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Full text: Zur Uckermark

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der Gegend ein düsteres Gepräge gegeben, boten bald Wiesen, 
Baum-, Kraut- und Hopfengärten einen freundlichen Anblick. 
Allmählich wuchs auch der gewaltige Backsteinbau der zwei- 
schiffigen, hochgewölbten Kirche im gotischen Stile empor, 
der mit den Klostergebäuden durch gewölbte Kreuzgänge 
verbunden war. Der gewaltige Turm aber schaute umso weiter 
in s Land hinaus, je mehr sich ringsum der die Aussicht 
störende Wald lichtete. 
Mit dem Aufblühen 
des Klosters hing das 
Aufblühen des Orts 
aufs engste zusammen. 
Machten doch auch die 
Mönche, welche die 
ihnen geschenkten 
Feldmarken nicht allein 
bebauen konnten, 
fleissig von der ihnen 
verliehenen landes 
herrlichen Erlaubnis 
Gebrauch, Kolonisten 
anzusetzen — nieder 
sächsische Ein 
wanderer —, denen 
wichtige Freiheiten er 
teilt wurden, und die 
bald das Uebergewicht 
über die Slaven ge 
wannen. 
Das Dorf konnte 
Turmruine in Gramzow. sich unter diesen gü 
tigen Verhältnissen 
zu einem offenen Städtchen mit Marktgerechtigkeit 
und städtischer Verfassung entwickeln. Dass der Ort von 
dieser Blüte wieder herabgesunken ist, ist wohl den Unbilden 
des dreissigjährigen Krieges zuzuschreiben.
        
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