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Full text: Durch die Märkische Schweiz

Die Wellen krönte Dämmerluft, 
Hoch oben strich in blauer Luft 
Bin Weih auf blanken Schwingen. 
Verworr’nes Rauschen kam und schwand, 
Dann trug der Wind an meinen Strand 
Vielstimm’ges Glockenklingen. 
Bald nah, bald wieder ferne schell, 
In feierlichem Chore schwoll. 
Das Läuten und das Locken; — 
Da wusst’ ich, wo ich lauschend stand: 
Das war im alten Sparrenland, 
Ich hörte Sparrenglocken. 
Jetzt sind wir nach einer Gesammtfahrt von 105 km. 
in der Stadt, hier aber empfängt uns volles Leben. 
Alles will zur Residenz.*) Mit Mühe und Not zwängen wir 
uns durch die Menge, zur Gepäckaufgabe unserer vorher 
gemeldeten Fahrzeuge; dann die Scylla der „Spritzkuchen“ 
und Charybdis der „Warmen Würstchen“ glüclrlich umschiffend, 
können wir just noch ein Glas gutes „Eberswalder“ auf das 
Gelingen unseres Ausfluges leeren, als auch schon der 
gellende Pfiff und das Rasseln des einfahrenden Zuges die 
Halle erzittern lässt: 
Erfrischt vom hellen Sonnenschein, 
Gestählt von Windeswelle, 
Geht’s nun zum alten Thor hinein. 
Und zu der Heimatsschwelle 
Strebt jetzt der wandermüde Fuss. 
Bin froh „All Heil“ Euch all'n zum Grass! 
Nach flotter Fahrten Saus und Braus 
Da ruht sich's gut im trauten Haus 
Daheim bei unsem Lieben! 
•) Anm Zur Rückfahrt eignet sich Ausflug TV. Zur Uckermark
        
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