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Full text: Durch die Märkische Schweiz (Public Domain)

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gut, und nun wandern wir auf einem schmalen von Buchen, 
Eichen, Eschen und Birken dicht überwölbten Fusswege, 
dem Poetensteig, durch das herrlichste Waldrevier. Berg 
auf, bergab windet sich der Pfad, bald von der Höhe Fem- 
sichten über Wälder und Felder gestattend, dann wieder in 
dunkle, kühle Schluchten und Thäler führend. Heben uns 
singt ein versteckter Bach sein klingendes Lied, vergeblich 
suchen wir ihn zu finden, bis er plötzlich hell und klar über 
den Weg springt. Mächtige bemooste Steinblöcke liegen im 
Waldgrunde und weiterhin hat der etwas ungestüme Frühlings- 
wind, das „Lenzeswehen“, einen nicht zu schwachen Fichten 
stamm quer über den Weg gelegt. Mit kühnem Sprung ist 
das Hindernis schnell genommen. 
Je weiter wir vorwärts 
dringen, umso malerischer 
wird das Gelände, wie ver 
zaubert blickt hier der 
kleine Tornow - See mit 
seinem schwarzen Wasser 
zu uns herauf, dort rechts 
zieht sich die finstere 
Wolfsschlucht hin und 
kaum haben wir den Dachs- 
berg passiert, so öffnet sich 
die Silberkehle, mit das 
Schönste, was die märkische 
Schweiz an Landschafts 
bildern aufzuweisen hat. 
Im Zickzack verfolgen wir den in die Tiefe führenden, 
Schwindel erregenden Pfad, die zerrissenen Wände der wilden 
Felsspalte glitzern wde funkelndes Silber von dem im Sonnen 
licht spiegelnden Glimmersande; von allen Seiten rieseln und 
rauschen kleine Bergwässerchen zu Thal, hier durch einen 
kleinen Steg überbrückt, dort durch einen kurzen Sprung zu 
übersetzen. In dieser Schlucht beschloss „Junker Hans“ von 
Silberkelile Buckow.
	        
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