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IX. Kapitel. Etat und Bilanzen

Full text : Das Theater als Geschäft / Epstein, Max (Public Domain)

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tatsächlich  ganz  grosse  Gewinne  erzielt  haben,
haben  an  falscher  Geschäftshandhabung  gelitten ­
  oder  leiden  noch  heute  daran.  Wieso
das  Lustspielhaus  trotz  seiner  grossen  Erfolge
so  häufig  Schwierigkeiten  finanzieller  Art
hatte  und  hat,  möchte  ich  nicht  darstellen,  da
hierzu  all  zu  viel  persönliche  Momente  vorzutragen ­
  wären.  Einen  Fehler  des  Unternehmens ­
  darf  man  offen  aussprechen;  er  bestand
darin,  dass  nach  den  ersten  drei  Jahren  alle
Gewinne  als  Dividende  verteilt  wurden,  ohne
Rücklagen  für  schlechtere  Zeiten  zu  machen.
Ein  weiterer  Fehler  ergab  sich  daraus,  dass
Dr.  Martin  Zickel  zu  viel  Anteile  an  sich
brachte  und  zu  wenig  Rückhalt  in  anderen
Gesellschaftern  hatte.  Unverdient  war  der
Zusammenbruch  von  Karl  Heinz  Martin  mit
seinem  Komödienhaus  in  Frankfurt  a.  M.  Die
Gründe  für  dieses  Unglück  sind  ja  in  den  Zeitungen ­
  ausführlich  erörtert  worden.  Mart
  i  n  war  einer  der  besten  von  den  Provinz-Direktoren.

Es  sei  zum  Schluss  dieses  Abschnittes  ein
Auszug  aus  der  Verlustliste  für  das  Deutsche
Reich  gegeben,  wie  sie  der  Theateralmanach
  für  das  Jahr  1910  aufstellt.
Januar:
Im  Berliner  Hebbeltheater
bricht  die  Direktion  Dr.  Robert  unter
Zahlungsschwierigkeiten  zusammen.  Die  Mitglieder ­
  spielen  zunächst  auf  Teilung  weiter.
In  Nordhausen  erfolgt  der  Zusammen-
            
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