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Full text: Das Friedrichsdenkmal nach den Entwürfen Schinkels und Rauchs / Mackowsky, Hans

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Fahrstrassen des Platzes führen durch den Portikus, ihre 
Eingänge sind mit Kandelabern bezeichnet, in deren Schalen 
Gasflammen brennen. Das Innere des Säulenschaftes sollte 
aus praktischen Rücksichten eine Wendeltreppe enthalten. 
Der mit Professor Pieck berechnete Kostenanschlag betrug, 
wie oben schon bemerkt, 356,363 resp. 566,163 Thaler. Blatt 
0 enthielt denselben Entwurf nur in grösserem Nassstabe. 
Mit Blatt D begannen Schinkels selbständige Vorschläge 
und Pläne. *) „Eine colossale Reiterstatue des Königs 
[natürlich barhäuptig und in antikem Kostüm] in vergoldeter 
Bronze erhebt sich auf einem Fussgestell von weissem 
Marmor, welches in mehreren [nämlich 4] Zonen mit Bas 
reliefs und Inschriften aus vergoldeten Buchstaben umgeben 
ist. Von drei Seiten umschliesst ein [dorischer] Porticus das 
Fussgestell der Statue, die vordere offene Seite lässt frei 
in den dadurch gebildeten Hof hineinsehen. An zwei Seiten 
ist der Porticus zwiefach, nach innen und nach aussen. 
Die theilende Mittelwand gewährt Schutz gegen Wind und 
Wetter und gegen den Stand der Sonne nach den ver 
schiedenen Tageszeiten; sie ist mit Wandmalereien zu ver 
zieren. Der Porticus ist aus schlesischem Marmor con- 
struirt gedacht; die Spitzen der Giebelfelder werden von 
Siegesgöttinnen gekrönt, Adler füllen die Felder selbst. 
Beim Eintritt unter den Prostylos des Porticus wird man 
von fruchtbringenden Genien begrüsst, die auf Thronen 
sitzend in Marmor gearbeitet sind.“ Dicht hinter der 
Schlossbrücke, zwischen ihr und dem Lustgarten, war das 
Monument projektirt. Die Kosten wurden auf 354,000 
Thaler berechnet. 
Entwurf E stellt die Quadriga von 1822 auf dorischem 
Säulenunterbau dar, der im Anschlüsse an das Mausoleum 
i) Es sind Schinkels eigene Beschreibungen, als er seine Entwürfe 
edirte. Abgedruckt bei Riegel. S. 2.
        
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