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Full text: Jahresbericht Issue 2014/15

bagfa Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. Jahresbericht Oktober 2014 bis September 2015 Impressum Herausgeberin Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V. Potsdamer Straße 99, 10785 Berlin bagfa@bagfa.de www.bagfa.de Geschäftsführung: Tobias Kemnitzer (V.i.S.d.P.) Redaktion: Sabine Wolf, Tobias Kemnitzer, Henning Baden Layout: Maria Kempter Fotonachweis Monetarisierung, S. 7: Gießener Anzeiger Inklusion, S. 20, 21: Bernd Mummenthey Innovationspreis, S. 25: Ulrike Seiler, EhrenamtsAgentur Weimar, FreiwilligenAgentur Dingolfing-Landau Alle weiteren Fotos: bagfa e.V. Berichtszeitraum: Oktober 2014 bis September 2015 Oktober 2015 Liebe Mitglieder, liebe Kooperationspartner, sehr geehrte Damen und Herren, „Wer oder was bewegt Engagement?“ lautete das Motto unserer Jahrestagung im vergangenen Jahr. Wie stark Engagement bewegen kann, zeigt die derzeit hohe Bereitschaft, sich für Flüchtlinge und mit Flüchtlingen zu engagieren. Uns und unsere Mitglieder begeistert dieses Engagement! Freiwilligenagenturen setzen sich mit viel Elan und kreativen Ideen dafür ein, dass dieses Engagement dort ankommt, wo es am nötigsten gebraucht wird. Sie stärken vorhandene Projekte in der Flüchtlingshilfe und initiieren hilfreiche Angebote für Geflüchtete. Sie begleiten und vernetzen Initiativen und moderieren engagementpolitische Prozesse. Sie sind im Kontakt mit geflüchteten Menschen und ermöglichen Begegnungen. Dieser unermüdliche und engagierte Einsatz bewegt die bagfa, und wir sind beeindruckt von so viel Tatkraft. Wir werden dieses Engagement fürs Engagement, das auch in den nächsten Jahren vor vielen Herausforderungen stehen wird, mit allen Kräften unterstützen. Um uns diesen und anderen gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam stellen zu können, haben wir uns auf der Jahrestagung 2014 eine gute Grundlage geschaffen: Mit der Augsburger Erklärung, die dort verabschiedet wurde, haben sich die Teilnehmenden zu relevanten Feldern des bürgerschaftlichen Engagements positioniert und damit Impulse zur Weiterentwicklung gesetzt. So hat sich die bagfa in den vergangenen Monaten intensiv in die Diskussion zur Monetarisierung im Engagement eingemischt und deutlich Position bezogen: Bürgerschaftliches Engagement ist ein Wert an sich und muss als besondere Ressource für eine demokratische und solidarische Gesellschaft wertgeschätzt, anerkannt und gefördert werden. Das zurückliegende Jahr war angefüllt mit bewährten Formaten und Serviceleistungen für die Mitglieder: Rund 25 Veranstaltungen – Thementage, Arbeitsforen und Weiterbildungen – nutzten zahlreiche Freiwilligenagenturen, um sich zu vernetzen, auszutauschen und Ideen zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit einigen Lagfas wurde eine neue Fortbildungsreihe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Freiwilligenagenturen erarbeitet, die 2016 an den Start gehen wird. 18 Freiwilligenagenturen wurden im Zertifizierungsprozess begleitet und mit dem Qualitätssiegel der bagfa ausgezeichnet. Neun Freiwilligenagenturen wollen intensiver mit uns in Kontakt kommen und sind bagfa-Mitglied geworden. Kooperationen mit der Aktion Mensch oder dem Olympischen Sportbund haben die bagfa besser vernetzt und thematisch vorangebracht. Mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Behindertenhilfe konnte ein fünfjähriges Inklusionsprojekt starten, das viele Freiwilligenagenturen in diesem Themenfeld unterstützen wird. Zum 15. Jubiläum der bagfa wurden die Innovationspreisträger gelost, so dass sich dank der Preisgelder der Stiftung Apfelbaum, der Deutschen Bank und des Generali Zukunftsfonds 15 Freiwilligenagenturen ihren Engagement-Wunsch erfüllen konnten. All diese Facetten der Engagementförderung spiegeln sich auch in unserem Storytelling-Prozess wider, den die bagfa mit ihren Mitgliedern und mit Unterstützung der Körber-Stiftung durchlaufen hat. Die Geschichten erzählen vom spannenden Alltag, vermitteln Kreativität und stärken unser gemeinsames Selbstverständnis. Wir danken allen fürs Mitdenken und Mitgestalten. Ihr bagfa-Vorstand Ihr Team der bagfa-Geschäftsstelle bagfa 2014/2015 1 Inhaltsverzeichnis 1. Die bagfa 2014 / 2015 auf einen Blick 4 2. Informieren und Interessen vertreten 6 2.1 Monetarisierung – kein Weg zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements 6 2.2. Freiwilligenagenturen als Botschafter für ein modernes Freiwilligenmanagement 7 2.3 bagfa beim Tag der offenen Tür im Bundesfamilienministerium 8 3. Qualität sichern und entwickeln: das bagfa-Qualitätsmanagement 4. Vernetzen und Qualifizieren 9 11 4.1 Jahrestagung 2014: Augsburger Erklärung zur Engagementförderung 11 4.2 Thementage 14 4.3 Arbeitsforen 16 4.4 Qualifizierung und Arbeitsmaterialien 17 4.5 Hospitationsprogramm 18 5. Projekte entwickeln und durchführen 19 5.1 Freiwilligendatenbank 19 5.2 Inklusion von und für Freiwilligenagenturen 20 5.3 Attraktives Ehrenamt im Sport 22 5.4 Geschichten von Freiwilligenagenturen und ihre Stärken 23 6. Anerkennung schaffen: Innovationspreis 24 7. Finanzbericht 26 8. Ausblick 2016 – Was uns in Zukunft bewegt 28 Mitgliederverzeichnis und Mitgliedschaften 29 Partner- und Förderorganisationen 33 1. Die bagfa 2014 / 2015 auf einen Blick Kernanliegen der bagfa ist es, Freiwilligenagenturen in der Rolle als lokale Expertinnen sowie als Anlauf- und Vermittlungsstellen für bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Dieses Ziel verfolgt die bagfa durch eine Vielzahl von Angeboten an ihre Mitglieder: • Austausch und Fortbildung mit rund 25 Veranstaltungen pro Jahr • Jahrestagung mit rund 200 Teilnehmenden • Thementage, z.B. „Engagement von und für Flüchtlinge“ • Arbeitsforen, z.B. „Nachbarschaft stärken – Initiativen unterstützen“ • Qualitätsmanagementsystem für Freiwilligenagenturen • Anerkennung und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch den jährlichen Innovationspreis • Projektentwicklung, z.B. Inklusion von und für Freiwilligenagenturen • Interessenvertretung der Freiwilligenagenturen auf Bundesebene • Austausch und Vernetzung mit Politik, Wissenschaft, Unternehmen und Stiftungen Der ehrenamtliche Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. besteht aus fünf Vertreterinnen und Vertretern von Freiwilligenagenturen. In der bagfa-Geschäftsstelle arbeiten sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit durchschnittlich 33 Wochenstunden. Vorstand (v.l.n.r.) Beisitzer: Wilfried Delißen, Freiwilligenagentur Grafschaft Bentheim e.V. 1. Vorsitzende: Birgit Bursee, Freiwilligenagentur Magdeburg e.V. Schatzmeister: Markus Runge, Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V., Berlin Beisitzerin: Dr. Christa Perabo, Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V. 2. Vorsitzender: Hans Lucas, Freiwilligenzentrum Offenbach Der bagfa-Vorstand Geschäftsstelle Geschäftsführer: Tobias Kemnitzer; Kooperationen, Thementage, Jahrestagung Stellv. Geschäftsführerin: Birgit Weber; Fortbildung, Hospitationsprogramm, Länderbeirat, Arbeitsforen Projektreferentin: Sabine Wolf; Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement, Innovationspreis Projektleiter Inklusion: Henning Baden Verwaltung: Lisa Dittrich; Inklusion, Freiwilligendatenbank, Mitgliederbetreuung Verwaltung: Evelyn Zerbst; Finanzen und Controlling, Veranstaltungsmanagement 4 bagfa 2014/2015 Mitglieder und Landesarbeitsgemeinschaften (lagfas) Die bagfa hat 176 Mitglieder. Die Landesarbeitsgemeinschaften sind im Länderbeirat vernetzt. In diesem Gremium werden Entwicklungen, Projekte und Herausforderungen in den einzelnen Bundesländern sowie Vorhaben und Kooperationen der bagfa diskutiert. Der Länderbeirat berät die bagfa außerdem in strategischen und in politischen Fragestellungen. In folgenden 15 Bundesländern gibt es Landesarbeitsgemeinschaften oder Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Freiwilligenagenturen: • Baden-Württemberg • Bayern • Berlin • Brandenburg • Bremen • Hamburg • Hessen • Niedersachsen • Nordrhein-Westfalen • Rheinland-Pfalz • Saarland • Sachsen • Sachsen-Anhalt • Schleswig-Holstein • Thüringen Weitere Informationen zu lagfas und bagfa-Mitgliedern finden Sie im Agenturatlas unter www.bagfa.de/freiwilligenagenturen. Im Zeitraum Oktober 2014 bis September 2015 konnte sich die bagfa über folgende neue Mitglieder freuen: Ehrenamt vor Ort in Rehburg-Loccum e.V., Niedersachsen Freiwilligenagentur Nord, Hamburg Freiwilligenzentrum Meppen, Niedersachsen Ich für uns - Freiwilligenagentur Heidenheim, Baden-Württemberg Ehrenamtsbörse Bingen, Rheinland-Pfalz WinWin Freiwilligenzentrum Nürnberger Land, Bayern AWO Exchange, Berlin Freiwilligenagentur Wedemark, Niedersachsen engagiert in Ulm e.V., Baden-Württemberg 176 Entwicklung der bagfa-Mitgliederzahl 148 102 119 82 65 64 2002 2004 41 18 1999 2000 2006 2008 2010 2012 2015 bagfa 2014/2015 5 2. Informieren und Interessen vertreten „Unsere Mission ist es, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten, für eine nachhaltige Existenzgrundlage der Freiwilligenagenturen und für angemessene Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements zu sorgen. Dafür setzen wir uns auf politischer Ebene, in der Zivilgesellschaft und bei Unternehmen ein.“ Aus dem Leitbild der bagfa Eine wichtige Aufgabe der bagfa ist es, die Interessen von Freiwilligenagenturen in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Im Dialog mit Politik, Verwaltung, Unternehmen und Wissenschaft verschafft sie der Idee einer aktiven Bürgergesellschaft Gehör und weist auf die Notwendigkeit guter Rahmenbedingungen für engagementfördernde Infrastruktureinrichtungen hin. Auch 2014 / 2015 vertrat die bagfa zentrale Positionen und Themen von Freiwilligenagenturen auf verschiedenen engagementpolitischen Veranstaltungen. Besonders gefragt war die bagfa im Berichtszeitraum zum Thema „Monetarisierung im Engagement“. Sie war außerdem zweimal als Sachverständige in den Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement eingeladen und beim Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zu Gast. 2.1 Monetarisierung – kein Weg zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements Bürgerschaftliches Engagement ist ein Wert an sich und muss als besondere Ressource für eine demokratische und solidarische Gesellschaft wertgeschätzt, anerkannt und gefördert werden, ohne es durch Formen der Bezahlung zu gefährden. Ausgehend von dieser Grundannahme veröffentlichte die bagfa im Oktober 2014 das Positionspapier: „Monetarisierung – kein Weg zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“. Darin zeigt die bagfa detailliert die Wesensveränderung des Engagements durch Bezahlung auf und macht in ihren Forderungen an Politik und gemeinnützigen Organisationen deutlich, wie Monetarisierung im Engagement und die damit einhergehenden Folgen verhindert werden können. Das Positionspapier bot einen wichtigen Impuls in der Diskussion um die Monetarisierung im bürgerschaftlichen Engagement und eröffnete der bagfa die Möglichkeit, ihre Position mit politischen Vertreterinnen und Vertretern intensiv zu diskutieren und sich mit anderen Verbänden darüber auszutauschen. Nach einem Hintergrundgespräch mit den Obleuten des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages am 16. Oktober 2014 folgte eine Einladung zur Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement am 25. Februar 2015, bei der Birgit Bursee, Vorstandsvorsitzende der bagfa, darlegte, welche Bedeutung die Frage der Abgrenzung zwischen Engagement und Erwerbsarbeit hat. Sie forderte eine strikte Trennung von bürgerschaftlichem Engagement und Erwerbsarbeit: „Bürgerschaftliches Engagement hat eine besondere zivilgesellschaftliche Qualität. Diese Qualität sollten wir durch gute Rahmenbedingungen für das Engagement fördern, anstatt sie durch weitere Monetarisierungsanreize zu gefährden“. 6 bagfa 2014/2015 Die deutliche Positionierung der bagfa stieß auf eine breite Resonanz: Sowohl der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. als auch der Deutsche Olympische Sportbund luden die bagfa zu einer Diskussion des Positionspapieres ein. Monetarisierung von Engagement war auch Thema verschiedener Veranstaltungen der lagfas. So lud unter anderen die LAGFA Hessen e.V. am 10. September 2015 zur Fachtagung „Monetarisierung im Ehrenamt. Verändert Bezahlung Engagement?“ ein und bot auch der bagfa die Möglichkeit, ihre Position vorzustellen. Fachtagung der LAGFA Hessen zum Thema Monetarisierung Um Freiwilligenagenturen konkret darin zu unterstützen, eine eigene Position zu Geldzahlungen im Engagement zu entwickeln und sich mit guten Argumenten für die Unentgeltlichkeit des bürgerschaftlichen Engagements einsetzen zu können, veröffentlichte die bagfa die Handreichung „Monetarisierung im Engagement – Was tun?“. In der Handreichung macht die bagfa Vorschläge, wie Freiwilligenagenturen vor Ort der wachsenden Monetarisierung begegnen können, z.B. in dem sie nicht in „bezahltes“ Engagement vermitteln, gemeinsam mit anderen Akteuren die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass Unentgeltlichkeit und Freiwilligkeit das Fundament des bürgerschaftlichen Engagements bildet und alternative Anerkennungsmodelle entwickeln sowie etablieren. „Wir in Cham vermitteln grundsätzlich keine Freiwilligen in bezahlte Engagementbereiche. Auslagenersatz ist natürlich die gewünschte Ausnahme.“ (Karlheinz Sölch, Treffpunkt Ehrenamt Cham) 2.2 Freiwilligenagenturen als Botschafter für ein modernes Freiwilligenmanagement Am 1. Juli 2015 war die bagfa im Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ des Bundestags als sachverständige Organisation zum Thema „Freiwilligenmanagement“ eingeladen und nutzte die Gelegenheit, Agenturen als Botschafter für ein modernes Freiwilligenmanagement in gemeinnützigen Organisationen in Deutschland zu positionieren. Die Beratung von Organisationen gehört dabei neben der Information, Beratung und Vermittlung von Freiwilligen, der Öffentlichkeitsarbeit, der Vernetzung und Projektentwicklung zum Standardprofil von Freiwilligenagenturen. Auf die Frage der Abgeordneten, wie Freiwilligenagenturen unterstützt werden können, wies die bagfa darauf hin, dass neben der Anerkennung und Würdigung von Personen auch mehr Anerkennung und Mittel für Strukturen nötig seien. Hilfreich wäre außerdem ein Fonds für Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Freiwilligenagenturen. Die bagfa unterstrich, dass eine neue Zeitkultur im Freiwilligenmanagement nötig sei, da Abstimmung, Partizipation und Anerkennung eine ganz eigene zivilgesellschaftliche Qualität ausmachen würden. bagfa 2014/2015 7 2.3 bagfa beim Tag der offenen Tür im Bundesfamilienministerium Am letzten Augustwochenende 2015 folgte die bagfa einer Einladung des Bundesfamilienministeriums zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung. Gemeinsam mit vier Berliner Mitgliedern präsentierte sie einer breiten Öffentlichkeit die Arbeit von Freiwilligenagenturen. Mit dabei waren die Landesfreiwilligenagentur Berlin, die Freiwilligenagentur Kreuzberg-Friedrichshain, die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf und die Christliche Freiwilligenagentur. Gemeinsam beantworteten sie Fragen zum bürgerschaftlichen Engagement und informierten über Engagementmöglichkeiten in Berlin. Für Nichtberlinerinnen und -berliner gab es die Möglichkeit im Freiwilligenagenturatlas der bagfa nach Ansprechpersonen in ihrer Region zu suchen oder in der Freiwilligendatenbank zu stöbern. Kinder (und Erwachsene) konnten Enten mit Informationsgespräch beim Tag der offenen Tür Engagementideen angeln. Die bagfa sammelte außerdem bei den Gästen des Tages der offenen Tür Stimmen zu der Frage, was Engagement für sie bedeutet. Die Antworten lauteten unter anderem „Engagement ist Menschenpflicht“, „Engagement ist Wertschätzung geben“ oder „ein Beitrag zur Teilhabe“. Stimmen zur Bedeutung von Engagement Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eröffnete den Tag der offenen Tür im Familienministerium mit einem Grußwort und einer Luftballon-Aktion. Beim anschließenden Bühnenprogramm war ein weiteres Mitglied der bagfa aktiv: Die Breakdance-Family der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. aus Wolfenbüttel zeigte Tanzschritte und akrobatische Einlagen für alle Generationen. Luftballon-Aktion 8 bagfa 2014/2015 3. Qualität sichern und entwickeln: das bagfa-Qualitätsmanagement Das von der bagfa entwickelte Qualitätsmanagementsystem unterstützt Freiwilligenagenturen dabei, ihre Arbeit zu strukturieren, zu dokumentieren und weiterzuentwickeln – etwa in der Beratung von Freiwilligen, bei der Öffentlichkeitsarbeit oder der Entwicklung von neuen Angeboten und Projekten. Mit dem Qualitätssiegel machen die Freiwilligenagenturen nach außen hin sichtbar, dass sie in ihrer Arbeit nachvollziehbare Qualitätsstandards erfüllen. Seit 2005 haben sich rund 80 Freiwilligenagenturen mit dem Qualitätssiegel zertifiziert. Die bagfa bietet Freiwilligenagenturen Beratung zu allen Fragen rund um das Qualitätsmanagementsystem. Sie führt verschiedene, auf die jeweiligen Schwerpunkte von Freiwilligenagenturen ausgerichtete Veranstaltungen durch und passt ihr Fortbildungsangebot an die Bedürfnisse der Freiwilligenagenturen an. Im zurückliegenden Jahr wurde zweimal der Workshop „QMS für Einsteiger – Qualität auf den Punkt gebracht“ angeboten, der Freiwilligenagenturen einen praxisnahen Zugang zum Qualitätsmanagement gibt und interessierte Agenturen auf den Zertifizierungsprozess für das bagfa-Qualitätssiegel vorbereitet. Die Fortbildung „Arbeiten mit dem QMS für kleine Agenturen“ geht darauf ein, wie „kleine“ Agenturen mit geringen Ressourcen die Qualität ihrer Arbeit sichern und verbessern können, ohne (vorerst) den Erwerb des Siegels anzustreben. Sie wurde 2015 einmal durchgeführt. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der bagfa förderte der Generali Zukunftsfonds das QMS einmalig mit 7.500 Euro. Dadurch konnten sich im Berichtszeitraum 2014/2015 insgesamt 18 bagfa-Mitglieder kostenfrei mit dem Qualitätssiegel zertifizieren lassen. Die jährliche feierliche Übergabe der Gütesiegel fand am 3. Juli 2015 im Bundesfamilienministerium statt. Dr. Christoph Steegmans, Unterabteilungsleiter für Engagementpolitik im BMFSFJ, überreichte den Agenturen die Zertifikate und würdigte dabei die Arbeit von Freiwilligenagenturen und ihre wichtige Rolle in der Förderung bürgerschaftlichen Engagements: „Freiwilligenagenturen sind zentrale Einrichtungen der lokalen Engagement-Infrastruktur. Sie sind kompetente Anlaufstellen für Engagierte und geben vielen „Noch-Nicht-Engagierten“ entscheidende Start-Impulse. Ich freue mich, heute die Qualitätssiegel verleihen zu dürfen und bin sicher, dass diese Auszeichnung für die Freiwilligenagenturen eine positive Signalwirkung nach außen wie auch nach innen haben wird“, erklärte Dr. Steegmans. Wilfried Delißen, Vorstandsmitglied der bagfa, unterstrich: „Freiwilligenagenturen sind bei der Engagementförderung wichtige und qualifizierte Partner. Sie begeistern und ermutigen, beraten und begleiten Menschen, sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Interessen für die Gesellschaft zu engagieren.“ Eine gemeinsame Bootsfahrt mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der Spree durch das hochsommerliche Berlin rundete die feierliche Übergabe der Gütesiegel ab. Verleihung des Qualitätssiegels 2014 / 2015 bagfa 2014/2015 9 Das Qualitätssiegel der bagfa beruht auf einer Bewertung der von den Agenturen eingereichten Unterlagen durch eine Gruppe externer Gutachterinnen und Gutachter. Folgende Bewerterinnen und Bewerter waren im Berichtszeitraum für die bagfa tätig: • Dr. Andrea Heubach, Berlin • Guido Jansen, Berlin • Thomas Kaspar, Frankfurt a.M. • Anne Knüvener, Hannover • Silke Klessmann, Berlin • Dr. Cornelius Lehnguth, Frankfurt a.M. • Dr. Hans-Joachim Lincke, Freiburg • Tobias Quednau, Berlin • Prof. Dr. Martina Wegner, München • Ursula Erb, Ingolstadt • Stefan Meyer, Berlin Stimmen zum QMS der bagfa: „Das Sich-selbst-unter-die-Lupe-nehmen war ein spannender Prozess. Wir haben daraus gelernt, dass wir nicht gut bleiben, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten (frei nach Gottfried Keller).“ Beate Rafalski, Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V. „Für uns war der Prozess der Zertifizierung zweierlei: Sowohl Bestätigung, dass wir schon vieles gut machen, als auch Anreiz, andere Dinge noch auszubauen.“ Dr. Jochen Gollbach, FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf „Das bagfa-QMS strukturiert unsere jährliche Rückschau und Planung in wertvoller Weise und unterstützt damit unseren Reflexionsprozess.“ Carolin Goydke, Freiwilligen Zentrum Hamburg „QM ist wie Zähneputzen. Es hält den Laden sauber, frisch und lebendig. Besonders hilfreich finde ich den Blick von außen, der uns zeigt, wo unsere Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten liegen. Die bagfa ist hier immer unterstützender Partner. Danke.“ Ute Zimmer, Freiwilligenzentrum Fürth „Man muss es mal ehrlich sagen: QM macht Arbeit, mächtig viel Arbeit und das in regelmäßig wiederkehrenden Abständen. Wir geben frank und frei zu: manchmal sind wir genervt von Kernprozessen, Einstufungen und der Papiersammelei. Und trotzdem sagen wir, ‚es lohnt sich doch‘! Und zwar nicht, wenn gerade eine Zertifizierung anliegt, sondern weil sich das QM-Gedankengut ganz subkutan in unsere organisationalen Prozesse einschleicht und so immer wieder dazu beiträgt, dass wir qualitätsvoller, besser, organisierter werden. Und das wollen wir, immer!“ Birgitt Pfeiffer, Freiwilligen-Agentur Bremen „Das Qualitätsmanagementsystem der bagfa ist aus meiner Sicht durchaus wegweisend für die Infrastrukturlandschaft des bürgerschaftlichen Engagements. Es verbindet Transparenz nach außen mit Organisationsentwicklung nach innen. Bei Freiwilligenagenturen, die das Qualitätssiegel tragen, kann man sicher sein: Sie sind gut aufgestellt, um als Anlauf- und zentrale Vermittlungsstellen für das Engagement vor Ort zu wirken und so einen Beitrag zu einer lebendigen Zivilgesellschaft zu leisten. Deshalb unterstützen und fördern wir die bagfa und ihr Qualitätsmanagementsystem.“ Karin Haist, Leiterin des Bereiches Gesellschaft der Körber-Stiftung 10 bagfa 2014/2015 4. Vernetzen und Qualifizieren Vernetzung und Qualifizierung gehören zu den wichtigsten Tätigkeitsbereichen der bagfa. 2014/2015 bot sie etwa 25 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten an: Jahrestagung, drei Thementage, zwei Arbeitsforen, mehrere Fortbildungen und Workshops zu verschiedenen Fragestellungen und für unterschiedliche Zielgruppen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Freiwilligenagenturen nutzten wieder die Gelegenheit, neue Kenntnisse zu erwerben, vorhandenes Wissen zu vertiefen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. 4.1 Jahrestagung Die Jahrestagung der bagfa ist mit rund 200 Teilnehmenden die größte Fachtagung für Freiwilligenagenturen in Deutschland. Sie stellt jedes Jahr ein Engagementfeld oder einen Trend in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Am ersten Abend wird traditionell im festlichen Rahmen der Innovationspreis an Freiwilligenagenturen verliehen. Bereits seit 1996 – drei Jahre vor Gründung der bagfa – treffen sich Freiwilligenagenturen in diesem Rahmen jährlich zum Erfahrungsaustausch. Unter dem Motto „Wer oder was bewegt Engagement? Potenziale und Grenzen aus der Sicht von Freiwilligenagenturen“ fand vom 10. bis 12. November 2014 in Augsburg die 19. Jahrestagung der bagfa und der Stiftung Mitarbeit statt. In Vorträgen, Workshops und in verschiedenen Vernetzungsformaten diskutierten die Teilnehmenden Grundverständnisse des bürgerschaftlichen Engagements und setzten sich mit dessen Potenzialen und Grenzen aus Sicht der Freiwilligenagenturen auseinander. Die Themen der Workshops reichten von „Daseinsvorsorge und Engagement“ über „Generationsbeziehung und Engagement“ bis hin zu „Eigensinn und Engagement“. In dem „Früh-“ bzw. „Spätschoppen“ genannten Veranstaltungsformat wurden z.B. Projekte wie „Mentor/innen für Flüchtlingsfamilien – eine neue Willkommenskultur“ aus Köln vorgestellt oder Fragen wie „Was tun bei Anfragen von Organisationen oder Freiwilligen zu Kurzzeitengagements?“ diskutiert. Zum Abschluss der Tagung wurde die „Augsburger Erklärung“ im Konsens verabschiedet. Sie ist aus den Debatten der Vertreterinnen und Vertreter aus Freiwilligenagenturen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, Verwaltung, Unternehmen, Politik und Stiftungen entstanden. Die Augsburger Erklärung soll Impulse zur Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements geben und als Orientierungsrahmen und Argumentationshilfe dienen. Mit ihr positionieren sich die Teilnehmenden zu Themen wie Partizipation, Inklusion, Daseinsvorsorge, Generationenbeziehung, Wirtschaft sowie Finanzen und Förderung. Freiwilligenagenturen leisten demnach „einen bedeutsamen Beitrag zur Weiterentwicklung der Bürgergesellschaft und lassen Arbeitsgruppe bei der Jahrestagung sich nicht auf eine Rolle als niedrigschwellige Dienstleister reduzieren“. Um neue und zukunftsfähige engagementpolitische Weichen zu stellen, benötigten die Freiwilligenagenturen die Kooperation mit und die Unterstützung von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Die Teilnehmenden fordern daher eine „von unten nach oben abgestimmte bundesweite Strategie zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“. bagfa 2014/2015 11 Zur Jahrestagung gehört neben viel inhaltlicher Arbeit und intensivem Austausch traditionell auch der Kulturabend. 2014 führten Anneke Gittermann, Adalbert Mauerhof und Markus Runge mit viel Humor durch einen Abend mit kleinen und großen Kuriositäten aus der 15-jährigen Lebensgeschichte der bagfa. Danke für diesen wunderbaren Abend! Kulturabend der bagfa-Jahrestagung 2014 Abstimmung zur Augsburger Erklärung Augsburger Erklärung zur Engagementförderung vom 12. November 2014 Präambel Bürgerschaftliches Engagement ist Wesenskern unserer Demokratie und Motor für gesellschaftliche Innovation. Es wird getragen und gestaltet durch Verantwortungsübernahme, Kreativität, Selbstorganisation und Selbstbestimmung von Menschen, die sich in Initiativen, Vereinen und Organisationen freiwillig und unentgeltlich engagieren. In zahlreichen Kommunen haben sich Freiwilligenagenturen als Einrichtungen lokaler Engagementförderung etabliert. Sie leisten einen bedeutsamen Beitrag zur Weiterentwicklung der Bürgergesellschaft und lassen sich nicht auf eine Rolle als niedrigschwellige Dienstleister reduzieren. Um neue und zukunftsfähige engagementpolitische Weichen zu stellen, benötigen die Freiwilligenagenturen die Kooperation und Unterstützung von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Wir sehen folgenden Handlungsbedarf: Engagement als eigenständiger Wert Jedes freiwillige Engagement hat einen Wert an sich. Bürgerinnen und Bürger tun die aus ihrer Sicht richtigen Dinge. Freiwilligenagenturen tragen dazu bei, dieses Potenzial zur Entfaltung zu bringen. Ihnen kommt die Rolle des Ermöglichers in Form von Beratung, Begleitung und Unterstützung zu. Monetäre Anreize und die „Verdienstlichung“ von Engagement widersprechen diesem Verständnis. Wir plädieren für eine nachhaltige Stärkung der Freiwilligenagenturen im Sinne der Ermöglichung von Engagement, einer Förderung, die sich auf die Wahrnehmung von bestimmten Aufgaben konzentriert. Partizipation und Mitgestaltung Demokratie muss von unten gelebt werden. Menschen, die sich engagieren, wirken in die Gesellschaft hinein. Freiwilligenagenturen haben die politische Aufgabe, ein Bewusstsein für Bürgerbeteiligung zu schaffen, Instrumente hierfür mit zu entwickeln und Menschen in ihrer Bürgerbeteiligung zu bestärken. Die Freiwilligenagenturen fördern Gespräche und Handlungsmöglichkeiten zwischen Bürgerinnen und Bürgern und staatlichen Akteuren. Sie bieten Räume für Kooperation, Mitgestaltung und Vernetzung. Diese Förderung setzt seitens der Freiwilligenagenturen einen Prozess der Profilbildung und politische Handlungsfähigkeit voraus. 12 bagfa 2014/2015 Inklusion als Prozess Eine Vision der Bürgergesellschaft ist gelebte Inklusion. Jeder Mensch, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung, Weltanschauung, sozialer Lage und sexueller Identität und Orientierung, ist Teil der Gesellschaft und muss die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Eine Begegnung auf Augenhöhe und die Einbeziehung aller führt zu einem gleichberechtigten und wechselseitigen Miteinander. Inklusion ist ein Prozess, dessen zeitliche Dimension heute noch nicht abzusehen ist. Wir brauchen Qualifikationen und Förderprogramme, die gemeinnützige Organisationen und ihre Partner dabei unterstützen, ihre Strukturen zu öffnen und eine neue Kooperationskultur zu leben. Wir verstehen Freiwilligenagenturen als Mit-Moderatorinnen und Akteurinnen dieses Prozesses. Daseinsvorsorge Immer dringlicher wird die Frage gestellt, welchen Beitrag bürgerschaftliches Engagement zur Daseinsvorsorge leisten kann. Die Daseinsvorsorge muss im Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert werden. Das gemeinsame Gestalten dieses Prozesses trägt dazu bei, die Rollen von Staat, Bürgerschaft und Wirtschaft in der Daseinsvorsorge und ihr Verhältnis zueinander zu klären. Freiwilligenagenturen beteiligen sich an diesem Dialog kritisch reflektiert. Als Kompetenzzentren für bürgerschaftliches Engagement kennen die Freiwilligenagenturen die Bedarfe vor Ort und stellen sich den aktuellen Herausforderungen. Durch bürgerschaftliches Engagement kann sich eine neu verstandene Fachlichkeit und somit eine neue Qualität entwickeln. Generationenbeziehung und Engagement Der demografische Wandel verändert die Alterszusammensetzung unserer Gesellschaft. Der öffentliche Diskurs konzentriert sich in der Regel auf eine einzelne Altersgruppe – auch von Seiten der Förderer. Deshalb braucht es eine neue Debatte über eine generationsübergreifende Engagementpolitik. Dabei ist es wichtig, Ansprache- und Kooperationsstrategien für Menschen aller Generationen zu entwickeln. Der Sozialraum bietet Möglichkeiten, das Miteinander der Generationen zu stärken. Wirtschaft und Engagement Für die Bürgergesellschaft ist es wichtig, dass auch Freiwilligenagenturen und Unternehmen Kooperationsprojekte eingehen. Gemeinsam verfolgen sie in diesen Projekten Ziele, die helfen, gesellschaftliche Aufgaben zu lösen. Dafür braucht es Offenheit, die Bereitschaft zur Verständigung, neue Dialogformen und innovative Formate. Freiwilligenagenturen bieten Unternehmen Expertise im bürgerschaftlichen Engagement. Sie sehen in Unternehmen nicht nur Sponsoren, sondern begreifen diese als Partner. Sowohl Freiwilligenagenturen als auch Unternehmen initiieren diese Kooperationen und stoßen kreative Prozesse an, die von den Freiwilligenagenturen begleitet werden. Finanzierung und Förderung Freiwilligenagenturen brauchen, gemessen an dem, was sie für die Gesellschaft leisten, eine nachhaltige finanzielle Basis. Dazu ist die Herstellung eines gemeinsamen politischen Willens zwischen den föderalen Politikebenen, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft erforderlich. Aufgabe des Bundes und der Länder muss es sein, die Kommunen zu befähigen, Engagementförderung als Pflichtaufgabe wahrnehmen zu können. Auf lokaler Ebene muss die Förderung des Engagements zum Bestandteil gemeinsam entwickelter kommunaler Engagementstrategien werden. In diesem Prozess nehmen Freiwilligenagenturen eine Schlüsselposition ein. Die Bundesländer müssen übergreifende Aufgaben wie z.B. Vernetzung, Qualifizierung und innovative Projekte in Zusammenarbeit mit Landesnetzwerken wie z.B. den Landesarbeitsgemeinschaften der Freiwilligenagenturen (lagfas) wahrnehmen. Wir brauchen eine von unten nach oben abgestimmte bundesweite Strategie zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. bagfa 2014/2015 13 4.2 Thementage Thementage bieten einen spannenden Mix aus Referaten, Best-Practice-Beispielen, Gruppenarbeiten und Plenumsdiskussionen. Die Idee dahinter: Freiwilligenagenturen befassen sich mit aktuellen Trends in ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen und tauschen sich darüber aus. Bei der Auswahl der Themen werden die Wünsche und Anfragen der Freiwilligenagenturen und der Landesarbeitsgemeinschaften berücksichtigt. Die bagfa organisiert Thementage in der Regel mit Kooperationspartnern, um neue Perspektiven und Impulse einzubeziehen. Köln, 11. Februar 2015: Freiwilligenagenturen als Mangelverwalter oder kreative Ressourcenkönige? Erkenntnisse und Folgerungen aus dem Generali Engagementatlas 2015 Das Leistungsportfolio von Freiwilligenagenturen ist sehr breit und reicht von Information und Beratung zu Möglichkeiten des freiwilligen Engagements über Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung, Qualifizierung und Begleitung von Freiwilligen bis hin zur Entwicklung eigener Engagementprojekte und Vernetzung von Akteuren in Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dies bestätigen nicht zuletzt die Ergebnisse des Engagementatlas‘ 2015 „Vom Wildwuchs zu Engagementlandschaften“ des Generali Zukunftsfonds. Anknüpfend an diese Studie wurden bei dem Thementag Fragen rund um Profile von Freiwilligenagenturen diskutiert: Wie werden Freiwilligenagenturen von außen gesehen und wie sehen sie sich selbst? Sind sie provokativ gefragt eher „Mangelverwalter oder Ressourcenkönige?“ Wo liegen die Stärken und Kompetenzen von Freiwilligenagenturen? Und wie können sich Freiwilligenagenturen strategisch weiterentwickeln? Diskussions- Engagementatlas 2015 punkte waren unter anderem die Bedeutung von Kooperationen und Vernetzung mit anderen engagementfördernden Einrichtungen und der Bedarf nach einer veränderten föderal abgestimmten und nachhaltigen Förderpolitik statt der Förderung einzelner Einrichtungen oder Projekte. Beim Thementag wurde außerdem das Förderprogramm „Engagierte Stadt“, vorgestellt. Das gemeinsame Programm des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend, der Bertelsmann Stiftung, der BMW Stiftung, des Generali Zukunftsfonds, der Herbert Quandt-Stiftung, der Körber-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung soll in den kommenden drei Jahren Kooperation und Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure mit kommunalen Stellen und Unternehmen vor Ort sukzessive aufbauen und fördern. Nürnberg, 5. Mai 2015: Eine für alle – alle für eine? Engagementfördernde Infrastruktureinrichtungen zwischen Konkurrenz und Kooperation Gesprächsrunde zum Engagementatlas 2015 14 bagfa 2014/2015 Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern hat in Kooperation mit der bagfa einen Thementag über Infrastruktureinrichtungen und deren Verhältnis zueinander ausgerichtet. Aufhänger waren auch hier der Engagementatlas 2015 und das Förderprogramm „Engagierte Stadt“. Diskutiert wurden unter anderem folgende Fragen: Schließt sich Kooperation und Konkurrenz aus oder lässt sich beides unter bestimmten Aspekten doch verbinden? Gibt es eine ausreichende Zahl engagementfördernder Einrichtungen? Inwiefern unterscheiden sich einzelne Organisationen, und wie können diese sowohl in Konkurrenz als auch Kooperation existieren? In der sich anschließenden Diskussion über Visionen von Engagementlandschaften wurde deutlich, dass im lokalen Umfeld – insbesondere bei Politik, Verwaltung und Unternehmen – vielfach eine defizitorientierte Perspektive überwiege: Es fehle an Anerkennung und Haltung für bürgerschaftliches Engagement, an Ressourcen für die notwendige Betreuung und Begleitung von Engagierten und an Kenntnis über das Leistungsspektrum von Infrastrukturen. Um dies zu verändern, so die Teilnehmer/innen, wäre es sinnvoll, gemeinsam positive Visionen für die Engagementförderung vor Ort zu entwickeln. Berlin, 21. September 2015: Endlich ankommen? Wie das Engagement von Flüchtlingen und für Flüchtlinge gelingen kann Die Bereitschaft, sich für Flüchtlinge und mit Flüchtlingen zu engagieren ist in Deutschland zurzeit sehr hoch. Viele Freiwilligenagenturen erleben einen Nachfrageboom nach Engagement in diesem Bereich. Am 21. September organisierte die bagfa in Kooperation mit der Stiftung Mitarbeit den Thementag „Endlich ankommen? Wie das Engagement von Flüchtlingen und für Flüchtlinge gelingen kann“. Dazu waren rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Freiwilligenagenturen und anderen Organisationen ins Nachbarschaftshaus Urbanstraße nach Berlin gekommen. Serhat Karakayali (Berliner Institut für empirische InteTeilnehmer / innen des Thementages grations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität Berlin) stellte Ergebnisse der Studie „Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Deutschland“ vor. Diskutiert wurde außerdem eine bagfa-Umfrage zur Frage, inwieweit Freiwilligenagenturen in das Thema Engagement für Flüchtlinge involviert sind. Mehrere Freiwilligenagenturen stellten Beispiele vor, wie Engagement von Freiwilligenagenturen für Flüchtlinge konkret aussehen kann. Dazu gehören Patenschaftsprojekte für Flüchtlingsfamilien, Projekte für freiwillige Sprachhelfer/innen oder Koordinierungs- und Vernetzungsleistungen vor Ort. In den anschließenden Austauschforen konnten die Praxisansätze weiter vertieft und eigene Erfahrungen geteilt werden. Als Ergebnis des Tages wurde festgestellt, dass Freiwilligenagenturen die aktuellen Herausforderungen nutzen sollten, um die eigene Rolle als lokale/regionale Informations-, Beratungs- und Netzwerkstellen für bürgerschaftliches Engagement zu stärken, indem sie • ihre Netzwerkbeziehungen aktualisieren und ergänzen, • Informationen zu Möglichkeiten und Rahmenbedingungen ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge sammeln, aufbereiten und (tages)aktuell veröffentlichen, • trägerübergeifende Veranstaltungen für Fortbildung, Austausch und Projektentwicklung initiieren, • (neue) Partner und Akteure identifizieren, die an langfristigen Strategien zur Integration von Flüchtlingen mitwirken können und wollen. Außerdem sei es wichtig, dass es Freiwilligenagenturen gelinge, trotz der Herausforderungen des Alltags die langfristigen Ziele des eigenen Tuns im Blick zu behalten. Dadurch besteht die große Chance, ihre besonderen Fähigkeiten und Leistungen zu zeigen und ihre Funktion als wichtige Infrastruktur für freiwilliges Engagement vor Ort unentbehrlich zu machen. bagfa 2014/2015 15 4.3 Arbeitsforen Die eintägigen, jeweils auf ein Thema fokussierten Zusammenkünfte ermöglichen einerseits einen Fachaustausch zu Fragen aus dem Agenturalltag, setzen aber andererseits auch Impulse für neue Kooperationen und schaffen den berühmten „Blick über den Tellerrand“. Das Veranstaltungsformat, das die unterschiedlichen Trägerstrukturen von Freiwilligenagenturen stärker berücksichtigt, entstand auf Wunsch vieler Freiwilligenagenturen. Potsdam, 28. April 2015: Nachbarschaften stärken – Initiativen unterstützen Freiwilligenagenturen unterstützen oft andere Initiativen, wie kleinere Nachbarschaftshilfen, Vereine oder Bürgergenossenschaften. Das Arbeitsforum regte an, dieses Arbeitsfeld als Teil des Profils von Freiwilligenagenturen und Nachbarschaftshäusern weiterzuentwickeln. Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis stellten verschiedene Formen der Zusammenarbeit vor. Diese können von Beratungsangeboten für Initiativen und kleine Vereine über Kooperationsprojekte mit einer Wohnungsbaugesellschaft oder einem Bürgerbus bis hin zu bürgerinitiierten Vorhaben reichen. Die Teilnehmer/innen diskutierten, welche Potenziale und Ressourcen in der Zusammenarbeit stecken bzw. Teilnehmer/innen des Arbeitsforums gebraucht werden und welche Chancen und Möglichkeiten für Freiwilligenagenturen und Nachbarschaftshäuser aus diesem Arbeitsfeld erwachsen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit, Berlin, und der Lagfa Brandenburg durchgeführt. Hannover, 6. Juli 2015: Dienstleistung, Kontrolle oder Coaching? Anspruch und Realität in der Zusammenarbeit mit Einsatzstellen Eine der Leitfragen zur Zusammenarbeit mit Organisationen 16 bagfa 2014/2015 Die Angebote von Freiwilligenagenturen für andere Organisationen sind je nach Größe und Selbstverständnis sehr unterschiedlich. Sie reichen von Vermittlung von Freiwilligen bis hin zu umfassender Organisationsberatung und spiegeln damit die Vielfalt von Freiwilligenagenturen wider. Die Erwartungen der Organisationen sind dagegen häufig ähnlich: schnelle Vermittlung von Freiwilligen, Informationen, z.B. zu Versicherungsschutz, oder Hilfestellung bei Schwierigkeiten mit einzelnen Freiwilligen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten gemeinsam, wie es um Anspruch und Realität in der Zusammenarbeit mit Einsatzstellen bestellt ist. Klar war: Es lohnt immer wieder, die gegenseitigen Erwartungen und unausgesprochenen Forderungen zu thematisieren und zu spezifizieren. Gemeinsames Ziel sollte es sein, diese gewinnbringend zusammenzubringen: Zum einen die Hoffnung der Organisationen auf „funktionierende Freiwillige“, zum anderen die Hoffnung der Freiwilligenagenturen, dass die Einsatzstellen mithilfe eines guten Freiwilligenmanagements attraktive Möglichkeiten für Freiwillige gestalten. 4.4 Qualifizierung und Arbeitsmaterialien Die bagfa stellt hilfreiches Praxiswissen für Freiwilligenagenturen sowohl in Gestalt von Fortbildungen und Workshops als auch in gedruckter Form von Leitfäden und Handreichungen zur Verfügung. Sie werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. 2015 wurde ein neues modulares Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter/innen in Freiwilligenagenturen entwickelt, das 2016 an den Start geht. Fortbildungen und Workshops vermitteln das nötige Wissen und Handwerkszeug – und lassen Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Die Themen sind so vielfältig wie die Aufgaben der Agenturen. Zu den bewährten Seminaren gehören neben den Veranstaltungen zum QMS der bagfa die Fortbildung „Aufbau einer Freiwilligenagentur“ und mittlerweile auch das Seminar „Profilierung und Organisationsentwicklung für große Agenturen“. Weitere Themen ergeben sich aufgrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und regelmäßiger Interessensabfrage bei den Mitgliedern der bagfa. 2014/2015 standen daher Fortbildungen zu folgenden Themen auf dem Programm: • • • • • „Interkulturelle Öffnung von Freiwilligenagenturen“ „Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Freiwilligenagenturen“ „Rechtliche Rahmenbedingungen für Freiwilligenagenturen“ „Lobbyarbeit für Engagement“ „Auf dem Weg zur inklusiven Freiwilligenagentur“ Mit ihren Leitfäden bietet die bagfa außerdem praxisnahe Arbeitshilfen. Die bisherigen Publikationen wurden 2015 um eine Handreichung zum Thema „Monetarisierung im Engagement“ ergänzt. Derzeit baut die bagfa in enger Kooperation mit den Landesarbeitsgemeinschaften ein neues modulares Fortbildungsprogramm für Freiwilligenagenturen auf, das 2016 erstmals durchgeführt werden soll. 2015 stand die Entwicklung des Curriculums und die Ausbildung der zehn Trainer/innen, die die Fortbildungseinheiten zukünftig anbieten werden, im Mittelpunkt. In fünf Werkstätten entwickelten die praxiserfahrenen Trainer/innen gemeinsam mit Expertinnen und Experten das Programm. Die Fortbildungsreihe umfasst zehn Module, die die wesentlichen Arbeitsbereiche einer Freiwilligenagentur abdecken: • • • • • • • • • Zukünftige bagfa-Trainer / innen Grundlagen einer Freiwilligenagentur (2 Module) Netzwerk- und Lobbyarbeit Angebote und Aktionsfelder in Freiwilligenagenturen Freiwilligenmanagement in Freiwilligenagenturen Angebote für gemeinwohlorientierte Organisationen Angebote für Interessierte und Freiwillige Freiwilligenagenturen herausgefordert Öffentlichkeitsarbeit Wirtschaften und Organisieren Ein aktueller Überblick über alle Veranstaltungen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet sich unter: www.bagfa.de/veranstaltungen bagfa 2014/2015 17 4.5 Hospitationsprogramm Das Hospitationsprogramm der bagfa ermöglicht einer Agentur einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise einer anderen Agentur, und das über volle drei Tage. Die Rückmeldungen der teilnehmenden Agenturen bestätigen, dass nicht nur die Agentur etwas dazulernt, die zu Gast ist, sondern auch die gastgebende Agentur einen Gewinn durch den Blick von außen auf die eigene Arbeit hat. Ein spannendes Projekt, ein toller Beratungsansatz, eine innovative Idee in der Öffentlichkeitsarbeit: Häufig liest, sieht oder hört man auf bagfa-Veranstaltungen von den Ideen der „anderen“ und denkt: „Darüber will ich mehr wissen!“ Dieser Gedanke wird oft zum Startschuss für eine Hospitation. Seit fünf Jahren bietet die bagfa Freiwilligenagenturen die Möglichkeit, die Arbeit einer anderen Freiwilligenagentur kennen zu lernen. Das Hospitationsprogramm ermöglicht es bis zu drei Freiwilligenagenturen im Jahr, in den Austausch zu gehen. Übernachtungs- und Fahrtkosten werden jeweils in einer Höhe von bis zu 300 Euro übernommen. Möglich sind auch einseitige Hospitationen. Seit dem Start des Hospitationsprogramms 2010 haben 35 Agenturen teilgenommen. Die Teilnehmer/innen im Berichtszeitraum entschieden sich alle für die einseitige Hospitation und nahmen aus ganz unterschiedlichen Interessen am Programm teil, zum Beispiel: • Wie kann ich Organisationen für das Ehrenamt von Menschen mit Behinderungen sensibilisieren? Mit dieser Frage besuchte das Freiwilligennetzwerk Harburg die Freiwilligenagentur Magdeburg e.V. • Das Freiwilligenzentrum Hannover bekam Besuch aus Halle: Hier standen das Interesse der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis e.V. am Hannoveraner Ausbildungspatenprojekt und am Betrieb des Freiwilligencafés im Vordergrund. Geplant ist außerdem ein Besuch des Freiwilligenzentrums Sternenfischer aus Berlin Treptow-Köpenick in Halle. Noch ein Tipp: Die Jahrestagung der bagfa ist der ideale Ort, Kolleginnen und Kollegen aus Freiwilligenagenturen mit ihren Ideen kennen zu lernen und direkt nach der Möglichkeit einer Hospitation zu fragen. 18 bagfa 2014/2015 5. Projekte entwickeln und durchführen 5.1 Freiwilligendatenbank Seit vier Jahren kooperiert die bagfa mit der Freiwilligendatenbank der Aktion Mensch. Aktuell gibt es über 10.000 Engagementangebote bundesweit in der Datenbank. Engagement ist bunt: dies zeigt sich deutlich in der Vielfalt der Engagementangebote. Dazu tragen inzwischen bundesweit über 65 Freiwilligenagenturen als Netzwerkpartner bei. Sie stellen zahlreiche Engagementangebote vor Ort ein und sorgen dafür, dass diese aktuell sind. Einmal im Jahr treffen sich die Netzwerkpartner, um die Weiterentwicklung der Freiwilligendatenbank zu diskutieren. 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Freiwilligenagenturen kamen am 23. und 24. Februar 2015 zum Netzwerkpartnertreffen, um sich auszutauschen. Themenschwerpunkte waren in diesem Jahr u.a. Online-Kommunikation, Weiterentwicklung von Social Media und Online-Volunteering. Am ersten Tag des Treffens wurden neue Entwicklungen der Datenbank diskutiert. Hierzu hatten die bagfa und die Aktion Mensch eingeladen. Christian Kraus, Vorstandsmitglied von betterplace, stellte Kooperationsmöglichkeiten bezüglich sogenannter „Zeitspenden“ vor. Henrik Flor (Stiftung Bürgermut) erläuterte das Redaktionssystem der Freiwilligendatenbank, wie z.B. die Rubrik Video-Reporter, in der regelmäßig über inklusives Engagement berichtet wird. Wichtige Impulse und Erfahrungen für die weitere Zusammenarbeit brachten die Vertreterinnen und Vertreter der Freiwilligenagenturen ein. In anschließenden Gesprächsrunden gab es Gelegenheit, die Diskussion zu Diskussion in einer Arbeitsgruppe vertiefen, sich weiter auszutauschen oder andere relevante Themen zu setzen. Als Herausforderungen für Freiwilligenagenturen stellten sich hier die Themen Social Media und Kooperationen mit Online-Plattformen heraus. Am zweiten Tag sprach Sophie Scholz, Gesellschafterin und Mitbegründerin der socialbar, über den Medienwandel als Kulturwandel. Im Anschluss konnten die Teilnehmer/innen zwischen unterschiedlichen Dialogforen wählen. Andi Weiland (Sozialhelden) stellte Online-Kommunikationsstrategien vor und gab konkrete Tipps, wie Agenturen diese für die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Projekte nutzen können. Sebastian Sooth (Wikimedia) informierte über Online-Volunteering bei Wikipedia und entsprechende Austauschmöglichkeiten vor Ort. Über aktuelle Entwicklungen im Social Media - Bereich berichtete Matthias Drabsch (Stiftung Bürgermut). Domingos de Oliveira (Aktion Mensch) klärte über Barrierefreiheit im Internet auf. Plenum bagfa 2014/2015 19 5.2 Inklusion von und für Freiwilligenagenturen Wir möchten, dass freiwilliges Engagement von Menschen mit Behinderungen etwas Selbstverständliches wird. Freiwilligenagenturen können dabei eine wichtige Rolle spielen: als Mittler, als Moderatoren und als Berater für Engagement und Inklusion. Dafür sensibilisiert, qualifiziert und begleitet die bagfa in ihrem fünfjährigen Projekt seit 1. September 2014 Freiwilligenagenturen in Inklusionsprozessen. Ein Jahr ist vergangen, seit die bagfa mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Behindertenhilfe mit dem Modellprojekt „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten – Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“ gestartet ist. Um die Angebote im Projekt von Anfang an an den Bedürfnissen der Agenturen auszurichten, führte die bagfa im Dezember 2014 eine Umfrage durch. Die Veröffentlichung der aufbereiteten Umfrageergebnisse fand im Rahmen der Projektauftaktveranstaltung im Juni 2015 statt. Neben der Umfrage fanden zahlreiche weitere Recherchetermine, Projektbesuche und Literaturrecherchen statt. Die hier gewonnen Erkenntnisse flossen zum einen in die Konzeption der Fortbildungsmodule ein, zum anderen fanden sie als Dokumentationen Eingang in die Online-Projektdatenbank des neuen Internetauftritts: www.bagfa-inklusion.de Beirat des Inklusionsprojekts der bagfa Zur strategischen Begleitung des Inklusionsprojektes ist es der bagfa gelungen, einen prominent besetzten Beirat einzurichten, der erstmalig am 23. April 2015 zusammenkam. Ihm gehören an: Ursula Frenz (Städtetag Baden-Württemberg), Wolfram Giese (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Adina Hermann (Sozialhelden e. V.), Hubert Hüppe (Mitglied des Bundestags), Prof. Dr. Swantje Köbsell (Alice-Salomon-Hochschule), Volker Langguth-Wasem (BAG Selbsthilfe), Hans Lucas (bagfa-Vorstand), Ottmar Miles-Paul (Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter e. V.), Dr. Nicole Schmidt (Paritätischer Hamburg) und Alexander Westheide (Aktion Mensch e. V.). Gemeinsam mit einem Team aus erfahrenen Projektleiter / innen von Freiwilligenagenturen und anderen Institutionen erarbeitet die bagfa Fortbildungsformate: dazu gehören eine Basisqualifizierung, eine vier Tage umfassende Fortbildungsreihe (jährlich ab 2016), Vernetzungstreffen und Vor-Ort-Coachings (ab 2016). Der Arbeitsgruppe gehören an: Sulamith Fenkl-Ebert (Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis e. V.), Jana Schulze (Freiwilligenagentur Magdeburg e. V.), Stephanie Krause (lagfa Nordrhein-Westfalen), Britta-Marie Habenicht (Projekt Ehrenamt der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg), Dr. Angelika Magiros (Bundesvereinigung Lebenshilfe), Sabine Linsner (Freiwilligenzentrum CariThek, Bamberg), Merle Conrads (Sozialmanagerin), Christian Judith (kProduktion) und Kerstin Emonds (Europarc Deutschland). Die Freiwilligenagenturen werden regelmäßig per E-Mail, über Artikel auf der bagfa-Internetseite und neue Entwicklungen im Projekt informiert. Ein neuer Flyer zum Projekt fasst die Angebote an die Freiwilligenagenturen zusammen. Für 2016 stehen unter anderem der erste Durchgang der Fortbildungsreihe, eine Vernetzungsveranstaltung und ein Ausbau der Internetaktivitäten auf dem Programm. 20 bagfa 2014/2015 Sollte, hätte, könnte würde – machen! Auftaktveranstaltung zum bagfa-Inklusionsprojekt Neugier auf einen Perspektivwechsel und Lust auf Verschiedenheit hatten die rund 90 Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung zum bagfa-Inklusionsprojekt am 12. Juni 2015 in Hannover. Einig waren sich alle: Jeder Mensch soll die Möglichkeiten haben, sich in die Gesellschaft mit seinen Fähigkeiten einzubringen. Das freiwillige Engagement biete Gelegenheiten, neue Rollen auszuprobieren und Vorfestlegungen aufzulösen. Wenn von Anfang an Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam planen würden und alle bereit seien, gewohnte Bilder über Bord zu werfen, gelinge der Abbau von Teilhabebarrieren. In ihrem Eröffnungsvortrag zeigte Laura Gehlhaar (Sozialhelden e.V.), wo Teilhabebarrieren für Menschen mit Behinderungen liegen und gab praktische Tipps zu deren Abbau. Prof. Dr. Martina Wegner (Hochschule für angewandte Wissenschaften, Interview mit Laura Gelhaar München) stellte die Ergebnisse einer bagfaUmfrage zu Inklusion und Engagement vor. Die Umfrage zeigt ein sehr heterogenes Bild der Freiwilligenagenturen bezüglich der Erfahrung mit Inklusionsprozessen. Besonderes Interesse zeigen die Agenturen am Projekttransfer. Freiwilligenagenturen könnten im Inklusionsprozess die „Bebilderung“ der Inklusion übernehmen: durch konkrete Projekte und Arbeitsweisen, in der Vernetzung und in der Unterstützung der Interessen von engagierten Menschen mit Behinderung vor Ort. Bei einer interaktiven Mittagspause wurden inklusive Ansätze von Freiwilligenagenturen und anderen Trägern vorgestellt. Vier Themeninseln am Nachmittag verband der Gedanke des „praktischen Möglichmachens“ und der offenen Kommunikation ohne falsche Scham. Themen waren hier „Barrierefreiheit für die Beratung und bei Veranstaltungen“, „Barrieren, denen Menschen mit Lernschwierigkeiten in der Freiwilligenagentur begegnen können“, „Konkrete Engagementprojekte von Menschen mit Lernschwierigkeiten“ und „Barrierefreies Engagement im Internet.“ In der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Herausforderungen der nächsten Jahre: Wie kann sich das Thema des Engagements von Menschen mit Behinderungen stärker gegen die die Öffentlichkeit beherrschenden Themen Schule, Arbeit und Wohnen behaupten? Der Begriff Inklusion dürfe nicht zu einer Worthülse verkommen, sondern müsse als zentrales gesellschaftliches Thema immer wieder neu belebt werden. Inklusion online: www.bagfa-inklusion.de Unter www.bagfa-inklusion.de gibt es ein barrierefreies Online-Angebot mit der Möglichkeit, sich über inklusive Ansätze für freiwilliges Engagement zu informieren. Eine Projektdatenbank ermöglicht es, gute Ideen und inklusive Ansätze verschiedener Träger kennen zu lernen und so zu erleben, wie gemeinsames Engagement von Menschen mit und ohne Behinderung konkret aussehen kann. Die bagfa lädt die Nutzerinnen und Nutzer der Seite dazu ein, Kontakt zu den Projekten aufzunehmen oder sich bei der bagfa zu melden, wenn etwas zum „Nachmachen“ einlädt. Die Projektdatenbank wird im Verlauf des bagfa-Inklusionsprojekts weiter wachsen. Außerdem bietet die Seite alle Informationen zum Inklusionsprojekt der bagfa. In leichter Sprache werden „Freiwilliges Engagement“, „Freiwilligenagentur“ und die bagfa erklärt. bagfa 2014/2015 21 5.3 Attraktives Ehrenamt im Sport Die Zusammenarbeit von Freiwilligenagenturen, Sportvereinen und Seniorenbüros zu stärken und dem vielerorts vorhandenen Nachwuchsproblem auf Seiten der Funktionsträger/innen in Sportvereinen aktiv zu begegnen sind die Ziele des Projekts „Attraktives Ehrenamt im Sport – Gesucht: Funktionsträger/innen in der 2. Lebenshälfte für Sportvereine“. Die bagfa ist hier als Kooperationspartnerin des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) seit Mai 2013 beratend tätig. Würde man das Projekt „Attraktives Ehrenamt im Sport“ als Marathon beschreiben, könnte man von der Zielgeraden sprechen: im Februar 2016 findet bereits der Abschlusskongress des seit knapp drei Jahren laufenden Projekts statt. Gearbeitet wurde im Projekt stets in Tandems von Freiwilligenagenturen und Sportverbänden. Jedes Tandem gab sich einen eigenen Themenschwerpunkt. Die bagfa ist beratend für die Projektleitung des DOSB mit dabei. Folgende Tandems bestehen: das Freiwilligenzentrum Chemnitz und der Stadtsportbund Chemnitz mit „Staffelstab – Training für den Vorstandsnachwuchs“; das Centrum für Bürgerschaftliches Engagement und der Stadtsportbund Mülheim an der Ruhr unter dem Titel „Zukunft gestalten – Ehrenamt im Sport stärken; das WinWin Freiwilligenzentrum Nürnberger Land und ein Zusammenschluss der beiden Vereine TSV Röthenbach und DAV Hersbruck mit dem Projekt „TrainThe-Vorstand“; das Freiwilligenzentrum Mittelhessen und der TuSpo Nassau Beilstein unter dem Motto „Wir machen mit!“; die Freiwilligenagentur Grafschaft Bentheim mit dem Kreissportbund Grafschaft Bentheim im Projekt „Ehrenamtscoach im Landkreis Grafschaft Bentheim“; die Freiwilligenagentur Bremen und der Landessportbund Bremen mit dem Projekt „Attraktives Ehrenamt im Bremer Sport“; die Leitstelle Älterwerden der Stadt Taunusstein und der TSV Taunusstein-Bleidenstadt unter dem Projekttitel „TSV – Mein Verein! Menschen engagieren sich für Menschen“; das Freiwilligenzentrum Gießen mit dem Turngau Mittelhessen im Projekt „KURT“. In Nordrhein-Westfalen gibt es zusätzlich noch drei Tandems, die vom Landessportbund gefördert und vom Sportministerium unterstützt werden. Das Seniorenbüro Ahlen arbeitet gemeinsam mit dem Kreissportbund Warendorf im Projekt „In der Mitte des Lebens vor Ort: Netzwerke im Sport stärken“, die Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen und der Stadtsportbund Gelsenkirchen (Gelsensport) führen das Projekt „Ehrenamt verbindet – Sportvereine und Unternehmen“ durch und das Projekt der Freiwilligenbörse Rhein-Berg und des Kreissportbundes Rheinisch-Bergischer Kreis steht unter dem Motto „Fordern-Fördern-Stärken – Organisieren im Vereinssport“. Projekt-Logo „Es ist etwas in Bewegung geraten“ – darin waren sich die Teilnehmenden des letzten Arbeitstreffens im Projekt in Hannover einig. Das Spektrum der verschiedenen Tandemprojekte kann – trotz der enormen Fülle einzelner Ideen – auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden: langfristig denken und eine gute Ehrenamtskultur im Verein schaffen. Dazu gehört auch, sich der eigenen Aufgaben und Ressourcen im Verein bewusst zu werden, sich in die Karten schauen zu lassen und Beratung außerhalb des Vereins wahrzunehmen. Alle Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen des öffentlichen Abschlusskongresses in Berlin am 12. /13. Februar 2016 vorgestellt. Zusammengefasst und mit konkreten Beispielen aus der Praxis unterlegt werden sie anschließend in einer Broschüre herausgegeben. 22 bagfa 2014/2015 5.4 Geschichten von Freiwilligenagenturen und ihre Stärken Die bagfa möchte Freiwilligenagenturen als unverwechselbare starke Marke und selbstbewusste Stimme nicht nur innerhalb der Zivilgesellschaft, sondern auch in der Politik und Öffentlichkeit etablieren. Bis Ende 2016 soll daher, unterstützt durch die Körber-Stiftung, ein Konzept für wirkungsvolle Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit entwickelt werden. Mit einem Storytelling-Prozess, der im Winter 2014 /15 mit der goodroot GmbH aufgesetzt wurde, sollte zunächst das gemeinsame Selbstverständnis gestärkt werden. Ziel war es, das Leitbild der bagfa mit Hilfe von „Geschichten“ aus der täglichen Arbeit der Freiwilligenagenturen erfahrbarer und damit auch vermittelbarer zu machen. 15 Mitglieder der bagfa haben erzählt, was sie motiviert, was das Besondere an ihrer Arbeit in den Freiwilligenagenturen ist und welche Rolle die bagfa für sie spielt. Aus diesen Gesprächen hat goodroot insgesamt 50 Geschichten zusammengetragen und daraus sechs Kernbotschaften identifiziert, die die Stärken von Freiwilligenagenturen aufzeigen: • Freiwilligenagenturen gelingt es im Rahmen ihrer Engagement-Vermittlung ganz individuelle Potenziale der Engagierten zu erkennen und zu heben. Damit tragen sie in hohem Maße zur Selbstwirksamkeit bei den Engagierten bei. • Mitarbeitende in Freiwilligenagenturen führen die Engagierten individuell und professionell und legen in der Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen großen Wert auf hohe Qualitätsstandards. • Freiwilligenagenturen lassen sich von Misserfolg und ungünstigen Bedingungen nicht entmutigen und beweisen vielfach einen langen Atem bis zur Erreichung eines erwünschten Zustandes. • Die Freiwilligenagenturen tauschen sich über ihre Erfahrungen innerhalb des bagfa- Netzwerks aus und befördern damit den Transfer guter Lösungen und Ideen. • Freiwilligenagenturen wollen auch unter widrigen bis prekären Bedingungen Veränderungen anstoßen, sowohl individuell bei den Engagierten als auch strukturell für die Engagementlandschaft in Deutschland. Dabei entfalten sie eine beeindruckende Kreativität. • Das Handeln der Akteure in Freiwilligenagenturen ist stark an der Lösung konkreter Herausforderungen orientiert. Die Wege sind pragmatisch und passen sich an die individuellen Rahmenbedingungen der Situation an. Storytelling Die Geschichten und die daraus entwickelten Kernbotschaften ermutigen Freiwilligenagenturen und die bagfa, sich auf die Stärken der eigenen Arbeit zu konzentrieren und weniger auf Defizite, wie zu wenig Ressourcen oder Anerkennung, zu schauen. Sie können dazu beitragen, eine stärkenorientierte Perspektive auf die Arbeit der Agenturen zu entwickeln. „Mein großer Wunsch wäre ja, dass Freiwilligenagenturen so bekannt sind, dass es ganz normal ist, dass jemand Freiwilligenkoordinator ist oder in einer Freiwilligenagentur arbeitet und dass auch in ‚Verbotene Liebe‘ oder in der ‚Lindenstraße‘ solche Rollen vorkommen.“ Eine bagfa-Geschichte bagfa 2014/2015 23 6. Anerkennung schaffen: Innovationspreis 2014 stand der Innovationspreis ganz unter dem Einfluss des 15-jährigen Jubiläums der bagfa. Unter dem Motto „Die Agentur unserer Träume!“ wurden 15 mal 1.000 Euro unter Freiwilligenagenturen verlost, die mit dem Preisgeld ein Vorhaben in die Tat umsetzen, das die Arbeit ihrer Organisation voranbringt. Verlosung des bagfa-Jubiläumspreises Preisträger/innen Die Preisverleihung im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses war zugleich die Feier zum 15-jährigen Bestehen der bagfa. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, und von Emilia Müller, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in Bayern, die sich als „Glücksfee“ an der Ziehung der Gewinner beteiligte. Ein unterhaltsames Kulturprogramm und spannende Talkrunden mit prägenden Personen und Wegbegleiter/innen aus 15 Jahren bagfa machten die Jubiläumsfeier zu einem einmaligen Erlebnis. Der Jubiläumspreis steht in der Tradition des Innovationspreises der bagfa, der 2004 von der Stiftung Apfelbaum angeregt wurde. Ausgezeichnet werden Ansätze, Konzepte und Projekte von Freiwilligenagenturen, die in neuartiger und beispielgebender Weise zum Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort motivieren, es entwickeln, stärken und ausbauen. Die Stiftung Apfelbaum, die Deutsche Bank und der Generali Zukunftsfonds ermöglichten 2014 die Preisgelder für den Jubiläumspreis in Höhe von 15.000 Euro. „Die bagfa ist für uns ein besonders geschätzter und wichtiger Kooperationspartner. Warum? Weil sie eben nicht nur engagiert und kompetent die Freiwilligenagenturen in Deutschland vertritt. In der bagfa-Geschäftsstelle wird quergedacht – durchaus auch mal kritisch in unsere Richtung und selbstkritisch in die ‚Szene‘ des bürgerschaftlichen Engagements. Solch leidenschaftliche und unangepasste Stimmen brauchen wir.“ Uwe Amrhein, Leiter Generali Zukunftsfonds „Ein Apfelbaum bringt Früchte. Die Stiftung Apfelbaum – Partner für ein ZusammenWachsen von LebensWelten – auch. Seit 2005 auch für die bagfa. Ich danke den Vorständen und der Geschäftsführung ganz herzlich, dass sie unsere Anregung zur Preisverleihung damals aufgegriffen und immer wieder bekräftigt haben. Die glücklichen Gesichter der Preisträgerinnen und -träger in jedem Jahr sind bei mir in bleibender Erinnerung. Die LebensWelten der Freiwilligenagenturen und der Stiftung Apfelbaum sind auf wunderbare Weise zusammengewachsen.“ Dr. Hans-Martin Schmidt, Stiftung Apfelbaum „Zum 15jährigen Jubiläum gratuliere ich der bagfa herzlich! Dieser Verband, dessen Ziel es ist, Freiwilligenagenturen als lokale Anlaufstellen des bürgerschaftlichen Engagements zu stärken, ist aus der Engagementlandschaft ebenso wenig wegzudenken wie die Freiwilligenagenturen selbst. Die bagfa schafft Öffentlichkeit und Anerkennung für Engagement. Sie bietet Austausch und Fortbildung und fördert dadurch die Qualität und Nachhaltigkeit der Freiwilligenagenturen.“ Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 24 bagfa 2014/2015 Mit dem Gewinn haben sich die Preisträger/innen ganz verschiedene Wünsche erfüllt. Dazu gehören unter anderen neue Informations- und Werbematerialien oder eine verbesserte Büroausstattung. Einige Freiwilligenagenturen nutzten die 1.000 Euro als Startkapital für Projekte und Veranstaltungen. Seit der Preisverleihung wurden bereits zahlreiche Vorhaben in die Tat umgesetzt – mehrere davon im Bereich „Engagement für Flüchtlinge“: Die Freiwilligenagentur KELLU nutzte das Preisgeld, um Momente der Begegnung des Projektes „Willkommenskultur für Flüchtlinge in Celle“ im Bild festzuhalten. „Mit einer Fotoausstellung wollten wir dieses großartige Engagement der Öffentlichkeit präsentieren, um weitere Bürgerinnen und Bürger anzusprechen, sich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren. Mittlerweile haben sich die Ereignisse überschlagen, das Engagement von Freiwilligen ist überall ungebrochen“, berichtet Heidi Bente von KELLU. „Wir haben das Preisgeld in den Aufbau unserer „Koordinierungsstelle ehrenamtliche Sprachförderung für Asylbewerber“ gesteckt: Infomaterialien für interessierte Freiwillige, Ansichtsexemplare geeigneter Lehrmaterialien, technisches Equipment für unsere neue Kollegin – und für ein demnächst anstehendes Vernetzungstreffen ist auch noch ein bisschen was übrig“, berichtet Agathe Schreieder von der Freiwilligenagentur Dingolfing-Landau e.V. Das nettekieler Ehrenamtsbüro veranstaltete gemeinsam mit einem Projektteam ein interkulturelles Picknick. Es richtete sich schwerpunktmäßig an ehrenamtliche Initiativen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, an Geflüchtete und ihre Familien, aber auch an alle, die Lust hatten, teilzunehmen. „Unter dem Motto ‚Jeder bringt was mit‘ war es eine sehr gelungene Veranstaltung mit viel Essen aus unterschiedlichen Kulturen, aber auch spontanen kulturellen Beiträgen, Musik und Tanz“, freute sich Alexandra Hebestreit vom nettekieler Ehrenamtsbüro. Unter dem Motto „Engagement? – Voll abgefahren!“ organisierte die EhrenamtsAgentur Weimar eine Jubiläums-Bustour durch die Stadt. Stefanie Lachmann und Anja Pfotenhauer berichten: „Die Aktionen wurden gut angenommen und viele unserer Partner hatten großen Spaß am gemeinsamen „Rausgehen“ und entdeckten an sich selbst ungeahnte Promotion-Talente. Wir hatten eine anstrengende, aber sehr schöne Geburtstagsparty!“ Freiwillige Deutschförderung im Landkreis Dingolfing-Landau Interkulturelles Picknick in Kiel Jubiläumsbustour in Weimar bagfa 2014/2015 25 7. Finanzbericht Die bagfa hatte im Jahr 2014 Einnahmen in Höhe von 355.065 Euro. Die Ausgaben betrugen 341.807 Euro. Damit wurde ein Jahresüberschuss von 13.258 Euro erzielt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden zwei Projekte mit einem Gesamt-Volumen von 218.763 Euro durchgeführt. Das im September 2014 begonnene Projekt „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten: Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“, gefördert von der Stiftung Deutsche Behindertenhilfe, umfasste 17.000 Euro Zuschüsse und wird bis 2019 fortgesetzt. Der bagfa-Eigenmittelanteil lag bei 7.063 Euro. Das von Januar bis Dezember 2014 geförderte Projekt der bagfa-Geschäftsstelle „Freiwilligenagenturen professionalisieren“ hatte einen Kostenumfang von 194.700 Euro, mit einer Zuwendung in Höhe von 174.000 Euro durch das BMFSFJ sowie einem Eigenmittelanteil der bagfa in Höhe von 20.700 Euro. Projekteinnahmen 2014 (218.763 Euro) Eigenmittel der bagfa 27.763 € (5%) Zuwendungen 191.000 € (95%) Die Projektausgaben in 2014 in Höhe von 218.763 Euro verteilen sich auf Ausgaben für Personal in Höhe von 165.838 Euro und Sachausgaben in Höhe von 52.925 Euro. Projektausgaben 2014 (218.763 Euro) Sachausgaben 52.925 € (24%) 26 bagfa 2014/2015 Personal 165.838 € (76%) Der Verein bagfa e.V. konnte 2014 insgesamt Einnahmen in Höhe von 164.065 Euro verbuchen, die sich aus 28.000 Euro Mitgliedsbeiträgen, aus Spenden und Zuschüssen in Höhe von 91.080 Euro sowie Einnahmen aus Dienstleistungen, Teilnehmerbeiträge, Bildungsveranstaltungen sowie Honoraren in Höhe von 44.985 Euro zusammensetzen. Vereinseinnahmen 2014 (164.065 Euro) Sonstige Einnahmen 44.985 € (27%) Mitgliedsbeiträge 28.000 € (17%) Spenden / Zuschüsse 91.080 € (56 %) Die Vereinsausgaben 2014 betrugen insgesamt 150.807 Euro. Davon entfielen u.a. 46.218 Euro auf Personalkosten, 31.896 Euro auf Sachkosten, 24.585 Euro auf die Jahrestagung und die Ausrichtung des Innovationspreises sowie 15.000 Euro Preisgeld auf den Innovationspreis. Für den Eigenmittelanteil in Projekten wurden 27.763 Euro aufgewendet. Vereinsausgaben 2014 (150.807 Euro) Umsatzsteuer 2.631 € (2%) Preisgeld Innovationspreis 15.000 € (10%) Jahrestagung und Ausrichtung Innovationspreis 24.585 € (16%) Sachkosten 31.896 € (21%) Sonstige Kosten 2.714 € (2%) Eigenanteil Projekte BMFSFJ & Inklusion 27.763 € (18 %) Personalkosten 46.218 € (31%) bagfa 2014/2015 27 8. Ausblick 2016 – Was uns in Zukunft bewegt Noch ist nicht sicher, ob aus der großen Bereitschaft, sich für Flüchtlinge zu engagieren, eine dauerhafte Engagementbereitschaft erwächst, die zur Integration der Ankommenden beitragen kann. Fest steht aber, dass das Engagement für Flüchtlinge und auch das Engagement von Flüchtlingen in den nächsten Jahren ein zentrales Thema für die bagfa und die Freiwilligenagenturen sein wird. Schließlich ist es trotz aller Anforderungen im Alltag notwendig, das eigene Profil im Blick zu behalten, sich langfristige Ziele zu stecken und immer wieder neue Fragen zu formulieren: Sind unsere Engagementangebote wirklich offen für alle? Wo können wir räumliche oder sprachliche Barrieren, die Teilhabe verhindern, abbauen? Wie muss unsere Idee einer inklusiven Bürgergesellschaft vor Ort weiterentwickelt werden? Die aktuelle Flüchtlingssituation ist eine große Herausforderung, aber gleichzeitig nur ein Beispiel dafür, wie schnell es notwendig sein kann, unser Profil, unsere Zielgruppen und unsere Angebote neu zu betrachten. Die bagfa wird ihre Mitglieder dabei so gut wie möglich unterstützen: mit bewährten Formaten und neuen Konzepten. So wird es neben den Thementagen, Arbeitsforen und Workshops im kommenden Jahr erstmals eine modulare Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Freiwilligenagenturen geben, die deren besonderen Arbeitsalltag aufgreift. Das QMS-Handbuch wird unter einem inklusiven Blick überarbeitet und es bleibt Raum für Veranstaltungen, die aktuelle Themen berücksichtigen. Der bagfa ist es wichtig, aktuelle Themen und bewährte Formate miteinander zu verbinden. Wir wollen das gewachsene Engagement für Flüchtlinge unterstützen, ohne das Engagement für Inklusion, im ländlichen Raum oder in der Schule aus dem Blick zu verlieren. Wir wollen neue Herausforderungen bewältigen, ohne „alte“ Fragestellungen vom Tisch zu wischen. Mit ihren engagierten Mitgliedern wird das der bagfa sicher gelingen. Projekt, Themen und Formate in der Planung: Freiwilligenagenturen und generationsübergreifendes Engagement Flüchtlingsengagement Freiwilligenagenturen im ländlichen Raum Freiwilligenagenturen und Inklusion Neuauflage des QMS-Handbuchs Monetarisierung im Engagement Fortbildungsreihe: „Erfolgreich arbeiten in Freiwilligenagenturen“ 28 bagfa 2014/2015 2016 Kooperation von Hauptamtlichen und Freiwilligen Lobbyarbeit und strategische Öffentlichkeitsarbeit Wissenstransfer und Organisationsentwicklung Mitglieder, Mitgliedschaften und Kooperationspartner Wir danken unseren 176 Mitgliedern für ihr Engagement! Freiwilligen-Zentrum Aachen Aachen Freiwilligenagentur Achim Achim Hand/fest - die Freiwilligen-Agentur Ahaus Ahaus Kreisverwaltung Altenkirchen Ehrenamtsbeauftragte Altenkirchen Freiwilligenagentur SonnenZeit e.V. Ansbach WABE Freiwilligenzentrum Aschaffenburg Freiwilligen-Zentrum Augsburg Augsburg Seniorenbüro "Die Brücke" Bad Ems Freiwilligenzentrum - aktiv für Bad Nauheim e.V. Bad Nauheim Freiwilligenagentur AWO Ammerland Bad Zwischenahn CariThek Bamberger Freiwilligenzentrum Bamberg Freiwilligen Zentrum Barsinghausen Barsinghausen Freiwilligen Zentrum Bayreuth Bayreuth ASB-Berlin, Engagementzentrum Berlin Christliche Freiwilligenagentur Berlin Freiwilligenagentur CHARISMA Berlin FreiwilligenAgentur KreuzbergFriedrichshain Berlin Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf Berlin Landesfreiwilligenagentur Berlin Berlin Sternenfischer - Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick Berlin Stiftung-Gute Tat Berlin AWO ExChange - Freiwilligendienste aller Generationen Berlin Freiwilligenagentur Samtgemeinde Bersenbrück Bersenbrück Freiwilligenagentur Bielefeld Bielefeld Ehrenamtsbörse Bingen Bingen Freiwilligenagentur MehrWERT Bitterfeld-Wolfen Freiwilligenagentur Bonn Bonn Freiwilligenzentrum Brandenburg Brandenburg Freiwilligen-Agentur Bremen Bremen Freiwilligenagentur Bremerhaven Bremerhaven Freiwilligenagentur KELLU Celle Treffpunkt Ehrenamt Cham Cham Freiwilligenzentrum Chemnitz Chemnitz Ehrenamtsagentur Cloppenburg Cloppenburg Freiwilligenagentur Cottbus Cottbus Freiwilligenzentrum Cuxhaven Cuxhaven Freiwilligenzentrum Darmstadt Darmstadt Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Darmstadt FreiwilligenAgentur Dingolfing-Landau Dingolfing Freiwilligenzentrale Dinslaken Dinslaken Servicestelle Ehrenamt Dörpen FreiwilligenAgentur Dortmund Dortmund Arbeitsstelle für Projektentwicklung und Engagementförderung (AfPE) Dreieich duesseldorf-aktiv.net e.V. Düsseldorf bagfa 2014/2015 29 30 bagfa 2014/2015 MachMit-Servicebüro - Die Freiwilligenzentrale Düsseldorf Andrea Hankeln Düsseldorf Freiwilligenagentur Eisenach Eisenach EhrenamtsBüro Stadt Eltville am Rhein Eltville am Rhein Freiwilligen-Akku Tatkraft für Emsdetten Emsdetten Freiwilligenagentur Erfurt Erfurt Kompetenzzentrum Ehrenamt Erfurt Koordinierungsstelle Ehrenamt Erfurt Omnibus - die Freiwilligenagentur Eschwege Ehrenamt Agentur Essen e.V. Essen Freiwilligenagentur BAFF Fellbach-Oeffingen Freiwilligenagentur im Bürgerinstitut e.V. - „Soziales Engagement in Frankfurt“ Frankfurt/ Main Freiwilligenzentrum Frankfurt/Oder Frankfurt/Oder Freiwilligenbörse Freiberg Freiberg Freiburger Freiwilligen-Agentur Freiburg Büro Aktiv "Ehrenamtszentrale" Fulda Treffpunkt Aktiv Fulda Freiwilligenzentrum Fürth Fürth FreiwilligenAgentur Garbsen Ge(h)mit - Geeste miteinander Geeste Ehrenamtsagentur Gelnhausen Gelnhausen Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V. Gelsenkirchen Freiwilligenzentrum für Stadt und Landkreis Gießen e.V. Gießen FreiwilligenAgentur Goslar Goslar Freiwilligenagentur Gotha Gotha Ehrenamtsbörse Landkreis Wittenberg Gräfenhainichen Freiwilligenzentrale der Diakonie Leipziger Land Grimma Freiwilligenagentur Landkreis Darmstadt-Dieburg Groß-Zimmern Freiwilligenzentrale Hagen Hagen Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. Halle Bürger helfen Bürger e.V. FreiwilligenBörse Hamburg Hamburg Freiwilligen Zentrum Hamburg Hamburg Freiwilligenagentur Nord Hamburg Freiwilligennetzwerk Harburg Hamburg Zeitspender-Agentur Hamburg Freiwilligen Agentur Hameln-Pyrmont Hameln freiwilligen-agentur-hanau Hanau Freiwilligenzentrum Hannover e.V. Hannover FreiwilligenAgentur Heidelberg Heidelberg Ich für uns - Freiwilligenagentur HDH Heidenheim Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum im Kreis Heinsberg Heinsberg WinWin Freiwilligenzentrum Nürnberger Land Hersbruck Freiwilligen-Zentrum BONUS Hildesheim Hildesheim Zentrum für ehrenamtliches Engagement im Landkreis Holzminden Holzminden Freiwilligenzentrum der Samtgemeinde Horneburg Horneburg, Niederelbe Freiwilligen Agentur Ingolstadt e.V. Ingolstadt Ursula Erb Ingolstadt Freiwilligenagentur Jena Jena FreiwilligenAgentur Jever Jever Stadtverwaltung Kaiserslautern Freiwilligen Agentur Kaiserslautern Kaiserslautern FreiwilligenZentrum Kassel e.V. Kassel Ehrenamtsbüro nettekieler Kiel Büro für Bürgerengagment Köln Ceno & Die Paten e.V. Köln Kölner Freiwilligenagentur e.V. Köln Mensch zu Mensch – Freiwilligenzentrum Köln VIS a VIS Beratung – Konzepte - Projekte Köln Forum Ehrenamt Königswinter fala FreiwilligenAgentur Landshut Landshut Landkreis Leer - Freiwilligenagentur Leer Freiwilligen-Agentur Leipzig e.V. Leipzig FreiwilligenAgentur Leonberg Bürgerzentrum Stadtmitte Leonberg LUPE - Freiwilligenzentrum Leverkusen Leverkusen Aktive Bürger Lichtenfels Lichtenfels Freiwilligen-Zentrum Lingen e.V. Lingen ePunkt - die Freiwilligenagentur für Lübeck e.V. Lübeck Ehrenamtsbörse VEhRA Ludwigshafen am Rhein FreiwilligenAgentur Lüneburg Lüneburg Freiwilligenagentur Magdeburg e.V. Magdeburg Maintal Aktiv Freiwilligenagentur Maintal Ehrenamt - Die Mainzer-Agentur e.V. Mainz Dr. Christa Perabo Marburg Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e.V. Marburg Freiwilligenzentrum Meppen Meppen Freiwilligen-Agentur Minden Minden Freiwilligenzentrale Moers Moers Freiwilligen-Zentrum Mönchengladbach Mönchengladbach Ehrenamtsagentur des Unstrut-Hainich-Kreises Mühlhausen Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. Mülheim a.d. Ruhr Freiwilligen-Agentur Tatendrang München München Freiwilligenagentur Münster Münster Freiwilligen-Agentur Usinger Land Neu-Anspach Freiwilligen Agentur Neumarkt e.V. Neumarkt i.d.Opf. Freiwilligen-Zentrum Neustadt a. Rbge. e.V. Neustadt a. Rbge. Freiwilligenagentur „Hand in Hand" Neu-Ulm Freiwilligenagentur Nienburg Nienburg/Weser Freiwilligenagentur Landkreis Aurich Norden Freiwilligen Agentur Grafschaft Bentheim e.V. Nordhorn AWO Northeim Ehrenamtsagentur für den Landkreis Northeim Northeim Zentrum Aktiver Bürger Nürnberg Stadtverwaltung Oberursel Netzwerk Bürgerengagement Oberursel Freiwilligenzentrum Offenbach e.V. Offenbach :ehrensache - Agentur für freiwilliges Engagement Oldenburg Freiwilligen-Agentur Osnabrück Osnabrück bagfa 2014/2015 31 Freiwilligen Agentur OHA des Paritätischen Osterode Freiwilligenagentur Ostfildern Ostfildern Freiwilligen-Agentur Peine Peine Kompetenzzentrum Havelland Rathenow Bürgerbüro AKTIV Ravensburg Netzwerk Bürgerengagement Recklinghausen FreiwilligenAgentur Regensburg Regensburg Freiwilligenagentur im Landkreis Regensburg Regensburg Ehrenamt vor Ort in Rehburg-Loccum e.V. Rehburg-Loccum Freiwilligenagentur Rheinfelden Rheinfelden Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Arbeit Rotenburg Ehrenamtbörse des Regionalverbandes Saarbrücken und der LAG Pro Ehrenamt e.V. Saarbrücken Freiwilligenagentur Salzhemmendorf Salzhemmendorf Spontan - Nachbarschaftshilfe und Freiwilligenagentur Sarstedt BENEVOL Schaffhausen Schaffhausen (Schweiz) Freiwilligenagentur Schwedt Schwedt Die Börse - FreiwilligenZentrum Schwerte e.V. Schwerte Ehrenamtsbörse Seesen Seesen Speyerer Freiwilligenagentur spefa Speyer Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. Stendal Agence du Benevolat Luxembourg Strassen (Luxemburg) Freiwilligen Zentrum Straubing e.V. Straubing Danke!* - Die Freiwilligenagentur Stuttgart Freiwilligenzentrum Caleidoskop Stuttgart FreiwilligenAgentur Syke Syke Ehrenamtsagentur Trier Trier BüroAktiv Tübingen e.V. Tübingen freiwilligenAgentur Uelzen Uelzen engagiert in ulm e.V. Ulm Zentrale Bürgeragentur ZEBRA e.V. Ulm Freiwilligenagentur Wedemark Wedemark EhrenamtsAgentur Weimar Weimar Freiwilligenzentrum Mittelhessen Wetzlar Freiwilligenzentrum Wiesbaden e.V. Wiesbaden Freiwilligenagentur Mischmit Wildeshausen Freiwilligen-Agentur Wilhelmshaven Wilhelmshaven Agentur fürs Ehrenamt Winsen Freiwilligen-Agentur Jugend-Soziales-Sport e.V. Wolfenbüttel Wolfenbüttel Mitgliedschaften Die bagfa ist Mitglied im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und ist dort als gewähltes Mitglied im Koordinierungsausschuss vertreten. 2015 ist die bagfa dem „Global Network of National Volunteer Centers” (GNNVC) beigetreten. Das internationale Netzwerk von Freiwilligenzentren ist eine Initiative der „International Association for Volunteer Effort” (IAVE). 32 bagfa 2014/2015 Wir danken unseren Förderinnen und Förderern, Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern, Unterstützerinnen und Unterstützern. Stiftung Deutsche Behindertenhilfe bunt-aktiv-gemeinsam-freiwillig-alle www.bagfa.de
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