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V. Kapitel. Grundsteinlegung

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David

§2 
(siehe Einleitung) anlehnt, ja sogar dieselbe meist wörtlich 
auszieht. Der Vollständigkeit wegen mag auf die Feier 
lichkeit etwas näher eingegangen werden?) 
Nering ordnete im Ganzen vier Zelte an, deren größtes 
in der Mitte Aufstellung fand und für die kurfürstlichen 
Herrschaften sowie den Hofstaat bestimmt war; das zweite 
Zelt, gleichfalls für den Aurfürsten bestimmt, befand sich 
in der Nähe des Platzes, wo der Grundstein gelegt wurde. 
Die beiden übrigen Zelte sollten die vornehmeren Mitglieder 
der neuen Gemeinde aufnehmen. Die Baugrube war be 
reits ganz ausgeschachtet, so daß man von der Straße 
eine Rampe hinuntersteigen mußte. 
Am Festtage selbst, noch vor 8 Uhr besetzte der Obrist 
von hacke wit einer Abtheilung der kurfürstlichen Mache 
den Platz. Sodann wurden zwei Tische aufgestellt, deren 
einer zugleich als Aanzel diente, aber auch die Bibel und 
den Katechismus für den Grundstein aufnahm, während 
dieser selbst vor dem Tische Aufstellung fand, so daß ihn 
alle sehen konnten. Auf dem kleinen Tische lagen die 
Medaillen und Aupferplatten mit den Zeichnungen. 
Um 8 Uhr läuteten die Glocken der Domkirche das 
erste Mal, um 8*/ 2 Uhr zum zweiten Mal. Inzwischen 
versammelten sich die Prediger unch das Gymnasium 
Joachimicum, auch lief das Volk in mächtigen Schaaren 
zusammen. Wie auch heutzutage bei ähnlichen Gelegen 
heiten wurden alle Fenster belegt, von denen aus man nur 
einen Schimmer von Aussicht zu haben hoffte. Auch 
wurden die Angehörigen des evangelisch-lutherischen Be- 
*) Vas Reglement für die Feier ist im Archiv der Airche ent 
halten.
        
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