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Full text: Berlin als Kunststadt / Schönfeld, Paul (Public Domain)

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schaftlichen Charakter der Sammlung entsprechende Hülle bildet das 
Museumsgebäude, dessen Urheber es verstanden hat, trotz den Hin 
dernissen, welche die unregelmässige Form des Bauplatzes mit sich 
brachte, seiner Aufgabe in vollem Maasse gerecht zu werden. Ein 
fach und schlicht, aber wuchtig und gediegen wirken diese Re 
naissanceformen, ganz vorzüglich ordnen sich die beiden prunklosen 
Facaden mit ihren bescheidenen Risaliten der schönen Eintrittshalle 
Anhalter Bahnhof. (S. 66.) 
an der Ecke unter, die durch ihre weitgeöffneten Arkaden die öffent 
liche Bestimmung des Gebäudes so deutlich ausspricht. Und auch 
vom Innern, dem stattlichen Lichthof und dem Treppenhause, den 
um den grossen Innenhof gruppirten Sammlungssälen mit ihren treff 
lichen Verhältnissen und den sorgfältig abgewogenen Dekorationen 
wird jedes künstlerisch gebildete Auge den erfreulichsten Eindruck 
empfangen. 
Wenn der berüchtigte Victor Tissot in einer jener Schmäh 
schriften, die er um die Mitte des vorigen Jahrzehnts zum Ent 
zücken verwandter Seelen über Deutschland im Allgemeinen und 
Berlin im Besondern veröffentlichte, über die hiesige Architektur das 
groteske Urteil fällen zu dürfen glaubte, dass dieselbe jeder Origi 
nalität ermangele und ..partout le pastiche“ erkennen lasse, so würde
	        
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