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Full text: Berliner Adreßbuch (Public Domain) Issue1895 (Public Domain)

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Sehenswürdigkeiteu. — 194 — Sehenswürdigkeiten. 
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Spiel Platz a. elicni. Franks. Tlwre mit 10,338 Du. Mir. Echmnilfläche. 
Spillelmarki 1,470 Du. Mir. SdimmfflMic. 
SiciifjflH Wti 2,340 Cu M>r. Schiiinck|1äche. 
Sttalmicr Plan mit 6.045 Oh. äJItc. Srtmmdflädie. 
Ytutobutgcr Plritz mit 0680 Du. Mir. Schiimckfläch:. 
Kleiner Thiergarien (ilionliil) mit 62.631 Du. Mir. Sdjnmdflädjr. 
flntj a. d. Tliomaökitche 3,558 Du. Mir. Srtnmidjlärtjc. 
huSitclba Platz (Platz A, Abthl XII) mit 2,818 Du. Mit. Schimickstäche. 
Platz ai» Ultimi mit 151 l Du. Mir. Srtjnmrtflfirfje. 
Äinela Platz mit VI60 Du. fflftt. £d)murtflOid).\ 
Woffcitliot Platz mit 5125 Du. Mir. SdjmuiffliW. 
Wilhelm Platz mit 10,fl71 Du. Mir. Sdmutrfilädjc. 
SSörlher Platz mit »,35n Du. Mir. Sdimuckflädje. 
Promenade i:i der ?j.niste, mit 4,178 Du. Mir Sdimudflndie 
Platz an der Kjork- u. Möckemstt. mit 1,257 Du. Mlr. Schniuckflächc. 
Ziouskirch Platz mit 8,450 Du. Mlr. Sdnnudfiädje. 
Platz au der Zwölf Äpostelkirche. 
fiöuinl. Institut für Glas-Malerei, GHatlotlenbutg, Berlinerstr. 9, 
geöffnet tnnlidi von !l bis 12 und 1-4. 
KLnigl. Polizei-Präsibinn: am Alexander Platz, lluter Oberleitung des 
StabtbauratHä Blaukeustein und d.'S Stadt ■ Sau • Snfpeftors Smbeinann uou 
bem 9lcgicmng$ Baumeister P. Hesie auf »em Scmiiit btS ehemaligen Arbeit?- 
baufeS (üdisenfopf) und bei Jrreuansl.ilt 1885-18110 ctbam. Das Gtuudslück 
Imt ciucu 'Flächeninhalt uou 15777 Du. Mir., wovon 10610 Du. SKit. bebaut 
find, so bflfs i-3 nächst dem flouigl. Schlosse und dem Rcichstagsgebäube das 
grolle >n Berlin ist. Die Fioiitlüuge au der Älcranderflr. und der Glrai;c 
An der Stadtbahn betiiigt 106 Mir., die am Alexander Platz 02 Mir. Au 
nutzbaten Räumen sind vorhanden 10 S48 Du. Mtr. Büteau räume. 2547 Du. Ditt. 
Sititflipolinuiigcti. 2490 Du. Mir. Hasträuine und Zubehör nud 2570 Du Mir. 
Stauungen, Remifcit. Neitbahn n. s. m., znlammen 24 365 Du. Mir Zur 
AiiSinlitiiug der Baues ivaren erforderlich 18156000 gewöliulickic Mauersteine, 
680000 Berbleuber zu den Krönten der Hole und 502 000 Bctblenbet zu den 
Fronten an dm Straften, zusammen 10 338 000 6leine. Die gcsainiiiien Ban- 
kosten werben sich oouuSfimtlid) einfchlietzlich 250 i'OO Mk. für Scidjafiung der 
UJIobilicn auf ü 100 0:'0 Mk. belaufen. Das Gebäude, dessen Erwärmung, 
mit Ausnahme bet Dieiistwohuungeu, durch eine ceiittalc Damps-Warinwasscr- 
Heiznug aeichiebt. citibdlt atmet den Dienstwohnungen und den Gelchaits- 
räuuieit fänuutlicher Abiheilnugcn nudi noch bn5 Polizei - Gewahrsam. aus 
einem grosiercit unb einem kleineren bafiranm nebst 6 Isolirzellen bestehend, 
und da? Polizei-©cfdiinnifi, für Männer nnb Weiber ganz getrennt, mit 11 
"gtöficien Näuinen zu gcii,einsamer Haft für 242 Personen und 175 Einzelzelleu. 
au die ßefdngnifistügcl sd,lieben sich zwei Dncrfliigcl mit einer Reitbahn und 
Stallungcn für 00 Pferde in zwei stbereiiiaitbct liegenden Geschossen. In den 
Slisdjeit auf beiden Seilen des (Mmrius am Alexander Platz befinden sich die 
Statuen Kaiser Wilhelms I. und «riedridis III., beide uou Ealandrelli. und 
die der großen iturfürften und des jlönigs Ftiebtick-s I., von Lüchen und Hinthu 
Wolfs inobcUitL Die Statuen sind in den yaiidiljanuitet'idjeu Stierten gegossen. 
Die iliSiiIgf. Borzellau-Maimfaktiir, äffeaelnstr. (Sliietgatleu). Besuchs- 
zeit: Dienstags. Mittwochs, Donnerstags und Freitags Wormittags bis 12 Übt. 
Kaiser!. Deutsches ReichS-Postamt, Leipzigerstr. 15. Dieser von 1871 
biS 1874 ooit Sdiwatlo aiiägefülitlc 2 Stockwerke lioljc Praditbau ist eine 
bet schönsten und reichsten Renaiffauce-Bautcn der neuesten Zeit. in ootzfia- 
lichstein Material mit Ratabr in Sandstei». ynnsoflnt 2,300,000 Mark. Gut 
sehr bedeutender Etwe'lerimgsbau ist gegcmniiclia in Susfilhtung. 
Obcr-Post-DircktioilS-ÄcbSudc, S»anbaucrftra6c iy—22. 
PostfilhrgcrLudc, Orauiniburgnftraie 35. 36, ausgeführt oont Post- 
Bliuraih  Jutfctm.mil  u. Bau - Juspeklot Becker. 
Philharmonic, Konzeitsaal, erbaut uoiu itgt. Säumt 1) F. Schwechteu, 
3000 Personen fanenb. 
RatlihauS in der ctöiiigstrafie, 1861-1869 nach dem Entwürfe SB liefe- 
manii’S in oberitaliciiischem Sialibau mit reicher Anwendung von Granit, 
Terrakotta und Sandstein auägefülirt. ES bildet ein Viereck von 09,2 Mir. 
Sängt, 27 Mtr. Höhe und 87.0 Mtr. Breite. Die inneren Säulen sind theils 
von ©uficifcn, IliellS von Granit, die Prachttreppcu von geschliffenem Granit. 
Die Säulen und Pfeiler in den Halle» und $rad)träumen find von Sand¬ 
stein . mit Stiiccoluftro überzogen, lieber der Hauplfroiit cibcbt sich ein 
04,16 Mir. iiolicr Tluirm, dessen Fundament aus mächtigen Sanbftcinmmbcm 
bestellt. Die Zifferblätter der Thurmuhr haben einen Dnrchnicsfer von 4,75 Mtr. 
Die Balkcnbrüstnngen sind mit Sltlletä uou Calandrelli, Schnieinitz u 81. 
geschmückt und in den Rüchen !>eö Liiuptvortals die Bronze-Statnai Kurfürst 
fiiicdridi I. von Liicke und Kaiser Wilhelms I. ausgestellt. Gesammt-Baukosteu 
iilkl. Banstelle 10,00'i,000 Mk. 
Besonders fehmSwertli sind die 8 Natlil,a»Ssäle, von denen sich bet 
Festsaal mit SDlarmotflmibbilbern, bet Stabtuerorbnclcn-Snnl und bet Ma- 
giftmlSioal • mit den groben Bildern der umiftifdim Regenten vorzugänicilc 
auszeichnen genier sind in der letzten Zeit auf bem Korridor und Borhalle 
teiln IBiagifttatä-SifeiingSfaal gteSfogeintUbe angebracht. 
1. Friedrich der Kroße aui bet Höhe feines Ruhmes „Unltt den Binden 
reitend" (gemalt von Simmlcr). 
2. Einhüllung be? Denkmals Friedrich des Großen (gemalt von Simulier). 
3. Gemembebchöcben Berlins stärken die Krieger nach der Schlacht bei 
Grotzbeeten <v. Prof. Bleibtren). 
4. Empfang der französischen 31efugi6j durch den Großen Kurfürsten 
' (gemalt von Prof. Bögest. 
6. Einführung der Reformation in die Mark Brandenburg feilenä der 
Kurfürsten Joachim (o. Pros. Sogei). 
6. Niederwerfung der Rmibrilterthums (gemalt von Prof. Scheurenberg). 
7. Allegorische SatfieUimg: 
a) Bereinigung bet Stäblc Berlin uub flößn (von Pros. Scheu- 
renberg). 
I) Handel u. Industrie (o. Pros. Echeurenberg). 
8. Seuirlb.'ilung Tytc fflatioibergS (von Pros. Scheuieiiberg). 
9. Suptwott: Serhetriiiiiung Sdilütetä (u. Pros. Bogcl). 
10. Friedrich Wilhelm I. Bauten besichtigend (v. Pros. Sogei). , 
11. Slflckfeiit des Königr Friedrich Wilhelm III. und bet Königin Luise 
nach Berlin im Jahre 1809 (o. Simmlet). 
12. Allegorie: Erhebimg Brandenburgs zmn Kursürstenthum- (von Pros. 
Scheurenberg). 
Dar fltoSe Trevvenlm»; be$ Rathhause» zeigt in seiner Vorderansicht: 
Die Wieberaufrichtung der Kaiserreichs. Seiten: Sie Erhebung Berlins zur 
Deutschen Neichshaiwlstodt (v. Mühlenbruch), z. Z. »och nicht fettig gestellt. 
Etc fiub dem Publikum täglich, aunec Donnerstag und Freitag, obut Ein¬ 
trittsgeld von II biS 3 Uhr geöffnet. 
Längs der fivom an dir jtöiiigftrnfic — Eingang Sponbnucr« ober Jüdeustt. 
— erstreck fidi Ofi Mtr. weil der i)iatl|SIcUct mit einer seht besuchten Gast- 
roirlbidiast. Wein- und Sicr-Soknl. 
Auf die Zteskogemälde int Matchcnsaal und im Feftsaat inuii noch br- 
sondetö aufmcrtlam gemacht werden. DeSgleickieu auf die Inilreii uub 
Siiuttpoilcn — diese letzteren in il)lamto;ba5telicf von (ialanbrelli Ijcruot- 
tagend schon ausgeführt — im «cftfaal, sowie ant die kunstvoll fitfi'eltitte und 
auSgeinnllr Decke daselbst ir. 
Der Tonawrensaal eiilbält künstletisch ausgeführte Bildnisse in Cel- 
malerei und Marmor von Dbccbütgtriiieifietn, Bilrgernteistern nnb Stabl- 
nerotbutten-Borsle' etn ir. 1 
Der Nattzliaus-Ttznrm, mit bester Aussicht übet' Berlin, kann in btu 
Monaten April tii-3 tinfdjl. Seytembev Ihgliib einschließlich SountagS uou 
11—4 Uhr vorn ■öiinutnortal aus heitiencn werben (unentgeltlich). 
RkichstagSgebäiidc in bet Scipsigccftr. 4, nach Hitzig's (rntimirfe von 
Piropiur und Sduiiicbcii 1871 erbaut, 1874 butdi Neumaiiu erweilcil. Der 
Sitzungssaal. 22 in Ineit. 28,25 m lang und 13—15 in hoch, enthält 400 Klapp¬ 
sitze. die Stibilucn des Publikunis 315 Platze. Äaukostni cci. 1400000 MI. 
— Au dessen Stelle ist nun getreten: 
Das neue üifichäiagsgcbüube, auch DliidiätagrlmuS oder Neichsbaus 
r.eimniit. lördjitikt. SniiMitj Professor Ur. Paul Aallot. Der ©rundstem 
ist ant 9. Juni 1V84 durch S. M. Kaiser Hillielin I. gelegt ivorde». Da» 
C'itbdube ist soweit fertig gestellt, da» es tut Setcinbet 180t in Aeuutznng 
genommen werden konnte, doch wirb noch eine Reihe von Safiren vergehen, 
ehe bastelte in allen Einzelheiten uollenbct fein wird. 33a$ Aeus>cte ist int 
Stile bet ßorfneniiiiiiiiue gehalten. Dar Ftonicnuiatcrial ist bis auf den 
Untcrgcdioftfodcl. ier aus giaublauein Hornbach-vleiMer Granit uoiu rfu&tel- 
gcl'irge•licrgcftrllt ist, lveiftcr Sandstein. Boruclinilich sind fchlesifde Cl'sicinc 
verwandt woiben, und tivar zumeist Wartl,auer unb Rackwitzet. baun «bet 
nudi sogen. Jtufoiua-Steiii. Ictzltret namentlich zmn Kuppclunterbaii. Neben 
diese» fdilesifchku Steinen find auch nod) lianitoversche tlicjiclbctget unb Saub- 
fteiii uom S’cutoburgcr 21'albe vetwanbi worden. Bcsondeis Hctuoteagcud 
fiub die IHiumbnutcii. Das ivnö sie im fruzelncu bem ffiebaube an Schönheit 
zubtiitnen, ist die nutubctvollc Umtifilinic der Frontecken, übet mtldic in 
Slttifuhiilie auf Sudeln ungefähr 4 m bohe Äiguten aufgestellt sind. Cbumbl 
btclc im lpcfentl dien bekonilmr Bedeutung Haben, so hat man sie doch linfit 
ohne inneren, auf das Wesen des ffiebäubes bcjügl Gehalt gelassen. Slm 
efiboftlljuinV siub d e ütiifjcumgen der ausübenden Staatsgewalt. Sictfitui' 
bilblliijiingeu bet Rehrkra t iu Laube und zu Waffer, brr Nechlspfleg.' unb 
bet Staatsfunfi bnrch bie Bildhauer Maifon in München itnb Bolz m «atlo- 
ruht dargestellt Dem Nordostiljnrm ivnrden die ethischen Elemente der Boltv- 
bilöuug, llntctrcht und (nucliimg (von Schierljolz m Smnfiiirt a. M.), Kirnst 
und Viiteratur (von BellrenS i i Brcslau) zugtlbcilt.. Am Notdivestthunn be- 
finden sich Handel und Industrie und zwar die Giosi-Industrie unb bet 
Handel (Sdiifffahrt) i'Oit der Hand (überfeine in ticiliit, die (jlcllcotedjuik uub 
die Klein- uub Hausinbiislric von Cberle in München mobellitt. Der Süb- 
westthurm endlich zeigt Verkörperungen bet Clcwcibt bet SolKemilljumg; bot 
Ackerbau und b:c BicHzitÄt von Lesung in Berlin uub die iPicrbrauciei uub 
ben Weinbau von Diez in Tresdeu im ben Stiirjen bet mittleren Fenster- 
reihe sind Icfitufifleiuartifl unter Kronen bie Siaunntuappcn bet (22) Btiubcv- 
stauten angebracht, aurfchleszlich bet 4 Königreiche, iveldjr an bcbcuttuccicr 
Stelle Platz ncfnubcii haben. 
Au bet Hmiptfrout. also am Königs Pl'itze, treten au Stelle der Iicibeu 
linieren FeufitmiQcn hohe Siiiubbogcnöirmmgeit, bettn Dunbctbögcit dntch an- 
gcnieifirllt Archiuolien und Maskenschliifisteiue, welche die deuticheu Slrömr 
uetkörpeni, beteichen fiub. Am Cftiniltclbait find die Wappeufchilbe bet vier 
Königreiche DeulichlanbS angebracht, über welche sich eilt gewaltiger  9lei.1i"- 
adlet entfaltet. Iu ben btei groftcit Riiiibbogciioffunitgcu tollen btc sitzenbeu 
Gestaden der drei Helfer der Reichsfltündung, BiSmatck, Moltke. Utoou, Plal; 
finden. Ueber den mit fdmiiebcciserncn ©ittcrtunen ju verfchliesienben ßm- 
sabriiu für den Sfnifcilicheu Hof und den Sunbcsmll) sind nach ülorb 11110 
Süb genmnbt, von je zwei gepanzerten Kriegern beichirnile ReichSwappen an- 
gebracht Tct bebeiiteubftc bilbnctitoc Schmuck vereinigt sich am Mittelbau 
der Hauptfrom. 3iiimttcn bes Giebelfeldes bet sechsfünligen Borhalle, die 
übet 46 Stufen etfticgcit wirb, 'etfdjfiitl. 6 m hoch, das Wappen bei üieidjev, 
von 6ernipliu umwallt, bewacht von 2 Stiegtm, in denen Norb unb Süd- 
beutschlaud »erkotveii finb, unter deren Schutz bie B ütljc von Kirnst und 
Wissenschaft, Händel unb Jubnstie sich entfaltet. Die Komposition rührt von 
Sckapet her unb wirb vorn Bi bljauet Lock in Saubfleiit übertragen. Set 
Giebel legt sich vor eine markig geglieberte, mit Äonfolcnttanz unb Masken- 
zinne abgetolofienc ?Ittifn und mir dieser wachsen totirfprofilirte Sockel heraus, 
die zu Seilen je einen mdjarjiertcu, in bet Kaiserkrone cnbigcubett Aufbau, 
in bet Mitte aber bie- „in ben Sattel gebotene Germania", von N. »egas 
mobellitt. aufnehmen sollen. Die Gruppe wird iu Kupfer getrieben. -Sie 
ist ircioegliebcrt: Inmitten auf edlem Rosse, Schild und Banner haltend. 
Germania, sie begleitend rechts eilt lorbcetbclränzt heimkehrender Krieget, links 
bie geflügelte Bertünbcrin des iiihmvoll crkflinufttit FnedenS. Die Kuppel 
tagt mit dem von 8 Freisänlen umgebenen Satcmmauiban und darüber be¬ 
sinnlicher Kaiserkrone 75 m übet den Attßbobeil. Sämmtliche Efsentheile des 
Äuppelaufbautii finb mit Kupfer bekleibet. alle MelaMheüe sind vergoldet. 
Die Räume, welche für bie künstlerische Ausstattung bes Innern haupt¬ 
sächlich in Frage kommen, sind bie (ängangshaHni. bie Borsülc für Rcichs- 
tagäDorftaiib uub Bundesrath, dir grofee Wandelhalle, ber Sitzungssaal. Die 
Norb- uub StibhoHc sind itr einsöchen. preitgen, ins Mittelalterliche fiinstber- 
fpiefaibfii Baufittmcn ganz iu Werkstein durchgeführt. In bet Südhalle 
mir» der Blick des Eintretenden angezogen durch stattliche Sxeppenaitfftnger 
iit Gestalt ftfjildtragenbtt Fabelthiere nud durch * Nischeiistatuen zit Se len bit 
Treppenaufganges. .Hauptsächlich aber besteht hier bet bedeutiingsvolle Schmuck 
in 8 Sandffeiiiiiikbetu deutscher Kaiser aui der Steiße von Sari bem ©rofjcn 
bi; SSariinifian I. In' der Äcrbballe gelangen Gestalten aus dem bentfdjeii 
Sagenkreise tmb Vertreter bet Zeit vor Karl dem Erotzeu zur Darstellung. 
Fache rdultnt diese Eingangshallen mit durch die bunt fihiinniernde Sicr- 
glofung ihrer Fenster, ivelche dazu beitragen soll, den das Hani Betretenden 
in eine weihevolle Siimntimg zu versetzen. In der gtoftcir Wandelhalle ver¬ 
herrlichen Bildhauerkunst und Maleret dar neue deutsche Reich. An» der 
Mitte dieser Halle betritt man den im Herzen der Anlage bestiidüchrn 
©itzmnfifaat, über ben sich baS ben Sau überredende, in Eisen, Kupfer und 
Wlai monumental" ausgebildete Oberlicht erhebt. Die Abmessungen des 
6oale5 sind dieselben wie in bem ollen ReichstagSgebäube in der Leivziaer- 
stratze. doch meist der neue Saal mancherlei Seibtfferungen auf, insbesondere 
sind die akustischen Berliüitniffe oün'liaet gestaltet, war vornehmlich dadinch 
er,eicht winde, daß die Durchbildung btS Saales ganz in Holz erfolgte.. 
Das Mebftube besieht ant einem Erdgeschoß, einem Hanmgefchvß, eine® 
Zwischengeschoß und c ueut Cbecgeschojj.
	        
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