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II. Planlose Wanderungen A. Durch die Theater Von den Privatbühnen. Veränderungen. Wildenbruchs "Karolinger"

Full text: Aus der Hauptstadt / Lindau, Paul

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Victoria-Theater die Ausstattungsstücke und Feörien, im 
Natioual-Theater — irgend einen bekannten Gast, der sein 
Stück mitbringt. 
Von diesen zuletzt genannten Privatbühnen hat in jüng 
ster Zeit nur eine, das Wallner-Theater, keine Ver 
änderung erfahren. Es hat seinen Direktor Herrn Lebrun, 
der die Bühne seit mehr denn zehn Jahren leitet, behalten 
und giebt in diesem Augenblick eine Posse von Eduard 
Jacobsohn, „Der Mann im Monde", die als schriftstellerische 
Leistung just so vollkommen thöricht und in der Darstellung 
durch die Herren Engels, Blcncke und Fräulein Wegner 
gerade so übermüthig lustig ist, wie man cs von einer Posse 
int Wallner-Theater nur verlangen kann. 
Die Friedrich-Wilhelmstadt hat ihren Besitzer, 
der sich auch um die künstlerische Leitung bekümmerte, den 
Perlagsbuchhändler A. Hosmann, durch den Tod verloren. 
Herr Adolf L'Arronge hat das Theater und die dazu ge 
hörigen Gebäude angekauft und das erstere an Herrn Fritzsche 
verpachtet. Nach Ablauf des Vertrags mit dem jetzigen 
Leiter dieser Bühne soll das Haus umgebaut und für das 
vielbesprochene „Deutsche Theater" neu hergerichtet werden. 
Herr Fritzsche hat sich an die Ueberlieferung gehalten. Er 
hat bis jetzt drei neue Operetten gebracht: den „Gascogner" 
von Suppch „La Mascotte“ von An trau und „Capitän 
Nicol" von Karl Zeller. Tie französische Unsanbcrkeit, die 
nebenbei noch musikalisch recht wenig Interessantes bietet, 
ist einfach abgelehnt worden; dagegen haben die deutschen 
Operetten freundlicher angesprochen, namentlich die letzte. 
Das Libretto von West und Hirfchel ist bis zur Unverständ 
lichkeit verworren und im Verständlichen ganz nach der
        
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