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VIII. Kapitel. Einweihung der Kirche

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David

Schlosser, Maler sowie sonst am Bau thätige Handwerker 
emsig schaffen, und während in den Vorjahren die Arbeiten 
langsam und stockend vorwärts schritten, sehen wir jetzt 
Meister und Gesellen miteinander wetteifern, denn der 
Mille des Aönigs mußte respectirt werden. 
Inzwischen wurden die Airchenältesten erwählt, an 
deren Spitze der Geheime Justiz- und Ober-Appellations- 
gerichtsrath W. Duhram stand, es folgten der Ober- 
Appellationsgerichts-Advocat <£. Marees, der Bürgermeister 
Mestarph sowie die Bürger E>. Happach, A. Diembroeck 
und Sam. Godrio. Die anderen Gemeindeorgane waren 
bereits eingesetzt. 
Endlich kam der 8. Juli, der Tag der Einweihung 
heran. Die Feierlichkeiten, wie wir ste bei der Grundstein 
legung beschrieben haben, wiederholten sich auch hier im 
Großen und Ganzen, wenngleich wir die dort erwähnten 
Umständlichkeiten vermissen?) 
In einer von acht Pferden gezogenen Staatskarosse 
erscheint der Aönig vor der Airche, es folgen die Mark 
grafen und die Minister; ferner waren anwesend die Pro 
fessoren des reformirten Gymnasiums an der Spitze der 
Gymnasiasten. Nachdem die Glocken verstummt waren, 
führte sich der ehemalige Professor und O. theol. Jeremias 
Stercky aus Lausanne als Pfarrer der Gemeinde ein; er 
dankte 5r. Majestät und der Gemeinde für die Berufung 
in dieses Amt und weihte sodann die Airche zum Gebrauch 
für den evangelisch-reformirten Gottesdienst. 
Sodann wurde das Luthersche Lied: „Mir glauben 
All' an einen Gott", eine Uebersetzung des: „Credo in 
x ) Müller und Küster, Altes und Neues Berlin p. 200.
        
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