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X. Kapitel. Entwurf von Gerlach

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David

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vielfach beigewohnt hat, einige Mittheilungen, welche den 
fahren (7(3 und (7(H angehören. Danach wurde am 
23. Zuli (7(3 beschlossen, daß der Thurm nicht mit 
„Bley", sondern mit Aupfer eingedeckt werden sollte, und 
der „wohlfeilste" Meister sollte die Arbeit erhalten. 
Eine sehr ernste Angelegenheit wird am 3. August 
desselben Wahres verhandelt. Man sprach von einer „Ver 
sorge des Herrn Majors Gerlach", die er wegen der Trag 
fähigkeit des Thurmes haben sollte. Er wurde ersucht, 
darüber „seine Meinung zu eröffnen, ob er dergleichen 
Beysorge oder Furcht hätte." 
Gerlach antwortete unumwunden, daß er gleich, nach 
dem er zu Anfang des Jahres (7(3 die Bauleitung an 
getreten hätte, Riffe sowohl im Sitzungszimmer als auch 
unten im Gewölbe bemerkt habe und hieraus vermuthe, 
daß das Gebäude sich gesetzt hätte, er habe dann auch 
mit dem Hofmaurermeister Leonhard (Braun) gesprochen, 
der den Bau ausgeführt hatte, sowie sich auch noch weiter 
informirt. Die „Riße habe er verstreichen lassen", und es 
habe sich nichts weiter „auseinander gegeben." 
Gerlach geht dann weiter auf die Tragfähigkeit des 
Thurmes an sich ein und kommt zu dem Resultat, daß 
der „Bau in Gottes Name sicher fortgesetzt werden könne." 
Es wurden aber auch noch der Maurermeister Leon 
hard Braun und der Zimmermeister Aemmeter direct be 
fragt, die aber versichern, daß sowohl das Fundament, als 
auch das bereits stehende Mauerwerk genug Festigkeit be 
säßen, um darauf weiter zu bauen. 
Man kann die Aengstlichkeit der Airchenvorsteher wohl 
begreifen, wenn man sich die Vorgänge des Jahres (698
        
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