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XII. Kapitel. Renovationen der Kirche

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David

Rnoblauch und Wex stellen es als fraglich hin, daß 
bereits von Anfang an Emporen vorgesehen waren; dem 
steht einmal die bereits in dem Querschnitt und Grundriß 
des Stiches der Wolff'schen Erben (s. S. 53) angeordnete An 
lage entgegen, sodann aber vor allem die Mittheilung in 
dem bereits 5. 70 erwähnten Aktenstück, in welchem von 
den „Frauen und Männerstühlen in der Rirche und auf 
den Ehören" die Rede ist. 
Diese erste Anlage der Emporen war relativ immer 
noch geeigneter, wie die dein: Umbau von s838 vorge 
nommene Umänderung, die dem Wesen der freien Raum- 
entwickelung noch weniger Rechnung trug, chier wurden 
die Apsiden vollständig zugebaut und versperrten so den 
frei aufragenden Raum, ohne Rücksicht auf ästhetische 
Wirkung. 
■ Es ist ein Verdienst der ausführenden Architekten ge 
wesen, diese unglücklichen Einbauten, so vor allem auch in 
der vielfach getheilten östlichen Apside, entfernt zu haben, 
und auch dem Rirchenrath gebührt dafür Dank, daß er 
sich dieser berechtigten Auffassung nicht engherzig entgegen 
stellte. 
Der Fußboden dieser östlichen Apside wurde erhöht 
und der Altar von der Ränzel getrennt. Diese fand in der 
südlichen Ecke der östlichen Apsis Aufstellung, während für 
den Altar eine äußerst angemessene freie Position ge 
schaffen wurde, von der aus er sich den Blicken Aller 
prächtig darbietet. Der Entwurf dieses neuen Altars (6) 
schließt sich im Wesentlichen an die Architektursormen der 
Fayaden an und entspricht der Würde des Gotteshauses. 
Die Ranzel (f) erhielt eine neue Treppe, wurde aber im
        
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