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II. Teil. Beschreibung des Denkmals 3. Abschnitt. Die übrigen Zeitgenossen am Postamente

Full text: Das Denkmal König Friedrichs des Grossen in Berlin / Merckle, Kurt

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Beschreibung des Denkmals. 
Als die Schlacht einen ungünstigen Ausgang zu nehmen drohte, 
ritt er seinem Regimente voraus und entflammte durch seinen Tod 
die Begeisterung zum Siege. Die schwarzweiße Fahne, die er in 
der Hand trug, deckte seine Leiche. Bald nach seinem Tod ließ ihm 
der König ein Marmordenkmal aus dem Wilhelmsplatze errichten, 
das von C. B. Adam aus Nancy begonnen und nach dessen Tode 
im Jahre 1761 durch den Bildhauer Sigisbert Michel vollendet 
wurde. Es zeigt Schwerin in römischer Tracht, die Fahue in der 
einen, den Kommandostab in der anderen Hand tragend. Kiß hat 
1862 die Marmorstatue durch eine eherne ersetzt und Schwerin eben 
falls das historische Gewand gegeben, indem er ihn mit der Fahne 
vorwärts stürmen läßt?) Auch Rauch hat ihm bei dem Friedrichs 
denkmal die Fahne in die Hand gegeben. 
Der andere Reiter ist Fürst Leopold von Anhalt- 
Dessau, einer der bedeutendsten Kriegsmänner aller Zeiten. Er 
hat 22 Schlachten und 27 Belagerungen mitgemacht, in den meisten 
Fällen siegreich; trotzdem hat er, obwohl stets unter den Ersten, 
nur eimnal einen Streifschuß davongetragen. Rauch hat als Vor 
lage für die Porträtähnlichkeit ein lebensgroßes Bild ait§ dem 
Dessauer und ein Brustbild aus dem Charlottenburger Schlosse 
benutzt; ferner eine Medaille von Bolzendahl und die treffliche, 
lebensvolle Büste/) die Schadow im Jahre 1798 als Studie für 
sein Denkmal des alten Dessauers modelliert hat. Schadow hat 
tz Ein schönes Brustbild Schwerins aus Bronze von Professor Moser in 
Berlin steht in dem dortigen Zeughause. Außerdem befindet sich ein Denkmal 
von ihm in der Garnisonkirche zu Berlin und eines von Eisen bei Prag an der 
Stätte, wo er fiel. Unten ist der preußische Adler und darüber das Brustbild 
Schwerins, umgeben von Lorbeerkränzen und Waffen. Darunter steht in vergoldeten 
Buchstaben: 
„Curth Christoph Graf von Schwerin 
Königl. Preuß. General-Feldmarschall 
Starb hier den Heldentod mit der Fahne im Arm 
Am 6. Mai 1757." 
2 ) Sie zeigt „die verwitterten Züge des Denkmals in ihrer ursprünglichen 
Frische". Gipsabguß in Monbijou.
        
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