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II. Kapitel. Die Gründung des Theaterbetriebs

Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

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legentliche kleinere Mieter (für Läden etc.) 
der einzige Mieter des Eigentümers. Er allein 
hat ein Mietsrecht für 10 Jahre, und 10 Jahre 
lang ist der Eigentümer von ihm abhängig. Er 
kann den Namen des Theaters hochbringen 
oder ruinieren, er kann Geschäfte machen 
oder nicht, er kann imstande sein, seine Miete 
zu zahlen oder nicht. Freilich lassen sich bis 
jetzt Theater leicht vermieten, aber welcher 
Eigentümer wollte einen häufigen Wechsel 
oder wäre hart genug, die Existenz des Di 
rektors mit einem Schlage zu vernichten? Das 
sind die Gründe, weswegen die Hypotheken 
gläubiger für Theater schwer zu haben sind, 
und wenn sie gefunden, grosse Vorteile ver 
langen. Das ist auch der Grund, weswegen 
die Eigentümer mit der gewöhnlichen Haus 
verzinsung nicht zufrieden sein können. Was 
den ersten Punkt anlangt, so sind die zu zah 
lenden Vergütungen und Provisionen auch bei 
sicheren Unternehmungen ganz gewaltige. Das 
Neue Operettentheater musste für die 1. Hypo 
thek von 1 Million Mark 6 pCt. Zinsen, 50 000 
Mark Provision und 25 000 Mark auf ein her 
einzunehmendes Grundstück zahlen. Die zwei 
ten Hypotheken waren, abgesehen davon, dass 
sie nur 5 pCt. Zinsen kosteten, auch nicht viel 
billiger. Im Hebbeltheater fanden allerhand 
schwierige Transaktionen statt, obwohl die Pro 
visionen geringer waren. Die Komische Oper 
ist ganz verkehrt belastet. Sie hat eine viel 
zu geringe erste Hypothek der Stadt
        
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