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III.

Full text: Die Denkmäler Berlins / Müller-Bohn, Hermann

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geführt, sind bereits in der Tracht ihrer Zeit dargestellt und verraten 
nach Schadows Urteil „noch die Mühe, welche dem Künstler der rechte 
Sitz der Uniform und der Kopfbedeckung bereitete". Beide von Kiß 
(1861 und 1857) in Bronce nachgebildet. 
5. Neitergenerak Joachim Hans von Mieten. 
Das Originalstandbild stammt von der Meisterhand Schadows, 
der den alten Haudegen in lebenswahrer Auffassung dargestellt hat. Er 
lehnt in nachdenklicher Haltung an einen Baumstamm. Die Linke ruht 
auf dem Sübelgriff, mit der Rechten stützt er das Kinn, das rechte Bein 
ist nachlässig über das linke geschlagen. Das Volkstümliche der Gestalt 
des alten „Zielen ans dem Busch" ist Schadow vortrefflich gelungen. 
Drei Reliefs. Rechts: eine Scene ans dem Gefecht bei Hennersdorf 
im 2. Schlesischen Kriege (A3. November 1745). Links: Zielen auf den 
Siptitzer Höhen bei Torgau (3. November 1760), in welcher Schlacht 
Zieten bekanntlich die Entscheidung herbeiführte. Auf der Rückseite: 
Zieten und sein Lehrer Baronay bei Rothschloß (17. Mai 1741). Die 
Statue, ursprünglich für den Dönhoffsplatz bestimmt, erhielt 1794 an 
der Ostseite des Wilhelmsplatzes Aufstellung. Kiß bildete sie 1857 dem 
Original getreu in Bronce nach. 
6. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, 
der „alte Dessauer", der Sieger von Kesselsdorf, der Schöpfer der 
preußischen Disciplin. Das Original, ebenfalls von Schadow (1800 
vollendet und ursprünglich an der Südwestecke des Lustgartens aufgestellt), 
kam 1828 an seinen jetzigen Standort. Kiß schuf vvn dem Original, 
welches auf beiden Seiten noch Reliefs zeigte, eine Bronce-Nachbildung, 
bei welcher die Reliefs fehlen. (1859.) 
Vom Denkmal des Generals von Zieten die Mohrenstraße entlang 
schreitend, gelangt man in etwa zehn Minuten auf den Gensdarmen- 
markt. In der Mitte desselben erhebt sich zwischen zwei mächtigen 
Kirchen, dem „Französischen Dom" und dem „Deutschen Dom", das von 
Schinkel (1819—1821) erbaute „Königliche Schauspielhaus". Vor dem 
selben, auf dem „Schillerplatz",
        
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