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Full text: Nachbarn (Rights reserved) Issue 2020,9 (Rights reserved)

Nachbarn Wir in der Flughafenregion Wandersmann zu Lande und zu Wasser 09 2020 2 AUF EIN WORT Liebe Nachbarinnen und Nachbarn! Die Anbindung des BER zu unseren Nachbarn war immer Gegenstand vieler Debatten. Umso mehr freue ich mich, dass vor kurzem ein neues Buskonzept für die Flughafenregion vorgestellt wurde. Seit Anfang August verbessern nun zwei Plusbus-Umland-Linien sowie ein Nachtbus die Erreichbarkeit des BER. Sicher werden in naher Zukunft auch einige unserer Auszubildenden diese attraktive Pend­lermöglichkeit nutzen. Zum neuen Lehrjahr haben wir – trotz der anhaltend angespannten wirt­ schaftlichen Situation in Verbindung mit den eingebrochenen Passagierzahlen durch die Corona-­Krise – vor kurzem 27 neue Auszubil­ dende und dual Studierende bei der Flughafengesellschaft begrüßt. Diese BER-Generation erlebt zum einem noch den Flughafen Tegel mit und kann zum anderen aktiv den BER eröffnen. Dort sind wir übrigens in der finalen Phase vor der Inbetriebnahme angelangt: Im August haben wir das sogenannte Cleaning erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden alle luftsicherheitsrelevanten Bereiche, also rund 970 Hektar Außenflächen und 280.000 Quadratmeter Terminalfläche, auf gefährliche oder verbotene Gegenstände durchsucht und im Anschluss von der zuständigen Behörde abgenommen. Wie Sie wissen, ist für uns ein sicherer Flug­ betrieb oberste Prämisse. Die Bundespolizei mit ihren Sicherheitsdienstleistern ist dafür unerlässlich. Insofern ist die Fertigstellung des Dienstgebäudes der Bundespolizei für uns ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Nachbarn 09/2020 Inbetriebnahme des BER. Mit dem neuen Objekt erhalten die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten ihr eigenes angemessenes Gebäude. Wie man sein Haus am besten vor Fluglärm schützt, war zentrales Thema beim letzten Schallschutztag vor der Inbetriebnahme, zu dem wir erneut viele Gäste willkommen heißen durften. Schallschutzchef Ralf Wagner und sein Team standen im DIALOG-FORUM für individu­ elle Fragen und Gespräche zur Verfügung. Leider zögern noch immer mehrere tausend Haushalte mit der Umsetzung der baulichen Maßnahmen, obwohl ihnen die erforderlichen Unterlagen seit längerer Zeit vorliegen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 6 im Heft. Nie gezögert, die Natur zu erkunden, hat Norman Siehl, der Protagonist unserer Titel­ geschichte. Als Kreiswegewart des Landkreises bringt er uns die Faszination der heimischen Wanderwege näher. Denn auch das ist eine schöne Facette der Flughafenregion. Neben all der Dynamik gibt es vielfache Oasen der Ruhe, die zum Verweilen und Entspannen einladen. Viel Freude bei der Lektüre und einen schönen Spätsommer wünscht Ihnen Ihr Engelbert Lütke Daldrup IN UNSERER REGION | POLITIK 3 Kornelia Wehlan Auch im wirtschaftlich stärksten Landkreis der neuen Länder hat die Corona-Krise lokale Unternehmen hart getroffen. Hat Ihr Landkreis ergänzend zu Bundes- und Landesförderungen eigene Programme aufgelegt, um die kommu­ nale Wirtschaft zu stärken? Schauen wir kurz über die Kreisgrenze. Der Termin steht fest: Am 31. Oktober wird der BER seinen Betrieb aufnehmen. Als unmittelbarer Nachbar schauen Sie sicherlich mit Spannung nach Schönefeld. Wie steht es um Ihre Gefühlslage mit Blick auf diesen speziellen Tag für die Region? Der Landkreis Teltow-Fläming besticht durch seine Vielfalt an touristischen Möglichkeiten. Neben mittelalterlichen Zentren lädt vor allem die rund 230 Kilometer lange Flaeming-Skate zu Sport und Erholung ein. Wo zieht es Sie hin, wenn Sie den Lärm des Alltags hinter sich lassen wollen? Nein, das ist uns leider nicht möglich, denn auch der Landkreis hat Einnahmeausfälle, beispielsweise im kommunalen ÖPNV von gegenwärtig 1,4 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass die Gesundheitsämter der Landkreise im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes in der Corona-Pandemie zusätzliche Aufgaben haben, die abzuleisten sind und die zusätzliche Kostenaufwendungen bedeuten. Soforthilfemaßnahmen des Bundes und des Landes sind zentral durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und die Agentur für Arbeit gefördert und verwaltet worden. Damit konnte ein Flickenteppich verhindert und eine einheitliche landesweite Herangehensweise gesichert und schnell umgesetzt werden. Das sind für uns im Landkreis Teltow-­ Fläming zwei Seiten einer Medaille: Lärmschutz und Wirtschaftskraft. Wichtig ist, dass die Menschen in Teltow-Fläming den BER nicht nur geräuschvoll hören, sondern ihn auch als „Wirtschaftsmaschine“ spüren. Um beides in Einklang zu bringen, engagieren wir uns gemeinsam mit an­ deren Landkreisen und Städten im Dialog­ forum. So haben wir beispielsweise 2019 mit unseren Nachbarlandkreisen LDS und PM an verschiedenen Projekten zum Thema Gewerbeflächenentwicklung für die direkten BER-Einzugsgebiete teil­ genommen. Meist hinaus in die Natur, die in unserem Landkreis und auch rund um meine Heimatstadt Luckenwalde sehr schön und vielseitig ist. Spaziergänge gemeinsam mit der Familie und am liebsten mit meinen Enkelkindern sorgen für Entspannung, Erholung und Freude. Interview CF Aufgabe des Landkreises Teltow-Fläming war und ist es in diesem Prozess vorrangig, als Bindeglied zwischen Unternehmen und Fördermittelgeber unterstützend tätig zu sein. Während der Corona-Krise gingen täglich zahlreiche Anfragen von Betroffenen und Unternehmen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten ein. Das reichte von Soforthilfen über Möglichkeiten zum Kurzarbeitergeld oder Regelungen für polnische Grenzpendler bis hin zur Betreuung von Kindern in Kita und Schule, für systemrelevante Berufe und Unternehmen. Die meisten Belange konnten in Zusammenarbeit mit dem Corona-Krisenstab des Landkreises sowie mit den Netzwerkpartnern der ILB und WfBB geklärt werden. In Teltow-Fläming profitieren vor allem die Gemeinden Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf, Großbeeren sowie die Städte Ludwigsfelde und Trebbin von der Wirt­ schaftskraft des BER. Gleichzeitig sollen auch die Kommunen aus der „2. Reihe“ für die Gewerbeflächenentwicklung sensibilisiert werden. Wir sehen darin eine große Chance für die Städte und Gemeinden ­entlang der Bundesstraße 101 so an den wirtschaftlich starken Norden anzu­ schließen. „Wichtig ist, dass die Menschen in ­Teltow-Fläming den BER nicht nur geräuschvoll hören, sondern ihn auch als ‚Wirtschaftsmaschine‘ spüren“. Kornelia Wehlan, Landrätin Teltow-Fläming Neben der Entwicklung von Gewerbeund Industriestandorten gilt es gleichwohl, die Nachfragestruktur qualitativ zu bewerten, kluge Entscheidungen zur Verkehrs­ planung rund um den BER zu treffen und die soziale Infrastruktur entsprechend der steigenden Einwohnerzahlen anzupassen und auszubauen. Dabei gilt es, die Attraktivität des Wohnstandortes TeltowFläming zu erhalten und den Fluglärm zu regulieren. Nachbarn 09/2020 4 den Aufschwung, den die Region durch neue Arbeitsplätze und eine neue, bessere Infrastruktur bekommen wird. Es gibt sie wohl immer, diese beiden Seiten einer Medaille. Liebe Leserin, lieber Leser, Unglaublich, dass wir schon wieder September haben – wo nur ist die Zeit geblieben? Nur noch wenige Wochen, dann wird der BER eröffnet und mit dieser Eröffnung beginnt für uns alle, die wir am Flughafen arbeiten oder in der Flughafen­­ region wohnen, etwas Neues. Die Belegschaft arbeitet auf Hochtouren an der Inbetriebnahme, viele sind bereits von Tegel zum BER umgezogen oder werden dies in den nächsten Wochen tun. Es gibt Ortschaften, deren Bewohnerinnen und Bewohner besorgt auf die zukünftigen Flug­routen und den damit verbundenen Lärm blicken. Andere wiederum freuen sich über Wir kommen aus einer noch nie dagewesenen Zeit voller Unruhe und Sorge, um uns, um unsere Lieben, um die Welt. Noch immer stecken wir in der Corona-Krise – und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Und obwohl wir gelernt haben, uns irgendwie einzurichten und irgendwie damit umzugehen, bleibt die Unsicherheit und Sorge, wie das wohl noch alles werden wird. Da ist diese Eröffnung schon fast so etwas wie ein Kontrapunkt, der eine Perspektive bietet, die sagt: das Leben bleibt nicht stehen, es geht weiter. Sicher anders als bisher, aber es geht weiter. Und wenn die Zeit mit Corona doch eines gelehrt hat, dann wohl dies, dass das Leben fragil und unendlich kostbar ist - und voller kleiner Wunder, die es zu bestaunen gibt. Gerade um den BER herum gibt es so viele wunderschöne Landstriche, Seen, Häuser und Gärten, Parks und Wälder – viele Kleinode, Sichtbar und sicher durch den Herbst Sicherheitswesten für Schulkinder gewinnen die ein Verweilen, gerade jetzt im Spätsommer, köstlich machen. Wir brauchen Perspektiven, die uns Mut machen und Hoffnung schenken. Wir brauchen Momente, die uns still werden und aufatmen lassen. Um das zu tun, was Hilde Domin in ihren Zeilen so zart beschreibt: Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie ein Vogel die Hand hinhalten In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute. Bleiben Sie gesund und bleiben Sie behütet. Herzlich grüßt Ihre Flughafenseelsorgerin Sabine Röhm Impressum Herausgeber: Flughafen Berlin Verantwortlicher Redakteur der Brandenburg GmbH ELRO Verlagsgesellschaft mbH: in Kooperation mit Manfred Tadra ELRO Verlagsgesellschaft mbH Telefon (033764) 463102 Eichenallee 8, m.tadra@elro-verlag.de 15711 Königs Wusterhausen Telefon (03375) 24250 / Verantwortlich für Anzeigen: www.elro-verlag.de Jörg Kobs Telefon (0175) 167 43 38 Auflagenzahl: 65.000 j.kobs@elro-verlag.de Verteilgebiet: Flughafenregion Redaktion: Christian Franzke (CF) Berlin-Brandenburg – verantwortlich, Donate Altenburger (DA), Nancy Biebach (NB), Chefredaktion (V.i.S.d.P.): Clemens Glade (CG), Kai Johannsen Hannes Stefan Hönemann (KJ), Oliver Kossler (OKS), Trang Telefon (030) 6091-70100 Nguyen (TN), Ismeta Mustafic Hasific (IMH), Rosemarie Meichsner (RM), Ressortleiter Verlagsthemen: Manfred Tadra (MT), Redaktion (red) Vesa Elbe Die nasse und dunkle Jahreszeit steht kurz vor der Tür. Umso wichtiger ist es, dass unsere kleinen Nachbarinnen und Nachbarn stets gut erkennbar und sicher den Schulweg bestreiten. Die FBB-Umlandarbeit stellt erstmals für Grundschülerinnen und -schüler aus der Region kostenfrei Sicherheitswesten zur Verfügung. Ihre Schule ist interessiert? Denn melden Sie sich gern bis zum 24. September unter umlandarbeit@berlin-airport.de Die Anzahl ist pro Schule limitiert. Bei zu vielen Anfragen entscheidet das Los. Viel Erfolg. Ihre FBB-Umlandarbeit Nachbarn 09/2020 Gestaltung und Realisation: Oliver Otto Bildquellen: Günter Wicker (S. 1, 5, 10, 11, 12, 16), Landkreis Teltow-Fläming (S. 3), Ekaterina Zershchikova (S. 5, 14), Anikka Bauer (S. 2, 4), Rosemarie Meichsner (S. 6), yamel photography (S. 4), Manfred Tadra (S. 6 , 14), redchanka – stock.adobe.com (S. 8, 9) IN UNSERER REGION 5 Viele Gäste beim Schallschutztag M ehr als 150 Gäste nutzten die Gelegenheit und informierten sich am 13. August beim letzten Schallschutztag vor der BER-Inbetriebnahme über das Schallschutzprogramm BER. Bereits im fünften Jahr in Folge standen ver­ schiedene Baufirmen und das Schallschutzteam der FBB im DIALOG-FORUM den gesamten Tag für individuelle Fragen und Gespräche zur Verfügung. Viele der Gäste ließen sich zum Einbau des Schallschutzes an ihren Häusern beraten. In individuellen und konstruktiven Gesprächen konnten zahlreiche Sachverhalte besprochen und offene Fragen geklärt werden. Gut besucht waren auch die Fachvorträge, bei denen Ralf Wagner, Leiter Schallschutz, über die Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen und den Hausbau am Flughafen informierte. Besonderen Wert legte Ralf Wagner darauf, dass Bauherren, die im Schallschutzgebiet neu bauen möchten, sich frühzeitig und noch vor Planungsbeginn bei der FBB melden sollten. So bestünde die Möglichkeit, einen Neubau von vornherein mit dem erforderlichen Schallschutz zu planen und die dafür erforderlichen Kosten zu erhalten. FBB wirbt für die Umsetzung von Lärmschutz Mehr als 22.000 Anträge auf Schallschutzmaßnahmen sind inzwischen bei der FBB eingegangen. Davon sind über 21.000 und somit mehr als 95 Prozent abgearbeitet und die Anwohnerinnen und Anwohner haben die notwendigen Unterlagen zur Beauftragung einer Fachfirma oder zum Erhalt einer Entschädigung ­bekommen. An rund 13.000 Haushalte wurden Unterlagen zur Umsetzung von baulichem Schallschutz versendet, aber in nur knapp 3.700 Haushalten wurden bislang auch Schallschutzmaßnahmen verbaut. Die übrigen mehr als 9.000 Haushalte zögern noch mit der Umsetzung von Schallschutz, obwohl die dafür erforderlichen Unter­ lagen zum Teil seit Jahren vorliegen. Zudem haben mehr als 7.000 Haushalte die Zusage über eine Entschädigungszahlung erhalten. Rund 6.700 Entschädigungen wurden angenommen und das Geld von der FBB ausgezahlt. Die Entschädigungen werden fällig, wenn die Kosten der Schallschutzmaßnahmen mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes des Objektes betragen. Über die Verwendung der Entschädigungen können die Anwohnenden frei ent­ scheiden. Dafür, dieses Geld für Schallschutzmaßnahmen zu verwenden, wirbt die FBB seit Jahren. Knapp 2.000 Gäste konnten bei den seit 2016 stattfindenden Schallschutztagen bereits begrüßt werden. OKS Sicherheitsdurchsuchung am BER abgeschlossen Freigabe zur Einrichtung eines Luftsicherheitsbereichs D ie Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg hat der Flughafengesellschaft die Freigabe zur Einrichtung des Luftsicherheitsbereichs gemäß §8 Luft­ sicherheitsgesetz erteilt. Damit endet die am 04.08.2020 begonnene Sicherheitsdurchsuchung des BER. Beim sogenannten Cleaning wurden alle luft­ sicherheitsrelevanten Bereiche auf gefähr­l iche oder verbotene Gegenstände durchsucht. Unter Leitung der Flughafensicherheit und mit Unter­ stützung der Bundespolizei und Landes­polizei Brandenburg wurden während des Cleanings 970 Hektar Außenflächen und 280.000 Quadratmeter Terminalfläche durchsucht. Dabei kamen neben einem Hubschrauber der Polizei für die Außenflächen mehr als 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafensicherheit und Spreng­ stoffspürhunde zum Einsatz. red Nachbarn 09/2020 6 IN UNSERER REGION Unternehmen in der Corona-Krise Hoffen und Bangen mit Blick auf die nächsten Wochen I n der Juni-Ausgabe der Nachbarn berichteten wir darüber, wie verschiedene Unternehmen der Region die Corona-Krise bewältigen. Ein paar Wochen später haben wir uns bei diesen Unternehmen erkundigt, wie es weitergegangen ist. Einkaufen unter Corona-Regeln Reiseunternehmen nach wie vor am stärksten betroffen Weiter Unsicherheit bei Konzertveranstaltern Für die Inhaberin des Wäschegeschäftes MIDAS in der Königs Wusterhausener Bahnhofstraße ist es wichtig, dass die Stammkundschaft ihr weiterhin die Treue gehalten haben. Auch wenn das bei den gegenwärtigen warmen Tempera­ turen mit der Maske nicht immer leicht ist. Seit Juni konnte das Zeesener Reiseunternehmen A. Schmidt-Reisen GmbH & Co. KG wieder einige Reisen durchführen. Der überwiegende Teil musste jedoch storniert werden. Ein Problem für Armin Schmidt ist es, dass es keine konkreten Informationen seitens der Regierung zu Corona-­ Entwicklungen für zum Beispiel die Urlaubs­ länder wie Kroatien oder Slowenien gibt. Das bedeutet für die Busreiseunternehmen, dass sie nicht planen können. Das trifft auch besonders für die Reiseplanungen in den kommenden Herbst- und Wintermonaten zu. Im Hotel und Restaurant Neu Helgoland in Müggelheim hat sich der gastronomische Bereich mit der Einhaltung der Abstands­ regeln stabilisiert. Besonders im Außenbereich, direkt am Wasser der Müggelspree, haben die Gäste bei dem schönen Sommerwetter im Juli und August das Ambiente genossen. Auch die eine oder andere Urlauberin besuchte das Geschäft, so dass sich die eingeführten Lockerungen durch einen stabileren Umsatz ein wenig bemerkbar gemacht haben. Die bereitgestellte Corona-Hilfe für kleinere Unternehmen habe sehr dazu beigetragen, dass das Geschäft weitergeführt werden konnte, weil damit Rechnungen und Aufwendungen beglichen wurden. Positiv sieht Iljana Olitzsch den Umstand, dass sich die Kundinnen und Kunden an die fest­ gelegten Hygiene- und Abstandsregeln halten. Auch das vom Bundesverkehrsministerium kürzlich aufgelegte Hilfsprogramm für Reisebusunternehmen kommt für viele dieser Unternehmen gar nicht zur Wirkung, weil hier nur sogenannte Vorhalte- und Vorleistungs­ kosten finanziert werden. Das sind fortlaufende Tilgungs- oder Leasingraten für die Anschaffung der Reisebusse vor der Corona-Pandemie. Fahrzeuge, deren Finanzierung ausgelaufen ist oder die mit Eigenkapital bezahlt wurden, sind von der Förderung ausgeschlossen. Für unsere Region: Der neue Jahresbericht der Umlandarbeit der FBB ist da. Einen Überblick über das vielfältige Engagement in der Flughafenregion finden Sie hier: https://www.berlin-airport.de/de/presse /publikationen/unternehmen­/2020 /2020-09-02-jahresbericht-umlandarbeit.pdf Nachbarn 09/2020 Inhaberin Dagmar Tabbert hat aber auch die nächsten Wochen im Blick, denn das Haus ist auch vor allem bei Musikfans für seine Konzertveranstaltungen bekannt und beliebt. Begonnen hat die Konzertsaison am 2. und 3. September mit der Gruppe „RENFT“. Die bei­den Konzerte waren dem ehemaligen Bassisten der Band, Marcus Schloussen gewidmet, der Ende des vergangenen Jahres verstorben ist. Am 17. August bekam Dagmar Tabbert vom Berliner Gesundheitsamt dafür grünes Licht, das heißt, dass bis zu diesem Tag die geplanten Konzerte genehmigt wurden. MT ¢ Den jeweils aktuellen Stand der Konzerttermine erfährt man unter: www.neu-helgoland.de ANZEIGE 8 NAH & FERN El Silencio auf Ibiza Urlaub im Schatten vom Sonnenschirm und Corona V erreisen in Zeiten von Corona birgt die Gefahr des Vergleichs mit dem Früher, als unterwegs sein anders war. Es ist eine Herausforderung, gerade in der schönsten Zeit des Jahres die Regeln des Social-Distancing einzuhalten, gerade dann, wenn wir den Alltag und seine Regeln vergessen und Freiheit genießen wollen. Doch ist es nicht nur eine Wertschätzung den Gastgebern gegenüber, sondern schlichte Selbstverständlichkeit, sich und andere zu schützen – ganz gleich an welchem Ort dieser Erde. Ibiza vor fünf, zehn Jahren war 24 Stunden Party, eine einzige Fiesta, ein Rausch. Freuen wir uns also nun über die Gelegenheit, die stillen Momente und einsamen Gefilde zu entdecken. Die Insel hielt sie schon damals bereit, wir selbst aber waren zu laut, sie zu entdecken. Heute öffnen wir Herz und Augen; el silencio ist unsere Mission. Meine gute Freundin Julia und ich gönnen uns ein paar Tage im Atzaro Agroturismo Ibiza, einer von violetten Bougainvilleen berankten und majestätischen Palmen und Drachenbäumen flankierten Finca. Hier könnten wir die ganze Zeit verbringen, Atzaro ist Hotel, Spa und Restaurant in einem, ist Refugium und Oase zugleich. Hier pflegt man, der Name verrät es, eigene Gärten und Äcker. Das, was abends als kunstvoll angerichteter Gaumen­ kitzel auf den Tellern landet, wuchs tagsüber noch in den Beeten, an denen wir täglich entlang flanieren (www.atzaro.com). Auf halbem Weg zwischen Sant Josep und ­Ibiza-Stadt rollen die Wellen aus ­kristallklarem, türkisfarbenem Wasser am Nachbarn 09/2020 weichen Sand aus. Wir könnten uns an den öffentlichen Strand legen. Doch die Bequemlichkeit siegt und wir genießen Neptuns Heimstatt lieber im Tropicana Ibiza. Inseln knorriger Kiefern trennen verschiedene Lounges. Sanfte Grooves umhüllen uns, leise rascheln die trockenen Palmblätter an den Sonnenschirmen über uns im Takt, das Schlagen der Wellen macht den Soundtrack komplett (www.tropicanaibiza.com). Die Tage fliegen im gleichmäßigen, organischen Rhythmus der Insel. Mal lassen wir uns Meeresfrüchte im Coco Beach am Platja d’en Bossa schmecken (www.cocobeachibiza.com), mal speisen wir im Restaurante Sa Soca, das in diesem Jahr seinen 44. Geburtstag feiert (www. restaurantesasoca.com). Wir genießen Sonnenuntergänge am Cala Conta, spazieren durch die Talamanca-Bucht, trinken café con leche an der Marina Botafoch. NAH & FERN Selbst der legendäre Hippiemarkt von Las Dalias hat wieder geöffnet. Hippies können sich nicht an Regeln halten? Von wegen, die Veranstalter lassen nur eine Person pro Stand zu, achten auf Masken und Abstand. Gesundheit ist das höchste Gut, viel mehr wert als die Ekstase des Augenblicks. Abends feiern wir auf der Namaste-Party oder bei chilligen Konzerten – Reservierung empfohlen. Schnell kommen wir in der Schlange mit den Engländern und den Belgiern am Nebentisch ins Gespräch, selbstverständlich corona-konform. Trotz körper­ licher Distanz erleben wir menschliche Nähe, Offenheit und eine besondere Form der Achtsamkeit: Hippies eben (lasdalias.es). Ibiza-Urlaub und Corona: claro, está bien. Auf der Balearen-Insel ging schon immer alles, jetzt nur mit ein bisschen mehr consideración. CG ¢ 9 Weitere Infos: www.spain.info und tourismus.eivissa.es. Ab Tegel fliegt Ryanair nach Ibiza. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. (Quelle: Auswärtiges Amt, 31.08.2020) Nachbarn 09/2020 10 UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT Wandersmann zu Lande und zu Wasser T reffpunkt Krummensee bei Königs Wusterhausen: Bei recht kühlen Temperaturen, aber bestem Wetter paddelt Norman Siehl auf dem Wasser. In seinem Packraft, einem kleinen Kanu, ist leider nur Platz für eine Person, ansonsten hätte unser Gespräch auch gerne auf dem See stattfinden können. Wir befinden uns hier inmitten Norman Siehls Revier: Er ist ehrenamtlicher Kreiswegewart für den Landkreis Dahme-Spreewald und Wanderwegewart für seine Heimatstadt Wildau. Als solcher ist er zuständig für die Pflege und das Markieren der Wanderwege sowie das Kartografieren des Wegenetzes. „Nach der Wende wurden sehr viele Wege angelegt und markiert“, erzählt er. „Einige davon werden aber kaum genutzt oder enden teilweise irgendwo im Leeren. Meine langfristige Vision ist ein komplett verbundenes Wanderwegenetz für den Landkreis und letztendlich für Brandenburg.“ Geteilte Wanderfreude Grundvoraussetzung für seine Tätigkeit als Wegewart ist selbstverständlich die Leidenschaft fürs Wandern. Ein großes Anliegen ist es Norman Siehl, auch andere Menschen mit seiner Wanderlust anzustecken. Aus diesem Grund hat er vor einigen Jahren den Wanderverein Dahme-Seenland e.V. gegründet und organisiert Nachbarn 09/2020 mit dem Verein regelmäßig Touren für begeisterte Mitwanderer. Etwa einmal im Monat begeben sie sich auf Wanderschaft in der Region, und es macht ihm großen Spaß, dafür immer wieder neue Routen zusammenzustellen. Kontakte als Wanderwegewart natürlich sehr geholfen.“ Extremsport Wandern Bei Extremsportarten denkt man zunächst eher an Fallschirmspringen oder Eisklettern, aber auch Wandern extrem ist möglich. Norman Siehl Naturkind aus der Region Er ist von Kindesbeinen an sehr naturverbunden, hat das Extremwandern vor einigen Jahren für sich entdeckt, das heißt: 100 Kilometer, die einen Großteil seiner Kindheit hat er im Freien innerhalb von 24 Stunden gelaufen werden, mit verbracht und schon seinen Vater regelmäßig beim Wandern begleitet. Groß geworden in Wildau, Ausruh- und Essenspausen, aber ohne Schlaf. kennt er die Gegend hier wie seine Westentasche. „Idealerweise startet man gegen Abend, sodass man die Nacht gleich zu Beginn hinter sich Für einige Jahre hat er im Taunus gewohnt, bringt“, erzählt er. „Wenn dann gegen frühen seit vielen Jahren hat er sich mit seiner Familie Morgen nach 40, 50 Kilometern die Erschöpfung zurück in Wildau niedergelassen. Auch mit seinen einsetzt und die Füße schmerzen, ist es sehr viel mittlerweile fast erwachsenen zwei Kindern einfacher, sich nach Tagesanbruch zum Weiterist er immer wandern gegangen: „Als sie noch laufen zu motivieren.“ Was motiviert einen klein waren, habe ich sie einfach hinten in die Kraxe gepackt.“ Inzwischen hat er sein Hobby überhaupt zu einer 100-Kilometer-Wanderung? „Zum einen ist es ein tolles Gruppenerlebnis, sogar zum Beruf gemacht: Ursprünglich war aber auch ein besonderes Verbundensein mit er als Ingenieur für regenerative Energien tätig, der Natur. Außerdem ist das Glücksgefühl, wenn mittlerweile unterstützt er im Marketing man es geschafft hat, wirklich einmalig.“ Im den Tourismusverband Dahme-Seenland und letzten Jahr hat er erstmals eine solche Wandezertifiziert Qualitätswege im Auftrag des rung selbst initiiert und mit dem Wanderverein Deutschen Wanderverbandes. „Ich wollte mich aus Wildau organisiert. Gemeinsam mit rund schon länger auch beruflich in Richtung des 30 Extremwanderern war er 100 km auf den Tourismus orientieren. Da haben mir meine UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT Spuren Theodor Fontanes unterwegs. Dieses Jahr war die 24h-Wanderung für Anfang April auf dem letztjährig eröffneten Paul-Gerhardt-­ Wanderweg geplant, leider musste sie wegen der Corona-Krise ausfallen. Sie soll jedoch nachgeholt werden. Boot im Wanderrucksack Sein neuester Coup: Gemeinsam mit einem Freund hat er das Start-Up Hikanoe gegründet (eine Kombination aus Hike = Wandern und canoe = Kanu). Über ihre Website vermieten sie Packrafts deutschlandweit. Die 4 Kilogramm leichten, in 3 Minuten aufblasbaren Boote lassen sich kompakt zusammenpacken und so problemlos im Rucksack auf Wandertour mitnehmen. Hier in der Region bietet sich die Kombi aus Wandern und Paddeln ideal an. Mit der Flexibilität, sowohl zu Wasser als auch zu Land unterwegs zu sein, eröffnen sich tolle Möglichkeiten für besondere Naturerlebnisse. „Aber man kann das Boot zum Beispiel auch ganz einfach in die S-Bahn mitnehmen und in Berlin auf der Spree und den Kanälen paddeln gehen.“ Nach unserem Gespräch zieht es Norman Siehl nochmal im Boot hinaus aufs Wasser. Ganz klar: Er ist selbst das beste Aushängeschild für Hikanoe. DA ¢ „Wenn nach 40, 50 Kilometern die Füße schmerzen, ist es oft nicht einfach weiterzulaufen.“ Norman Siehl, Kreiswegewart Landkreis Dahme-Spreewald Weitere Informationen unter: hikanoe.com, wanderverein-dahme-seenland.com Nachbarn 09/2020 11 12 SPORTLICHES UMLAND GAV Mahlow Spagat und Scherensprung: Aerobic für Fortgeschrittene B is zum Besuch des Gymnastik- und Aerobicvereins Mahlow verband ich Aerobic vor allem mit einem in den 1980ern geprägten Bild: Menschen mit aben­ teuerlichen Föhnfrisuren, die sich in bonbon­ farbenen Gymnastikoutfits zur Musik auf der Stelle bewegen. Ich werde schnell eines Besseren belehrt: Die jungen Mädchen und Frauen, die in der Sporthalle in Blanken­felde höchst konzentriert trainieren, haben einiges mehr auf dem Kasten. Vom Spagat über diverse Sprünge bis zur gruppenharmonischen Choreographie – das Ganze zeigt sich als äußerst akrobatische und intensive Sportart. Sie wird als Sportaerobic oder Aerobicturnen bezeichnet, erklärt mir Linda Garbrecht, eine von heute vier anwesenden Trainerinnen. Das klassische Aerobic, das in den 1960ern in den USA entstand, wurde hier stark weiterent­ wickelt: Es wurde dynamischer, neue Kraft-, Bewegungs- und Gymnastikelemente kamen hinzu. Die Choreographien werden passend zur Musik entweder einzeln oder in kleineren Gruppen erarbeitet, Akrobatik und Show­ elemente gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung und werden bei Wettbewerben immer stärker gewertet. Auch Jungs und Männer willkommen Aufgewachsen in Blankenfelde, hat Linda Garbrecht schon als Kind im Verein angefangen und 2003 ihren ersten Wettkampf für den GAV Mahlow absolviert. Seit vielen Jahren engagiert sich die heute 27-Jährige auch als Trainerin und nimmt selbst noch bei Wettkämpfen teil. Diese Nachbarn 09/2020 werden in verschiedenen Alterskategorien ausgetragen, angefangen bei den 6–8-Jährigen. Die Wettkampfgruppe des GAV besteht aus etwa 40 jungen Mädchen und Frauen, männliche Mitglieder sind ausdrücklich erwünscht. „Bis vor einiger Zeit hat ein Junge mitgemacht, der auch viel Spaß bei uns hatte – sich dann aber doch für Fußball entschieden hat“, erzählt Linda Garbrecht. Über das Interesse von weiblicher Seite können sie sich nicht beklagen: Insbesondere nach dem jährlichen Sportfest in Blankenfelde, wo sich der GAV stets mit einem kleinen Auftritt präsen­ tiert, kommen neue Mitglieder­innen und Mitglieder hinzu. Aerobic-Aushängeschild Die Wettkampfgruppe ist nur ein Bereich des GAV Mahlow, das Sportangebot des Vereins umfasst auch klassisches Aerobic, Gymnastik und für Kinder ab 4 Jahren spielerisches Turnen zur Musik. Insgesamt zählt der Verein 268 Mit­ glieder. Der GAV Mahlow ist im Land Brandenburg Vorreiter im Bereich Aerobic. Nicht zuletzt die Begeisterung und das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Trainerinnen tragen dazu bei, dass hier eine „Aerobic-Hochburg“ entstanden ist. In diesem Jahr mussten die Wettkämpfe coronabedingt fast alle ausfallen. Nach monatelanger Pause wird jetzt wieder fleißig trainiert: Sie können dann hoffentlich im kommenden Jahr erneut zeigen, was der GAV Mahlow aerobicturnerisch zu bieten hat. DA ¢ Weitere Informationen unter www.gav-mahlow.de ANZEIGEN TEMPTON ist einer der führenden Personaldienstleister für den deutschen Mittelstand mit 130 Niederlassungen und 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bundesweit. Wollten Sie schon immer auf den Berliner Flughäfen arbeiten? Wir, die TEMPTON Aviation, ein Personaldienstleister spezialisiert im Bereich Luftfahrt, sucht ab sofort qualifiziertes Personal in verschiedenen Bereichen. 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Für das Vorhaben werden Grundstücke in den Gemarkungen Dabendorf, Glienick, Groß Machnow, Mittenwalde, Rangsdorf, Telz sowie Zossen beansprucht. Mit dem Antrag werden die im Rahmen der Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen erforderlichen Änderungen planrechtlich nachgeführt. Nachbarn berichtete über die Herstellung der Kompensationsmaßnahmen und die neuen Informationsschilder u.a. in der Ausgabe 10/2019. Die Antragsunterlagen zum Antrag auf Änderung der ergänzenden Planfeststellung „Komplexe Kompensationsmaßnahmen Zülow­ niederung“ werden gem. § 2 Gesetz zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Planungs- und Genehmigungsverfahren während der COVID-­ 19-Pandemie (PlanSiG) im Internet unter: www.o-sp.de/lbvbrandenburg/start.php in der Zeit vom 14. September bis 14. Oktober 2020 veröffentlicht. Darüber hinaus werden die Antragsunterlagen in der Gemeinde Rangsdorf (Seebadallee, 15834 Rangsdorf), in der Stadt Mittenwalde (Rathausstraße 8, 15749 Mittenwalde) in der Stadt Zossen (Marktplatz 20, 15806 Zossen) im gleichen Zeitraum zu den Dienststunden zu jedermanns Einsicht ausgelegt. Einzelheiten zu Ort und Zeit der Auslegung wurden orts­ üblich bekannt gemacht. Bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Aus­legungsfrist, d. h. bis einschließlich 28.10.2020 (maßgeblich ist der Tag des Eingangs der Einwendung), können bei der LuBB oder bei den Gemeinden Rangsdorf sowie den Städten Mittenwalde und Zossen Hinweise oder ­ edenken schriftlich oder als elektronische B Erklärung eingereicht werden. Die Erklärung zur Niederschrift wird ausgeschlossen, § 4 Absatz 1 PlanSiG. Unter Berücksichtigung der aktuellen SARS-CoV-2-Umgangsverordnung i. V. m. § 4 Absatz 2 PlanSiG, § 3a VwVfG besteht die Möglichkeit zu elektronischen Erklärungen mit qualifizierter elektronischer Signatur an: POST-QES@LBV.Brandenburg.de Die Einwendungen müssen Namen und An­schrift des Einwenders enthalten sowie den geltend gemachten Belange und das Maß der befürchteten Beeinträchtigungen erkennen lassen. Nach Ablauf der Frist sind Einwendungen ausgeschlossen (§ 10 Absatz 2 Nr. 2 LuftVG). Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus den ortsüblichen Bekanntmachungen. red Logistikunternehmen leisten wichtigen Beitrag in der Krise Ministerpräsident Dietmar Woidke zu Gast im Landkreis Dahme-Spreewald I m Rahmen seines Besuchsprogramms in den Landkreisen und kreisfreien Städten besuchte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke im August die Raben Trans European Germany GmbH in Mittenwalde. Die Raben-Unternehmensgruppe beschäftigt in Deutschland 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 39 Standorten. Zusammen mit Landrat Stephan Loge, LDS-­ Wirtschaftsdezernenten Stefan Klein und Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße wollte er sich ein Bild machen über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens in der Corona-Krise. Zuerst galt aber auch für ihn und die anderen Besucher am 20. August: vor Eintritt in das Gebäude Körpertemperatur messen und Maske auf. Zu Beginn des Gespräches machte der Ministerpräsident auf einen wichtigen Punkt aufmerksam: Nachbarn 09/2020 Neben der Bewältigung der gesundheitlichen Situation sei es entscheidend gewesen, wie es funktioniert, dass wir ein relativ normales Leben auch unter Corona-Bedingungen aufrecht­ erhalten können und müssen. Das funktioniere nur, wenn unter anderem die Stromversorgung und vor allem wenn die Grundversorgung der Bevölkerung weiter gesichert ist. Dazu brauche es Menschen, auch im Bereich der Logistik, die zuverlässig ihre Arbeit machen. Bei einem anschließenden Rundgang durch den Hallenbereich erläuterten Geschäftsführer Ewald Raben und Niederlassungsleiter Frank Ostroga die Arbeitsabläufe im Unternehmen unter den veränderten Bedingungen. Ewald Raben: „Trotz der schwierigen Umstände ist es uns in den vergangenen Monaten mithilfe eines umfangreichen Maßnahmenkatalogs gelungen, die Lieferketten zu jeder Zeit aufrechtzuerhalten“. Fast ein Drittel der Lieferketten, die das Unternehmen logistisch abdeckt, sind Lebensmittel. Das Unternehmen verzeichnet seit Beginn der Corona-Krise auch einen erheblichen Anstieg an Lieferungen für Privatpersonen. Ewald Raben erläuterte dann die vom Unter­ nehmen organisierten Schutz- und Hygienemaßnahmen für die 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Mittenwalde. Dazu wurde ein Krisenmanagement-Team gegründet, das die Maßnahmen überwacht. Das betrifft auch die Sicherheitsvorkehrungen bei der Zustellung der Liefer­ungen an die Kunden. Mit seinem Besuch wolle Woidke auch Danke sagen für die tolle Leistung des Unternehmens während der Corona-Krise. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen hervorragenden Job abgeliefert“, so der Ministerpräsident zum Abschluss des Besuches. MT ANZEIGEN 15 Familie Damm – persönlich für Sie in der Beratung Fenster, Türen und individueller Schallschutz für Ihre Immobilie Fenster und Türen haben vielfältige Funktionen. So geht es um Aussehen, Wärme- und Schalldämmung sowie Einbruchschutz. Der große Vorteil des Familienbetriebs von Kathrin Damm und Olaf Damm ist neben der langen Erfahrung aus über einem Vierteljahr­hundert, dass sie mit ihrem Firmensitz in Waltersdorf „um die Ecke“ ansässig sind. Dadurch hat man einen kurzen Weg, um in der Ausstellung alle Möglichkeiten anzusehen. Hier gibt es außerdem Rollläden, Sonnen­schutz, ­Überdachungen, Wintergärten und Schallschutz­lösungen. 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Das neue Objekt bietet den Bundespolizistinnen und Bundespolizisten im Erdgeschoss einen Empfang mit Wachen­büro und Bearbeitungsräumen zum Beispiel für Durchsuchungen und Vernehmungen. Zudem werden 40 Büroarbeitsplätze sowie Umkleide-, Sozial- und Schulungsräume eingerichtet. Das Gebäude verfügt im Notfall über eine autarke Stromversorgung. Die Nettogeschoß­fläche des Gebäudes beträgt 2.600 Quadratmeter auf drei Etagen. Die Investitionskosten inklusive Erschließung und Planung belaufen sich auf rund vierzehn Millionen Euro. red Vorausschauend. Sogar beim Blick in den Rückspiegel. Der neue Vito unterstützt Sie in nahezu jeder Verkehrssituation. Mit seinem digitalen Rückspiegel behalten Sie im Berufsverkehr immer den Überblick. 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