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Die Bau- und Kunstdenkmäler

Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler von Berlin / Borrmann, Richard

Das Königliche Schloss, 
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werke mit ihren Stuckdecken der Zeit des grossen 
Kurfürsten angehören. — Die Chronik des Pusthius 
erwähnt der schon einige Jahre früher begonnenen 
schönen Pforte am Schlossplätze (jetzt Portal II), 
einer dreigetheilten, triumphbogenartigen Anlage, die 
aus Stridbecks Skizzen bekannt ist und an Stelle der 
erwähnten Memhardtschen Gallerie trat. An der 
1682 Spree verschwand ferner 1682 der dicke runde 
Thurm am Ende der Rennbahn. Diese selbst war 
schon seit Jahren eingegangen und an Stelle der 
[ denen bald ähnliche Anlagen am Fusse des Glocken 
thurms beim Dom und 1689, durch Nering, auch 
| im Winkel zwischen Ballhaus und Münzthurm 
folgten. 
Zu wirklich monumentaler Bedeutung erheben 
j sich jedoch erst die letzten von Friedrich Wilhelm 
geschaffenen Bauanlagen, zunächst der unter dem 
! Namen desAlabastersaals bekannte Festraum über 
| dem niedrigen Quergebäude 1 ) zwischen dem I. und 
II. Hofe (Fig. 33 nördl. v. E), und der, wenn früher 
Fig. 36. 
Schlüters Entwurf zum Schlossbau (nach Biesendorf). 
elenden Trödelbuden, die sich dort eingenistet 
hatten, entstanden um jene Zeit (1679), längs der Süd 
front des Schlosses, steinerne Bogenlauben (Fig. 35), 
*) Neben diesem Thore stand ein von de Chieze be 
wohntes Haus, das am 29. Januar 1679 durch Brand zer 
stört wurde. Dies gab Veranlassung zur Beseitigung eines 
kleinen, mit Schankgerechtigkeit ausgestatteten Hauses des 
Oberamtmanns Schönhausen, dessen Nähe für Schloss 
und Dom eine stete Gefahr bedeutete. (G. St. A. Rep. 9. 
H. 8 u. 8 a ). Von dem Chiezeschen Hause enthält die Nicolai- 
sche Mappe einen Grundriss mit näheren Angaben. 
begonnene, erst unter Kurfürst Friedrich III be 
endete Arkadenbau von Smids, an der Ostseite 
des dritten Hofs. Unvollendet geblieben ist da 
gegen das stattliche zur Bibliothek bestimmte 
Gebäude, das, anschliessend an die Schlossapotheke, 
die Ostseite des Lustgartens begrenzen sollte. Auf 
*) Vielleicht bezieht sich auf diesen Bau die Stelle in der 
Chronik des Pusthius: Um diese Zeit (1682) ward wieder 
am Schlosse stark gebaut und dasselbe mit Superstructuren 
stark gebessert und mit Gemächern vermehrt. 
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