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Freistaat Sachsen

Full text: Handbuch des Kunstmarktes

Dresden 
FREISTAAT SACHSEN 
Dresden 
591 
Krieges, sowie eine reichhaltige Bibliothek. 
Direktor: Dr. Großmann. 
Staatliche Porzellansammlung, im Johanneum, 
Augustusstr. 1II. In der Hauptsache der 
Bestand an Porzellanen, den König August 
der Starke zur Ausschmückung des japa 
nischen Palais in Dresden-Neustadt am An 
fang des 18. Jahrhunderts zusammengebracht 
hat. Die Sammlung enthält jetzt etwa 23 000 
Stück chinesische, japanische und europäische 
Porzellane, sowie Majoliken, Fayencen, Stein 
zeug und Glas verschiedenen Ursprungs. Be 
sonders reichhaltig sind die Abteilungen des 
chinesischen, des japanischen sowie die Ab 
teilung des Meißner Porzellans von den ersten 
Anfängen an. Direktor: Professor Dr. Ernst 
Zimmermann. Besuchszeiten: Mo., Mi. bis 
Sbd. 9—3, Di. 1—7. So. 10—1 Uhr. Eintritts 
preis: So. 25 Pfg.. Mo. bis Fr. 50 Pfg., Sbd. 1 M. 
Stadtmuseum. Neues Rathaus, Ringstraße 21. 
Gegr. 1869 vom Verein für Geschichte 
Dresdens, 1879 von der Stadtgemeinde über 
nommen. Enthält kunst- und kulturgeschicht 
liche Sammlungen zur Geschichte Dresdens, 
insbesondere Bildnisse, Stadtansichten, Pläne, 
plastische Werke, kostbare Schmuckstücke, 
den Ratsschatz, Modelle, Gläser, Ludwig- 
Richter. und Otto-Ludwig-Zimmer, sowie zahl 
reiche Erinnerungsgegenstände aus der Zeit 
der Stadtgründung bis zur Neuzeit. Direktor: 
Dr. Großmann. 
ARCHIVE 
Ratsarchiv, Neues Rathaus. Ringstraße 19. 
Hauptamtliche Archivverwaltung seit 1864. 
1. Urkundenarchiv: des Rates (älteste 1260), 
der Innungen, von Familien und Personen, 
Deposita. 
2. Aktenarchiv: A. Historisches Archiv: Haupt 
archiv des Rates mit den Stadt- und Rechts 
büchern, Archiv des ehemaligen Stadt 
gerichts bis 1853, der Innungen; Bürger- und 
Gewerbeakten; Vorortsarchiv (42 Abteilg.) 
B. Neueres Verwaltungsarchiv, seit ca. 1853. 
3. Rechnungsarchiv (älteste Reihe von 1396 an). 
4. Reponendenarchiv (Rathausturm). 
Vorstand: Dr. Georg Hermann Müller. Ge 
meinsame Verwaltung mit der Stadtbibliothek. 
Sächsisches Hauptstaatsarchiv. Düppelstr. 14. 
Zentralarchiv des gesamten früheren König 
reichs, jetzigen Freistaates Sachsen, und als 
solches aus der Vereinigung der Sonderarchive 
aller sächsischen Oberbehörden im Jahre 1834 
geschaffen. Es umfaßt, entsprechend der histo 
rischen Entwicklung des Länderbesitzes des 
wettinischen Fürstenhauses, nicht bloß das 
Territorium des heutigen Sachsen, wie es seit 
dem Wiener Frieden von 1815 besteht,, sondern 
im wesentlichen den Bereich des alten Kur 
staates Sachsen und für das Mittelalter auch 
den größten Teil von Thüringen, d. h. ins 
gesamt das Ländergebiet von der Werra bis 
zur Neisse und dem Queiß, vom Harz und 
Fläming bis zum Erzgebirge und Franken 
wald, also den Hauptteil des östlichen Mittel 
deutschland. Für Studienzwecke geöffnet an 
Werktagen 8-3, Sonnabends 8-2 Uhr. Direktor: 
Dr. Woldemar Lippert. Geh. Regierungsrat. 
Oberstaatsarchivar: Regierungsrat Dr. Hans 
Beschorner. Oberstaatsarchivar: Archivrat 
Dr. Artur Brabant. Staatsarchivar: Dr. Rolf 
Naumann. 
BIBLIOTHEKEN 
Sächsische Landesbibliothek, im Japanischen 
Palais, Wilhelmsplatz 11. Gegr. 1556. Rd. 652 000 
Bände, rd. 2000 Inkunabeln, rd. 700o Hand 
schriften. Geöffnet: werktäglich 9%—2 und 
4—7 Uhr. Geschlossen; Pfingstwoche und 24. 
Dezember. Seit 15. Oktober 1924 Benutzungs 
gebühren. Dauerausstellung (im Winter nicht 
zugänglich) von seltenen und kostbaren 
Büchern und Bucheinbänden. Direktor: Prof. 
Dr. Bollert. Oberbibliothekar: Prof. Dr. Fie- 
biger. Landesbibliothekare: Dr. Faaß. Rei 
chert (Verwalter der Musiksammlung). Dr. 
Jatzwauk. Dr. Richter. Dr. Assmann. Dr. Frie- 
ser, Dr. Hofmann. Dr. Neubert. Wissenscli. 
Hilfsarbeiter: Dr. Benndorf, Dr. Ilse Schunke. 
Dr. Schneider. 
Staatliche Kunstgewerbebibliothck, Elias 
straße 34. Oeffentliche Fachbibliothek, Ver 
leihung gegen Sicherheit an jedermann. 
Gegr. 1876. Umfaßt das gesamte Kunst 
gewerbe, sowie Kunstgeschichte, Baukunst, 
Plastik, Malerei und Hilfsfächer des Kunst 
gewerbes. Bestand: 26 000 Bände. 150 000 Ein 
zelblätter. als verleihbare Vorbildersammlung; 
33 000 Einzelblätter (Handzeächnungen. Orna 
mentstiche und Originalgraphik) als unver 
leihbare ..Graphische Sammlung“. Geöffnet: 
Sommerhalbjahr werktäglich 8—6, So. 8—2 
Uhr: Winterhalbjahr 9—7. bzw. 9—2 Uhr. 
Vorstand: Prof. Heinrich Wieynck. 
Stadtbibliothek, neues Rathaus. Ringstraße 19. 
1. Stadtbibliothek (alte Abteilung, gegründet 
1. Oktober 1880. 60 000 Bände). 2. Gehestiftungs- 
Bibliothek (7. Februar 1885. städtisch 1. Okto 
ber 1922, 100 000 Bände). 3. Statistische Abtei 
lung (1874 Amtsbibliothek, angegliedert 1. Ok 
tober 1923. 25 000 Bände). — Als Deposita an 
gegliedert: 1. Bibliothek der Oekonomischen 
Gesellschaft von Sachsen (1764, 5. April 1882. 
10 200 Bände), 2. der Ortsgruppe Dresden der 
Deutschen Kolonialgesellschaft (3. Febr. 1884, 
1892, 300 Bände). 3. der Städtischen Scliul- 
kommission und der 'Schulärzte (Oktober 1912, 
150 Bände). 4. des Vereins ..Roland“ (1902, 
4. September 1921. 3000 Bände). 5. der Sächs. 
Stiftung für Familienforschung (8. Juni 1911. 
23. Oktober 1923. 1200 Bände). 6. des Vereins 
für Erdkunde (27. März 1863, 14. Februar 1924, 
15 000 Bände und Karten), 7. der ..Flora“ 
(28. Februar 1826. 13. Februar 1925. 3000 Bde.). 
An Bibliotheksbestand 185 000 und deponiert 
gegen 33 000 Bände, dazu die zentrale Ver 
waltung der Amtsbüchereien und Instituts 
bibliotheken (etwa 75 000 bis 80 000 Bände). 
Die Hauptgebiete sind: Stadtgeschichte von 
Dresden, Städtegeschichte, Politische Ge 
schichte; Rechts- und Staatswissenschaften, 
Volkswirtschaft. Die deponierten Bibliotheken 
betreffen die entsprechenden Hilfs- und Er- 
gänzungsfächer. Ein besonderes Sammelgebiet 
sind Dresdener ältere Drucke bis etwa 1850. 
Oeffnungszcit: täglich 7-6 (im Winter 8-7), 
Mi. bis 3 (bzw. 4), Sbd. bis 3 (bzw. 2) Uhr. 
Dir.: s. Ratsarchiv. Stellv.: Oberstadtbibi. Dr. 
Edg. Richter. Stadtbibi.: Dr. Jobst. Dr. Butte. 
HOCHSCHULEN 
Akademie der bildenden Künste, Brühlscher 
Garten 2b. Sie hat die Aufgabe, junge Leute 
von ausreichender Begabung, die sich die bil 
dende Kunst zum Lebensberuf gewählt haben, 
theoretisch und praktisch in der Malerei, 
Graphik, Bildhauerei und Baukunst auszubil 
den. Studienprofessor Prof. Ferdinand Dorsch. 
Lehrkräfte: Zeichertsaal: Proff. Rieh. Müller 
und Dittrich: Radieren: Prof. Rieh. Müller; 
Malsaal: Professoren Dorsch und Feldbauer; 
Atelier für Landschaftsmalerei: Prof. Dreher; 
Ateliers für Malerei: Professoren Gußmann, 
Hettner, v. Hofmann, Liihrig, Sterl; Ateliers 
für Bildhauerei: Professoren Dr. h. c. Al- 
biker, Dr. ing. ehrenh. Wrba; Atelier für Bau-
        
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