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Periodical volume

Full text: Nachbarn Issue 2019,2

Nachbarn

Der Berg ruft!

Wir in der
Flughafenregion

02
2019

2

IN UNSERER REGION | AUF EIN WORT

Liebe Nachbarinnen
und Nachbarn!
Wenn Sie mich fragen, was die Region so
speziell macht, dann ist es ihre geografische
Lage, mit der Nähe zur Metropole Berlin und
den tollen Erholungsmöglichkeiten im Umland
sowie die enorme Dynamik des Standorts,
der sich unsere neue Serie Standortentwicklung
fortan widmen wird.
Mit der Wachstumsdynamik des Flughafen­
umfeldes hat sich auch die IHK Cottbus beschäf­
tigt und vor wenigen Wochen eine Verkehrs­
studie vorgestellt. Darin zeigt sie klar auf, wo
Verkehrsverbindungen erweitert oder neu
geschaffen werden müssen, um auch in den
kommenden Jahrzehnten für fließenden Verkehr
zu sorgen. Dass der Verkehr ein großes Thema
in unserer Region ist, liegt übrigens nur zu
einem kleinen Teil am Flughafen selbst. Unter
10 Prozent des Verkehrsaufkommens entsteht
durch Passagiere, die am BER ankommen
oder wegfliegen. Deutlich mehr Verkehr
entsteht durch die Berufspendler.
Speziell ist unsere Region auch wegen ihrer
besonderen Einwohnerinnen und Einwohner.
Seit dem Relaunch unserer Zeitung im Sommer
vergangenen Jahres haben wir Ihnen schon
einige dieser interessanten Nachbarn aus der
Flughafenregion vorgestellt. So auch in dieser
Ausgabe.

Die Initiatoren des BERGFUNK, die auch auf
der Titelseite abgedruckt sind, tragen auf
besondere Art und Weise dazu bei, dass sich
die Region auch bei den weichen Standort­
faktoren, die eine Region besonders lebenswert
machen, weiterentwickelt. Bei einem Besuch
auf dem geschichtsträchtigen Funkerberg in
Königs Wusterhausen, der Wiege des deutschen
Rundfunks, haben sie mit uns über ihre
Motivation und die Zutaten für ein gutes Open
Air gesprochen. Oder aber die Macher von
TRAINICO, die als verlässliche Partner der Luft­
fahrtbranche seit Jahren Fachkräfte für die
Region ausbilden und somit sehr zur positiven
Entwicklung der vergangenen Jahre beige­tra­
gen haben. Welche Hürden sie dabei nehmen
müssen, und welche Wünsche dennoch
in greifbarer Nähe sind, erfahren Sie in Mein
Arbeitsplatz in der Flughafenregion.
Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Engelbert Lütke Daldrup

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup

Nachbarn 02/2019

IN UNSERER REGION | POLITIK

Bürgermeisterin Mittenwalde

Maja Buße

1

Frau Buße, im September
fiel der Startschuss für ein zu
100 Prozent emissionsfreies
Gewerbegebiet direkt neben
der A13 in Ragow. Sind die 		
Baukräne schon im Anmarsch?

In der zweiten Januarwoche habe ich
bewusst die ersten Baufahrzeuge und
Bauarbeiter im Gewerbepark gesehen.
Es geht nun also tatsächlich los – was
lange währt, beginnt nun mit den ersten
Bauanlaufmaßnahmen. Ich freue
mich also, wenn auf lange brachliegenden
Flächen die Entwicklung sichtbar für
unsere Bürgerinnen und Bürger wird,
und wir dort bald die sich ansiedelnden
Firmen begrüßen dürfen. Wenn dann
in Zukunft auch noch Mittenwalderinnen
und Mittenwalder dort arbeiten, sich
die Verkehrsanbindung des öffentlichen
Nahverkehres verbessert, die Gewerbe­
steuereinnahmen fließen – und dies noch
alles unter den Aspekt des Umwelt­
schutzes und unter Berücksichtigung der
Belange des Ortsteiles – so ist das ein
großer Zugewinn für die Stadt Mitten­
walde auf den verschiedensten Ebenen.
Ich hoffe sehr auf die Realisierung dieses
Gewerbegebietes und wünsche allen
Beteiligten viel Erfolg für die Zukunft.

2

Der Mittenwalder Spielmannszug hat die Stadt im vergangenen Jahr über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Sie waren beim Gewinn der 		
Weltmeisterschaft in Taiwan
vor Ort. Das war sicher ein ganz
besonderes Highlight in Ihrer
bisherigen Amtszeit?

3

Das war in der Tat ein sehr emotionales
Ereignis an Wettbewerb und Reise
teilzunehmen. Ich bin dem Verein dankbar
für die großen und kleinen Momente, die
genauso, wenn nicht noch nachhaltiger
zählen und wirken. Ich durfte das
Miteinander der Spielleute erleben, egal
welchen Alters, welcher Herkunft oder
Bildungsstandes, es wurde miteinander
musiziert und sich gegenseitig unterstützt.
Und dann kam zu guter Letzt der liebevolle
Empfang zur Rückkehr mit dem Pokal
in der Stadt Mittenwalde – ein überragen­
des Erlebnis.

In diesem Jahr begeht Theodor
Fontane seinen 200. Geburtstag. Auch in Mittenwalde
machte der Dichterfürst einen
kurzen Zwischenstopp.
Sind besondere Aktivitäten
im Jubiläumsjahr geplant?

Besondere Aktivitäten sind in Planung,
denn wir verzeichnen in der Stadt
Mittenwalde noch ein weiteres für uns
besonderes Jubiläum: zehn Jahre Freund­
schaftsvertrag mit unserer ukrainischen
Partnergemeinde Machniwka. Unter
Berücksichtigung des 200. Geburtstages
von Theodor Fontane und seinen Worten
über Krieg und Freundschaft werden
wir dies feierlich begehen und sicherlich
auch den durch die Stadt Mittenwalde
verlaufenden Fontane Wanderweg dazu
besuchen. Interview CF

„Ich hoffe sehr auf
die Realisierung dieses
Gewerbegebietes
in Ragow.“
Maja Buße, Bürgermeisterin Mittenwalde

Nachbarn 02/2019

3

geraten sind. Dann ist es gut, wenn ich einen
Menschen an meiner Seite habe, der mich
begleitet.
Vor zehn Jahren habe ich gute Wünsche und
viel Segen für meine neue Beauftragung als
Flughafenpfarrer in Berlin bekommen. Die guten
Wünsche haben mir geholfen, in den letzten
zehn Jahren – zusammen mit meinen katho­
lischen Kollegen – die Flughafenseelsorge
in Berlin weiter zu entwickeln und auszubauen.
Bis dahin gab es einen Kollegen am Flughafen
Schönefeld, in Tegel gab es bis 2008 keine
Strukturen der schnellen Hilfe für die Seele. In
den letzten zehn Jahren haben wir viel erreicht.

Liebe Leserin,
lieber Leser

ANZEIGE

Von Herzen wünsche ich Ihnen ein gelingendes
und gesegnetes neues Jahr. Das neue Jahr ist
nun schon wenige Wochen alt; und trotzdem
bin ich mir sicher, dass Sie einen guten Wunsch
gerne gut gebrauchen können. So geht es
mir jedenfalls. Gerne lasse ich mir ein gutes,
gesegnetes und gelingendes neues Jahr
wünschen. Das Gute, die Gesundheit oder
unsere Vorhaben können von einer Sekunde
zur nächsten einfach nicht mehr da sein.
Am Flughafen spüren wir das ab und zu, wenn
wir Menschen begleiten, die akut in eine Notlage

Zusammen mit der Flughafengesellschaft und
den beiden großen christlichen Kirchen in Berlin
ist es gelungen, ein Team auszubilden und zu
beauftragen.

2003 Pfarrer Gottfried Kraatz nimmt
seine Tätigkeit am Flughafen
Schönefeld auf
2008 Pfarrer Justus Münster (evangelisch)
und Pfarrer Bernhard Motter
(katholisch) übernehmen in
Schönefeld und weiten ihre Tätigkeit
auf Tegel und anfangs auch
Tempelhof aus
2012 Pater Wolfgang Felber löst Pfarrer
Bernhard Motter ab
2012 Das Team der Ökumenischen
Flughafenseelsorge Berlin nimmt
seine Tätigkeit auf
2018 Dreißig Ehrenamtliche sind an beiden
Berliner Flughäfen unterwegs
2019 Pfarrerin Sabine Röhm löst Justus
Münster ab

Nun ist es Zeit für mich Abschied zu nehmen
und Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, euch,
liebes Team der Ökumenischen Flughafenseel­
sorge Berlin und Ihnen, liebe Mitarbeitende
der Flughafengesellschaft, alles erdenklich Gute
und viel Segen für die kommenden Tage und
Wochen zu wünschen. Wie das eben so üblich ist,
wenn ein Jahr beginnt. Ihr Justus Münster

KEEP SMILING.

Impressum
Herausgeber: Flughafen Berlin

Verantwortlicher Redakteur der

Brandenburg GmbH

ELRO Verlagsgesellschaft mbH:

in Kooperation mit

Manfred Tadra

ELRO Verlagsgesellschaft mbH

( (033764) 5059-61

Eichenallee 8,

m.tadra@elro-verlag.de

15711 Königs Wusterhausen
( (03375) 24250 /

Verantwortlich für Anzeigen:

Ästhetische Zahnmedizin

www.elro-verlag.de

Jörg Kobs

Vollkeramische Restaurationen

Auflagenzahl: 65.000

j.kobs@elro-verlag.de

Parodontologie

Verteilgebiet: Flughafenregion

Redaktion: Christian Franzke (CF) –

Berlin-Brandenburg

verantwortlich, Andreas Lange (AL),

( (0175) 167 43 38

Prophylaxe/Bleaching

Donate Altenburger (DA), Nancy

Kieferorthopädie für Erwachsene/INVISALIGN

Chefredaktion (V.i.S.d.P.):

Biebach (NB), Wolfgang Felber (WF),

Implantologie – minimalinvasiv, navigiert

Hannes Stefan Hönemann

Clemens Glade (CG), Annika

( (030) 6091-70100

Hennebach (AH), Verena

©

3D Röntgen (DVT)
Vollnarkosebehandlungen
Willy-Brandt-Platz 2,
12529 Schönefeld
Tel.: 030 609 176 260,
www.zahnarztlive.de

Nachbarn 02/2019

­Heydenreich (VH), Dr. Kai Johannsen
Ressortleiter Verlagsthemen:

(KJ), Jörg Kobs (JK), Oliver Kossler

Vesa Elbe

(OKS), Rosemarie Meichsner (RM),
Simon Miller (SM), Justus Münster

Gestaltung und Realisation:

(JM), Manfred Tadra (MT), Ralf

Oliver Otto

Wagner (RW), Redaktion (red)

Bildquellen: Günter Wicker (S. 1, 2, 4, 5, 6, 12, 13, 14), Stadt Mittenwalde (S. 3),
Fotolia (S. 7), Karsten Holtmann (S. 8), Andreas Lange (S. 8), Jörg Kobs (S. 9),
Christian Franzke (S. 9), Udo Haake (S. 10, 11), Stephan Paul (S. 13),
Gerlinde Irmscher (S. 16), Manfred Tadra (S. 16, 18, 20), OSZ Landkreis
Dahme-Spreewald (S. 18)

MEIN ARBEITSPLATZ IN DER FLUGHAFENREGION

5

Bildung ist der Schlüssel
Ralf Kendzia macht mit TRAINICO
die Flughafenregion fit

O

b Triebwerkswartung oder Ansagetraining: Als einer
der großen Bildungsträger der Luftfahrtbranche
in der Flughafenregion hat es sich TRAINICO zur
Aufgabe gemacht, die Fachkräfte von morgen zu qualifizieren.
„Wir sind die einzige Schule in Deutschland, die nicht nur
spezielle technische Themen anbietet, wir bilden auch im
kaufmännischen Bereich aus“, sagt Ralf Kendzia, Geschäfts­
führer von TRAINICO. Der gebürtige Strausberger, der am
Anfang seines Berufsweges Flugzeugmechaniker erlernte,
später dann vom Luftfahrtbundesamt zur TRAINICO
als ­Qualitätsmanager kam, ist seit rund viereinhalb Jahren
Chef des Ausbildungsbetriebs.

Schule mit vielfältigem Ansatz
„Wir machen wirklich alles. Von der Umschulung, die vom
Arbeitsamt gestützt ist, bis zu Fort- und Erstausbildungen.
Allein im technischen Bereich bieten wir rund 30 Lehrgänge
an, in deren Klassen sich viele verschiedene Nationen treffen.
Geht es zum Beispiel um die Instandsetzung von Flugzeugen,
vermitteln unsere Trainer theoretische und praktische
Kenntnisse im Umgang mit Composite-Strukturen oder wie
man Arbeiten in Kraftstofftanks von Luftfahrzeugen
durchführt. Bei uns als Dienstleister für alle luftfahrttech­
nischen Betriebe bleiben die Azubis in der Regel dreieinhalb
Jahre, bevor sie in die Betriebe ausschwärmen. Dabei
haben wir im technischen Bereich eine Übernahmequote
von einhundert Prozent, im kaufmännischen liegt diese
nur wenig darunter“, freut sich der Geschäftsführer. Von den
rund 70 Trainerinnen und Trainern, die für TRAINICO aktiv
sind, verfügen alle über ein breites Fachwissen, mit dem
sie auch über die Landesgrenzen hinaus sehr gefragt sind.
„Wir sind im gesamten Bundesgebiet, aber unter anderem
auch in Spanien sehr aktiv. Demnächst werden wir in Madrid
helfen, eine Erstausbildung zu etablieren“, ergänzt Antje
Suslow, die sonst im Unternehmen für kaufmännische B2B
Seminare zuständig ist.

Hohe bürokratische Hürden
„In den vergangenen Jahren haben wir uns immer mehr in
Richtung freies Geschäft entwickelt und konnten uns
somit noch stärker als Dienstleister der Unternehmen
etablieren“, fasst Kendzia zusammen. Zu seinem Team zählt
er 40 Festangestellte sowie 70 bis 80 freie Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Mit Blick in die Zukunft plagen den umtrie­
bigen 62-Jährigen dennoch einige Sorgen. „Es sind gerade
die praktischen Lösungen, die im Alltag oft fehlen: gerne
­hätten wir zum Beispiel Flüchtlinge zu Bodenverkehrsdienst­
leistern ausbilden lassen. Das lässt sich aber nur sehr schwer
mit unserem strengen Luftsicherheitsgesetz in Einklang
bringen“, so Kendzia. Die TRAINICO, versichert er aber, wird
ihren Anteil am Möglichen dazu beitragen, dass die Region
sich auch weiterhin so positiv entwickelt. Einen großen
Wunsch verfolgt der ehemalige Marinehubschrauberpilot
dabei jedoch: die Eröffnung des BER im Oktober 2020.
Dadurch, ist sich Kendzia sicher, wird die Region nochmals
einen riesigen Schub erhalten, „den wir uns heute noch
nicht einmal vorstellen können.“ CF

„Durch die Eröffnung des BER wird
die Region nochmals einen riesigen
Schub erhalten.“
Ralf Kendzia, Geschäftsführer TRAINICO

Nachbarn 02/2019

6

STANDORTENTWICKLUNG

So geht es weiter
am Flughafenstandort BER

N

ächstes Jahr, im Oktober 2020, wird der Flughafen Berlin
­Brandenburg in Betrieb gehen. Der gesamte Luftverkehr der
Region Berlin-Brandenburg wird somit an einem Standort
gebündelt. Mit der Eröffnung des BER erfolgt auch die Schließung des
Flughafens Tegel. Damit gehen natürlich auch Fragen einher, ob der
BER ausreichend groß ist, um den gesamten Bedarf der Hauptstadtregion
aufzunehmen.
Genau mit dieser Frage beschäftigt sich die Flughafengesellschaft in ihrer
Masterplanung. Grundlage der Ideen, wie der Standort weiterentwickelt
werden kann, ist eine sogenannte Luftverkehrsprognose (siehe Kasten),
nach der im Jahr 2040 rund 55 Millionen Passagiere pro Jahr am BER
erwartet werden. Zum Vergleich: Heute fliegen knapp 35 Millionen
Passagiere pro Jahr ab Schönefeld und Tegel.
Die Flughafengesellschaft hat für die steigenden Passagierzahlen ein
Leitbild erarbeitet, den Masterplan BER 2040. Darin ist skizziert, wie der
BER in den nächsten Jahrzehnten aussehen wird. Ziel ist es, den BER zu
einem Standort mit mehreren Terminals weiter zu entwickeln. Eine
neue Start- und Landebahn ist dabei nicht nötig. Die zwei Bahnen und
die vorgesehenen Vorfeldflächen reichen aus, um die prognostizierten
Verkehrsmengen zu bewältigen. Dies liegt auch daran, dass heute deutlich
mehr Passagiere pro Luftfahrzeug reisen, als ursprünglich angenommen.
Die Flughafengesellschaft wird aus den groben Ideen der Masterplanung
die einzelnen Projekte zeitlich gestaffelt detailliert ausarbeiten und die
erforderlichen Genehmigungsverfahren zur Anpassung der Infrastruktur
gemäß den gesetzlichen Vorgaben durchführen.

Nachbarn 02/2019

Terminals am BER
Neben dem großen Terminal 1 soll im Oktober 2020 auch
das neue Terminal 2 direkt vor dem bereits bestehenden Pier
Nord in Betrieb gehen. Zudem bleibt der Flughafen Schöne­
feld noch mehrere Jahre in Betrieb. Der Flughafen wird damit
ein Terminal des BER. Gegenüber des Terminal 1 entsteht
das neue Terminal 3 mit einer Gesamtkapazität von
ca. 12 ­Millionen Passagieren. Die Planung dafür beginnen
aktuell. Mit Inbetriebnahme des Terminal 3 wird dann auch
der Flughafen Schönefeld geschlossen. Die weiteren Schritte
danach werden in Abhängigkeit der weiteren Verkehrsent­
wicklung vorgenommen. Hier erfolgt dann die Anpassung der
Master­planung auf die dann zu berücksichtigenden Bedarfe.

Die Luftverkehrsprognose

Die Luftverkehrsprognose (die wissenschaftlich begrün­
dete Voraussage der Luftverkehrs-Entwicklung) aus dem
Jahr 2000 ging von einer Verkehrsmenge von ca.
30 Millionen Passagieren und ca. 360.000 Flugbewegun­
gen pro Jahr für das Jahr 2023 aus. Diese damals
ermittelten Zahlen stellen jedoch gemäß Planfeststel­
lungsbeschluss 2004 keine Obergrenze dar, sondern
waren Planungsgrundlage für die zu ent­wickelnde
Infrastruktur. Verändert sich die Prognose, muss die
Infrastruktur angepasst werden. Die aktuelle Luftver­
kehrsprognose des Büros Steer aus dem Jahr 2018 geht
im Jahr 2040 von ca. 55 Mio. Passagieren und ca. 417.000
Flugbewegungen pro Jahr aus. Auf Basis dieser Prognose
wurde der Masterplan als Leitbild entwickelt. VH

IN UNSERER REGION

7

Hausbau am Flughafen
Schallschutz für neue Häuser
¢

D

ie Region boomt. Eine aktuelle Verkehrs­
studie der IHK Cottbus geht von über
30.000 zusätzlichen Einwohnern für die
BER Umlandgemeinden in den nächsten beiden
Jahrzehnten aus. Trotz des zu erwartenden
Fluglärms entstehen rund um den BER immer
mehr Wohnungen und Eigenheime und damit
viele Fragen zum Lärmschutz für Neubauten.
Da mit der Inbetriebnahme des Flughafens BER
im Oktober 2020 rings um den Flughafen mit
Fluglärm zu rechnen ist, sollten zukünftige
Hauseigentümerinnen und -eigentümer bereits
beim Bau ihrer Häuser darauf achten, dass diese
über einen ausreichenden Schallschutz verfügen.
Dafür bietet die Flughafengesellschaft Unter­
stützung an: „Wir übernehmen für Neubauten
im Schallschutzgebiet des Flughafens BER die
für den Schallschutz zusätzlich erforderlichen
Kosten. Dafür bieten wir den Abschluss individu­
eller Vereinbarungen an“, so Schallschutzchef
Ralf Wagner.
Dieses Angebot gilt für Neubauten, wenn die
entsprechenden Grundstücke zum 15. Mai 2000
bebaut oder bebaubar waren. Die individuellen
Vereinbarungen richten sich dabei an Neubauten
im sogenannten „Tagschutzgebiet“, das sich
über weite Teile von Blankenfelde-Mahlow sowie
über Teile von Eichwalde, Bohnsdorf und
Schulzendorf erstreckt. „Voraussetzung für eine
solche Vereinbarung ist jedoch, dass sich künftige
Eigenheimbesitzer noch vor Baubeginn oder
besser noch vor Planungsbeginn bei uns melden
und mit uns das weitere Vorgehen besprechen.
Die Eigentümer haben dann auch die Möglichkeit,

noch vor Baubeginn zu erfahren, welche Kosten
wir übernehmen, sobald der Neubau bezogen
wurde“, so Wagner weiter. Zusätzlich erforderliche
Kosten werden auch für Neubauten im „Nacht­
schutzgebiet“ übernommen. Auch hier sollten
sich die künftigen Eigentümer möglichst
frühzeitig bei der FBB melden.
Außerdem können künftige Hauseigentümer
noch vor Planungsbeginn von der FBB erfahren,
mit welchen Fluglärmpegeln zu rechnen ist.
Auf dieser Grundlage können sie ihr Haus dann
so planen lassen, dass die Schallschutzmaßnah­
men ausreichen, um die geltenden Vorgaben
des Planfeststellungsbeschlusses (PFB) einzuhal­
ten. Ist dies der Fall, werden die für die Umset­
zung der Schallschutzmaßnahmen zusätzlich
erforderlichen Kosten von der FBB übernommen
(siehe Infokasten).
Bei Anwohnern, die sich erst nach Fertigstellung
ihres Neubaus bei der FBB melden, stellt sich die
Situation anders dar. Sollte der Neubau bereits
über ausreichenden Schallschutz verfügen,
erstattet die FBB die Kosten, die dafür zusätzlich
notwendig waren. Reicht der Schallschutz jedoch
nicht aus, müssen am Neubau weitere Baumaß­
nahmen, wie z. B. neue Schallschutzfenster,
umgesetzt werden. Die FBB zahlt dann nach dem
Einbau die Differenz zu den vorher eingebauten
Fenstern. OKS

Weitere Informationen:
www.berlin-­airport.de →
Nachbarn → Schallschutzprogramm
BER → Hausbau am Flughafen

Individualvereinbarung Neubau
Zur Ermittlung der zusätzlichen Kosten
werden die geplanten Kosten des schallge­
schützten Neubaus mit einem baugleichen
Neubau ohne Schallschutzmaßnahmen
verglichen.
Beispiel:
• Kosten eines Neubaus ohne Schallschutz­
maßnahmen (übliche Fenster, übliche
Wände, übliche Lüftung): 220.000 Euro
• Kosten eines vergleichbaren Neubaus mit
Schallschutzmaßnahmen (Schallschutz­
fenster, Wände mit Schalldämmung,
Schalldämmlüfter): 250.000 Euro
• Höhe der erstattungsfähigen Kosten:
30.000 Euro
Die FBB trifft mit den zukünftigen Eigen­
tümern eine Individualvereinbarung und
bestätigt darin, dass die erstattungsfähigen
Kosten ausgezahlt werden, sobald das
Gebäude fertiggestellt ist. Voraussetzung
dafür ist eine Bestätigung von Eigentümer
und Planer darüber, dass der Neubau
inklusive der in der Planung vorgesehenen
Schallschutzmaßnahmen errichtet wurde.

Nachbarn 02/2019

Grünes Band komplett

D

as größte Einzelprojekt der Ausgleichsund Ersatzmaßnahmen ist die öko­
logische Aufwertung der Zülowniede­
rung auf einer Fläche von rund 1.500 Hektar.
Die für die geplanten Maßnahmen benötigten
Grundstücke werden überwiegend von den
drei großen Landwirtschaftsbetrieben „Agrar­
genossenschaft Groß Machnow eG“, „Flora Agrar
GmbH“ und „Märkische Agrargenossenschaft
Mittenwalde“ (MAG) genutzt.
In einem mehrjährigen Abstimmungs- und
Verhandlungsprozess ist es gelungen, die
betrieblichen Anforderungen der Landwirtschaft
soweit mit den ökologischen Anforderungen
in Übereinstimmung zu bringen, dass mit den
Landwirtschaftsbetrieben Entschädigungsver­
einbarungen über die Umsetzung der Kompen­
sationsmaßnahmen abgeschlossen werden
konnten.
Die Entschädigungen betreffen den vollstän­
digen Entzug von Flächen für dauerhafte
Maßnahmen wie z. B. die Anlage von Klein­
gewässern oder von Pflanzungen.
Da der Planfeststellungsbeschluss darüber
hinaus auch produktionsintegrierte Maßnahmen
in Form von Bewirtschaftungsvorgaben für die
Nachbarn 02/2019

Kompensationsmaßnahmen

Acker- und Grünlandnutzung vorsieht (s. Foto:
Bienenweide mit Ackersaum der Agrargenossen­
schaft Groß Machnow), waren in komplexen
gutachterlichen Berechnungen zahlreiche
weitere Entschädigungsansprüche der Landwirt­
schaftsbetriebe zu ermitteln.
Ende vergangenen Jahres haben die Flughafen­
gesellschaft und die Märkische Agrargenossen­
schaft Mittenwalde (MAG) die letzte noch
abzuschließende Entschädigungsvereinbarung
unterzeichnet (s. Foto: Vorstände der Märkischen
Agrargenossenschaft).
Mit Abschluss dieser Vereinbarung konnte ein
zeit- und arbeitsaufwändiger Prozess erfolgreich
zu Ende gebracht und ein einvernehmlicher
Weg mit den maßgeblich beteiligten Landwirt­
schaftsbetrieben zur Umsetzung ökologisch
wichtiger Kompensationsmaßnahmen in der
Zülowniederung erreicht werden. AL

Im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatz­
maßnahmen sorgt die Flughafen Berlin
Brandenburg GmbH mit zahlreichen
Projekten dafür, dass die unvermeidbaren
Veränderungen der Landschaft durch den
Ausbau des neuen Flughafens Berlin
Brandenburg ökologisch ausgeglichen
werden. Auf einer Fläche von ca. 1.500 Hek­
tar in der zwischen Rangsdorf und Mitten­
walde gelegenen Zülowniederung wertet
ein „grünes Band“ im direkten Umfeld des
BER die Landschaft für Anwohner und
Besucher auf. Wo Lebensräume für Tiere
und Pflanzen verloren gingen, wurde an
anderer Stelle hochwertiger Ersatz geschaf­
fen. Die Flughafengesellschaft hat diese
Maßnahmen im Rahmen der Auflagen der
Planfeststellung umgesetzt und wird über
einen Zeitraum von 25 Jahren die Verant­
wortung für deren nachhaltige und
optimale Entwicklung übernehmen. Auch
künftige Ausbaumaßnahmen werden
ökologisch von den Fachleuten der FBB
begleitet.

IN UNSERER REGION

9

Memorandum
zur Zusammenarbeit
Bezirk Neukölln und Gemeinde Schönefeld
planen für die Zukunft

D

er Berliner Bezirk Neukölln und die
brandenburgische Gemeinde Schönefeld
haben in einem „Memorandum of
Understanding“ eine zukünftig engere Zusam­
menarbeit vereinbart. Schwerpunkt wird die
Planung für ein gemeinsames Verkehrskonzept
im Bereich Schönefeld Nord, Großziethen sowie
der südlichen Neuköllner Ortsteile Rudow und
Buckow. Neben einer Verlängerung der U7
gehören dazu insbesondere Wegeverbindungen
für Fußgänger, Radfahrende und Kraftfahrzeuge.
Darüber hinaus sollen die Ordnungsämter beider
Kommunen künftig stärker zusammenarbeiten.
Das Memorandum wurde im Rathaus Neukölln
von beiden Bürgermeistern Martin Hikel und
Dr. Udo Haase, dem Neuköllner Bezirksstadtrat
für Stadtentwicklung Jochen Biedermann
sowie dem Vorsitzenden des Entwicklungsaus­
schusses der Gemeinde Schönefeld Olaf Damm
(rechts im Bild) unterschrieben.

Länderübergreifende
Kooperation
Bezirksbürgermeister Martin Hikel (2.v.l.) sagte
dazu: „Die Metropolregion Berlin endet nicht
an den Stadtgrenzen. Und weil die gesamte

Region sowohl innerhalb Berlins als auch in den
umliegenden Gemeinden wächst, müssen wir
dieses Wachstum gemeinsam gestalten.
Die M
­ enschen in Berlin und Brandenburg wollen
eine funktionierende öffentliche Infrastruktur.
Sie fragen nicht, wer für welches Teilstück
zuständig ist, sondern wollen von A nach B
kommen. Deshalb freue ich mich, über diesen
wichtigen Schritt für mehr Zusammenarbeit
zwischen unseren Verwaltungen und erhoffe
mir davon Signalwirkung für die ganze Stadt.“
Und Bürgermeister Udo Haase (3.v.l.) äußerte:
„Die Einwohnerzahl von Schönefeld wird sich in
den nächsten zehn Jahren fast verdreifachen.
Für uns ist eine gute Zusammenarbeit unabding­
bar. Grenzen spielen da für uns keine Rolle mehr.

Deshalb ist die heutige Vereinbarung ein erster
konkreter Schritt auf dem Weg zur engen
Zusammenarbeit für eine zukunftsfähige
Metropolregion.“
Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (links im Bild):
„In absehbarer Zukunft wird sich die räumliche
Trennung von Wohn- und Arbeitsort wahrschein­
lich nicht auflösen. Durch den Ausbau des
öffentlichen Nahverkehrs und der Radinfra­
struktur müssen wir den Verkehrsinfarkt ver­
hindern. Mit attraktiven Angeboten erleichtern
wir nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern
ihren Alltag, sondern tun gleichzeitig etwas für
den Klimaschutz. Ich bin zuversichtlich, dass
uns die Zusammenarbeit mit Schönefeld hier
weiterbringt.“ red

Baustart für Gewerbepark
Schönefelder Kreuz
Amazon kommt nach Kiekebusch

D

ie ersten Bagger rollen bereits im
Gewerbepark Schönefelder Kreuz, nun
ist bekannt, was dort entstehen soll:
Der Versandhändler Amazon wird auf rund
15 Hektar Fläche ein Sortierzentrum errichten.
„Für den Tiefbau, also Erdarbeiten sowie die
Geländemodellierung, liegt bereits eine
Bau­genehmigung vor“, bestätigte Landkreis
Dahme-Spreewalds Pressesprecher Bernhard
Schulz gegenüber Nachbarn. „Auch das noch
fehlende Baustellenschild soll in den nächsten
Tagen vor Ort aufgestellt werden“, so Schulz
weiter. Um den Gewerbepark ideal anzubinden
und die steigende Verkehrsgrundlast zu
entflechten, ist eine zusätzliche Autobahn­
anschlussstelle an der A 113 geplant. CF

Nachbarn 02/2019

10

NAH & FERN

48 Stunden Köln
D’r Zoch kütt

W

er zur Fünften Jahreszeit in die
Domstadt am Rhein will, muss
dringend Kölsch lernen. Doch
keine Sorge, es reichen eine Handvoll Worte:
Kamelle, Fastelovend und natürlich: Alaaf.

Wenn ich schon nur zwei Tage Zeit habe, werde
ich Sonntag früh nach Köln fliegen. Denn den
Rosenmontagszug am 4. März lasse ich mir
nicht entgehen. Auch nicht die Schull- un
Veedelszöch am Sonntag, die – natürlich – um
11:11 Uhr starten. Die Zöch sind fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Mit über 8.000
aktiven Teilnehmern ziehen sie durch die Stadt
– und mehr als 250.000 Jecke am Straßenrand
sind jedes Jahr dabei. Markenzeichen der
Züge: die ausgefallenen, bunten, selbstgemachten Kostüme der Gruppen. Zahlreiche
Musikgruppen sorgen zusätzlich für gute
­Stimmung (www.koelnisches-brauchtum.de).
Nach so viel Wahnsinn (im positiven Sinne)
ist es Zeit für ein wenig Kontrastprogramm.
Das gibt es beispielsweise im Römisch-Germanischen Museum (www.museenkoeln.de/
roemisch-germanisches-museum). Die Römer
feierten zwar keinen Karneval, aber feiern
konnten sie. Zeiten der Ekstase sind eben nötig,
um Alltag besser überstehen zu können.
Das, was man heute mit Studien belegt,
wussten die alten Römer mit ihren Partys –
Pardon: Bacchanalien – ganz intuitiv. Noch
mehr Kontrast gleich nebenan: Hier steht
nämlich Kölns schönstes und berühmtestes
Gebäude, der „Hohe Dom zu Köln“. Die
Kathedrale ist Gebetshaus, aber auch Kulturund Kunstort. Beeindruckend ist das riesige

Nachbarn 02/2019

¢

Vom Flughafen Berlin-Tegel
­erreichen Sie Köln mit easyJet und
Eurowings. Ab Berlin-Schönefeld
steht Ryanair für Sie bereit.

Fenster von Gerhard Richter aus dem Jahr
2007, ein moderner Kontrast zu den gotischen
Verglasungen (www.koelner-dom.de).
Abends hoffe ich auf mein Glück, denn ich
­würde gern zur „Stunksitzung“, die so ganz
anders ist als eine Show mit Elferrat und Co.
Meist ist sie zwar ausverkauft, aber oft gibt
es online oder direkt am Veranstaltungsort
Restkarten (www.stunksitzung.de). Alternativ
könnte ich zur „Lachenden Kölnarena“,
wo alle wichtigen Bands auftreten
(www.lachende-koelnarena.de).

NAH & FERN

Wie in den Vorjahren werden sich tags drauf
am Rosenmontag wieder eine Million Menschen durch die Straßen und Plätze der Stadt
drängeln, um den Zug zu erleben. Dreieinhalb
Stunden ziehen die Gesellschaften dann mit
ihren prächtigen Kostümen durch die Straßen,
parodieren Persiflage-Wagen aktuelle
Themen aus Politik und Gesellschaft. Bunt
kostümierte Tanzgruppen und Traditionskorps
in schmucken Uniformen werfen wieder
Kamelle oder verteilen Strüßje. Höhepunkt
und Ende ist dann das Defilee des Dreigestirns:
Prinz, Bauer und Jungfrau (koelnerkarneval.de).

Abends geht es in den Kneipen weiter.
Ich ­werde rund um den Eigelstein kölsche
Lebensart genießen. Oder doch in Nippes?
Egal wo, es bleibt niemand lange allein
und selbst der Sprachuntalentierste lernt
ein weiteres kölsches Wort: Bützje!
Am Dienstag muss ich sicher etwas länger
ausschlafen, bevor ich nach einem kräftigen
Katerfrühstück zurückfliege. Auch wenn
mein Kopf dann noch mehr dröhnt: Zum
Abschied sende ich der Domstadt aus dem
Flieger ein dreifach donnerndes Alaaf. CG

Nachbarn 02/2019

11

12

UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT

Der Berg ruft!

K

ultur auf dem Land – nicht vorhanden
oder allenfalls lethargisch und unbe­
deutend? Keineswegs. Open Air,
Kulturtage, Floß-Regatta, Science Slams,
Band-Contests – in Königs Wusterhausen ist
was los. Dank Stubenrausch – Kultur, Musik,
leben e.V., einem Verein, der nicht durch
die Stuben rauscht, sondern mit frischem
Wind und noch frischeren Ideen das kulturelle
Leben von KW durchwirbelt.

Seit zehn Jahren sorgt der gemeinnützige Verein
für Bewegung in und um die größte Stadt im
Landkreis Dahme-Spreewald. Mit der Leiden­
schaft für Musik und Kunst wollen die rund
52 Mitglieder ihr soziales Engagement für ihr
gemeinsames Zuhause leben. Erklärtes Ziel ist
dabei unter anderem, das Potenzial und Talent
besonders vom künstlerischen Nachwuchs
zu fördern und außergewöhnliche Veranstal­
tungsorte wie den geschichtsträchtigen
Funkerberg zu beleben.
Alban Gallus ist einer von ihnen. Der 38-Jährige
arbeitet im bürgerlichen Leben im Kunden­
service bei Ikea, bei Stubenrausch ist er Booker
und Projektleiter, sitzt im Vorstand. Warum
macht man sich die ganze Mühe? „Wir machen
das, weil wir es machen. Keiner denkt darüber
Nachbarn 02/2019

nach, es nicht zu machen“, sagt er und schiebt
seine Wollmütze zurecht.

Geschichtsträchtiger Ort
Auf dem Funkerberg pfeift heute ein unange­
nehm kalter Wind. Hier im Schatten der letzten
Antenne findet alljährlich das große Open-Air
Bergfunk statt, das beim letzten Mal mit
1.300 Tagesbesuchern erstmals ausverkauft war.
„Der Berg war voll“, lächelt Thea Spinola,
Lehramtsstudentin und im Verein verantwortlich
für Kommunikation, neben Gallus zudem der
zweite Kopf des Vereinsvorsitzes und der
Projektleitung.

Ohne Ehrenamt wäre das nicht möglich, ohne
Engagement, das an persönliche Grenzen geht,
ohne Selbstausbeutung. Der Wind beißt, wir
gehen ins Sendermuseum. Hier steht ein Modell
des Funkerbergs, so wie er vor rund 80 Jahren
aussah, gespickt mit Antennen wie ein Akupunk­
tur-Patient. Die Zeiten sind vorbei, als KW
Zentrum deutscher Radiogeschichte war, aber
Spinola, Gallus und Co. schreiben neue Geschich­
te. Die Studentin sagt: „Wir kommen alle aus
der Region. Entweder meckert man, dass
hier nichts los ist oder man guckt, was man
selber machen kann. Also sorgen wir für Spiel
und Spaß für Jung und Alt.“

UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT

„Wir machen das, weil
wir es machen. Keiner
denkt darüber nach,
es nicht zu machen.“

¢

Stubenrausch – Kultur, Musik, leben e.V.
sucht Mitstreiter. Infos und Kontakt:
www.stubenrausch-kultur.de

Alban Gallus, Vorstandsmitglied
Stubenrausch – Kultur, Musik, leben e.V.

Handverlesenes Line-Up
Spiel und Spaß begannen 2007 im Hinterhof
der Kneipe Katakombe bei einem kleinen
Konzert mit einer Hand voll Bands unter dem
Namen „Bergfunk“. Schon war die Idee geboren:
So etwas sollten wir öfter machen. Gallus sagt:
„Berlin ist nur eine S-Bahnfahrt entfernt ist,
dadurch bekommt man viel mit, was so geht.“
Inspiration aus der Großstadt, Freunde, die
Musiker sind, eine einmalige Kulisse – das sind
die Zutaten für ein einzigartiges Open Air.
„Eine Band hat man schon, da braucht man nur
noch drei weitere, um das Programm zu füllen“,
so der Booker grinsend. Doch so leicht machen
sie es sich nicht. Spinola sagt: „Wir suchen
unsere Acts mit Mühe aus.“ Gallus ergänzt:
„Sie sind kuratiert, nicht sinnlos gebucht.“ Das
Bergfunk Open Air hat eine familiäre Atmos­
phäre und ist nicht so kommerziell wie andere
Festivals. „Dies wissen die Bands zu schätzen“,
so Gallus, „die Bands fühlen sich gut bereut
und kommen gern. Wir sind dörflich
im ­positiven Sinne.“ CG
Nachbarn 02/2019

13

14

SPORTLICHES UMLAND

Fuß, Faust und Formen
Taekwondo aus Dabendorf

W

er sich in der Region für Kampfsport
interessiert, kommt an der Panda
Dojang Kampfsportvereinigung aus
Dabendorf nicht vorbei. Bereits 1987 als Teil
der Polizeisportvereinigung Zossen gegründet,
transportiert der Verein die fernöstliche
Kampfsportphilosophie in die Region.

Fokus Jugendarbeit
„Bei uns kann jeder mitmachen, der Lust auf
unsere Sportart hat. Man muss den Kampfsport
nicht können, sondern ihn erlernen wollen“, sagt
Präsident Mario Gedemann (rechts im Bild).
Der 44-jährige IT-Spezialist aus Sperenberg ist
bereits seit 1991 im Verein aktiv. „Nach der
Wende habe ich mich orientiert, was sportlich
für mich passen könnte. Da las meine Mutter
mir einen Beitrag über einen Kampfsportverein
aus Dabendorf vor. Also bin ich hin, habe
mittrainiert und war sofort mit dem
Kampfsportvirus infiziert.“ Der Fokus des Vereins
liegt auf der Kinder- und Jugendarbeit. „Neben
dem speziellen Techniktraining für die Vollkon­
taktwettkämpfe, wo Blocktechniken und
Fußstellungen auf dem Programm stehen, gibt
es auch die Möglichkeit, Formen – genannt
Poomsae – zu laufen. Dabei werden vordefinierte
Bewegungsabläufe trainiert und präsentiert.“
Nachbarn 02/2019

Eine Alternative zum Kampf stellen auch die
Freestyle-­Formen dar, bei denen Kampfsport­
elemente mit Akrobatik­elementen gemischt
und mit Musik unterlegt werden. „Bevor
sich allerdings jemand entschließt, dem Verein
beizutreten, bieten wir ein kostenfreies einzigar­
tiges wöchiges Probetraining an.“

Panda Pokal
„Ein Highlight ist der von uns organisierte
Panda-Pokal, bei dem wir jedes Jahr rund
zweihundert Starterinnen und Starter begrüßen
können. Bei dem Kinder- und Jugendturnier
reisen die kleinen Kämpfer und Poomsaeläufer
aus dem ganzen Bundesgebiet und darüber
hinaus an“, berichtet Jugendtrainer Roald Uhlig
(links im Bild) voller Vorfreude. Auch in der
Gemeinde ist der Verein aktiv, gibt Kurse bei den
Gesundheitstagen der Gemeindeverwaltung
oder gestaltet im Rahmen einer Projektwoche
den Schulunterricht. „Organisatorisch sind wir
beim Taekwondo Landesverband der Länder

Berlin Brandenburg (TVBB) eingebunden und
somit auch Mitglied bei der Deutschen Taek­
wondo Union. Das heißt alle Gürtelgraduierun­
gen gelten auch in jedem anderen Bundesland,
verrät Gedemann, der selber Träger des
zweiten Dan ist. „Entscheidend ist aber nicht,
ob man den Dan um den Bauch hat, sondern
um das Herz.“ CF

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as Jahr 2019 begann in der
Gemeinde Schönefeld mit einem
weiteren Meilenstein in der
Entwicklung. In unmittelbarer Nähe des
Rathauses wurde der Grundstein für ein
weiteres Wohnprojekt gelegt. Auf rund
11.000 Quadratmetern werden 154 neue
Wohnungen entstehen. Mit der Bauaus­
führung beauftrag ist das Generalunter­
nehmen ZÜBLIN: Bereichsleiter Marc
Schreiber vom Projektentwickler STRABAG
Real Estate: „Ich kann mir heute kaum
einen Ort in Deutschland vorstellen, in dem
man bauliche Veränderungen so konzent­
riert erleben kann, wie hier in Schönefeld.“
Hier an der Nahtstelle zwischen dem
alten und neuen Schönefeld werden fünf
einzelne Häuser entstehen, die von einer
parkähnlichen Grünfläche mit Baum­bestand
umgeben sind. Unter den Häusern befindet
sich eine große Tiefgarage, so dass der
Bereich zwischen den Häusern frei von
Autos sein wird.
Große Anerkennung sprach Marc
­Schreiber den Verwaltungen des Land­
kreises Dahme-Spreewald und der
Gemeinde Schönefeld für die kurze

Bearbeitung des Bauantrages in rund zwei
Monaten aus. Sein Dank ging auch an
die unmittelbaren Nachbarn des Baugrund­
stückes für ihre Geduld. An Bürgermeister
Dr. Udo Haase gewandt: „So werden Sie im
Sommer 2020 rund 200 neue Schönefelder
Bürgerinnen und Bürger in der Rathausgas­
se begrüßen dürfen.“ Für Bürgermeister
Dr. Udo Haase werden die Rathausvillen dazu
beitragen, dass die Gemeinde Schönefeld
weiter wachsen wird. Das bedeute aber
auch, dass weiter in die Infrastruktur, wie
Schulen, Kindergärten und Verkehrswege
investiert werden müsse. Die neue Kita
werde in diesem Jahr fertig sein, das Gym­
nasium Anfang 2020 und für die geplante
Mehrzweckhalle sind die Bauunterlagen
fertig gestellt worden. Auch für Landrat
Stephan Loge geht es nicht nur um das
Häuserbauen. Es muss auch immer eine
begleitende Infrastruktur geschaffen
werden. Das wird hier durch die Gemeinde
mit hoher Qualität vollzogen. „Es ist wichtig,
mit solchen Partnern zusammen zu
arbeiten, die die Notwendigkeiten und die
Chancen der Zukunft erkannt haben und
diese realisieren“, so der Landrat.
MT

Neue Halfpipe für Schulzendorf

D

ie Gemeinde Schulzendorf
­bekommt eine neue Halfpipe.
Die neun Meter lange und
vier ­Meter breite Minirampe komplettiert
seit Ende Dezember die Skaterbahn im Ort.
Künftig werden vermehrt Jugendliche
aus Schulzendorf, Eichwalde und Wildau
die Röhre nutzen. Die Kosten teilten sich
das Ministerium für Bildung, Jugend
und Sport Brandenburg, die Gemeinde
Schulzendorf sowie die Flughafen­
gesellschaft. CF

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Nachbarn 02/2019

18

MITEINANDER | KULTUR & GEMISCHTES

Das Oberstufenzentrum
Dahme-Spreewald
Bildung und Qualifizierung
auf vielen Wegen

J

edes Jahr im Januar und Februar strömen
an einem Sonnabend Schülerinnen und
Schüler der neunten und zehnten Klassen
in die Räumlichkeiten der OSZ in Lübben, Königs
Wusterhausen und Schönefeld. An diesen
Tagen der offenen Tür machen sie sich mit den
vielfältigen Angeboten vor Ort vertraut.
Zuvor konnte man in Elternversammlungen,
auf Ausbildungsmessen und -börsen, auf
der Homepage und in Flyern Informationen
über ­Berufsvorbereitung, Berufsschule,
Fachoberschule und Berufliches Gymnasium
in den Bereichen Technik, Wirtschaft und
Soziales erhalten bzw. nachlesen. Doch wer
kann den Jugendlichen besser Auskunft geben
als die Schülerinnen und Schüler selbst?
Die Auszubildenden und die Lehrkräfte der
einzelnen Abteilungen informieren über
Stundenplan, Unterricht, Exkursionen, Wohn­
heim/Internat und vieles mehr.

Starker Praxisbezug
So rollte u. a. zum Tag der offenen Tür in Lübben
ein LKW auf den Schulhof und ein Schüler des
Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt­
fach Technik erläuterte den Zuhörenden die
technischen Abläufe des Fahrzeugs. Eine andere

Schülerin verteidigte ihre Seminarkursarbeit
zum Thema „Der Wolf in der Lieberoser Heide“
vor den Besuchern sowie Vertretern des
Landkreises. Wieder andere Interessenten
wurden von Mitarbeiterinnen des „RussoMobils“
begrüßt, die gemeinsam mit Jugendlichen aus
dem Russischunterricht für die neu zu begin­
nende Fremdsprache warben. Um den Besuch
an einem Sonnabendvormittag in Lübben
noch angenehmer zu gestalten, sorgten die
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe
13 des Beruflichen Gymnasiums mit einem
Kuchenbuffet für das leibliche Wohl. Vor fünf
Jahren etablierte sich nach langem Warten
endlich der Schwerpunkt Soziales auch am
Oberstufenzentrum im Bereich der Fachober­
schule und des Beruflichen Gymnasiums.
Inzwischen gibt es in beiden Bildungsgängen
erfolgreiche Absolventen. Jetzt wird sich ab dem
neuen Schuljahr das OSZ höchstwahrscheinlich
mit der Berufsfachschule Soziales und der
Fachschule für Sozialpädagogik erweitern.
Der Landkreis hat sich für die Einrichtung der
Klassen ausgesprochen, aber die Entscheidung
des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

steht noch aus. Aber warum heißt es am OSZ
eigentlich „Berufliches“ Gymnasium? Welche
Möglichkeiten bietet das Berufliche Gymnasium
Plus Handwerk? Darauf und auf viele weitere
Fragen geben Ihnen Vertreter der Schulleitung,
der Handwerkskammer Cottbus sowie der
Agentur für Arbeit bereitwillig Antwort. red/OSZ

Tag der offenen Tür
In Königs Wusterhausen (Luckenwalder
Str. 64) begrüßt Sie das OSZ am 16.02.2019
von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr mit den Schwer­
punkten Fachoberschule und Berufliches
Gymnasium im Bereich Soziales, Berufs­
fachschule Soziales und Fachschule für
Sozialpädagogik. In Schönefeld können sich
Interessierte am 16.02.2019 von 9.30 Uhr
bis 12.00 Uhr über die Fachoberschule und
Berufsschule im Bereich Technik
­informieren.

Kulturelles und
sportliches Leben fördern
Großziethener Kulturschmiede e.V.
gegründet

G

ut 20 Leute kamen am 14. Januar in das
„Haus Belger“ in Großziethen, um
hier offiziell einen Verein zu gründen.
Und diese 20 Vereinsmitglieder haben ein Ziel:
den Schönefelder Ortsteil Großziethen – mit
mehr als 8.000 Einwohnern der zahlenmäßig
größte Ortsteil der Gemeinde – durch kulturelle
und sportliche Aktivitäten zu beleben.
Zwei Aufgaben standen an diesem Abend auf
der Tagesordnung, um den Verein ins Leben
zu rufen: die Bestätigung der Satzung sowie die
Wahl des Vorstandes und eines Kassenprüfers.
In Vorgesprächen wurden die Kandidaten für
Nachbarn 02/2019

die einzelnen Funktionen ermittelt, so dass es
zur Abstimmung kommen konnte. Für den
Vereinsvorsitz wurde Heiko Schmidt vorgeschla­
gen. Heiko Schmidt betreibt seit November 2017
den Baumarkt im Marktcenter Großziethen. Zum
ersten Stellvertretenden Vorsitzenden wurde
Andre Tzschaschel vorgeschlagen, ein Neubürger
von Großziethen, zur zweiten Stellvertretenden
Vorsitzenden wurde Andrea Hogrebe, beruflich

im Einzelhandel tätig, nominiert. Als Schatz­
meisterin kandidierte Dana Karolscheck, für die
Funktion der Schriftführerin wurde Gudrun
Kauschke und als weiteres Vorstandsmitglied
Silvana Czech vorgeschlagen. In der anschlie­
ßenden Abstimmung wurden alle aufgestellten
Kandidaten einstimmig in ihre Funktionen
gewählt. Als Kassenprüfer wurden Willi Belger
und Marko Czech bestätigt. MT

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MITEINANDER | LAND & LEUTE

Männerballett und Faschingsball

D

ie Karnevalsaison 2018/19
endet Anfang März. Ein
Höhepunkt in der „Fünften
Jahreszeit“ ist das „Königlich-­
Närrische Männertanzturnier“. Das
diesjährige Turnier fand am 19. Januar
bereits zum elften Mal im Volks­haus
Wildau statt. Eingeladen hatte
wie immer die Karnevalsgesellschaft
Königs Wusterhausen 1954 e.V. In
diesem Jahr gingen an den Start (in
der vorher ausgelosten Reihenfolge):
die Kablower (Alb-) Traumtänzer
& UHU’s (Titelverteidiger aus dem
vergangenen Jahr), der Clausdorfer
Karneval Verein, der Teltower
Carneval Club, der LKC Babelsberg,
der Carneval Club Berlin, die
Charlottenburger KG „Blau-Gelb“, der
Beelitzer Carneval Club, die Karne­
valsgesellschaft Königs Wusterhau­
sen und der GCR Karneval Rangsdorf.

Nach dem Einmarsch des Königlichen
Hofstaates und des Prinzenpaares
seine Tollität Marcel I. und ihre Lieb­
lichkeit Aileen I., begann das bunte
Programm. Dabei widmeten sich die
Darbietungen unterschied­l ichen
Themen, von der Olsenbande, James
Bond 007, den Schottischen High­
lands bis zu bauchfreien arabischen
Schönheiten oder der Einweisung
von Flugpassagieren. Alle Darbietun­
gen wurden vom Publikum begeis­
tert aufgenommen und mit viel
Beifall bedacht. Nachdem alle
teilnehmenden Akteure ihre Auftritte
absolviert hatten, wurden diese
durch die jeweils anderen Mann­
schaften bewertet. Und so stand nach
neun Darbietungen der Sieger des
Abends fest: der Beelitzer Carneval
Club. Das „Bauarbeiter-Ballett“, unter
anderem musikalisch unterlegt mit
Herbert Grönemeyers „Männer“,
wurde mit den meisten Punkten
bewertet. Den zweiten Platz belegte
die Karnevalsgesellschaft Königs
Wusterhausen 1954 e.V. mit ihren
illuminierten Kostümen und der
dritte Platz ging an den LKC Babels­
berg mit ihrer Variante des Bauch­
tanzes. Zum ersten Mal konnte in
diesem Jahr auch das Publikum ihren
Favoriten wählen. Auch dieser Pokal
ging an die Beelitzer. MT

Karneval mit vielen Highlights in der Region
Königs Wusterhausen (Karnevals­gesellschaft
Königs Wusterhausen 1954 e.V.)
Karnevalsball
23.02.2019 und 02.03.2019, Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Kinderfasching
23.02.2019, Beginn 15 Uhr, Einlass 14 Uhr, Ende: 17 Uhr
Seniorenfasching
02.03.2019, Beginn 15 Uhr, Einlass 14 Uhr, Ende: 18 Uhr
Zossen (Dabendorfer Karneval Club e.V.)
Karnevalveranstaltung 16.02.2019, 19:00–01:00 Uhr
Kinderkarneval 17.02.2019, 14:00–17:00 Uhr
Karnevalveranstaltung 22.02.2019, 19:00–01:00 Uhr
Karnevalveranstaltung 23.02.2019, 19:00–01:00 Uhr
Rentnerkarneval 24.02.2019, 14:00–19:00 Uhr
22. Weiberfastnacht 28.02.2019, 19:00–01:00 Uhr
Karnevalveranstaltung 02.03.2019, 19:00–01:00 Uhr
Rosenmontagsball 04.03.2019, 19:00–01:00 Uhr
Ort: Kantine am Funkwerk, Märkische Straße 72,
15806 Zossen / Dabendorf
Rangsdorf (GCR e.V.-Karneval)
1. Abendveranstaltung unter dem Motto:
„Sommernachtstraum“ 23.02.2019, 19:00 Uhr
Kinderkarneval 24.02.2019, 11:00 Uhr und 15:00 Uhr,
2. Abendveranstaltung unter dem Motto:
„Sommernachtstraum“ 02.03.2019, 19:00 Uhr,
Veranstaltungsort jeweils Festhalle des
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Hamburg mit über 40-jähriger Erfahrung. Unsere Tradition als Familienunternehmen besteht darin, erfolgreiche
Lösungen zu finden – von Mensch zu Mensch. Über die
Jahrzehnte haben wir so ein vertrauensvolles Verhältnis
zu Partnern, Entscheidern und Käufern aufgebaut.
Die HBB gilt als zuverlässiger Projektpartner, der dazu
auch mit einer betont soliden Kapitaldecke ausgestattet ist. Die HBB hat sich auf drei Geschäftsfelder
spezialisiert: die Erstellung von Einzelhandelsflächen
und Einkaufszentren sowie auf die Errichtung von
Seniorenimmobilien und auf den Wohnungsbau.

Das aktuelle Projekt in Königs Wusterhausen zeigt
den Anspruch, der hinter all unseren Immobilien steht:
ganzheitlich denken und planen, auf allen Ebenen
professionell arbeiten, etwas Besonderes schaffen und
Verantwortung in jeder Phase übernehmen.

Ihre Ansprechpartner finden Sie
Wir bieten an:
z. B. unser Reihenhaus
in unserem Hauptstadtbüro:
Größe HS-Grundstück
ca. 997 m², 5 Zimmer,
HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft
mbH & Co. KG
Wohn-/Nutzfläche
ca. 123,62
= 2.094,18 €/m²
Hauptstadtbüro
Markgrafenstraße
32
Besichtigung/Beratung
(Beethoven
Ring),
10117 Berlin
Sonntag von 11+49bis30 13
Uhr
206 58
47-0sowie nach
berlin@hbb.de
Vereinbarung, (030) 206 58 47-0

Bauvorhaben „PrinzenQuartier“ – Doppel-, Reihen- und Stadthäuser
in bewährter Massivbauweise, Beethovenring, Königs Wusterhausen
HBB Hanseatische Wohnungsbau-

HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft mbH & Co. KG
gesellschaft mbH & Co. KG
Brooktorkai 22
Hauptstadtbüro
Markgrafenstraße 32 | 10117 20457
BerlinHamburg
+49 30 206 58 47-0 | berlin@hbb.de

Nachbarn 02/2019

Das PrinzenQuartier in Königs Wusterhausen
        
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