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IX. Kapitel. Etat und Bilanzen

Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

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benen Gründen eine Abschreibung von 10 pCt. 
viel zu gering ist; dass man, falls die Mittel 
dazu ausreichen, in möglichst kurzer Zeit die 
sen Posten abschreiben muss. 
Auf der Passivseite der Bilanz erscheint 
natürlich das Gesellschaftskapital, sowie die 
Kreditoren. Ueber diesen Punkt brauche ich 
wohl nicht viel zu sagen. Er ist leider bei 
den einzelnen Unternehmungen fürchterlich 
verschieden. Wenige Theater nur haben über 
haupt keine Schulden, während es andere The 
ater auf recht erhebliche Summen gebracht 
haben. 
Ich habe schon in diesem Abschnitt davon 
gesprochen, dass es sehr viele Leute gibt, die 
in jeder Theaterbeteiligung einen Missgriff 
sehen. Dieser Satz ist aber nur richtig, wenn 
es sich um schlecht, geleitete und schlecht fun 
dierte Theater handelt. Wer sich an einem 
Theaterunterehmen beteiligt, sollte sich 
immer erst genau ansehen, wie es verwaltet 
und ob insbesondere auch die Grundsätze, 
welche ich in diesem Kapitel niedergelegt 
habe, befolgt worden sind. Ist dies der Fall, 
so ist das Theatergeschäft doch noch immer 
eines der rentabelsten. Es ist im gewissen 
Sinne ein Spekulationsgeschäft, denn es hängt 
von guten und schlechten Stücken, und leider 
auch vom guten und schlechten Wetter ab. 
Aber erstens gibt es nicht immer gutes Wetter, 
d. h. für das Theater schlechtes Wetter und 
schliesslich findet auch selbst der blindeste
        
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