Path:

Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

33 
und der Grund und Boden billiger war, da 
durch in einen gewissen Vorteil gekommen. 
Das Theater jedoch, welches den grössten Vor 
teil in dieser Richtung hätte haben müssen, 
die Komische Oper, hat ihn in Wahrheit nicht 
gehabt. Der Architekt Biberfeld, der ja 
durch viele Arbeiten der Innenarchitektur be 
kannt ist, ist ein geschmackvoller Baumeister. 
Wenn er die Komische Oper in ihrer heutigen 
Gestalt baute, so war eben an dieser Stelle 
mit diesem Gelde und mit diesem 
kläglichen Raume, auf welchem eine 
Oper mit 3 Rängen erstehen sollte, nicht 
mehr zu erreichen. Hinzu kommt, dass die bau 
ausführende Firma Lachmann & Zau 
ber Unsummen bis zur Legung der Funda 
mente ausgeben musste. So ist es denn ge 
kommen, dass Direktor HansGregor, einer 
der eifrigsten Verfechter des Prinzips der The 
ater in guter Gegend, als er bei seinem Ab 
schied von Berlin das Theater abgeben 
musste, eine jährliche Pacht von 185.000 Mark 
von Herrn Charles Philipp aus Ham 
burg verlangte, verlangen musste und — lei 
der — bewilligt erhielt. Direktor Gregor 
ist auch einer von denen, welchen eben der 
jährliche Zinssatz oder die Pacht ein unwe 
sentlicher Faktor zu sein scheint. Er ging so 
gar mit dem Plane um, Unter den Linden ein 
Theater zu erbauen und jährlich etwa 300.000 
Mark Zinsen zu zahlen. Für die alten Theater 
besteht auf der anderen Seite die Gefahr, dass
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.