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III.

Full text: Die Denkmäler Berlins / Müller-Bohn, Hermann

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schiedenen Zeit ihres Entstehens, eine bemerkenswerte Verschiedenheit. 
Die beiden am frühesten entstandenen Denkmäler von Schwerin und 
Winterfeld erscheinen, dem Kunstgeschmack jener Zeit gemäß, in an 
tiker Römertracht, die beiden Generäle von Seydlitz und von Keith 
sind bereits in der Uniform ihrer Zeit dargestellt. Einer realistisch 
volkstümlichen Auffassung am nächsten gekommen ist Schadow in der 
Gestaltung der beiden populärsten Helden jener Zeit: Zielens und des 
alten Dessauers. An Stelle dieser in Marmor ausgeführten alten Ori 
ginalstandbilder schmücken jetzt sechs neue, in Bronce gegossene Statuen, 
teils getreue Nachbildungen, teils völlige Neuschöpfungen, den Wil 
helmsplatz. 
l. Das Standbild 
des Generalfeldmarfchalls Grafen voll Schwerin 
(P 1757 in der Schlacht bei Prag), von Adam begonnen, von Sigisbert 
Michel vollendet, aufgestellt 1769. Die an derselben Stelle befindliche 
jetzige Statue ist eine freie Broncenachbildung von Kiß. Der Held ist 
dargestellt, wie er, den Degen in der Rechten, die Sturmfahne in der 
Linken, den Seinen in der Schlacht bei Prag voranstürmt. (Aufgestellt 
1861.) 
2. Generallieutenant von Winterfeld 
(P 7. September 1757 bei Mops). Das Originaldenkmal, eine Arbeit 
der Brüder Ränz, wurde 1777 an der Südwestecke des Platzes auf 
gestellt. Die 1860 gegossene Brouce-Nachbildung von Kiß ist eine 
selbständige Neuschöpfung. 
3. General von Lerzdlih. 
neben Zieten der berühmteste Reitergeneral Friedrichs des Großen, der 
Sieger von Roßbach, welcher auch die Entscheidung in der Schlacht bei 
Zorndorf (25. August 1758) herbeiführte. („Ohne den würde es schlecht 
mit uns aussehen" sdes Königs Worte nach der Schlacht)). 
4. Jeldmarfchall von Gleith, 
gefallen 14. Oktober 1758 in der Schlacht bei Hochkirch. Die beiden 
letztgenannten Figuren, von Tassaert 1789 und 1786 in Marmor aus-
        
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