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Full text: Das Friedrichsdenkmal nach den Entwürfen Schinkels und Rauchs / Mackowsky, Hans

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geeigneten Abschluss der Via triumphalis geboten, wie das 
auch Schinkel in seinem Schreiben an Rauch betonte, als 
er ihm am 11. März seine Entwürfe mitteilte. „Diese letzte 
Anlage würde erst die grosse Partie der Stadt vom Branden 
burger Thor her vollenden, und das schönste point de vue 
abgeben.“ Die Hinterwand des Portikus war natürlich 
mit bildlichen Darstellungen geschmückt, wie auf Entwurf 
D, der krönende Tempelbau zu ähnlichem Zwecke be 
stimmt als der Säulenunterbau des Entwurfes E. Dieser 
Entwurf war für den Platz gedacht zwischen dem Dome 
und dem Königlichen Schlosse, also da, wo sich die Schloss 
apotheke erhebt. Wie alle übrigen hätte er sieben Jahre 
Arbeit in Anspruch genommen, die Kosten hätten allerdings 
die der anderen Entwürfe weit hinter sich gelassen und 
eine Summe Von 673,766 Thaler betragen. 
Blatt H fügte Schinkel nur bei, um die Wirkung 
der Farben zu beurteilen, wenn, wie hier angenommen 
wurde, die Bronze vergoldet würde. Im übrigen ist es der 
alte Entwurf von 1822 und stimmt somit auch mit Blatt 
F überein. Blatt I enthielt einen farbig getuschten Situa 
tionsplan. 
Ueber diese Entwürfe hielt der Minister Graf Lottum 
dem Könige Vortrag. Allein zäh wie der König an seinen 
einmal gefassten Entschlüssen festhielt, beharrte er auch 
dieses Mal in seinem Wunsche nach Errichtung einer Tra- 
janssäule. Am 18. Februar schrieb der König, dass er von 
den neuen Entwürfen des Oberbaurats Schinkel gern 
Kenntnis genommen habe, „finde Mich aber veranlasst, bei der 
Ausführung einer trajanischen Säule ohne weitere architek 
tonische Umgebung stehen zu bleiben.“ Die Zeichnung A 
erhielt den Vorzug, „indem Ich bestimme, dass diese Säule 
oberhalb der Linden am Eingänge der Promenade, etwa 5 
bis 6 Schritt von der Barriere entfernt, zu stehen kommen 
soll.“ — „Was die auf die Spitze der Säule zu stellende 
Statue des Königs Friedrichs II betrifft, so soll solche im
        
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