Path:
I. Teil. Geschichte des Denkmals 3. Abschnitt. Die Denkmalskonkurrenz des Jahres 1797

Full text: Das Denkmal König Friedrichs des Grossen in Berlin / Merckle, Kurt

72 
Geschichte des Denkmals. 
des Herkules dargestellt waren, um die Stärke des großen Königs 
anzudeuten; am Fußgestell waren ein Schild und Helm, sowie eroberte 
seiudliche Waffen zu sehen. Der akademische Senat beurteilte das 
Projekt Weinbrenners sehr günstig, doch wurde es einstweilen zu den 
Akten gelegt, in welchen es alsdann gleich allen andern begraben blieb. 
In diese Zeit mag auch der stark romantisch angehauchte, 
aquarellierte Entwurf Danneckers aus Stuttgart fallen, der sich noch 
im Hohenzollernmuseum in Berlin befindet. In einem einsamen 
Waldthale — so war seine Idee — sollte sich an einem kleinen Fluß 
zwischen Trauerweiden, Pappeln und Eichen (ganz im Stil der 
damals so beliebten arkadischen Idyllen) ein gewaltiger Obelisk aus 
grauem Marmor erheben. Auf jeder seiner vier Seiten steht in 
großen Buchstaben 
Friedrich 
II. 
Auf seiner Spitze sitzt ein vergoldeter Adler, der einen Lorbeer 
kranz in den Fängen hält. An den vier Seiten des Unterbaues 
stehen die Namen 
Schwerin, 
Ilerzherg, 
Wolf, 
Cocceji, 
eine seltsame Zusammenstellung. Der ganze Entwurf macht einen 
nicht unwürdigen, aber keineswegs besonders bedeutenden Eindruck. 
Er ist unterschrieben: 
Nonnment 
ä l'honneur de Frederic II, Eoi de Prusse 
et ä celui de Schwerin, de Herzberg, de Wolf et de öocceji 
qui ont illustre son regne. 
Weit genialer waren die eigenartigen Entwürfe des dänischen 
Artilleriehauptmanns H. Rustad, die mit das großartigste sind, 
was die Denkmalskonkurrenzen hervorgebracht haben. Es sind 18 
bis ins kleinste Detail sorgfältig ausgeführte Blätter, die uoä) jetzt 
im Besitze der Bibliothek der Kgl. Kunstakademie in Berlin sind.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.