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I. Teil. Geschichte des Denkmals 1. Abschnitt. Zu Lebzeiten Friedrichs des Großen und in den ersten Jahren nach seinem Tode

Full text: Das Denkmal König Friedrichs des Grossen in Berlin / Merckle, Kurt

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I. Teil. 
Geschichte des Denkmals. 
f. Abschnitt. 
Zu Lebzeiten Friedrichs des Grotzen und in den ersten Jahren 
nach seinem Tode. 
Es war im Jahre 1779. Der Friede, von Teschen, der dem 
bayrischen Erbsolgekrieg ein Ende machte, war geschlossen und damit 
die letzte Wetterwolke am politischen Himmel zerstreut. Der alte 
König, ein zweiter Atlas, gebeugt durch den fast vierzig Jahre auf 
seinen Schultern getragenen Staatskoloß, kehrte zu den Orangen 
von Sanssouci zurück, um dort 
Im Geist bekümmert um den Norden, 
Das Herz dem Süden zugesehnt, 
den Rest seiner Tage in Ruhe und Stille zu verleben. Es tvar 
einsam geworden um den großen König. Fast alle seine Helden 
generäle aus den schlesischen Kriegen waren schon ins Grab gesunken, 
und auch seinen Geist bewegten Gedanken an sein nahendes Ende. 
Als er eines Abends auf der Terrasse von Sanssouci in die nieder 
gehende Sonne sah, flüsterten seine Lippen wehmütig die Worte: 
„Bald iverde ich dir näher sein!" 
Er hatte seit einigen Jahren begonnen, seinen Generälen in 
Berlin Denkmäler errichten zu lassen;') daß es aber draußen im 
Volke und vor allem in seinem Heere sich regte, auch ihm ein 
') Es waren dies die ersten Statuen, die in Berlin nicht fürstlichen Personen 
gesetzt wurden. 
Me rill c, Denkmal Friedrichs d. Gr. 1
        
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