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III. Kapitel. Pachten und Unterpachten

Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

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Folgende Unterpachten kommen in Betracht: 
1. Die Garderobe, d. h. die Kleider 
ablage für das Publikum. Hier sind zwei Sys 
teme eingeführt. Entweder der Pächter erhebt 
vom (Publikum die Garderobengebühr direkt, 
oder der Direktor macht einen Aufschlag auf das 
Billet und führt den vereinbarten Betrag 
für jedes Billet an den Pächter ab. Es sei 
gleich hier bemerkt, dass einige Theater ihre 
Garderoben nicht verpachtet haben, und zwar 
sind dies die Königlichen Theater, 
das Metropoltheater und natür 
lich auch die Schillertheater. In diesem 
Falle sind wiederum die beiden vorerwähnten 
Systeme möglich; lediglich die Schiller-Thea 
ter erheben einen Aufschlag auf das Billet, 
den sie sich selbst behalten. In den anderen 
Theatern wird 30 Pfennig Garderobengebühr 
erhoben. Ueberhaupt beträgt jetzt die Gar 
derobengebühr 30 Pfennig, nur für billigere 
Plätze wird 15—25 Pfennig bezahlt. Im Thea 
ter des Westens beträgt sie durchweg noch 
25 Pfennig, im Schillertheater 10 Pfennig. 
Es ist klar, dass die Garderobenpacht höher 
sein kann, wenn die Gebühr auf dem Billet 
ruht. Bei diesem System nämlich wird für 
den Pächter das Ganze zu einem Abrechnungs 
geschäft. Auch sind die Garderobenfrauen, 
denen das Kassieren abgenommen ist, teil 
weise zu ersparen, teilweise billiger zu haben, 
da sie bei der Methode mehr Trinkgelder 
haben. Es kommt hinzu, dass der Pächter sich
        
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