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Full text: Zur Uckermark (Public Domain)

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Kirche, die nach mancherlei Wandlungen jetzt in ausser- 
gewöhnlieher Profanirung als Montirungskammer, Spritzenhaus 
und Holzstall dient. 
Wenigstens ist dies Denkmal des Kunstschaffens unserer 
1 orfahren noch erhalten und eine Wendung zum Besseren 
immerhin möglich. Der umgebende Klosterhof dient als 
Appellplatz der Garnison und an den auf die Aussen- 
mauern gemalten Zielscheiben übt der „schneidige“ Rekrut 
Aug’ und Hand für’s Vaterland!“ 
Die Liebe zu Kaiser 
und Reich findet auch in 
dem sinnigen, Kaiser 
Wilhelm I. und Friedrichin. 
gewidmeten, 1891 von den 
dankbaren Bewohnern des 
Angermünder Kreises er 
richteten Zweikaise rdenk- 
mal einen beredten Aus 
druck. Bildhauer Manthe 
hat die beiden heimge- 
gangenen Fürsten in äusserst 
gelungener Auffassung 
wiedergegeben. 
Da wir über das Thema 
der Unterthanentreue 
sprechen, müssen wir auch 
eines schlichten Zeichens 
märkischer Ergebenheit 
gedenken, das in der obengenannten Marienkirche neben allerlei 
älteren Kirchengeräten gezeigt wird, es ist dies der eichene 
Kasten, in welchem der Kanzler Johann von Buch den ihm 
für einen Notfall vom Markgraf Johann I. heimlich anver 
trauten Schatz aufbewahrte. Dieser ausserordentliche Fall 
der Not für die Mark Brandenburg trat ein, als Otto IV. 
in seinem Kriege mit Magdeburg gefangen genommen wurde; 
da offenbarte der als überflüssig abgedankte Kanzler des
	        
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