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Full text: Zur Uckermark (Public Domain)

Zur Uckermark. 
0, mir sangen Tannen rauschend 
Von vergangner Herrlichkeit, 
Und ich fand im gelben Sande 
. Sporen einer fernen Zeit, 
Alte Lieder, alte Zeiten, 
Alte Sagen werden jung, 
Wald und Moor und Haide lebten 
Träumend der Erinnerung. 
Dorothea Croebler. 
■ B ir folgen gern am lachenden Maimorgen der 
über das weite Häusermeer strahlenden, goldig 
lockenden Sonne in's Freie hinaus, doch nicht 
/ in weite Femen zu eisschimmernden Gipfeln 
-■""-TeJ* - • schwer ersteigbarer Felsgebirge, sondern getreu 
dem Goethe’schen Rathe, das Gute in der Nähe zu suchen — über 
sanft ansteigende Berghöhen und anmutige Thäler, durch das 
grün umbuschte Eherswalde in's prächtige Gelände der 
Uckermark hinein. Und wohl lohnt sich der Ausflug. Nicht 
allein, dass er eine Fülle landschaftlicher Reize vor unser Auge 
führt, sondern auch durch den Anblick der zahlreichen, ver 
streut liegenden, herrlichen mittelalterlichen Baudenkmäler 
historische Erinnerungen erweckt und uns mit Stolz und Ehr 
furcht in ferne Zeiten zurückblicken lässt. 
Aber nicht als reife Frucht fällt uns der, Kopf und 
Herz erfrischende Genuss zu, sondern erkämpft muss er 
werden und so setzen wir uns in den. Sattel zurecht, um vom 
Alexander Platz durch die Prenzlauer Allee, den Heiners- 
dorfer Weg und dem Dorf Nen-Weissensee den Marsch an 
zutreten. Erst 1872 angelegt, zählt der letzt genannte Ort 
mit. der alten Gemeinde Weissensee zusammen, jetzt etwa
	        
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