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Full text: Nach Wörlitz

— 19 — 
Nach langer Beratung über den weiter zu verfolgenden 
Weg sind wir uns einig geworden, die von Beeli-tz |nach 
Westen über 
Krobshof 
nach Brück 
abschwen 
kende 
Chaussee zu 
wählen, da das 
anhaltend 
trockne 
Wetter den, 
Brück mit Bel- 
zig verbinden 
den Landweg 
für Radfahrer 
sehr wohl benutzbar machte.*) Durch Raelisdorf undNenendorf 
rollen die Räder spielend auf der guten, mit kräftigem Harz 
geruch erfüllten Waldchaussee dahin. Still und träumend 
liegt der weite Forst, Wenn der Wind die leicht wiegenden 
Wipfel rauschend teilt, dann spielen durch das grüne Dach 
breite Sonnenlichter auf den moosbedeckten Boden hernieder, 
beleuchten die nickenden Farrenkräuter und lassen die 
zahllosen weissen Erdbeerblüten wie Sterne hervorglänzen. 
Nach längerer Fahrt lichtet sich mehr und mehr der Wald, 
die Strasse macht beim Austritt aus dem Forst bei Neuen 
dorf eine Rechtsschwenkung und führt zwischen Wald und 
Wiese an der Försterei Briick vorüber zum Ackerbürger 
städtchen Brück. 
Hier sind wir in das Koloniegebiet der einstigen nieder 
ländischen Ansiedler eingetreten, denn wie des Städtchens 
Brück i. M. 
*) Ist die ^Witterung lange Wochen an Niederschlägen reich 
gewesen, dann ist der Marsch über Treuenbrietzen (vergl. Ausfl. IV 
„Ueber den Fläming“) vorzuziehen. Von Treuenbrietzen ist dann die 
Route: Haseloff. Niemegk, Dahnsdorf, Preussnitz, Belzig. 
Radler-Streifzüge durch die Mark Brandenburg, VIII.
        
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