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Full text: Die Essener City Nord: Auf dem Weg zu einem Kreativquartier? / Höcke, Christian

Nummer 24

vhw werkSTADT

Oktober 2018

Die Essener City Nord:
Auf dem Weg zu einem
Kreativquartier?
Potenziale und Herausforderungen kommunaler Koproduktion

Christian Höcke
Bernd Hallenberg

Teilhabe und vernetzte Koproduktion – das
sind zwei Schlüsselbegriffe für den erfolgreichen Umgang mit den komplexer und
vielfältiger gewordenen Aufgaben der
Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert. Doch
was bedeutet das konkret in der Praxis vor
Ort? Von 2015 bis 2018 unterstützte der
vhw die Stadt Essen im Rahmen des Städtenetzwerks dabei, der nördlichen Essener Innenstadt (Abbildung 1) zu einer zukunftsfähigen Entwicklung zu verhelfen. Kern der
Aufgabe war es, zwei miteinander verbundene, zugleich aber auch konkurrierende
Ziele umzusetzen: Die Entwicklung des Gebiets zu einem „Kreativquartier“ und die
Förderung sozialer Stabilität – ohne die
dann oft typischen Verdrängungseffekte
wirksam werden zu lassen. Was zunächst
wie die Quadratur des Kreises anmutet,
sollte durch einen umfassenden Ansatz
kommunaler Koproduktion erreicht werden. Parallel sollten die Wünsche und Vorstellungen der Bürger für die Entwicklung
des Quartiers frühzeitig in den Prozess einfließen, anstatt sie nur zur Mitwirkung an
bereits festgelegten Entwicklungszielen zu
motivieren.

Ausgangslage
Wie viele andere Zentren im Ruhrgebiet sah
sich auch die Essener Innenstadt einem vielfältigen und komplexen strukturellen Wandel
ausgesetzt. Trotz attraktiver Lage im Stadtraum verstärkten sich soziale Herausforderungen und die Veränderungen im lange dominierenden Einzelhandelssektor gegenseitig.
Seit etlichen Jahren wurde mit unterschiedlichsten Maßnahmen versucht, neue Wege für
die besonders betroffene nördliche Innenstadt

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Abbildung 1: Umgebungskarte Kreativquartier
City Nord (Quelle: Stadt Essen)

zu finden – meist ohne durchschlagenden Erfolg. Seit 2010/11 gehört die nördliche Essener Innenstadt (City Nord) nun zum Kreis von
aktuell elf Kreativquartieren im Ruhrgebiet
(vgl. ecce 2015), welche aus der Kulturhauptstadt RUHR entstanden sind und auch von der
Landesregierung gefördert werden (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW).
Ziel ist es, durch Impulse in den Handlungsfeldern Ökonomie, Kunst und Kultur lokale Ressourcen zu stärken sowie der City Nord zu einem neuen Erscheinungsbild und einer positiven und zukunftsfähigen Entwicklung zu verhelfen. Dies ist ein ambitioniertes Unterfangen, denn das Gebiet war seit langem gekennzeichnet von erheblichem Leerstand, einer hohen Fluktuation der Bewohner und Gewerbetreibenden sowie durch einen von vielen Besuchern und Bewohnern als unsicher wahrgenommenen öffentlichen Raum. Die Besucherströme zur südlich anschließenden Essener
Einkaufsstadt versiegten meist am Rand der
nördlichen Innenstadt.
Gleichwohl bestanden und bestehen endogene Potenziale und es gibt unterschiedliche
Akteure, die sich vor Ort für das Quartier stark

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machen. Bekannt, mit überregionaler Ausstrahlung, ist das Unperfekthaus, ein privat finanziertes Gebäude mit Atelier- und Seminarräumen sowie gastronomischen Angeboten
und verschiedensten kulturellen Veranstaltungen. Weitere regionale Leuchttürme (Hot
Spots) wie das GOP Varieté-Theater und das
Theater im Rathaus sind hier ebenfalls zu finden. Eine Nachbarschaftsinitiative kümmert
sich um das Kennenlernen und die Vernetzung
lokaler Akteure, alteingesessene Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer haben sich zu
einer Standortgemeinschaft zusammengeschlossen. Zudem entdeckten vor etwa 6 Jahren Künstler den Stadtraum für sich und besetzten eine leerstehende Immobilie, das ehemalige DGB-Haus an der Schützenbahn. Ein
Teil von ihnen ist geblieben und arbeitet nunmehr in zwei von der Stadt dafür bereitgestellten Atelierhäusern. Auch einige Galerien haben sich angesiedelt.
Zugleich waren 2014/15 Aufwertungsentwicklungen im Wohnungsbereich wahrzunehmen. Zu nennen sind insbesondere das Neubauprojekt „Grüne Mitte“ im Übergang zur
Universität oder das Wohnprojekt „Kastanienhöfe“ des kommunalen Wohnungsunternehmens Allbau.
Hinzu trat das im April 2015 eingeleitete Vorhaben der Deutsche Annington – inzwischen
als Vonovia AG größter Wohnungsanbieter in
Europa –, ihre Bestände im angrenzenden Eltingviertel im Rahmen des Projekts InnovationCity Essen | Eltingviertel auf ein „mittleres“ Niveau aufzuwerten – ein weithin beachtetes
Projekt (vgl. SZ 2018). Diese Aufwertungsmaßnahmen in und außerhalb der City Nord
sollen auch die Entwicklung zu einem Kreativ-

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quartier grundsätzlich fördern. Allerdings bergen sie eine potenzielle Verdrängungsgefahr
für die sozial schwächeren Bewohner des
Quartiers.
Eine relevante Besonderheit der Bewohnerstruktur ist zudem die Anwesenheit einiger
libanesisch-kurdischer Großfamilien, in denen
viele Mitglieder mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus leben. Durch Teile dieser Familien ergeben sich bis in die Gegenwart 2018 Probleme
für die Wahrnehmung der öffentlichen Sicherheit im Quartier und das Zusammenleben. Daran hat auch eine engagierte Jugendarbeit im
und um das Quartier in der Vergangenheit
nichts Entscheidendes zu ändern vermocht.
Die städtische Kulturpolitik, unter Leitung des
Geschäftsbereichs IV (Kultur, Integration und
Sport), insbesondere des Kulturbüros, arbeitet
seit 2010 daran, die Idee des Kreativquartiers
umzusetzen. Übergeordnete Ziele sind die
Verdichtung und Sichtbarmachung des kreativen Potenzials sowie die Vernetzung der Akteure, die Aktivierung von Leerständen und
die Schaffung von Angeboten zur Qualifizierung
und
Professionalisierung
(siehe
http://www.kq-essen.de). Bisher zeigte sich im
Vorgehen jedoch eine zu starke und von vielen
Einzelmaßnahmen geprägte Top-Down-Orientierung, welche einer für die Genese von
Kreativquartieren wichtigen dynamischen Eigenentwicklung und der endogenen Potenzialentfaltung eher im Wege steht (vgl. Ebert
2014, Kunzmann 2009, Lange et al. 2009).
So war es bis 2015, dem Beginn der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Essen und dem
vhw, nicht gelungen, die Kreativszene nachhaltig in das Quartier zu integrieren; viele Bürgerinnen und Bürger hatten kaum Bezüge zu
den Einrichtungen und Angeboten aufgebaut,

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deren Sichtbarkeit zudem begrenzt war. Weiterhin zeigte sich im Zuge der anlaufenden
Projektarbeit, dass mehrere der zentralen Stakeholder nur unzulänglich mit anderen Akteuren und der Verwaltung vernetzt waren.
Dadurch wurde ein integriertes, abgestimmtes
Vorgehen stark beeinträchtigt. Ebenso wurde
deutlich, dass die parallele Berücksichtigung
der Entwicklung des Sozialraums unerlässlich
ist, um gemeinsam mit der Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft das Quartier ganzheitlich zu stabilisieren.

Der Prozess: Auf dem Weg zu einem Integrierten Handlungskonzept
Auch in diesem konkreten Fall wurde die Notwendigkeit eines breiteren Vorgehens schnell
sichtbar, bei dem stärker „Bottom-Up“ gedacht und geplant werden musste. Zudem bestand die Notwendigkeit, zusätzliche Handlungsfelder in einem koproduktiven Prozess
und mit einem entsprechend veränderten Rollenverständnis der Akteure zu beleuchten (vgl.
Overmeyer 2011).
Der vhw unterstützte den Geschäftsbereich IV
der Stadt Essen seit 2015 dabei, diese strategische Neuausrichtung umzusetzen, bei der unter anderem ein Integriertes Handlungskonzept als Steuerungsinstrument für die Verwaltung entwickelt wurde. Im Zuge des Verfahrens wurde der ursprüngliche Ausgangspunkt
der Zusammenarbeit, wonach vor allem die
Bürger der City Nord und der umliegenden
Gebiete im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens in die Erarbeitung des Konzepts einbezogen werden sollten, grundlegend erweitert,

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um so der komplexen Situation gerecht zu
werden.
Zu Beginn der Zusammenarbeit fand eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Gemengelage in und um die City Nord und des bisherigen Prozesses statt. Zudem sollten im Prozess
die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Vielfalt der Interessen und Anliegen von Akteuren und Bürgern ausreichend
Berücksichtigung finden. Zum Einsatz kamen
dazu verschiedene Instrumente:
•

Über eine milieuräumliche Basisanalyse
wurde ein differenziertes Bild der Lebenswelten der Bewohnerschaft erstellt.

•

Durch ein per Telefoninterviews erstelltes
Stimmungsbild der Bewohnerschaft konnten Bedürfnisse und Anliegen unterschiedlicher Bevölkerungsteile erfasst werden.

•

Außerdem wurden ein Fokusgruppengespräch mit Akteuren der Kunst- und Kreativwirtschaft sowie insgesamt 31 Experteninterviews durchgeführt.

•

Darauf aufbauend wurde eine Steuerungsbzw. Lenkungsgruppe eingerichtet, in der
die Ergebnisse der Voranalysen gebündelt
und ein Fahrplan für den weiteren Prozess
erstellt wurde. Zudem sollte diese Gruppe
über die faire und gleichberechtigte Berücksichtigung aller ermittelten Anliegen
in den Prozess wachen.

Die City Nord und ihre Bevölkerung 2018
Die City Nord, das engere Kreativquartier bzw.
Plangebiet, wurde Anfang 2018 von etwa
2.500 Menschen mit vielfältiger Herkunft bewohnt (Abbildung 2). Im weiteren Plangebiet,

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italienisch- und türkisch-stämmigen Bewohnern.

Abbildung 2: Herkunftsstruktur der Bewohner
grundlage: Stadt Essen)

also dem Nord- und Ostviertel, leben knapp
15.000 Personen. Von Anfang 2015 bis 2018
ist die Bevölkerung im engeren Plangebiet um
fast 12 % angewachsen, deutlich stärker als in
der Gesamtstadt (2,3 %). Der Bevölkerungszuwachs entfällt ausschließlich auf Menschen
mit Migrationshintergrund, insbesondere aus
den wichtigen Asylherkunftsländern wie Syrien, Irak, aber auch aus Griechenland. Entsprechend angewachsen ist der Anteil der jüngeren Bewohner; die Unter-35-Jährigen stellen 2018 knapp 60 % aller Bewohner in der
City Nord, verglichen mit 38 % in der Gesamtstadt. Das Quartier ist also noch jünger und
vielfältiger geworden, auch wenn weiterhin
ein Zehntel der Bevölkerung 65 Jahre und älter
ist – in Essen sind es allerdings 21 % (Stadt Essen 2018; vhw-Datenbank). Inzwischen liegt
der Anteil der Nichtdeutschen bei 51 % (Essen: 16 %), weitere 14 % haben, ähnlich wie
in der Gesamtstadt, eine doppelte Staatsangehörigkeit. Die vielfältige Herkunftsstruktur
wird angeführt von Menschen mit syrischen
Wurzeln, gefolgt von griechisch-, chinesisch-,

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Die lebensweltliche
Landschaft der Sinus-Milieus in der
City Nord wird durch
drei Schwerpunkte
geprägt (Abbildung
3): Eine im Vergleich
überdurchschnittlich
vertretene Gruppe
aktiv künstlerischkreativ tätiger Be(eigene Darstellung, Datenwohner (Sozialökologische [SÖK], Expeditive [EPE]), die zu den „kreativen Milieus“
gezählt werden und somit die hauptsächlichen
Nutzer und Anbieter kreativwirtschaftlicher
und künstlerischer Leistungen darstellen.
Daneben gibt es eine kleine Gruppe älterer,
traditioneller Haushalte (Traditionelle [TRA])
und eine große Gruppe jüngerer, oft in
schwierigen sozialen Verhältnissen lebende
Bewohner, überwiegend mit Migrationshintergrund (Konsum-Hedonisten [HKON], Experimentalisten [HEXP]). Unter den kaufkraftstarken Leitmilieus sind fast ausschließlich Performer (PER) vertreten, wobei diese mit weniger
als 9 % der Haushalte, ein für Innenstadtverhältnisse in westdeutschen Großstädten geringen Anteil aufweisen. „Bürgerliche“ Milieus
oder etablierte Leitmilieus sind im Quartier dagegen nahezu gar nicht vertreten. Unter den
Milieus mit Migrationshintergrund sind traditionelle Milieus kaum vertreten; das religiös-verwurzelte Milieu taucht in der City Nord nicht
auf.

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Kennzeichnend für die skizzierte Milieustruktur ist in der Regel ein weitgehendes Nebeneinander der Lebenswelten und ein relativ geringer sozialer Zusammenhalt. In der City Nord

(vgl. Bundesagentur für Arbeit 2013). Dabei
befinden sich vor allem jüngere Bewohner mit
Migrationshintergrund in einer schwierigen bis
prekären sich verfestigenden sozialen Lage.

Abbildung 3: Milieuverteilung im Vergleich 2018 (Eigene Darstellung, Datenbasis: microm)

wird dies durch die hohe Fluktuation und eine
fehlende Verwurzelung im Gebiet zusätzlich
beeinflusst. Zudem wird durch das auffällige
Verhalten einzelner Gruppen im öffentlichen
Raum das soziale Gefüge belastet, wie auch
das Stimmungsbild zeigt, welches der vhw
durch die Befragung der Bevölkerung ermittelt
hat.
Mit der Zusammensetzung der Bewohnerschaft gehen vielfältige soziale Problemlagen
einher. Die Arbeitslosenquote vor allem der 18
bis 24-jährigen liegt bei 29 %. Zudem gibt es
seit langem einen weit überdurchschnittlichen
Anteil von Kindern und Jugendlichen im Gebiet, die von Leistungen nach dem SGB II leben

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Die Ursachen sind vielschichtig: Liegen Teile
des erweiterten Plangebiets noch in den Fördergrenzen des Programms Soziale Stadt, so
ist dies im Bereich der City Nord nicht der Fall.
Auch äußerst engagierte Maßnahmen der Jugend- und Bildungsarbeit aus den umliegenden Gebieten hatten in der Vergangenheit
Schwierigkeiten, die Kinder und Jugendlichen
vor Ort zu erreichen bzw. ein bedürfnisgerechtes Angebot zu vermitteln. Die prekäre soziale
Lage wird zudem von den erwähnten spezifischen Familienstrukturen mit den libanesischkurdischen Großfamilien (Mhallami) geprägt.
Im neu aufgelegten Entwicklungsprozess des
Kreativquartiers wurde diese Problematik aufgegriffen, die sich bis 2018 fortgesetzt und

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auch überregionale Aufmerksamkeit auf sich
gezogen hat.

Das Stimmungsbild: Die Sicht der Bewohner auf das Quartier
Um die Bedürfnisse und Anliegen der Bewohner frühzeitig im Prozess berücksichtigen zu
können, wurde über Telefoninterviews in der
City Nord und den angrenzenden Gebieten
ein Stimmungsbild erstellt. Dabei kristallisierten sich folgende Punkte heraus:
Ungeachtet des Nebeneinanders verschiedener Bevölkerungsteile spielt der öffentliche
Raum für viele Befragte eine große Rolle. So
wurden von einer großen Mehrheit Wünsche
nach einer Belebung des Quartiers, einer Verbesserung des Erscheinungsbildes sowie nach
Begegnungsräumen geäußert. Auch Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen sowie kleinteilige Gewerbestrukturen fehlten vielen Befragten. Eine erhebliche Zahl äußerte zudem
Unsicherheitsgefühle durch die offensive Präsenz von migrantischen Jugendgruppen im öffentlichen Raum sowie angesichts der Drogenszene und nächtlicher Lärmbelästigungen.
Das „Projekt Kreativquartier“ war weitgehend
unbekannt. Dennoch verdeutlichen die von
den Befragten angesprochenen Themen die
Verbindung zwischen den Interessen der Bevölkerung und den für ein Kreativquartier erforderlichen flankierenden Infrastrukturen.
Diese Beobachtungen unterstreichen das Erfordernis einer ganzheitlichen Belebung und
Attraktivitätssteigerung des Quartiers.
Die Perspektiven einer breiteren Gruppe von
Migranten, insbesondere derer, die von anderen Bewohnern als störend wahrgenommen

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wurden, konnte über die Telefoninterviews
nicht abgebildet werden. Hierzu wurden Intermediäre bzw. Experten befragt, wie im Folgenden erläutert wird.
Die Perspektiven der lokalen Akteure
Die ausführlichen Interviews mit den Akteuren
basierten auf zwei Grundüberlegungen. Im
Hinblick auf das Hauptanliegen der Stadt, die
Entwicklung der City Nord zu einem lebendigen Kreativquartier, standen jene Akteure im
Fokus, welche die entsprechenden kreativwirtschaftlichen Nutzungen ermöglichen oder anbieten sowie durch ergänzende Angebote
flankieren. Zu dieser Gruppe zählten in erster
Linie kreativ tätige Akteure, Kulturschaffende,
Immobilieneigentümer, Gastronomen und Investoren. Die zweite Gruppe der interviewten
Akteure war dem Themenfeld „Sozialraum
und Nachbarschaft“ zugeordnet und bestand
aus Sozialträgern, Trägern von Kinder- und Jugendarbeit, Migrantenselbstorganisationen,
zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie der Polizei. Mit den meisten Akteuren fanden Einzelinterviews statt; die Kultur- und Kreativschaffenden diskutierten in einer Fokusgruppe.
Bei der Befragung der Kreativen wurden
grundlegende Dilemmata deutlich, die sich
aus dem bereits erwähnten Spannungsverhältnis zwischen Top-Down-orientierter Steuerung und der Selbstentfaltung der Kultur- und
Kreativschaffenden ergeben. Wesentliche Kritikpunkte der Akteure waren eine zu starre Bürokratie, fehlende Agilität, Flexibilität und Reaktionsschnelle städtischen Handelns, unzureichende Gewährung von Frei- und Selbstaneignungsräumen und somit einer weithin
als zu stark empfundenen Steuerung. Einen
kreativen, von unten gewachsenen Raum

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Abbildung 4: Mitglieder der Lenkungsgruppe

stellte die City Nord für die Akteure im Vergleich zu anderen Quartieren in Essen dagegen weniger dar. In der Summe resultierten
diese Konflikte im Zeitablauf in einem erheblichen Misstrauen gegenüber der Stadt und in
der Sorge vor einer Instrumentalisierung im
Sinne der Verwertungslogik. Dennoch zeigten
die Akteure eine hohe Gesprächsbereitschaft
und begrüßten das Vorhaben der Verwaltung
in einen ausführlichen und offenen Dialog zu
treten.
Ein solcher Dialog wurde auch aus Sicht der
anderen Akteure im Quartier befürwortet. So
zeigten sich in den Gesprächen viele Schnittmengen von unterschiedlichen Interessen, die
bisher aber nicht hinreichend miteinander verbunden worden waren. Es fehlten etwa eine
nachhaltige Vernetzung, aufgabengerechte
Kommunikationsplattformen sowie koordinierte Maßnahmen und die dazu erforderlichen Abstimmungen. Für die Entwicklung zu
einem Kreativquartier wurde gefordert, gemeinsame Perspektiven zu formulieren, die

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z. B. Zwischennutzungen
ermöglichen, flankierende
Infrastrukturen hervorbringen, unterschiedliche
Nutzungsansprüche verbinden sowie veränderte finanzielle und
neue personelle Ressourcen schaffen. Im
Rahmen der Sozialraumarbeit
wurde
gefordert, eine stärker bedarfsgerechte
Integrationsarbeit zu
ermöglichen, Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern sowie Jugend- und Frauenarbeit auszubauen. Als
große Hürde wurde allerdings der ungesicherte Aufenthaltsstatus vieler Jugendliche
insbesondere aus dem libanesischen Umfeld
gesehen. Das Problem der Duldung ohne Perspektive macht es hier für Sozial- und Bildungsarbeit besonders schwierig, Zugänge zu
den Betroffenen zu finden.
Die gemeinsame Steuerung des Prozesses
Durch die Interviews und das aktive Vorgehen
der Verwaltung wurden die Akteure für den
angestrebten Entwicklungsprozess City Nord
sensibilisiert. Zweck der auf dieser Basis einberufenen Lenkungsgruppe war, die verschiedenen Sichtweisen zusammenfließen zu lassen,
die grundsätzlichen Fragen und Ziele der
Quartiersentwicklung zu vereinbaren und den
weiteren integrierten Prozess kooperativ zu
steuern. Beim ersten Treffen im September
2015 wurden die vom vhw in einem Zwischen-

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bericht zusammengefassten Analyseergebnisse vorgestellt und diskutiert (vhw 2015).
Durch Transparenz, den Aufbau von Vertrauen und die Wahrnehmung einer grundsätzlichen Win-win-Perspektive konnten die
von unterschiedlichen Ausgangsinteressen geleiteten Akteure für die weitere Mitwirkung im
Prozess gewonnen werden. Die regelmäßigen
Treffen der Lenkungsgruppe haben sich zudem zu einer wichtigen Austauschplattform
entwickelt, deren zentrale Bedeutung auch
2018 durchweg betont wird.
Ein entscheidender Schritt für die strategische
Entwicklung und die grundlegende Rahmung
der koproduktiven Arbeit war die Einigung aller Beteiligten auf gemeinsam getragene Leitsätze. Neben den Grundsätzen kooperativer
Gestaltung, der Orientierung an Bottom-UpAktivitäten und der Identifizierung und Aktivierung bislang ungenutzter kreativer Potenziale wurden darin auch der angestrebte Charakter der City Nord als „Stadtraum für alle“
und die Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts durch kommunikationsfördernde Maßnahmen, eine verbesserte Nahversorgung und zusätzliche Freizeitangebote festgeschrieben.
Ein weiterer Schritt war die Einrichtung mehrerer Arbeitsgruppen, die sich mit einzelnen
Themenbereichen befassten und spezifische
Handlungserfordernisse und Maßnahmen entwickelten. In den Arbeitsgruppen, die sich mit
den Themen Kultur- und Kreativwirtschaft, Sozialraum, öffentlicher Raum, Immobilien und
Gewerbe sowie Außendarstellung und Marketing befassten, wurden Ideen zur Reduzierung
städtebaulicher Mängel, der Verbesserung der
sozialen und wirtschaftlichen Situation der

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Menschen sowie der ökonomischen Entfaltung und Belebung von Beschäftigung im
Quartier entwickelt. Die Arbeitsgruppen wurden von jeweils einem Akteur aus dem Quartier sowie einem Mitarbeiter der Verwaltung
geleitet. Ziel war es auch, bereits bestehende
Projekte, Netzwerk- und Kooperationsstrukturen in und um das Quartier zu berücksichtigen,
um eine wechselseitige Einbindung zu ermöglichen.
Die Ergebnisse wurden schließlich im Integrierten Handlungskonzept zusammengetragen
und dienen darüber hinaus auch den Akteuren
als Orientierung für eigene Aktivitäten im
Quartier.

Eine vorläufige Bilanz
Rückblick: Nach dem Bau des Einkaufszentrums Limbecker Platz war die letzte Hoffnung
geschwunden, mit Angeboten des Einzelhandels wie auch Filialisten die City Nord mit der
Einkaufsstraße als Einkaufsviertel wiederzubeleben und damit den Leerstand zu beheben.
Die „Entdeckung“ des Stadtraums durch
junge Kreative vor einigen Jahren stellte für die
Stadtverwaltung eine Chance dar, zumal es in
Essen durch Leuchttürme wie das Design Zentrum, das Museum Folkwang oder die Zeche
Carl eine Plattform für innovative Impulse für
die Kreativ-und Kulturwirtschaft gibt.
Die City Nord wurde als Möglichkeitsraum gesehen, der Künstler und Kreative sowie Existenzgründungen fördern und vorhandene
Leerstände nutzen soll, um Arbeits-, Präsentations- und Verkaufsräume zu schaffen. Damit
sollte die City Nord insgesamt ein neues

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Image, eine erweiterte Identität und eine verbesserte Aufenthaltsqualität erhalten, von der
auch die Bewohner profitieren sollten.
2017 wurde ein entscheidender Fortschritt für
verbindliche Umsetzungen der Entwicklungsziele erreicht. Basierend auf den Ergebnissen
der Lenkungs- und Arbeitsgruppensitzungen
konnte ein Integriertes Handlungskonzept erstellt werden, mit dem es gelungen ist, das
Quartier in das von der Landesregierung getragene, stadtweite Förderprogramm „Starke
Quartiere – Starke Menschen“ aufzunehmen
– ein wichtiger Erfolg, um konkrete Projekte
anzustoßen und mit finanziellen Mitteln zu
hinterlegen. Darin avisierte Projekte und sich
in Planung befindende Projekte sind u. a.:
•

die Einrichtung einer Jugend-Begegnungsstätte: „Jugend-Kreativ-Quartier“;

•

die Einrichtung eines Begegnungszentrums „Perspektivhaus“, unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft, der Kreativszene sowie Sozialträgern, Kulturverwaltung und Vereinen, welches Maßnahmen zur Förderung interkultureller Dialoge, Begegnungen und Unterstützungsangebote für die Kreativszene bündelt;

•

die Durchführung eines freiraumplanerischen Wettbewerbs am Weberplatz;

•

die Einrichtung eines Quartiersmanagements, u. a. mit der Aufgabe, die Vernetzung und Kommunikation der Akteure
dauerhaft sicherzustellen.

Das Programm beinhaltet eine Förderung der
drei europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und
ELER sowie des Landes Nordrhein-Westfalen
und hat das Ziel, benachteiligte Quartiere und
die darin lebenden Menschen zu fördern, die

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Quartiere nachhaltig zu entwickeln sowie Armut und Ausgrenzung zu bekämpfen (Stadt
Essen 2018). Das Förderprogramm bietet auch
die Möglichkeit, durch eine verbindliche Beteiligung unterschiedlicher Ressorts das Verwaltungshandeln integrierter zu gestalten.
Nach drei Jahren Projektarbeit hat der vhw für
die Bewertung des Verfahrens auch mit beteiligten Akteuren in der Lenkungsgruppe gesprochen. Im Verfahren hat sich gezeigt, dass
die Zusammenführung von zwar heterogenen,
aber auf den selben Raum gerichteten Interessen dem Entwicklungsvorhaben „Kreativquartier City Nord. Essen“ einen Entwicklungsschub verliehen hat. Die Akteure im Quartier
nahmen durch ihre unterschiedlichen Funktionen und Handlungsspielräume eine entscheidende Rolle ein: Wechselwirkungen und potenzielle Fallstricke einzelner Themenfelder
konnten so rechtzeitig identifiziert sowie Vertrauen aufgebaut und lokale Ressourcen gestärkt werden. Auch das Vorhaben, das Kreativquartier unmittelbar mit der Entwicklung
des Sozialraums zu verbinden, war zwar ambitioniert, aber unverzichtbar, um die Ziele der
sozialen Stabilisierung und Kohäsion nicht zu
vernachlässigen (vgl. Jakubowski/Koch 2009).
Zudem haben sich bereits eigenständig geschaffene Verbindungen zwischen Künstlern,
Kreativen und den ortsansässigen Jugendlichen außerhalb der Regelstrukturen herausgebildet, die unterstützt werden können.

Steuerung – durch den Stadtteil selbst
Die Bewertung des Verfahrens durch die beteiligten Akteure, die der vhw 2018 vorgenommen hat, ist durchweg positiv. So startete
aus deren Sicht die Koproduktion zu einem

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Zeitpunkt, zu dem abgesehen von der Grundidee des Kreativquartiers keine konkreteren
Entwicklungsziele vorlagen. Dadurch waren
erhebliche Gestaltungsspielräume und Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Konzeptentwicklung gegeben. Im Prinzip handelte es sich um
eine Steuerung der Entwicklung durch den
Stadtteil selbst. Positiv wirkte auch, dass neben den Stadtteilakteuren wichtige Entscheider eingebunden waren. Dies betrifft zum einen höhere Verwaltungsebenen (Dezernent,
Amtsleitung, Stabsstellen), zum anderen Vertreter von IHK und Wirtschaftsförderung. Darüber hinaus entwickelte die Gruppe umgehend eine starke Handlungsorientierung.
Der Prozess ermöglichte ein abgestimmtes
Vorgehen und eine Ausrichtung der eigenen
Aktivitäten einzelner Akteure an den gemeinsamen Entwicklungszielen. So beschrieb ein
Vertreter aus der Kultur- und Kreativszene,
dass die Lenkungsgruppe überhaupt erst den
Impuls für eigene Aktivitäten im Quartier gegeben und neue Perspektiven eröffnet sowie
die eigene Reputation und Wahrnehmung erhöht habe. Die Koproduktion der heterogenen
Akteure ermöglichte zudem eine Sensibilisierung und Akzeptanz für andere Akteure, Themen und Interessen im Stadtteil. Der Blick für
die Komplexität des urbanen Umfeldes konnte
durch die verschiedenen Perspektiven und
Kenntnisse der Beteiligten für alle erweitert
werden.
Das Klima, so die vom vhw Befragten, habe
sich ebenfalls verändert. Es gebe auch jenseits
der Arbeit der Lenkungsgruppe mehr Austausch und mehr Kooperation. Neue Gesprächsformate wurden ins Leben gerufen
und neue Projekte umgesetzt, wie etwa der

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Feierabendmarkt, die Einrichtung eines Hostels, die Ideenwerkstatt der Immobilienstandortgemeinschaft, das überregional beachtete Viel-Respekt-Zentrum sowie die Kooperation zwischen Kreativen und dem Jugendamt.
Auch wenn der Anteil der koproduktiven
Netzwerkarbeit hieran nicht präzise zu beziffern ist, so ist doch festzuhalten, dass durch
die Formalisierung des Prozesses unter Federführung des Kulturdezernenten, die Unterstützung vieler Akteure sowie die öffentliche Ausstrahlung des Vorgehens, Einzelaktivitäten einen gemeinsamen Rahmen und verlässlicheren Planungshorizont erhalten haben. Es gibt
nun ein klar formuliertes, gemeinsam getragenes Ziel für die Entwicklung zu einem kreativ
und sozial orientierten Quartier. Das aus dem
Prozess hervorgegangene Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) vom
Frühjahr 2018 ist insofern als formales Ergebnis für die nächsten Schritte verwertbar und
markiert einen zentralen Meilenstein.

Keine Koproduktion ohne Reibung
Der Prozess lief allerdings keineswegs ohne
Reibungen ab. Die Vielfalt an – sukzessive aufeinander abzustimmenden – Themen oder die
Moderation von Interessengegensätzen, wie
etwa von Richtung und Umfang potenzieller
Aufwertungsmaßnahmen, bildeten ebenso
Herausforderungen wie die unterschiedlichen
Geschwindigkeiten im Handeln der Akteure.
Die beteiligte Verwaltung wurde grundsätzlich
gelobt, zugleich aber als zu wenig reaktionsschnell oder pragmatisch beschrieben – hier
wurden auch „vertikale“ und linienbezogene
Probleme in der Gesamtverwaltung sichtbar.

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Besonders sei dies, so die übrigen Akteure, bei
der Finanzierung – Stichwort: Förderabhängigkeit –, der Steuerung, Auswertung und Umsetzung von Zielen (Personal-, Legitimationsund Kompetenzfrage) sowie im Rahmen des
integrierten Arbeitens (Kompetenz- und Legitimationsfrage) der Fall gewesen. Auch die politische Unterstützung wurde zeitweise als
„nicht ausreichend“ bewertet.
Trotz der verbleibenden, teilweise systemimmanenten Kritikpunkte sowie der notwendigen hohen Arbeitsintensität kann der Stadtverwaltung bzw. dem für den Prozess zuständigen Kulturbüro, ein erhebliches Engagement
im Prozessverlauf bescheinigt werden. Verbesserungsfähig bleibt jedoch die Ressourcenlage, die während des Verfahrens trotz erhöhten Arbeitsaufwandes weitgehend unverändert geblieben ist. Die bereits erwähnte Abhängigkeit vieler Kommunen von Fördergeldern durch angespannte öffentliche Haushalte
wirkt sich zudem, wie auch hier in Essen, auf
die notwendige Planungsflexibilität bei derart
offenen und integrierten Entwicklungsvorhaben aus.

hauptsächlich indirekt durch die Befragung
und Einbindung von Intermediären erfolgt.
Darüber hinaus stellt die hohe Fluktuation im
Quartier eine zusätzliche große Hürde für eine
breite Beteiligungsbereitschaft dar. Allerdings
ist davon auszugehen, dass die Beteiligungsbereitschaft etwa des libanesisch-kurdischen
Bevölkerungsteils durch den fortbestehenden
ungeklärten Aufenthaltsstatus – Duldung –
beeinträchtigt wird. Dieses Grundproblem
scheint auch durch bessere Bildungs- und Arbeitsperspektiven sowie die Schaffung von Begegnungsangeboten im Stadtteil kaum zu lösen zu sein.
Der Prozess zeigt dennoch, dass die gewachsene Komplexität stadträumlicher Entwicklungsthemen zunehmend kooperative, multidisziplinäre und partizipative Gestaltungsprozesse braucht und wie diese auch unter
schwierigen Ausgangsbedingungen im gemeinsamen Interesse auf den Weg gebracht
werden können.

Auch die Rolle der lokalen Bevölkerung wurde
im Prozess neu bewertet und hinsichtlich ihrer
Betroffenheit und der Möglichkeiten der Mitwirkung bei der zukünftigen Entwicklung der
City Nord in den Blick genommen. Insofern soll
auch die stärkere partizipative Einbindung der
Bewohner, die aufgrund des Abstimmungsbedarfs zunächst zurückgestellt worden war, im
weiteren Verlauf des Prozesses eine angemessene Rolle spielen.
Ein besonderes Augenmerkt ist darauf zu richten, bessere Zugänge zu den schwerer erreichbaren Migranten zu finden. Deren Anliegen
sind trotz einiger direkter Kontakte bisher

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Quellen
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der Kreativwirtschaft. In: Lange, B. et al. (2009):
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vhw (2015): Zwischenbericht: Die künftige Entwicklung der Essener City Nord zu einem Kreativquartier (unveröffentlicht).

Impressum
vhw werkSTADT
ISSN 2367-0819
Erscheinungsort
Berlin
Herausgeber
vhw – Bundesverband für Wohnen und
Stadtentwicklung e. V.
Vorstand: Prof. Dr. Jürgen Aring
Sitz der Redaktion
Bundesgeschäftsstelle des vhw e. V.
Fritschestraße 27/28
10585 Berlin
Telefon: +49 30 390473-230
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werkstadt@vhw.de
www.vhw.de
12

Autoren
Christian Höcke,
Wissenschaftler, vhw e. V.
Bernd Hallenberg,
Stellvertreter des Vorstandes vhw e. V.
Grundlayout
DCM Druck Center Meckenheim GmbH
www.druckcenter.de
Erscheinungsweise
unregelmäßig
Bezug
Alle Ausgaben der vhw werkSTADT sind
unter: http://www.vhw.de/publikationen/
kostenfrei herunterzuladen.
Titelbildquellen: © Wolfgang Nötzold
vhw werkSTADT, Nummer 24, Oktober 2018
        
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