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I. Teil. Geschichte des Denkmals 4. Abschnitt. Die Denkmalskommission und die Schadowschen Entwürfe im Jahre 1801

Full text: Das Denkmal König Friedrichs des Grossen in Berlin / Merckle, Kurt

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Geschichte des Denkmals. 
4. Anfertigung des großen Modells ...... 2 Jahre 
5. Modellierung der Gipsform über das große Modell 5 Monate 
6. Ausdrücken der großen Gipsform mit Wachs . . 4 
7. Aufrichten der Gipsform in der Dammgrube . . 2 „ 
8. Anfertigung des eisernes Gerüstes für den Kern . 6 „ 
9. Guß des Kerns ............ 1 Monat 
40. Abnahme der großen Gipsform und des Wachsmodells 1 Jahr 
44. Wiederanlage der Wachsplatten und Reparaturen. 4 „ 
42. Auftragung der Form in Erde ....... 6 Monate 
43. Anfertigung des Ofens und der eisernen Bänder . 6 „ 
44. Brennen der Form und Ausschmelzen des Wachses 4 Monat 
45. Wegräumen des Ofens, der Strebepfeiler re. . .2 Monate 
46. Schmelzen und Gießen ......... 2 Tage 
47. Losschlagen der gebrannten Form ...... 3 Monate 
48. Absägen der metallenen Luft- und Gußrohren . . 4 „ 
49. Herausnahme des Kerns und eisernen Gerüsts. . 3 „ 
20. Vergießen der Öffnungen. Anlöten einzelner Stücke 4 „ 
24. Überarbeiten der Statue durch Ciseleurs .... 2 Jahre 
22. Aufrichten des ganzen Monuments...... 4 Jahr. 
Im ganzen also 42 Jahre, 7 Monate nnb 2 Tage, eine selbst 
für den damaligen Stand der Technik ziemlich lange Zeit. ^ 
Zu den 9 Entwürfen für das Berliner Friedrichsdenkmal, die 
wir bereits non Schadoiv kennen, hatte der Uirermüdliche in diesem 
Jahre drei neue gefertigt und der Akademie der Künste vorgelegt, 
in deren Besitz sie sich heute noch befinden. Als Platz für feine 
drei Reiterstatuen hatte er sich den Ausgang der Linden gedacht, 
jedoch weiter gegen das Kgl. Schloß zu, etwa vor die Mitte des 
großen Portals der jetzigen Universität. Mit dein Vorschlag Tempel- 
hoffs, bloß natürliche Größe zu nehmen, hatte er sich selbstverständlich 
nicht befreunden können, denn nach seiner Auffassung ist die Sprache 
der Plastik, womit sie die Größe ihrer Helden ansdrückt, das kolossale 
Volumen. Er hatte daher die Höhe seiner Reiterstatuen auf 45 Fuß 
verairschlagt, ebenso auch die der Postamente, deren Architektur bei 
allen dreien im wesentlichen dieselbe ist. Auch gegenüber der andern
        
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