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Full text: Durch die Märkische Schweiz

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Holprig- ist hier eine Schmeichelei, eine strafbare Beschönigung, 
da es Thatsachen entstellt; in Wirklichkeit ist die deutsche 
Sprache zu arm an einem bezeichnenden Ausdruck. Soviel 
aber ist. sicher, Reparaturwerkstätten müssen hier ein Bomben 
geschäft und eine Unfall-Versicherungs-Gesellschaft Pleite 
machen! Als wir glücklich am Markt vor „Eck’s Hotel“ an 
gelangt, gab ein Radtourist eine Bowle wegen „glücklicher 
Errettung aus Lebensgefahr.“ Er hatte recht, doch nicht nur 
aus vorerwähntem Grunde, sondern weil: 
..Wir sind nicht nur zum Wandern 
(Wies immer auch gefällt), 
Wir sind zu manchem andern 
LTnd bessern auf der Welt!“ 
Hier am Markt erhebt sich auf einem niederen Hügel 
die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche. Mehrere 
breite Stufen führen zu ihr hinauf, deren Inneres erkennen 
lässt, dass Buckow einst bessere Tage gesehen hat; auch 
erinnern noch Kirchenstuhl und Wappenschild an die früheren 
Besitzer der Herrschaft Buckow, die Grafen von Pfuel. 
Man könnte Stadt und weitere Umgegend das Pfuelen- 
Land nennen, analog dem „Sparren-Land“ bei Eberswalde, 
denn auch hier ist fast jede Ortschaft im weiten Umkreise 
mit dem Geschlecht derer von Pfuel verknüpft. 
Nordwärts steigend gelangen wir nach kurzer Wanderung 
zu dem gräflich Flemming’schen Schloss, das ver 
lassen und ausgestorben unter den mit dem ersten Laub 
prangenden Linden und Kastanien herüberschaut. Auf den 
ansteigenden Parkwegen weiter schlendernd, spazieren wir am 
Griepnitz-See entlang, den steil aufragenden sechzig Meter 
hohen Schlossberg hinauf. Von der Höhe bietet sich 
ein malerisch schöner Blick auf die an den Hügellehnen sich 
hinziehende Stadt mit dem Buckower See im Vordergründe 
und den Dörfern in der Ferne, verliert sich in den Schluchten 
und Bergen und haftet dann auf dem blitzenden Spiegel des 
Schermützel-See’s, der nun unser nächstes Ziel ist.
        
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