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XI. Kapitel. Kunstdenkmäler

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David

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klingenden Cymbeln." Kurze Sentenzen finden sich auf 
den meisten vor wie: plaudite domino cum gaudio. 
laudete deum in hac vita. fortitudo nostra deus. 
omnis creatura glorificat deum. omnis anima laudet 
deum. Diese Sprüche zur Verherrlichung Gottes sind den 
fünf in der 2TTitte befindlichen Glocken entnommen. 
Die Kosten des Glockenspiels betragen einschließlich 
der durch den Umtausch verloren gegangenen Gelder 
Thlr. 6 Gr;') immerhin eine ansehnliche Summe, 
es mag aber hinzugefügt werden, daß das Spiel allein 
nur \2626 Gulden kostete, die Transportkosten von Amster 
dam nach Berlin beliefen sich auf sOSst Gulden, zusammen 
also söSsto Gulden oder 5^78 Thlr. s6 Gr. Der Rest 
entfällt auf das verunglückte erste Spiel von Zacobi. 
Am H. Juli \7\<) verfügte .der König nach mehr 
maligen Bitten der Gemeinde einen jährlichen Zuschuß von 
200 Thlrn. zur Besoldung des Glockenisten und zur Unter 
haltung des Werks;-) da diese Summe nicht ausreichte, so 
hatte die Gemeinde noch zu den Kosten zuzuschießen.^). 
Durch Selbstthätigkeit des Uhrwerks erklingt alle ganze 
und halbe Stunde eine Thoralmelodie, bei Viertel und 
Dreiviertel ein kurzes aus nur wenigen Takten bestehendes 
Präludium. An Feiertagen, Sonntags, sowie sonstigen 
festlichen Anlässen, so zum Geburtstag des Königs ic. auf 
Wunsch auch bei Leichenbegängnissen wird das Werk ver 
mittelst der Klaviatur gespielt. 
') Mscpt. ks. Luras j>. ;s. 
2 ) Airchen-Archiv. Acta die Unterhaltung des Glockenspiels be 
treffend. 
3) Die Unterhaltungskosten waren im Jahre ;r;9 mit 392 Thlr. 
veranschlagt; vgl. scrner Anmerk. 2.
        
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