Path:
Text

Full text: Über evangelischen Kirchenbau mit besonderem Bezug auf Berlin / Dalton, Hermann

32 
inbetreff der Behörde gilt der Latz, den der bekannte 
Schriftsteller $ r a n 5 0 s bei anderem Anlaß aufgestellt hat: 
jede Stadt und jedes Land hat die Zuden, die es verdient. 
Unsere kirchliche Behörde oder wem immer es obliegen 
mag, hat, so will mich bedünken, die geeignete Zeit, paffende 
Airchbauplätze lange voraus sich zu sichern, ungenutzt ver 
streichen lassen, damals als der neue Bebauungsplan für 
Berlin und einen Teil der Vororte entworfen und fest 
gelegt wurde und Banken und Bauvereine das noch billige 
Land erwarben. Die Ainder der Welt erweisen sich eben 
immer klüger als die Ainder des Lichtes. Aus den: Worte 
des ljerrn klingt dennoch auch ein leiser Tadel für seine 
Zünger hervor, die er heißet ohne falsch zu sein wie 
Tauben und dabei klug wie Schlangen. Aundige Leute 
versichern, daß es bei der Festlegung des Planes nicht 
allzu schwer gewesen wäre, freie Plätze für derartige 
monumentale Bauten zu gewinnen; denn bekanntlich steigert 
eine schöne Airche den Bauwert der umliegenden Grund 
stücke. Wo diese freien Plätze nicht mehr zu erlangen ge 
wesen wären, warum doch waren wohlhabende Gemeinde 
glieder nicht bereit, Grundstücke auch innerhalb der zu 
veranlagenden Straßenflucht zeitig zu erwerben, um sie, 
vielleicht nach Jahren, einer zu bildenden Gemeinde zu 
übereignen oder auch um den Einkaufspreis zu veräußern 7 
Ts wäre wissenswert, genau zu erfahren, wie die römische 
Airche zu den vorzüglichen Grundstücken am Garten- und 
am Ludwigs-Platz gelangt ist und die betr. Gegenden mit 
schönen Airchen gezieret hat und warum sie uns entgangen 
sind 7 Noch läßt sich vielleicht manches schwere Ver 
säumnis wieder gut machen. Zch möchte auf ein meiner 
Wohnung naheliegendes, darum bekanntes Gebiet hinweisen 
(im Norden, Osten und Süden sind sicherlich ähnliche Gebiete
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.