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Full text: In die Ost-Priegnitz

11 — 
lohnende Aussicht ge- 
niesst. Weit hinaus 
wandert der Blick zu 
den zwischen Jungfern 
haide und Grunewald 
aufragenden Kuppeln 
und Thürmen Charlotten - 
burgs und über dem, 
hinterm Tiergarten sich 
endlos dehnenden Häu 
sermeer der Reichs 
hauptstadt. Im Westen 
aber schweifen unsere 
Augen in das weit auf 
gerollte wiesenreiche 
Havelland mit seinen 
Luchen und Lanken, 
Seeen und Sümpfen, 
zwischen denen sieh die 
langgestreckten, wohl 
habend |"ausschaiienden Haveldörfer hinziehen; ein fruchtbares 
Land, in welches hinein unsere Fahrt uns jetzt führt. 
Durch die Charlottenstrasse, Breite- und Potsdamer 
strasse gewinnen wir die Hamburger Chaussee, die uns 
nun in die wie weitabgeschnitten liegende Landschaft zwischen 
Elbe, Havel, Stepenitz und Dosse, in die mit Unrecht als 
sandig und einförmig verschrieene Prignitz leitet. Nun 
freilich, dem Eisenbahnreisenden ist es nicht vergönnt, die 
landschaftlichen Schönheiten dieses Stückchens Erde zu schauen, 
aber der Radtourist, der es sorgfältig durchforscht und nicht 
achtlos an den ehrwürdigen Resten der Vergangenheit vor 
übersaust, der weiss zu erzählen von den stolzen Trümmern 
des Wittstocker Bischofsitzes, dem düstem Bau des Gold 
becker Schlosses, dem Kloster Heiligengrabe und der dumpfigen, 
zerfallenen Burg Freienstein. Und darum sei uns gegrüsst 
freie Landstrasse! Bist du auch nicht immer in sonderlich
        
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