Path:
VII. Kapitel. Einsturz der Gewölbe

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David

57 
hierauf vorgefordert umb seine Meinung zu sagen woher 
der ruin gekommen, welcher dann meldet, daß das erste 
de88ein von dem Herrn Nering feel: gemachet, des Grund 
auch darnach geleget worden und geblieben, nach H. Nerings 
Tode wäre Grünberg dazu gekommen, welcher zwar 
den Grund gelassen, das de88ein aber wegen des Thurms, 
kupfernen Daches und runden säulen, welche vorhin hätte 
sollen gefertiget werden, geändert, nehmlich, daß die säulen 
mit Aierrahte, wie auch der Thurm in der Mitte weg 
geblieben, woraus die Pfeiler auf \3 fuß dick aufgeführt, 
die vier Hauptbogen wären auch geschloßen und die Circul 
gewolbet worden, da man dann nicht den geringsten schaden 
gespühret. 
Anlangend das mittlere große Gewölbe, so hätten die 
Oir66tore8 es wohl gerne gesehen, daß dasselbe mit steinen 
gewölbet wurde, worauf Tr mit H. Grünbergen deshalb 
Unterredung gepflogen, der es auch gewilliget wie wohl 
Tr allemahl das Contrarium gehalten, nehml: daß es 
nicht darauf angeleget, das wäre aber endlich plaeidirt 
worden. Das Gewölbe wäre auch an den ruin nicht 
schuld, sondern die schwere Mauer, so auf 8 Huß hoch auf 
die bogen geleget worden, und dieses hätte Her Grünberg 
wegen des Daches angegeben und diese Mauer hätte die 
Pfeiler hinaus gedrücket, daraus der ruin gefolget. 
An den großen eckpfeilern hätte Tr auch keinen schaden 
gemerket, außer vor 5 Tagen hätte Tr gesehen, daß derselbe 
einen riß gehabt, welchen man kaum sehen können, welchen 
Tr zuschmieren lassen und zu sehen ob er weiter einreißen 
würde, vorgestern abend wäre der kolisrör gekommen und 
hatte gesaget, Ts ließe der riß sich weiter merken und wäre
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.