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Full text: Berlin als Kunststadt / Schönfeld, Paul

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Pflege gewahrte Naturwüchsigkeit aus, die so angenehm von der 
anderwärts vielfach herrschenden trockenen Regelmässigkeit derar 
tiger Anlagen absticht und noch heute auf seine ins 16. Jahrhun 
dert zurückreichende Entstehung hinweist. Ursprünglich ein von 
Plankenzäunen eingefasster Wildpark, der sich noch unter dem 
Grossen Kurfürsten bis in die Gegend des heutigen Akademie- 
Fries vom Denkmal Friedrich Wilhelms III. von Drake. (S. 66.) 
gebäudes ausdehnte und den Hofjagden zum Schauplatz diente, 
in seinem vorderen Teil von Wiesen und vereinzelten Acker 
flächen unterbrochen, erhielt er seinen neuen Charakter als 
Lustpark erst unter Friedrich dem Grossen durch den bereits 
mehrfach erwähnten Architekten G. W. VON Knobelsdorff, der 
u. a. den sogen, grossen Stern, den Kreuzungspunkt der heute noch 
bestehenden Alleen, anlegte. Von da ab wurde der Tiergarten ein 
Lieblingsaufenthalt der Berliner, und besonders nach den „Zelten“ 
— damals wirklichen Leinwandzelten, in denen zwei Franzosen 
Dortu und Thomassin mit königlicher Erlaubnis Erfrischungen 
feilhielten — bewegten sich an den Sommernachmittagen Tausende
        
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