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Full text: Berliner Adreßbuch (Public Domain) Issue1895 (Public Domain)

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Seit Eilbote» werde» auch Packele ohne Werlhangabe 1)19 6 1g, Somit 
Gtitbuttgtit mit Wertliangabe bis 4(10 Mark mib bis 6 1» zur Bestellung 
mitgegeben. Bei Schreibe» mit Post-ZiistelluiigSiirkuiide ist daS Bedangen 
der Eilbestellting uuzulälsig. 
Der Absender von Eilseiidniige» fniin die Scf/iffncWit voraiiSbezalilm. 
oder die Zablnug dem Empfänger überlassen. Bei dri Vorausbkjnhltmg ist 
irrn Sttmeti ,durch &lboten“ Imiziiziifitgc» „Sole bcjahlf“. 
■ Für die Cilbestelluug von Postsendungen lind 111 culrichte»: 
A. 3m Falle der Vorausbezahlung durch den HMciidct: 
a) bei Eeiidnuge» au Empfänger im Ortöbestellbezir! der Postanstalten, 
und zwar: 
1. bei gewöhnlichen und bei eingeschriebene» Briefen, Posllarle», 
Snmincht» und ESaattnyiobcti, lomic litt 'Jladinalmicbticien, 
Briefen mit Werlhangabe bis 400 Mari einschliesilich. SlMicitniiinö« 
sdieiueu über Geldbriese mit IjBijecec Werlljniigabe, Bcgleitadressen 
ohne die jugchörige» Packele >»id Postmiweisttiigeu nebst den 
zugehörigen Beträgen, 
für icbc Sendung 23 Pf.: 
2. bei Packeleu ohne und mit Werlhangabe bis z»»i Beträge von 
JOOWlat', - 
in allen 5$4(Ieu, in welchen die Sendungen selbst durch Eil- 
liolcn bestellt werde», 40 Pf. fflt jedes Packe!. 
b) bei Sendungen an Empfänger im Landbestcllbcjir! der Postaustall, 
und zwar: . . 
1. bei allen unler n) 1. genannten Gegenständen Int jede Sendung 
60 Pf.: 
2. bei den unter 3) 2. bezeichnete» Gegenstände» jiir jcu'ö Packet 
00 Pf. 
B. 3m Falle- der Entrichtung des Botenlohnes durch den Einpoliger: 
bei alle» Sendungen die wirklich erwachsenden Sotenkoilii!, mit Lee 
Maßgabe, baß bei Bestellung im OrtSbestellbezirk in Ansatz fowmett, 
und zwar:- 
1. bei den imlet A. ») 1. genannten Gcgettfiäiibcit: fite (eben Be- 
stellaang niinbestens 25 Pf., 
2. bei den unter A. ») 2. genannten Packele»: für scdcS bestellte 
Stück mindestens 40 Pf. 
Werde» durch denselben Solen an denselben Empfänger gleichzeitig 
solche Etlposlscndniigc» abgetragen, snr welche das ISilbeslcllncm im 
Boraus bezahlt ist, und solche, bei meldien dies nicht der «all ist, 1o 
ist ooni Empfänger das erwachsende Botenlohn abzüglich der im 
Voraus bezahlten Beträge *11 erbeben. 
3» Berlin n-erdeii i« der Zeit von 6 Illjc slüh bis 12 Uhr Slliciibä 
■ Cenbimgeu bis jum ÜJctrngc uoit 3000 Mark durch den. Gilboteit liberbtadit. 
Für jede derartige Sendung im Wertiie von über 400 Mark kommt ein Be¬ 
stellgeld uoit 50 Pf. Ant Erhebung. Bei BoranSbejahluug wird baä ntt diesem 
Sage Fehlende vorn Empsänger intdjetliobeii. 
Die Bestellgebühr beträgt sür die Bestellung der Postlendnnge» in die 
Dohnnna deS EmpsäugerS tm Orte der 'Bostmiilntl, und zwar: 
a) fttt eine Postanweisung nebst dein dazugehöiigen Geldbeitage • 5 Pf., 
1>) für (itrofilmütl)c und eingeschriebene Packele 
in Beilm und Gfjarfollmbnifl bis 5 kg  V> „ 
über 5 kg : . . . '20 „ 
' ’ • bei den Postämter« I in anbeten Orten' bis 5 kg . . . 10 „ 
, . «bei 3 lg ... 15 „ 
' Bei den libtigeit Postanstallen Bis 5 kg  j „ 
über kg  10 „ 
Gehört mehr «18 ein Packet tu einet Scgleilabtcne, (0 mitb lür b«j lchuiersle 
Packet die otbitirnnSniäMge Bestellgebühr, istt jedes weitere Packet aber mit 
ernt Gebühr von ü Pf. erhoben. 
c) kür einen Seiet" mit Werlhangabe bis löOsl Mark 5 Pf., über 1500 
bis 3000 Mark 10 Pf., über 3000 Mark 20 Pj., soweit dergleichen 
Senb,tilgen überhaupt bestellt werden: 
d) fftt Packele mit Bctthimdabc die Gälte für Seflellniin gtivöfnlid)« 
Packele, mindestens aber die Satze umcr c) (in Berlin und liharloltnt* 
butfl bk 3000 Mark 20 Pf.). 
Für das Abtragen der Briefe mit Werlliangalie, der bis 2V» kg schlveren 
packele mit oder olnie Werlbangabe, 'der IStnschteibpaileie bis zu btttilelbtn 
«ewtchle und b?t Poflauwctfimgeit nach dem üaiidbcffcUücjitft -mird 
0511c tlliicksidit ant die Hohe der entminen SBertliangabe bei. des (stlbbctwgcä 
ein Bestellgeld uoit 10 Pf. erhoben. Werden Packele uoit böhcrem Meividilc 
alS 2'Zi kg (iboetmotn, (0 1'C‘räot bnS Bestellgeld 20 Pf. für baä Stück, in 
Orten mit Posthüliestelle für |ec:6 Packet 10 Pf. 
Die Bellellaebühr kann'voransbezahlt werden. 
ivöhiilichcn Bestellgeldsutze hiuz,,. 
'Da« ZeituugSbeitellgeld beträgt int Orts- uud int Landbcslellbczirk 
snr jedes ^ciliüiqäcrcnititoc jährlich bei Zeitungen, welche 
a) wöchentlich einmal oder seltener bestellt werden ... - Mark 00 Pf. 
b/ jwet- oder dreimal wöchentlich bestellt umbe» .... 1 . - „ 
c) mehrmals, aber nicht öfter als einmal täglich bestellt 
werden  1 , „ 60 . 
ä) täglich mti)tma(3 erscheinen, siiv itbe ligUA)C yeftclUmg 1 , — , 
e) für die amtlichen L-erordnn»göblüIter - , 00 „ 
Postsendungen mi Elnwolmer Im Orts- oder'Laiidveftcllbczirt der 
«ufgabc-Postanstalt iverden. mit Sluäimljmc bet biirdi Gilbotcn zu bestellen- 
den Ceiidimgeii, in gleichem Umfange wie nn Vlbrciinten im Bereiche anderer 
«ojtorte angcnonnncn. Diese Sendungen (nnäsdilicfilich bet gewSlinlicheit 
Briefe) iintecliegen denselben Taren unb Bestellgebühren, mif bie mit den 
Sofien uoit lueitecfjct ciiiqegaitgeiicit Sendungen deS inneren PostticrledrS, mit 
Mt Maftgabe, das,, soweit bei den Taxen die Entfernung mit in Betracht 
kommt, der für bie geringste CntfenmiigSslnie bestimmte Lad mtg-.wendet wird. 
Für gewöhnliche Briefe bis 250 g nn Eiuitwhuer int Otls- oder 
Smtbbeftellbgirt bet tut Ober>Postdirektionsöc<irk Berlin lielrgcwit 
Aufgabe-Poffanstallen mitb eine Gebühr von 10 Pf. (int ^'4‘frnu!irmin5fitltc 
20 ctbolien. Sei Anlieferung von nicht als lö Briefen, 15 ivmrfiiiitictt 
ober Söaatenptobctt tut Gewichte von 100-230 g, kosten die erste» 15 Stuck 
-]e 10 Pf., bie übrigen je 5 Pf. 
Für die Uott nett tianiibritfttSflCMi uns ihren Bestelluiigsgöngeii ein* 
«fommclteit vottovilichttgen Eiitschreibseudungen. Packele blö i<f> kg ein- 
schließlich, Postanweisungen und Briefe mit Werlhangabe, wenn diese 
Gkgeitstiinde zur Weitersenbititg durch.die.Postanslalt beS ilinISort» bei 
LanbbriesträgerS und) einer anbeten Postanslalt bestimmt sind, ist eine Sieben- 
jjebillit neu 6 Pf. voraus zu bezahle».. 
Nr bie von den Packelbestelietit eingesammelten, gcmöljiilitcu Packele 
kommt eine im Sorniiä zahlbare Nebengevnhr Mit 10 Pf. jut üchebuiig. 
Anleitung für die Anfertigung von Aufschriften. 
Die Ausschrist (SLdrcssc) muß den BestimmuiigSort uud den Gnipsilnace 
(Sldteslalcn) (0 bestimmt bezeichnen, bosi jeder llngewisiheit vorgebeugt wird. 
Bei gewöhnlichen Scicfeii je. mit betn Vermerke .postlagernd' darf, statt bei 
SlamenS deS (Smiisilugctfl eine Angabe in Buchstaben, Ziffern ir. ange- 
wendet sein. 
SeiSciidttitgeit nach größeren Orten ist thuulichst die Wohuuug des 
Etttpiäugers nach Stcntie, HanSnnmnter und Sage — ob eine oder zwei rc. 
Treppen :c. — unten rechts unmittelbar mitte btm Namen beS BestiininiingS-' 
otti, niijimclicn: bei Sendungen nach Berlin mifietbem bet Psstbezit! (0„ N,, 
S„ W. tt. {, w.>, in welchem die Wohttnu« belege» ist. 
Ein alphabelischeS Verzeichnis der Straßen unb Plötze Berlins mit Mit» 
tobt bet Lage ttad) bett •&imme!Sttchtuiigen hängt am schaltet eiltet leben 
Postaustalt aus. 
Sesiiibet fid) mi betn BcflimmiiitgS'otte keine Postauttalt, so 
mu6 $11 beifeu geimnetet Bezeichutiug diejenige Postanstalt, ueu welcher aus 
die Seljänbininiii bet Cenbnng an bett Empfänger bewirkt ivirb. angegeben tcm. 
Bei den nicht nflgcntciiiet bcfaiinlcit Drlcit mit Postanstalt ist bie Lage mühet 
zu bezeichueu. 
Bei gleichnnmtgeit ober ähnlich lautende» Orten titiii bie 
geographische i’ane beS BestiittmiingSorleS durch Angabe bet tlitcmii'j, beä 
iliegiciuugSbezirkS ober beä ÄceifcS, wozu der Ort gehört, oder deS MsseS, an 
uieliliem derselbe bcltatit ist, nähet beteidmet-ieiit. 
Benrtchmsse gleidjitmnigct oder ähnlich lautender Postorie werden von den 
Postai,stalle» jum Preise von 15 Pf. abgelassen. 
At der SeitimtnitngSott in einem frentdeu Postgebiet belege» und zu den 
weniger bekannte» Orten zu rechne», so 111116 »trfit nur das Land angesieben, son¬ 
dern auch die Lage deS ÖcteS ctfocbctlichen ^allä noch nahet bezeichnet lein. 
Für bie Abstufung der Aufschriften bei Sendungen nach solchen Andern, 
in denen die deutsche Cpradie wenig ober gar nicht gebräuchlich ist, z. B. natii 
Rußland, Spanten, Portugal, Italien, Griechenlanb, Slmerita )t., cmpüttjlt sich 
die Anwenbnng lateinischer Sdiciftjün'c. 
Bei ©cubuiiQcit an Militartpetsonen tmiB in bet Aufschrift der 
Truppenteil, welchem bet GntpiSitget aiigehStt, nach ilicgiment und Äotn- 
paguic, bej. Schwabron, Batterie 11. s. iu. genau bezeichnet fein. Soweit die 
Sendungen mit Portokreiheit odet $ottoemiä6ifitmfl Aulpruch lmbfi. sind 
biclclbeu mit der Ausschrist: „Solbcitcnbciel. Eigene Angelegenheit des IStn- 
pfdimecS“ zu tierfehe». 
Briefe für Petsoiteit bet SdnfsSbesnfettngen soM)tr Deutsdjen 
Kriegsschiffe, welche sich außerhalb beä Deutschen SleichS beilnben, könne» durch 
boS Matine-Postbuteatt btä 4>ovPofi(tmt8 (tt Berlm bett Euipsängerit zu¬ 
geführt werden. Die Ausschrist bet Briefe, für welche diese Beförderungsart i» 
Vliispntch genommen wirb, tiuif) enthalten: 
a) den Grad oder die dienstliche Eigenschaft des Empfängers, ober das 
Amt, welches derselbe in der Marine-Berwaltiuig bekleidet: 
b) Den Namen deö Schiffe», an dessen Borb der Empfanget sich befindet ; 
c) die Angabe: .Durch Scmtillelmig beä Hos-PostanitS in Berlin*. 
Der Vermerk.frei', -ft" ist bei feniifirteit Biiespostscubitugcit (gemölnt- 
lichtn und Eiuschteibbriesen, Drucksachen, Daarenproben 11. s. 1».) nicht ertöt- 
berlich, weint das tatifmilßige Porto durch aufgeklebte Postireimarkeu entrichtet 
ist. Sei Werlhbtiese», Packet- mib 91ad)iial»iicfcitbiutgcit ist bet Fcantinmgä- 
vermerk auf bet Abtesjfeite uiiiett links niederzuschreiben. 
Neöerficht der Wrtosätze für die frankirte» 
Wrieft, Wstkarten, Antcksachen und Waaren- 
proöen nach dem Auslande.. 
Vorbemerkungen: Stiefe im Wellpostverkeht bfieft» Golb- ober Silber- 
(achtn, Gelbstücke, Luweleu obet kostbare Gegenstände sotvie zollpflichlige 
Gegenstänbe nicht ctitlmlteii. 
Dtncksachtu, Waarettytobett uub GeschiktSpapictemüssen stets 
pom jlbstiibtt trautirt werben. 
Iluzureicheiib tninticte Srieneiibititec» werben im Wellpostverkeht mit dem 
doppelten Betrage deS sehlende» PortotheHS tarnt, und) den nicht zum Welt¬ 
postverein gehörige» Ländern aber, soweit gmiilitnitgStivGiia bestellt, nicht 
abgesendet, llnfumfnfc Posliarlrn tmietlieafn der Taxe für imfnmiii'ie Bncfc. 
Geschästspapiere flub gegen die Druckfachetnare (nundcfleitä 20 PU 
nach den Limiten beä Weltpostvereins zulässig. Jin Berkebt mit Oesterreich- 
Ungarn biuscn dieselben jedoch als solche nicht versendet werden. AIS <5:ld)üitd- 
papiere stnd anzusehen: alle Cdjrittftückc uud Urkunden, ganz oder tlicilmciie 
mit der Hand-geschrieben oder gezeichnet, tvelche nicht, bit Eigenschaften einet 
eigentlichen oder persönlichen Kvttesvvndenz haben, als Pto)c6aktcn, 
von öifcntlicheit Beamten lictrfiliteube amtliche llttimbcii, Begleitbriefe ober 
Ladescheine, Rechnungen, <Scldi8ft6papicre verschiedener Axt bet DtrsicheruttgS- 
gefcllid:ailcii. nichtamtliche Abschriften ober tillciiattt-zftne, gleichviel, ob die¬ 
selben aitf Stenipelpapier oder auf ungestempeltem Papier ausgefertigt flut1, 
Partituren oder geschriebene Alnsilstücke. einzeln versandte Waimifciptt tu!. 10. 
5»t llebriflc» imierliegen bie @c(d)ü|idpapiete beiifclbeu VersendtmgS- 
bebingunge», ivie bie Drucksachen. 
DaS höchste ztMstge Gewicht betrügt:' 
1. tut SJetreffc mit Oesterreich * Ungarn für Stiefe und ffiaoteitptoben 
250 Gramm, für Drucksachen 1 kg; 
2. im Weltpostverein uub im Verkehr mit betn übrige» AuSloube sür 
Süiiflteuittobcn 250 Gramm, für Drucksachen unb Gelchilftipapierc 2 kg. 
Für Stiefe besteht feine Gewichtsgrenze. 
Die mtdjffcljcnbcn Sätze gelten (wenn nicht ein Znbttti in bttv folgeukit 
Bemerk»;.;:'!! angegeben ist), 
bei Brieten fftt je 15 Gramm, 
bei Drucksachen füt ie 50 (Stamm:
	        
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