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I. Die Reformation in der Mark Brandenburg und namentlich in Spandau

Full text: Das Denkmal des Kurfürsten Joachim II. in Spandau / Gross, ...

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Die Deformation in äer Marli Kranllenburg 
nnd namentlich in Spandau. 
1. Joachim I. 
bekanntlich hat Luther bei seinem ersten Austreten ganz 
und gar nicht die Absicht gehabt eine neue Kirche zu gründen, 
sondern er wollte einzig nnd allein aus Grund des gött 
lichen Wortes, wie es niedergelegt ist in den Schriften Alten 
und Neuen Testamentes, die kirchlichen und sittlichen Zustande 
seines geliebten deutschen Volkes reformieren, d. h. bessern. 
Ein unbeugsam fester Wille und ein überaus zartes und fein 
fühliges sittliches Gewissen sind die am meisten hervorstechenden 
Eigenschaften dieses großen deutschen Geisteshelden, den Gott 
in dem entscheidendsten Wendepunkt unserer Geschichte unserem 
Volke als Gewissensrat nnd Propheten geschenkt hat. Da im 
Laufe der Jahrhunderte die Religion des Herzens nnd Ge 
wissens, wie die heiligen Schriften sie verkündigen, je mehr 
nnd mehr zurückgetreten, ja verschüttet und vergraben worden 
war unter ähnlichen äußeren Werken und Veranstaltungen 
wie sie der Heiland in seinem Kampfe mit Pharisäern und 
Sadducäern geißelt, und da die Kirche aus einer Institution, 
die das Heil in Christo zu verkündigen und die Seelen zu 
ihrem Urquell zurückzuführen bestimmt war, je mehr und mehr 
ein geistlich-weltlicher Staat mit geistlich - weltlichen Zwecken 
geworden war, in dem vor lauter Bäumen der Wald kaum 
noch zu erkennen war, so genügte der unbedeutendste Anlaß
        
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