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Full text: Zum Lausitzer Grenzwall (Muskau)

und blumenreicher Gärten, vom Silberbande der Spree durch 
zogen, die Stadt Spremberg. Geradeaus auf einer Insel, 
von den Armen des Flusses umschlossen, die Altstadt, aus 
deren dicht zusammengedrängtem Häusergewirr die von der 
Sonne beleuchteten Türme der ehrwürdigen Hauptkirche 
und des schlichten Rathauses emporragen. Dahinter auf 
dem jenseitigen Ufer der Spree, weitläufiger angelegt, die 
Neustadt mit ihren zahlreichen qualmenden Schornsteinen. 
Rechter Hand erhebt sich inmitten grüner Wiesen 
zwischen Fluss und östlichem Höhenzuge, abseits von den 
Häusern der Bergstrasse, der rote Backsteinbau der katho 
lischen Kirche, während am entgegengesetzten Ende der 
Stadt nach dem Dorfe Slamen zu das alte herzogliche 
Schloss trutzig in die Lande hinausschaut. 
Ihm gilt unser weiterer Spaziergang. Durch eine mit 
Stufen versehene Schlucht am Wirtshaus „Kuhles Berg“ vor 
bei gelangen wir durch das Dorf Slamen auf die Muskauer 
Chaussee, welche zum Schlosse führt. 
Das Schloss, dessen Ursprung bis in das graue Mittel- 
alter hinaufreicht, wurde 1696 von dem Herzog Heinrich 
von Sachsen-Merseburg unter Beibehaltung einzelner älterer 
Teile neu aufgebaut und erhielt durch einen 1853 vor 
genommenen Umbau seine jetzige etwas nüchterne Gestalt. 
Es besteht aus zwei rechtwinklig auf einander stossenden 
Flügeln, von denen der südöstliche von zwei Ecktürmen, 
einem runden und einem viereckigen, flankiert wird und die 
Räume für die Kreisbehörde enthält, während der nordöst 
liche das Amtsgericht beherbergt. 
Vom Schloss aus führt links ein Weg an der kleinen 
Spree entlang zur Förster Brücke, bei der man einige 
Überreste der früheren Stadtmauer erblickt, während sich 
nach rechts zu eine herrliche Aussicht auf den östlichen 
Höhenzug mit seinen mannigfaltig gefärbten Baumgruppen, 
auf den Georgenberg mit der Kapelle und dem Kriegerdenk 
mal eröffnet. Dieser Fusspfad geht dann unterhalb der 
Förster Brücke in eine breite Promenade, den Damm über,
        
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