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VI. Kapitel. Autoren und Verleger

Full text: Das Theater als Geschäft / Epstein, Max

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gen gibt es eine Menge Leute, die auf des 
Meisters Worte schwören und eigentlich nichts 
weiter tun, als zu ihm oder, wenn sie in Ge 
genwart anderer Herren gerufen werden, sa 
gen müssen „ja, Herr Sliwinski“. Es liegt 
hier ein Zwiespalt vor, den man ja bei bedeu 
tenderen Männern oft findet,der, dass sie auf 
der einen Seite eine sehr gute Menschenkennt 
nis besitzen und auf der anderen Seite die 
Leute in ihrer Umgebung nicht richtig beur 
teilen können. In seiner Umgebung aber be 
finden sich lauter ehrenwerte Männer, die 
seines Geistes keinen Hauch verspürt 
haben. Aus erbrechtlichen Gründen hat er 
den Sohn des verstorbenen Bloch, Emst 
Bloch mit übernommen und zu seinem Teil 
haber gemacht. Diese beiden Naturen sind 
als Socien kaum ohne Lächeln zu betrachten. 
Dem jungen Bloch fehlen alle Eigenschaf 
ten, die Sliwinski auszeichnen. Er ist 
ein gut angezogener und erzogener ruhiger 
junger Mann ohne bedeutendere Initiative, und 
man kann die Ansätze zum Verlegertyp nicht 
ernst betrachten. Ein anderer Bloch ist Pro 
kurist des Geschäfts, Sliwinski’s Schwie 
gersohn, der ehemalige Apotheker Karl Bie 
ber, ist stellvertretender Direktor im Thea 
ter des Westens, sein Bruder Paul stell 
vertretender Direktor im Carl Schultze-Theater 
in Hamburg. Geschäftlich aber ist er nunmehr 
am meisten liiert mit Max M o n t i. Und 
diese ganze Sozienschaft ist für Sliwinski
        
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