Path:
Freistaat Sachsen

Full text: Handbuch des Kunstmarktes

Leipzig 
FREISTAAT SACHSEN 
Leipzig 
620 
9 2 A—1, Mo. 12—3, Di. 9—2, Do. 10—5, Mi. bis 
Sbd. 9—2 Uhr. Vom 1. Okt. bis 31. März: So. 
10V2—2, Mo. 12—3. Di.—Sbd. 9—2 Uhr. Eintritt 
frei. Mo. 1,— M.. Kinder 0,20 M. 
Universitäts-Münzsammlung, Beethovenstr. 6. 
Gegr. um 1717. Bestand etwa 100 000 Münzen 
aller Zeiten und Länder, davon 10 000 antike. 
Hauptbestand für das Mittelalter die von Po- 
sern-Klett’sche Brakteatensammlung. Direkt.: 
Dr Benno Hilliger. 
Deutsches Museum für Buch und Schrift, 
Straße des 18. Oktober. Direktor: Professor 
Schramm. Publ.: Zeitschrift des Deutschen 
Vereins für Buchwesen und Schrifttum. 
Literarisches Beiblatt. Gegr. 1885 als Buch 
gewerbemuseum, das nach Schluß der ,,Bugra“ 
zum Museum für Buch und Schrift ausge 
baut wurde. Grundstock des Museums ist die 
KJemm’sche Sammlung. Dazu kamen die 
Sammlungen des Buchgewerbevereins, vor 
allem Blattsammlungen für die verschie 
densten Gebiete und eine umfangreiche Fach 
bibliothek. Seinen jetzigen Umfang hat das 
Museum durch „die Halle der Kultur“ der 
Bugra erhalten, von der die wichtigsten 
Teile dem Museum überwiesen wurden. Die 
Bibliothek ist in zwei Teile geteilt; eine 
Fachbibliothek und eine Musterbibliothek. 
Besuchszeiten: werktäglich (außer Mo.) 10 
bis 1 ¥2 Uhr, So. 10—1 Uhr. 
ARCHIVE 
Das Archiv der ehemal. Kramerinnung zu 
Leipzig, Neue Börse, im Besitz der Handels 
kammer Leipzig und deren öffentlichen Bi 
bliothek angegliedert, umfaßt 
den Aktenbestand der 1887 aufgelösten In 
nung von 1477 bis 1887, den Glas-, Silber- u. 
Urkundenschatz dieser Innung, die Samm 
lung von Oelbildnissen sächsischer Könige u. 
der regierenden Kramermeister, letztere von 
1630—1887, darunter Meisterwerke von Graff, 
Tischbein, Haußmann u. a., die Archive der 
beiden Handlungsgehilfenvereine Leipzigs 
aus dem 18. Jahrhundert: der „Zwölfer- 
Gesellschaft“ und der „Sechszehner-Ge 
sellschaft“, die Urkunden-, Bild- und Ge 
brauchsgegenstände kaufmännischer Art, 
die von der Handelskammer zur Erläute 
rung der Handels- u. Wirtschaftsgeschichte 
Leipzigs erworben wurden und weiterhin 
erworben werden. 
Zweck und Ziel des Archivs ist, das Studium 
der Leipziger Handels- und Wirtschafts 
geschichte zu fördern und zu erleichtern. 
Die Sammlungsgegenstände werden zu wissen 
schaftlichen Arbeitszwecken nach vorherigem 
Einvernehmen mit der Bibliothekverwaltung 
der Handelskammer nach Möglichkeit Inter 
essenten zugänglich gemacht. Ueber die Art 
und Weise, wie dies geschehen kann, ent 
scheidet die Bibliothekverwaltung. 
Die Bibliothek ist für diese Zwecke geöffnet: 
Di. 8—M12 und 3—6, Sbd. nur 8—&12, an 
allen übrigen Werktagen: 8—^1 und 3 bis 
6 Uhr. 
Leitung und Verwaltung des Archivs: Sieg 
fried Moltke. 
®®* s ® rc bfv t Leipzig. Archiv 1 (geschichtliche 
Abt.) im Stadthause an der Lotterstraße 
(Untergeschoß), Archiv 2 im neuen Rathaus. 
Rathausring. Archivdirektor: Dr. Johannes 
Hofmann. 
BIBLIOTHEKEN 
Universitätsbibliothek, Beethovenstraße 6. 
1543 ; iui jetzigen Gebäude seit 1891. Ge 
samtbestand rund 750 000 Bände, darunter 2800 
Wiegendrucke, rund 6500 Handschriften, dazu 
rund 65 000 Autographen, rund 10 000 Blatt 
Portr. und 200 Bildnisse. Dient wissenschaft 
licher Forschung und ernster Berufsarbeit. 
Direktor: Professor Dr. Otto Glauning. Be 
suchszeiten: Lesesaal werktäglich 9—1, 3—8 
(Sbd. 9—1 und 3—6 Uhr). Ausleihe: 10—1 und 
3—5 Uhr (Sbd. nachm, geschlossen); in der 
Zweigstelle. Universitätsstraße 7-9: 9—11, 
1—8, 6—7 Uhr. 
Stadtbiblioihek, Universitätsstraße 16. 
Gegr. 1677, seit 1755 im gegenwärtigen Ge 
bäude. Bestand: etwa 150000Bände, 1600 Hand 
schriften und 660 Inkunabeln. Hauptgebiete: 
Geschichte, insbesondere Saxonia, Welt-, Kul 
tur-, Literatur-, Theater-, Musik- und Kunst 
geschichte, deutsche und ausländische Litera 
tur. Dient hauptsächlich wissenschaftlichen 
Zwecken. Bücherausgabe und Katalogsaal ge 
öffnet: Mo., Do. und Sbd. von 11—1 Uhr; Di., 
Mi. und Fr. von 3—5 Uhr; der Lesesaal ge 
öffnet an allen Wochentagen 10—1 und Di., 
Mi. und Fr. 3—6 Uhr. Direktor: Johannes 
Hofmann. 
Deutsche Bücherei, Deutscher Platz. Sammel 
gebiet: das gesamte deutsche und fremd 
sprachige Schrifttum des Inlandes und die 
deutschsprachige Literatur des Auslandes 
seit 1. Januar 1913. Bestand Juli 1926: über 
600 000 Bände. Besondere Abteilung künst 
lerischer Drucke. Monatlich wechselnde Aus 
stellungen. Bearbeitung des „Wöchentlichen 
Verzeichnisses der erschienenen und vorbe 
reiteten Neuigkeiten des deutschen Buchhan 
dels“. Direktor: Dr. Heinrich Uhiendahl. 
Bibliothek des Leipziger Kunstvereins. Im 
Museum der bildenden Künste, Augustusplatz. 
Gegr. 1837. — Enthält kunstwissenschaftliche 
Literatur und Kunstblätter (vorwiegend aus 
dem Gebiete der Malerei, Plastik u. Graphik). 
Dient als Handbibliothek des Museums und 
der graphischen Sammlung und zum Ausleihe 
verkehr an die Mitglieder des Kunstvereins. 
Bestand etwa 20 000 Bände. Bibliothekar: Dr. 
Werner Teupser. 
Bibliothek des Städtischen Kunstgewerbe- 
Museums, Königsplatz 10-11. vom Frühjahr 
1927 ab: Hospitalstraße, hinter der Johannis 
kirche. Gegründet 1859. Kunstwissen 
schaftliche Fachbibliothek mit Bevorzugung 
von Kunstgewerbe und Architektur. 15 000 
Bände. 50 laufende Zeitschriften. Ornament 
stich- und Blattsammlung (30 000 Blatt) mit 
seltenen Drucken von Modelbüchern und 
Architekturwerken. Besuchszeiten: werktägl. 
9—2, 5-« Uhr, Mo. 9—2 Uhr. 15. Juli bis 15. 
September 9—2 Uhr. 
HOCHSCHULEN 
Kunsthistorisches Institut der Universität, 
Augustusplatz 5. Die Anfänge gehen zurück 
auf Anton Springer. 1892 erfolgte die Erwei 
terung zum kunsthistorischen Seminar durch 
Hubert Janitschek. Unter seinem Nachfolger 
August Schmarsow wurde es auf den heu 
tigen räumlichen Umfang gebracht und erhielt 
die Bezeichnung „Kunsthistorisches Institut“. 
Der Zweck des Instituts ist in erster Linie, 
denjenigen Studierenden der Universität Leip 
zig, die Kunstgeschichte zu ihrem Fachstudium 
erwählt haben, in zweiter Linie denjenigen, 
die sie als Ergänzung zu ihrer sonstigen wis 
senschaftlichen Ausbildung studieren, eine 
Arbeitsstätte zu bieten und sie durch Unter 
richtskurse in speziellere Fragen des Faches 
einzuführen. Die Lehrmittelsammlung des 
Instituts gliedert sich in der Hauptsache in 
drei Teile: 1. Fachbibliothek, 2. Abbildungen, 
8. Diapositive. Das Institut ist den Fachstuden 
ten jederzeit geöffnet; anderen Besuchern in 
der Regel von 9—1 und 8—6 Uhr.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.