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IX. Kapitel. Etat und Bilanzen

Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

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IX. Kapitel 
Etat und Bilanzen 
E tat und Bilanzen entsprechen sich im 
geschäftlichen Leben. Der Etat steht am 
Anfang, die Bilanz am Ende, der Etat ist die 
Voraussetzung, die Bilanz die Folge. Es 
lässt sich überhaupt kein Geschäft denken, 
das weiter kommen kann, ohne einen ge 
nauen Ueberblick über seine Selbstkosten zu 
haben. Es ist schon manches grosse Unter 
nehmen daran zu Grunde gegangen, dass sich 
der Unternehmer nicht klar war, was ihn seine 
eigene Ware kostete. Es ist unbedingt not 
wendig, dass sich jeder Betriebsinhaber erst 
einmal genau überlegt: was muss ich unbedingt 
haben, um auf meine Kosten zu kommen. Der 
Etat besteht nun aus zwei verschiedenen Ar 
ten von Kosten und zwar aus solchen, welche 
ein für alle Mal feststehen und solchen, welche 
sich je nach der Grösse des Betriebes ver 
ändern. So stehen z. B. im Etat fest: 
die Ausgaben für Hausversicherung, die Miete, 
während andere wie Tantiemen und in ge 
wissem Sinne auch die Gagen einer Verände 
rung unterworfen sind. Bei den Tantiemen muss 
man denjenigen Satz vorsichtigerweise in den 
Etat einstellen, der sich ergeben würde, wenn 
die Einnahmen mindestens den Etat decken. 
Uebersteigen die Einnahmen die Ausgaben, 
kommt also ein Gewinn zu Stande, so kann
        
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