum gesamten
Bundesprogramm. Hier finden sich Informationen zu allen Programmbereichen sowie eine Projektlandkarte, auf der die mehr als
600 geförderten Projekte in ganz Deutschland mit weiterführenden
Informationen aufgeführt sind.
Die Internetseite beinhaltet außerdem einen umfassenden Veranstaltungskalender, der die im Rahmen des Programms durchgeführten
Tagungen, Konferenzen, Workshops und Aktionstage auflistet.
Zusätzlich besteht dort die Möglichkeit, den Newsletter des Bundesprogramms zu abonnieren.

33

Weitere von „Demokratie leben!“
geförderte Projekte zur Prävention
von Rassismus und rassistischer
Diskriminierung

Seit 2015 fördert das Bundesfamilienministerium über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ verschiedene Maßnahmen auf lokaler,
regionaler und bundesweiter Ebene, die sich auf der Basis präventivpädagogischer Ansätze mit dem Themenfeld der Antirassismusarbeit
auseinandersetzen.
Für das Jahr 2018 gaben 172 lokale Partnerschaften für Demokratie
und 12 Landes-Demokratiezentren an, im Themenfeld der Antirassismusarbeit aktiv zu sein. Eine Auflistung der zahlreichen Einzelmaßnahmen die hier verantwortet werden, sprengt den Rahmen einer
Broschüre.
Aufgelistet werden soll aber im Folgenden eine Auswahl der zahlreichen Modellprojekte ebenso wie die Träger, die in ihrer Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger gefördert werden.

34

Strukturförderung zum
bundeszentralen Träger

Gleichbehandlung, Rassismus und Rechtsextremismus in der Arbeitswelt
Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e. V.
Hans-Böckler-Str. 39
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 4301193
info@gelbehand.de
www.gelbehand.de
Schulinterne und außerschulische politische Bildungsarbeit
zu Rassismus und Vielfalt
Aktion Courage e. V.
Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11
10787 Berlin
Tel.: 030 2145860
schule@aktioncourage.org
www.aktioncourage.org
Bundesverband Mobile Beratung e. V.
Förderverein Bundesweite Mobile Beratung (Förderverein BMB) e. V.
Bautzner Str. 45
01099 Dresden
Tel.: 0351 5005416
kontakt@Bundesverband-Mobile-Beratung.de
www.bundesverband-mobile-beratung.de

35

Dachverband Opferberatung
Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und
antisemitischer Gewalt
Sewanstraße 43
10319 Berlin
Tel.: 030 33859777
info@verband-brg.de
www.verband-brg.de
Jugendkulturen im Kontext Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Archiv der Jugendkulturen e. V.
Fidicinstr. 3, Haus D
10965 Berlin
Tel.: 030 6942934
archiv@jugendkulturen.de
www.jugendkulturen.de
Rassismusprävention sowie Empowerment Schwarzer Menschen
Each One Teach One (EOTO) e. V.
Togostraße 76
13351 Berlin
Tel.: 030 51304163
info@eoto-archiv.de
www.eoto-archiv.de

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Modellprojekte zu ausgewählten Phänomenen
Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF)
und zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Wenn Anne ein rosa Pali-Tuch trägt. Ein Lernlabor zu Antisemitismus
und Jugendkultur in der Migrationsgesellschaft
Bildungsstätte Anne Frank (BAF)
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069 5600020
info@bs-anne-frank.de
www.bs-anne-frank.de/projekte/weitere-projekte
Verein(t) gegen Rassismus! Stuttgarter Migrantenvereine gegen
Islam-, Muslimfeindlichkeit und Alltagsrassismen!
Forum der Kulturen Stuttgart e. V.
Marktplatz 4
70173 Stuttgart
Tel.: 0711 24848080
info@forum-der-kulturen.de
www.forum-der-kulturen.de/angebote/move-stuttgart
Engagiert vor Ort – Gemeinsam gegen Diskriminierung und
Menschenverachtung.
Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e. V.
Schönebecker Straße 82–84
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 52093731
sachsen-anhalt@netzwerk-courage.de
www.netzwerk-courage.de/web/154.html

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MSO inklusiv!
Migrationsrat Berlin-Brandenburg e. V. (MRBB)
Oranienstraße 34
10999 Berlin
Tel.: 030 61658755
msoinklusiv@mrbb.de
www.mso-inklusiv.de
KAMEO – Komma-Aber-MEthodenbOx
Jugendverein „Roter Baum“ e. V.
Großenhainer Str. 93
01127 Dresden
Tel.: 0351 8582720
KAMEO@roter-baum.de
www.roter-baum.de/kameo
„Organize! Gegen Rassismus und Ausgrenzung“
Verein zur Jugendförderung des DGB Berlin-Brandenburg e. V.
DGB Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin
Kirschallee 1
16837 Rheinsberg OT Flecken Zechlin
Tel.: 033923 7400
dirk.reinink@dgb-jbs.de
www.dgb-jbs.de
Antidiskriminierungsarbeit Online: Beratung und Empowerment
in die Fläche bringen
Netzwerk Antidiskriminierung Region Reutlingen/Tübingen e. V.
Museumstr. 7
72764 Reutlingen
Tel.: 07121 300449
info@nw-ad.de
www.adis-ev.de

38

Augen auf! Rechtspopulistischem Rassismus entgegentreten.
Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e. V.
Postfach 12 05 30
10595 Berlin
Tel.: 030 91481169
info@jfda.de
www.jfda.de/projekte/augen-auf/
ENT_KNOTEN_PUNKT – Beratungsstelle gegen (Alltags)Rassismus
und Diskriminierung
Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA)
Bernburgerstr. 25 A
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 51594155
info@lamsa.de
www.lamsa.de/themen-und-projekte/entknoten-beratungsstellegegen-alltagsrassismus-und-diskriminierung/projektbeschreibung
Fair*In Genderreflektierte Rassismusprävention
cultures interactive e. V.
Mainzer Str. 11
12053 Berlin
Tel.: 030 604 019 50
info@cultures-interactive.de
www.cultures-interactive.de/de/fairin.html

39

Kooperation ohne Grenzen – Aktionsbündnis Antirassismus
Jugendstiftung Baden-Württemberg
Schlossstr. 23
74372 Sersheim
Tel.: 07042 83170
info@jugendstiftung.de
www.demokratiezentrum-bw.de/demokratiezentrum/
kooperation-ohne-grenzen
MUT – Interventionen. Geschlechterreflektierende Prävention
gegen Rassismus im Gemeinwesen.
Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten (AGJF) Sachsen e. V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Tel.: 0371 533640
info@agjf-sachsen.de
www.agjf-sachsen.de/mut-interventionen.html
PLATTE – Plattform für antirassistische Bildungsarbeit
Arbeit und Leben Schleswig-Holstein DGB/VHS e. V.
Legienstr. 22
24103 Kiel
Tel.: 0431 51951663
office@sh.arbeitundleben.de
www.arbeitundleben-sh.de/ndc
Prävention und Intervention durch interkulturelle Pädagogik
Network African Rural and Urban Development e. V. (NARUD)
Brüsseler Straße 36
13353 Berlin
Tel.: 030 40757551
info@narud.org
www.narud.org

40

Not like Dis – Aktiv werden gegen Diskriminierung im Betrieb!
DGB-Jugend Rheinland-Pfalz/Saarland
Kaiserstr. 26–30
55116 Mainz
Tel.: 06131 281 60
rheinland-pfalz@dgb.de
www.notlikedis.de
„Film ab – Mut an!“ – Systemisches capacity building
gegen Alltagsrassismus.
Friedenskreis Halle e. V.
Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 27980710
info@friedenskreis-halle.de
www.friedenskreis-halle.de/projekt/film-ab-mut-an.html
„Jugend für Vielfalt! Argumentativ stark gegen Rassismus
und Diskriminierung“
AWO SPI – Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Tel.: 03461 2898833
info@jugend-vielfalt.de
www.jugend-vielfalt.de

41

Modellprojekte zur Radikalisierungsprävention

DelOS – Demokratie leben in Osnabrück
DETO – Verein zur Förderung von Demokratie, Toleranz und
interkulturelle Verständigung Osnabrück e. V.
Große Schulstraße 53
49078 Osnabrück
Tel.: 0541 4068212
info@deto-ev.org
www.deto-ev.org/delos/delos.htm
Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor
Radikalisierung schützen
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus – KIgA e. V.
Kottbusser Damm 94
10967 Berlin
Tel.: 030 23588230
mail@kiga-berlin.org
www.kiga-berlin.org/index.php?page=weitere-projekte&hl=de_DE
Gemeinschaftsunterkunft trifft Gemeinde
Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit e. V.
Am Bürohochhaus 2–4
14478 Potsdam
Tel.: 0331 9676250
info@fazit-brb.de
www.fazit-brb.de/gu_trifft_gemeinde.html

42

Modellprojekte für Engagement und Vielfalt in der
Arbeits- und Unternehmenswelt

out is in – Azubis und Unternehmen nehmen alle an Bord
Bildungs- und Begegnungsstätte der KAB und CAJ
im Bistum Aachen e. V.
Nell-Breuning-Haus (NBH)
Wiesenstr. 17
52134 Herzogenrath
Tel.: 02406 95580
info@nbh.de
www.out-is-in.org/
Demokratieprofis am Werk: Gemeinsam für Toleranz
und Vielfalt im Betrieb
Bildungsstätte Anne Frank (BSAF)
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069 56000020
info@bs-anne-frank.de
www.bs-anne-frank.de/projekte/demokratieprofis
MehrWERT für den Beruf – Peer Training für Berufseinsteiger
Sächsische Jugendstiftung
Weißeritzstr. 3
01069 Dresden
Tel.: 03513 23719010
info@saechsische-jugendstiftung.de
www.saechsische-jugendstiftung.de/programme-projekte/mehrwert

43

Berufsschulen für Demokratie und gegen Alltagsrassismus.
Für vielfaltssensible Haltung gegen religiösen Extremismus
Eugen-Biser-Stiftung
Pappenheimstr. 4
80335 München
Tel.: 089 18006811
kontakt@eugen-biser-stiftung.de
www.eugen-biser-stiftung.de/themen/dialog-aus-christlichemursprung/islam/christlich-islamische-bildungsarbeit/
interreligioese-sprachfaehigkeit-als-mehrwert-demokratischergespraechskultur.html
AIDA (Akzeptanz, Integration, Diversität i. d. Ausbildung)
DGB-Bildungswerk NRW e. V.
Dorstener Str. 27 a
45657 Recklinghausen
Tel.: 02361 9063813
info@dgb-bildungswerk-nrw.de
www.dgb-bildungswerk-nrw.de/projekte/akzeptanz-integrationdiversitaet-der-ausbildung
FairHandeln! – Diskriminierungsschutz in der Arbeitswelt stärken
Opferperspektive e. V. / Fachstelle Antidiskriminierungsarbeit
Rudolf-Breitscheid-Str. 164
14482 Potsdam
Tel.: 0331 8170000
info@opferperspektive.de
www.opferperspektive.de

44

Modellprojekte zur Demokratieförderung im
Bildungsbereich

ATID-Zukunft
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.
Hebelstr. 6
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 9443710
oeffentlichkeitsarbeit@zwst.org
www.duvk.de/was-wir-machen/zwst

Modellprojekte zum Zusammenleben in der
Einwanderungsgesellschaft

Mitbestimmung und Eigenverantwortung der Geflüchteten
Otto Benecke Stiftung e. V.
Kennedyallee 105–107
53175 Bonn
Tel.: 0228 81630
post@obs-ev.de
www.obs-ev.de/gesellschaftliches-miteinander/mitwirkenmitbestimmung-und-eigenverantwortung-der-gefluechteten/

45

„Glokale Orte“
Elbinstitut Hamburg (YMT) e. V.
Große Elbstr. 131
22767 Hamburg
Tel.: 040 38086802
hamburg@elbinstitut.de
www.elbinstitut.de
Erkläriker
i, Slam e. V.
Badstr. 35/36
13357 Berlin
Tel.: 030 55599636
info@i-slam.de
www.i-slam.de
Crossover – Teilhabe voneinander lernen
Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration
und Demokratie (RAA) e. V.
Boyenstr. 41
10115 Berlin
Tel.: 030 24045100
info@raa-berlin.de
www.raa-berlin.de/service/angebote-und-projekte
„Die Konfliktlöser*innen“
Creative Change e. V.
Andréstraße 51A
63067 Offenbach am Main
Tel.: 069 80905730
info@cc-ev.de
www.cc-ev.de/projekte/konfliktloeserinnen/

46

Modellprojekte zur Stärkung des Engagements im Netz –
gegen Hass im Netz

jugendschutz.net – Jugendpolitisches Kompetenzzentrum für
den Schutz junger User im Netz
LPR-Trägergesellschaft für jugendschutz.net
Turmstr. 10
67059 Ludwigshafen
Tel.: 0621 5202290
buero@jugendschutz.net
www.jugendschutz.net
WERTE LEBEN – ONLINE
JUUUPORT e. V.
Landschaftstraße 7
30159 Hannover
Tel.: 0152 52154196
info@werteleben.online
www.werteleben.online
Salam2You
Violence Prevention Network e. V.
Alt Moabit 73
10555 Berlin
Tel.: 030 91705464
verwaltung@violence-prevention-network.de
www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/
salam2you

47

#freireden? #mitreden. #gegenreden!
Deutsche Gesellschaft e. V.
Mosse Palais
Voßstr. 22
10117 Berlin
Tel.: 030 88412141
dg@deutsche-gesellschaft-ev.de
www.freireden-mitreden-gegenreden.de
PLAMEDI – Plattform für Medien und Diversität
Netzwerk Migration in Europa e. V.
Luise-Ullrich-Strasse 20
80636 München
Tel.: 0176 59033175
m.bayat@plamedi.de und j.bergmeister@plamedi.de
www.plamedi.de
Russischsprachige im Netz gegen Fremdenfeindlichkeit (RING-F)
Bundesverband russischsprachiger Eltern e. V. (BVRE e. V.)
Graeffstr. 5
50823 Köln
Tel.: 0221 30195952
info@bvre.de
www.bvre.de
MULTIPLY RE:CLAIM
Netzwerk für Demokratie und Courage e. V.
Könneritzstr. 7
01067 Dresden
Tel.: 0351 4810060
info@netzwerk-courage.de
www.netzwerk-courage.de/web/144-2301.html

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Civic.net – Aktiv gegen Hass im Netz
Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstr. 12
10115 Berlin
Tel.: 030 24088610
info@amadeu-antonio-stiftung.de
www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-stiftung-aktiv/projekte/
civicnet-aktiv-gegen-hass-im-netz/

49

Vielfalt-Mediathek

Im Rahmen der Projekte im Bundesprogramm „Demokratie leben!“
sowie in den Vorgängerprogrammen wurde eine Vielzahl von
Materialien erstellt: Bücher, Broschüren, Arbeitshilfen, Filme, aber
auch Webportale, Kalender, Spiele und Musik. Für andere Projekt­
träger, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Interessier­
te sind das Wissen und die Kompetenzen, die in den einzelnen
Projekten erworben worden sind, eine unschätzbare Hilfe für die
(Fort-)Entwicklung wirksamer Strategien gegen Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Um die Projektmaterialien einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und die Nachhaltigkeit der Projekte zu sichern,
recherchiert und archiviert die Vielfalt-Mediathek des Informationsund Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) seit
2006 Materialien aus den jeweils aktuellen Bundesprogrammen und
stellt diese unter www.vielfalt-mediathek.de zur Verfügung.

50

Bundesprogramm
„Zusammenhalt durch Teilhabe“

Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat fördert Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in ländlichen oder strukturschwachen Regionen.
Zusammenhalt durch Teilhabe unterstützt gezielt Vereine und Initiativen, die regional verankert sind. Bestehende Strukturen sollen auf- und
ausgebaut werden, Verbände können auch nach ihren Projekten darauf
zurückgreifen. Sie können eigene Beraterinnen und Berater gegen
Extremismus ausbilden und zukunftsträchtige Methoden entwickeln,
mehr Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern.

51

Schwerpunkt
Förderung von Projekten für demokratische Teilhabe
und gegen Extremismus
Verantwortlich
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Kontakt
Bundeszentrale für politische Bildung
Regiestelle „Zusammenhalt durch Teilhabe“
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
Tel.: 030 254504-441
www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de

Diese Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung;
sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt.

Herausgeber:
Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend
Referat Öffentlichkeitsarbeit
11018 Berlin
www.bmfsfj.de
Bezugsstelle:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
Tel.: 030 182722721
Fax: 030 18102722721
Gebärdentelefon: gebaerdentelefon@sip.bundesregierung.de
E-Mail: publikationen@bundesregierung.de
www.bmfsfj.de
Für weitere Fragen nutzen Sie unser
Servicetelefon: 030 20179130
Montag–Donnerstag 9–18 Uhr
Fax: 030 18555-4400
E-Mail: info@bmfsfjservice.bund.de
Einheitliche Behördennummer: 115*
Artikelnummer: 1BR71
Stand: November 2018, 1. Auflage
Bildnachweis Titel: Ruslan Guzov / Shutterstock.com
Bildnachweis Frau Dr. Giffey: Bundesregierung / Jesco Denzel
Gestaltung: neues handeln AG
Druck: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG
*	Für allgemeine Fragen an alle Ämter und Behörden steht Ihnen auch die einheitliche Behördenrufnummer 115 zur Verfügung.
In den teilnehmenden Regionen erreichen Sie die 115 von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 18.00 Uhr. Die 115 ist sowohl aus
dem Festnetz als auch aus vielen Mobilfunknetzen zum Ortstarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Gehörlose
haben die Möglichkeit, über die SIP-Adresse 115@gebaerdentelefon.d115.de Informationen zu erhalten. Ob in Ihrer Region die 115
erreichbar ist und weitere Informationen zur einheitlichen Behördenrufnummer finden Sie unter http://www.d115.de
                            
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