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VI. Zerstreut liegende Denkmäler berühmter Gelehrter, Volksmänner, Dichter, Künstler*), Erfinder etc.

Full text: Die Denkmäler Berlins / Müller-Bohn, Hermann

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Wendung gelangende umgekehrte Schrift (Spiegelschrift, weil im Spiegel 
lesbar) deutet ein Knabe an, der den Namen des Erfinders in um 
gekehrter Schrift auf den Fries des Sockels schreibt; ein kleines Mädchen 
versucht, die Schrift im Spiegel zu lesen. Das Denkmal Pohls ist 
eine der schönsten Arbeiten der modern-realistischen Schule. Aufgestellt 1892. 
VII. 
Decoratbe (Schmuck-) Denkmäler. 
1. Die Nerolina 
auf dem Alexander-Platze. Auf einem Sockel von 6,20 m erhebt sich 
die 7,50 m hohe Kolossalfigur der Schutzgöttin Berlins, den rechten 
Arm den Fremden und Gästen der Residenz wie zum willkommenheißenden 
Gruße ausgestreckt. Das ursprüngliche Modell entwarf der Bildhauer 
Hundrieser aus Anlaß des festlichen Einzuges des Königs Humbert 
von Italien, bei welcher Gelegenheit es in Gipsausführung auf dem 
Potsdamer Platze Aufstellung fand. Die mächtige, durch Peters in 
Kupfer getriebene Statue auf einem der verkehrsreichsten Plätze der 
Residenz ist schnell zu einem der volkstümlichsten Wahrzeichen Berlins 
geworden. (1895.) 
2. Die Gruppen der Nossebändiger 
auf der Terrasse des Königlichen Schlosses am Eingang zu Portal IV 
(Lustgartenseite), im Bolksmunde genannt: „der beförderte Rückschritt" 
und „der gehemmte Fortschritt". Es sind Nachbildungen der Gruppen 
vor dem königlichen Palastgarten zu Neapel; modelliert vom Baron 
Peter Clodt von Jürgensberg in Petersburg. Kaiser Nikolaus I. von 
Rußland machte sie 1842 dem König Friedrich Wilhelm IV. zum Geschenk. 
3. Die Nroncegruppe des Drachentölers Lt. Georg, 
des Schutzheiligen der Krankenhäuser und Schirmherr» der Ritter, im 
großen Hofe des Kaiserliche» Schlosses, modelliert von Kiß (1865). 
4. Die Nroncegruppen auf deu Treppenwangen 
des alten Museums 
V. rechts: Amazone*) zu Pferde, im Kampf mit einem Tiger, modelliert 
von Kiß, gegossen von Fischer. 
*) Amazonen = im Altertume sagenhafte kriegerische Weiber, die für 
sich einen Staat bildeten, aus welchem die Männer ausgeschlossen waren.
        
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