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Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

VI 
fast alles spielen kann. Gewisse Neuan 
schaffungen werden natürlich auch hierbei 
immer nötig werden. 
Wir haben hiermit die ersten Interessenten 
für Theatergründungen erwähnt. Andere sind 
Unterpächter, Verleger, auch Autoren. Schon 
früher haben wir darauf hingewiesen, dass 
die Kundigen gewöhnlich am wenigsten Geld 
beim Theater riskieren. Es ist wie bei der 
Börse, wo die Bankiers die Zwischengewinne 
mitnehmen und wenn es abwärts geht, das 
Publikum mit der Ware sitzen lassen. Die 
Eingeweihten geben zwar Geld, aber sie holen 
sich dieses Geld gewöhnlich auch schneller 
heraus. Einige Beispiele mögen hier folgen. 
Dem Deutschen Theater und dem Lessing- 
Theater sind tatsächlich die nötigen Gelder 
von Kunstfreunden gegeben worden. Dem 
jetzigen Theater des Westens ist sein Geld zur 
Hälfte von dem Verleger S 1 i w i n s k i ge 
geben worden, ähnlich dem Trianon-Theater. 
Das Thalia-Theater arbeitete seit Beginn der 
Direktion Kren und Schönfeld nur mit 
geringen, sehr schwer beschafften Mitteln. Das 
Berliner Theater hat seine Mittel mehr von 
aussenstehenden Interessenten bekommen, z. 
B. von Herrn Landecker, dem Besitzer 
der Philharmonie, welcher weger der Bösen 
Buben-Bälle an Meinhard und Bern- 
a u e r Interesse hat. Ueber die Gründung 
der Komischen Oper ist schon gesprochen wor 
den. Das Lustspielhaus ist mit 100 000 Mark
        
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